Vom Pumpstillen und Flasche an die Brust?
Verfasst: 19.06.2022, 14:23
Liebes Forum,
meine Tochter wurde am 3.6. geboren, ist heute also 16 Tage alt. Aktueller Stand ist, das ich zu 100% Abpumpe und die Muttermilch per Flasche füttere. So ist es dazu gekommen: Meine Tochter kam 2 Wochen vor Termin (spontan, ohne irgendwelche Komplikationen), ich habe sie im Kreisaal und in der Nacht nach der Geburt (sie wurde abends geboren) direkt und immer wieder angelegt bzw. es versucht. Die linke Brust hat sie quasi von Anfang an bestreikt und ist kaum richtig angedockt, die rechte hat sie akzeptiert, insgesamt aber immer mit viel An- und Abdocken, Unruhe, Brust anschreien. An Tag 3 im Krankhaus hatte sie 11% Gewicht verloren. Dort wurde per Spritze und Sonde direkt an der Brust 20 ml Pre zugefüttern und entsprechendes Material mit nach Hause gegeben. In der 1. Nacht zu Hause habe ich quasi kein Auge zu gemacht, versucht das Baby an die Brust zu kriegen - die sie aber nur angebrüllt hat. Gleichzeitig habe ich versucht per Spritze und Sonde Pre zuzufüttern.
An Lebenstag 4 war meine Hebamme das erste mal da und hat direkt gesehen, dass meine Tochter vermutlich ein zu kurzes Zungenbändchen hat. Auf ihren Vorschlag hin habe ich mir ein Rezept für eine elektrische Doppelpumpe besorgt, pumpe seitdem ab und füttere per Flasche. In dem Moment die richtige Entscheidung für mich. Das Zufüttern per Spritze und Sonde hat uns schrecklich gestresst. Milchmenge ist bei mir definitv kein Problem. Der Milcheinschuss ist durch, ich pumpe alle 2 bis 3,5 h (angepasst an die Mahlzeiten/Schlafpausen des Kindes - bin ja noch im Frühwochenbett und eigentlich nur zu Hause) und je nach Abstand der Pumpsitzungen pumpe ich mittlerweile (aus beiden Seiten zusammen) 90 bis 160 ml je Sitzung. Ich kann gar nicht alle Milch verfüttern und friere schon weg bzw. verwerfe tatsächlich Milch. Seit ich Muttermilch per Flasche füttere gedeiht meine Tochter auch problemlos, scheidet "vorbildlich" aus (also viele volle Pipi-Windeln, nach fast jeder Mahlzeit Stuhlgang):
03.06. 3340 g Geburt KH
06.06. 2960 g Entlassung KH
07.06. 3000 g Hebamme
08.06. 3060 g Hebamme
10.06. 3100 g Hebamme
13.06. 3300 g Hebamme
17.06. 3600 g Hebamme
Letzte Woche (an Lebenstag 12) hatten wir einen Termin bei einer Kieferchirugin, die die Vermutung meiner Hebamme bestätigt hat: das Baby hat ein sehr straffes Zungenbändchen, sehr viel Druck im Kiefer und saugt vor allem im vorderen Bereich des Mundes. Das Zungenbändchen wurde dann druchtrennt und selbst wir als Eltern konnte sofort sehen, wie sich ihre Zunge ganz anders im Mund ausbreitet, sie die Zunge weiter raus streckt und anders bewegt.
Ich habe auch vor der Durchtrennung immer wieder versucht sie an der Brust anzulegen, auch mit Stillhütchen - was aber nie wirklich funktioniert hat. Sie dockt (auch am Hütchen) kurz an, saugt 2 x, lässt wieder los. Wiederholt das ein paar mal und schreit sich dann allmählich in Rage.
