Beifüttern mit ausgestrichenem Kolostrum
Verfasst: 17.04.2022, 09:33
Guten Morgen ihr Lieben und frohe Ostern,
Mir brennt eine Frage unter den Nägeln die ich vielleicht langsam los werden sollte. Vorher ein paar kurze Fakten zu mir und dem Drumherum (: Ich kugel jetzt kurz vor der 37. Ssw in meiner 2. Schwangerschaft herum und hatte eine sehr anstrengende Nacht mit reichlich Senkwehen. Unsere erste Tochter kam pünktlich am ET 2018 nach Einleitung wegen eines Blasensprungs auf die Welt. Leider war sie stark unterzuckert, obwohl bei mir keine Schwangerschaftsdiabetes festgestellt worden ist (sie war mit 48cm und 2800g auch sehr zart, was aber angeblich an der gestörten Durchblutung in meiner Leiste gelegen hat). Obwohl ich sie direkt angelegt habe, hat sich ihr Zuckerwert kaum verbessert, sodass wir zufüttern mussten. Wir baten darum per Spritze Pipette oder Löffel zuzufüttern, wurden aber gezielt ignoriert. Dies ging dann über den gesamten Krankenhausaufenthalt so. Sie trank kaum aus dem Fläschchen und nahm Gott sei Dank auch nur 70g in der Zeit ab. Ich hab sie aber auch fast permanent an der Brust gehabt. Bereits am letzten Krankenhaustag hatte ich meinen Milcheinschuss. Leider war es so, dass ich eine Wochenbettdepression entwickelt habe und ein kleines Mäuschen hatte, dass anfangs oft weinte, ich damit aber überfordert war. Das Stillen funktionierte nicht so, wie ich es gedacht hätte und sie blieb immer nur kurz an der Brust bzw schlief schnell ein. Also sagte mir meine Hebamme, wir könnten ja weiter beifüttern. In der damaligen Situation kam es mir richtig vor, da ich das Gefühl hatte, dass meine Tochter hungerte und ich ihr nicht gerecht werden kann. Die Enttäuschung machte die Depression natürlich nicht besser, zumal wir zusätzlich im Renovierungs- und Umzugsstress waren. Nach etwa 2 Monaten hatte ich außerdem einen Milchstau mit Fieber und allem Zip und Zap meine Hebamme sagte mir, ich dürfe die Brust nur abpumpen und nicht zum Stillen verwenden (heute weiß ich, dass es das dümmste war, was ich hätte machen können) die Milchmenge wurde weniger, meine kleine Maus fing an die Brust nur noch anzuschreien und es endete darin, dass sie nur noch abgepumpte Milch und Pre bekam. Leider wurde die Milch kontinuierlich weniger, sodass ich für meine Kleine nur noch 5-10ml aus beiden Brüsten heraus bekam. Dies zog ich dann bis zum 4. Lebensmonat durch und stille dann ab. Die Dauer an der Pumpe war einfach die geringe Ausbeute nicht mehr wert. Nun habe ich Angst, dass es wieder so laufen könnte.
Nun ist bei mir recht früh Kolostrum aus der Brust ausgetreten, sodass mir eine Freundin riet, dieses eventuell für den Fall der Fälle aufzufangen. Nach Absprache mit meiner Hebamme hab ich dies nun auch getan. Insgesamt habe ich nun schon 20ml in 3ml Spritzen tiefgekühlt und bei der Hebammen Sprechstunde abgesprochen, dass ich welches mitbringen kann. Habt ihr vielleicht einen Tipp für mich, wieviel ich einpacken sollte? (möglichst eine ambulante Geburt) Ich möchte natürlich nicht zu viel zufüttern, damit sich der Milcheinschuss nicht zu spät einstellt. Sollte ich das Kolostrum auch nach dem Milcheinschuss noch zufüttern oder dann nur noch zur Körperpflege verwenden? Sollte ich weiter ausstreichen oder reichen die 20ml? Eine Spende an das Krankenhaus für Mütter, die nicht stillen können oder wollen ist aktuell leider nicht möglich
Gibt es sonst noch irgendwas zu beachten? Ich freue mich jetzt schon auf die Stillzeit, habe aber auch gleichermaßen wieder Angst davor, weil ich mir wirklich wünsche unsere Tochter voll zu stillen.