Meine Hoffnung war, dass es nach der Durchtrennug der Bändchens von jetzt auf gleich funktioniert - war leider nicht so. Seit Lebenstag 13 lege ich sie immer, bevor ich die Flasche gebe, an. Immer mit Hütchen. Ohne probiere ich auch, aber das klappt gar nicht. Da dockt sie noch nicht mal richtig an. Ich merke (mit Hütchen) einen Unterschied zu vorher: sie saugt intensiver (vorher hatte ich z.T. eher das Gefühl, sie kaut auf meiner Brustwarze rum), sie löst auch einen Milchspendereflex aus (was durch die viele Milch ziemlich fix geht, sie vor der Durchtrennung aber nicht geschafft hat), aber sobald die Milch fließt, dockt sie ab und regt sich auf.
Ich habe eine ältere Tochter (4 Jahre), die ich voll gestillt habe. Unsere Stillbeziehung war nicht ganz einfach und besonders am Anfang anstregend (wunde Brustwarzen, unruhiges Kind, sehr viel Milch), aber es hat grundsätzlich geklappt. Meine ältere Tochter hat auch viel die Brust angeschrien. Meine Hebamme hat die Vermutung, dass meine Brustwarzen für meine zierlichen Babys (beide hatten bei Geburt sehr ähnliche Maße) mit kleinem Mund besonders am Anfang zu groß sind. Ich habe tatsächlich sehr große Brustwarzen (was mir jetzt erst aufgefallen ist, weil meine Brüste selbst eher klein sind). Ich weiß nicht, ob das eine Einschätzung ist, die Sinn macht?
Meine große Frage ist nun also: Wie bekomme ich das Baby von der Flasche an die Brust? Denn das will ich unbedingt!
Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sie einfach noch gar nicht gelernt hat, effektiv an der Brust zu trinken, weil das Zungenbändchen es nicht möglich gemacht hat. Ich habe mir ein Brusternährungsset bestellt, dass übermorgen ankommen müsste und mein Plan ist, die Flasche dann konsequent weg zu lassen und die gepumpte Milch direkt an der Brust zuzufüttern. Wie schon geschrieben: Milchmenge ist grundsätzlich kein Problem, aber das richtige Trinken an der Brust wird sie wohl erst lernen, wenn die Flasche nicht mehr dazwischenfunkt, oder? Schnuller hat sie nicht. Medizinische Auffälligkeiten (abgesehen vom Zungenbändchen beim Baby) gibt es bei uns nicht.
Danke!
meine Tochter wurde am 3.6. geboren, ist heute also 16 Tage alt. Aktueller Stand ist, das ich zu 100% Abpumpe und die Muttermilch per Flasche füttere. So ist es dazu gekommen: Meine Tochter kam 2 Wochen vor Termin (spontan, ohne irgendwelche Komplikationen), ich habe sie im Kreisaal und in der Nacht nach der Geburt (sie wurde abends geboren) direkt und immer wieder angelegt bzw. es versucht. Die linke Brust hat sie quasi von Anfang an bestreikt und ist kaum richtig angedockt, die rechte hat sie akzeptiert, insgesamt aber immer mit viel An- und Abdocken, Unruhe, Brust anschreien. An Tag 3 im Krankhaus hatte sie 11% Gewicht verloren. Dort wurde per Spritze und Sonde direkt an der Brust 20 ml Pre zugefüttern und entsprechendes Material mit nach Hause gegeben. In der 1. Nacht zu Hause habe ich quasi kein Auge zu gemacht, versucht das Baby an die Brust zu kriegen - die sie aber nur angebrüllt hat. Gleichzeitig habe ich versucht per Spritze und Sonde Pre zuzufüttern.
An Lebenstag 4 war meine Hebamme das erste mal da und hat direkt gesehen, dass meine Tochter vermutlich ein zu kurzes Zungenbändchen hat. Auf ihren Vorschlag hin habe ich mir ein Rezept für eine elektrische Doppelpumpe besorgt, pumpe seitdem ab und füttere per Flasche. In dem Moment die richtige Entscheidung für mich. Das Zufüttern per Spritze und Sonde hat uns schrecklich gestresst. Milchmenge ist bei mir definitv kein Problem. Der Milcheinschuss ist durch, ich pumpe alle 2 bis 3,5 h (angepasst an die Mahlzeiten/Schlafpausen des Kindes - bin ja noch im Frühwochenbett und eigentlich nur zu Hause) und je nach Abstand der Pumpsitzungen pumpe ich mittlerweile (aus beiden Seiten zusammen) 90 bis 160 ml je Sitzung. Ich kann gar nicht alle Milch verfüttern und friere schon weg bzw. verwerfe tatsächlich Milch. Seit ich Muttermilch per Flasche füttere gedeiht meine Tochter auch problemlos, scheidet "vorbildlich" aus (also viele volle Pipi-Windeln, nach fast jeder Mahlzeit Stuhlgang):
03.06. 3340 g Geburt KH
06.06. 2960 g Entlassung KH
07.06. 3000 g Hebamme
08.06. 3060 g Hebamme
10.06. 3100 g Hebamme
13.06. 3300 g Hebamme
17.06. 3600 g Hebamme
Letzte Woche (an Lebenstag 12) hatten wir einen Termin bei einer Kieferchirugin, die die Vermutung meiner Hebamme bestätigt hat: das Baby hat ein sehr straffes Zungenbändchen, sehr viel Druck im Kiefer und saugt vor allem im vorderen Bereich des Mundes. Das Zungenbändchen wurde dann druchtrennt und selbst wir als Eltern konnte sofort sehen, wie sich ihre Zunge ganz anders im Mund ausbreitet, sie die Zunge weiter raus streckt und anders bewegt.
Ich habe auch vor der Durchtrennung immer wieder versucht sie an der Brust anzulegen, auch mit Stillhütchen - was aber nie wirklich funktioniert hat. Sie dockt (auch am Hütchen) kurz an, saugt 2 x, lässt wieder los. Wiederholt das ein paar mal und schreit sich dann allmählich in Rage.
Meine Hoffnung war, dass es nach der Durchtrennug der Bändchens von jetzt auf gleich funktioniert - war leider nicht so. Seit Lebenstag 13 lege ich sie immer, bevor ich die Flasche gebe, an. Immer mit Hütchen. Ohne probiere ich auch, aber das klappt gar nicht. Da dockt sie noch nicht mal richtig an. Ich merke (mit Hütchen) einen Unterschied zu vorher: sie saugt intensiver (vorher hatte ich z.T. eher das Gefühl, sie kaut auf meiner Brustwarze rum), sie löst auch einen Milchspendereflex aus (was durch die viele Milch ziemlich fix geht, sie vor der Durchtrennung aber nicht geschafft hat), aber sobald die Milch fließt, dockt sie ab und regt sich auf.
Ich habe eine ältere Tochter (4 Jahre), die ich voll gestillt habe. Unsere Stillbeziehung war nicht ganz einfach und besonders am Anfang anstregend (wunde Brustwarzen, unruhiges Kind, sehr viel Milch), aber es hat grundsätzlich geklappt. Meine ältere Tochter hat auch viel die Brust angeschrien. Meine Hebamme hat die Vermutung, dass meine Brustwarzen für meine zierlichen Babys (beide hatten bei Geburt sehr ähnliche Maße) mit kleinem Mund besonders am Anfang zu groß sind. Ich habe tatsächlich sehr große Brustwarzen (was mir jetzt erst aufgefallen ist, weil meine Brüste selbst eher klein sind). Ich weiß nicht, ob das eine Einschätzung ist, die Sinn macht?
Meine große Frage ist nun also: Wie bekomme ich das Baby von der Flasche an die Brust? Denn das will ich unbedingt!
Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sie einfach noch gar nicht gelernt hat, effektiv an der Brust zu trinken, weil das Zungenbändchen es nicht möglich gemacht hat. Ich habe mir ein Brusternährungsset bestellt, dass übermorgen ankommen müsste und mein Plan ist, die Flasche dann konsequent weg zu lassen und die gepumpte Milch direkt an der Brust zuzufüttern. Wie schon geschrieben: Milchmenge ist grundsätzlich kein Problem, aber das richtige Trinken an der Brust wird sie wohl erst lernen, wenn die Flasche nicht mehr dazwischenfunkt, oder? Schnuller hat sie nicht. Medizinische Auffälligkeiten (abgesehen vom Zungenbändchen beim Baby) gibt es bei uns nicht.
Danke!