Ich danke euch schonmal im Voraus
Mir brennt eine Frage unter den Nägeln die ich vielleicht langsam los werden sollte. Vorher ein paar kurze Fakten zu mir und dem Drumherum (: Ich kugel jetzt kurz vor der 37. Ssw in meiner 2. Schwangerschaft herum und hatte eine sehr anstrengende Nacht mit reichlich Senkwehen. Unsere erste Tochter kam pünktlich am ET 2018 nach Einleitung wegen eines Blasensprungs auf die Welt. Leider war sie stark unterzuckert, obwohl bei mir keine Schwangerschaftsdiabetes festgestellt worden ist (sie war mit 48cm und 2800g auch sehr zart, was aber angeblich an der gestörten Durchblutung in meiner Leiste gelegen hat). Obwohl ich sie direkt angelegt habe, hat sich ihr Zuckerwert kaum verbessert, sodass wir zufüttern mussten. Wir baten darum per Spritze Pipette oder Löffel zuzufüttern, wurden aber gezielt ignoriert. Dies ging dann über den gesamten Krankenhausaufenthalt so. Sie trank kaum aus dem Fläschchen und nahm Gott sei Dank auch nur 70g in der Zeit ab. Ich hab sie aber auch fast permanent an der Brust gehabt. Bereits am letzten Krankenhaustag hatte ich meinen Milcheinschuss. Leider war es so, dass ich eine Wochenbettdepression entwickelt habe und ein kleines Mäuschen hatte, dass anfangs oft weinte, ich damit aber überfordert war. Das Stillen funktionierte nicht so, wie ich es gedacht hätte und sie blieb immer nur kurz an der Brust bzw schlief schnell ein. Also sagte mir meine Hebamme, wir könnten ja weiter beifüttern. In der damaligen Situation kam es mir richtig vor, da ich das Gefühl hatte, dass meine Tochter hungerte und ich ihr nicht gerecht werden kann. Die Enttäuschung machte die Depression natürlich nicht besser, zumal wir zusätzlich im Renovierungs- und Umzugsstress waren. Nach etwa 2 Monaten hatte ich außerdem einen Milchstau mit Fieber und allem Zip und Zap meine Hebamme sagte mir, ich dürfe die Brust nur abpumpen und nicht zum Stillen verwenden (heute weiß ich, dass es das dümmste war, was ich hätte machen können) die Milchmenge wurde weniger, meine kleine Maus fing an die Brust nur noch anzuschreien und es endete darin, dass sie nur noch abgepumpte Milch und Pre bekam. Leider wurde die Milch kontinuierlich weniger, sodass ich für meine Kleine nur noch 5-10ml aus beiden Brüsten heraus bekam. Dies zog ich dann bis zum 4. Lebensmonat durch und stille dann ab. Die Dauer an der Pumpe war einfach die geringe Ausbeute nicht mehr wert. Nun habe ich Angst, dass es wieder so laufen könnte.
Nun ist bei mir recht früh Kolostrum aus der Brust ausgetreten, sodass mir eine Freundin riet, dieses eventuell für den Fall der Fälle aufzufangen. Nach Absprache mit meiner Hebamme hab ich dies nun auch getan. Insgesamt habe ich nun schon 20ml in 3ml Spritzen tiefgekühlt und bei der Hebammen Sprechstunde abgesprochen, dass ich welches mitbringen kann. Habt ihr vielleicht einen Tipp für mich, wieviel ich einpacken sollte? (möglichst eine ambulante Geburt) Ich möchte natürlich nicht zu viel zufüttern, damit sich der Milcheinschuss nicht zu spät einstellt. Sollte ich das Kolostrum auch nach dem Milcheinschuss noch zufüttern oder dann nur noch zur Körperpflege verwenden? Sollte ich weiter ausstreichen oder reichen die 20ml? Eine Spende an das Krankenhaus für Mütter, die nicht stillen können oder wollen ist aktuell leider nicht möglich
Gibt es sonst noch irgendwas zu beachten? Ich freue mich jetzt schon auf die Stillzeit, habe aber auch gleichermaßen wieder Angst davor, weil ich mir wirklich wünsche unsere Tochter voll zu stillen.
Ich danke euch schonmal im Voraus