Habe ich zuwenig Milch oder saugt mein Baby (noch) zu schwach?
Verfasst: 12.04.2022, 00:37
Liebe Alle!
Seit etwa 10 Tagen lese ich mit sehr großem Interesse alles, was ich in diesem Forum über das Thema "Gedeihstörung" (fürchterliches Wort, hat mir bei meiner Erstgeborenen für immer einen Schaden im Kopf hinterlassen), Zufütterung, Zufütterung ausschleichen usw. finden kann. Ich bin sehr beeindruckt (und motiviert!!) von all den positiv ausgegangenen Geschichten, die ich dazu fand und vor allem von den vielen Parallelen zu der eigenen Geschichte, von denen man ja (allein daheim auf der Couch mit träge nuckelndem baby an der Brust und der Angst vor der nächsten Wiegung im Nacken) meint, es gäbe sie nicht....
Eigentlich dachte ich, es reicht, dort mitzulesen (zuletzt bei "Silvester21" und davor bei "Lanea" von 2013 "zurück zum Vollstillen 2") aber eigentlich würde ich mir wünschen, dass jemand mit mir gemeinam auf die Zahlen (und Fakten?!) schaut und mir durch die Begleitung Sicherheit gibt, das Baby nicht hungern zu lassen und trotzdem auf dem Weg zum Vollstillen zu sein...
Diesen Beitrag schreibe ich in Etappen, weil ich nicht die Zeit finde, es in einem Zug zu tun.. ich bin sooo müde und doch ständig unter Druck, Pumpen, Stillen, großes Kind versorgen, Haushalt schmeißen... Jedes Mal, wenn sich der Kleine meldet, bin ich direkt gestresst, weil ich denke, ich bekomme ihn durch´s Stillen eh nicht satt, wir werden ewig da sitzen und danach schreit er doch, wenn ich ihn abdocke... Ich habe ihn eigentlich ständig in der Trage (außer Nachts - da liegt er bei uns im Bett) und je nach Verfassung verlässt mich oft der Mut (und die Kraft) und dann geht wieder ein schlechter Tag zu Ende.
Es ist mir fast ein bisschen unangenehm, dass ich hier gar nichts Neues erzählen werde, außer dass sich die Zahlen vielleicht ein bisschen von den anderen unterscheiden. Trotzdem hoffe ich so sehr, dass jemand Zeit findet, sich unserer anzunehmen - aus mir selbst heraus bin ich nicht sicher, ob ich durchhalten kann, bzw.: den richtigen Weg einschlagen werde, der dann auch zum Erfolg (?!) führen wird.
Konkret:
Am 5. März kam unser Sohn spontan und nur in Anwesenheit der Hebamme im Krankenhaus gesund und munter auf die Welt. Wir durften bis zum Abend zuerst mit Papa und dann zu zweit im Kreißsaal bleiben und kuscheln und wurden wie geplant am Abend entlassen.
Am folgenden Tag kam die Nachsorge-Hebamme und hat uns uns von dort weg betreut. Und es begann ganz das gleich Spiel wie im Sommer vor zwei Jahren, als unsere Tochter auf die Welt kam....
M entwickelte eine leichte Gelbsucht, war schläfrig, saugte schwach und nuckelte mehr. Er verlor logischweise an Gewicht und nahm nur schleppend zu. Am zweiten Tag begann ich zu pumpen (teilweise nach den Mahlzeiten, teilweise in Intervallen am Morgen und am Abend) und tue es bis heute. Wir fütterten zunächst mit Löffel, dann mit Becher (beides führte teilweise starkem Verschlucken und Würgen, was mir jedes Mal das Herz stocken ließ und den Schweiß auf die Stirn trieb) Die Hebamme stellte mir auch ein BES zur Verfügung, mit welchem ich aber eher mäßig zurecht kam.
Mit zweieinhalb Wochen bekam M (nach dem Besuch einer Stillberaterin) sein erstes Fläschchen PRE Nahrung. Es hieß, das BES sei doch viel zu umständlich, eigentlich für Frügeborene oder Kinder, die die Brust ablehnen. Das ist bei unserem Sohnemann nicht der Fall, er nimmt die Brust gerne aber "effektives Saugen" kommt dabei so gut wie nie zustande. Lege ich ihn aber weg sucht er, leckt die Lippen, ballt die Fäust, schiebt sich den Mund in die Hand... das ganze Programm. (Dazu muss ich sagen, dass mir auch jedes Vorbild fehlt, wie ein "normales" Kind saugt, wahrscheinlich ist mein Vorbild die Pumpe und ich erwarte mir, dass auch unser kleiner Mann maschinenartig und minutenlang meine Brust entleert.. Daher erscheint mir jedes Saugen uneffektiv, meine Brust fühlt sich nach dem Stillen (für mein Verständnis) nicht leer an und versäume ich mal ein Pumpen wird das meist mit Milchstau quittiert...)
Nachdem ich auf euer Forum gestoßen bin und die erste "Geschichte" durch hatte, besorgte ich mir (am 03.04.) erneut ein BES und war mit Feuereifer dabei. Allerdings gibt es ein paar Randbedingungen, die die Sache erschweren. Mein "Große" ist stolze 20 Monate alt und wird zuhause betreut, mein Mann arbeitet und ist den Großteil des Tages nicht da und unser Hund übt sich gerade sehr in absoluter Genügsamkeit... : / Bei den ersten Versuchen brauchte M oft mehr als eine Stunde, um das BES auszuleeren und ich war alles andere als entspannt, während ich auf die ml Anzeige stierte und gleichzeitig versuchte, meine Tochter irgendwie zu bespaßen oder im Zaum zu halten... Für das Pumpen blieb immer weniger Zeit, von dem mir aber die Hebamme riet, es nach Möglichkeit beizubehalten.
Als vergangenen Donnerstag (entgegen all meiner Vorsätze) die zweite Stillberaterin kam (irgendwie denke ich immer noch, irgendwann kommt jemand und "hilft") griff ich am Abend wieder zur Flasche und seit Freitag haben wir jetzt eine Mischung am Laufen, je nachdem, was gerade passt. ich bemühe mich, die Flasche aber maximal 2x pro Tag zu geben.
Erfreulich ist, dass M das BES jetzt deutlich besser leert (50ml manchmal in 15min, mittlerer Schlauch, 2. Schlauch nur hin und wieder für Druckausgleich geöffnet - habe ich so bei einer anderen Mama hier gelesen, fand ich einleuchtend), erfreulich auch, dass durch das gehäufte Pumpen ich die letzten Tage in jedem Fall überwiegend MuMi zegefüttert habe.. ernüchternd aber der Umstand, dass die Zunahme doch schleppend ist... Ich also zu wenig zufüttere?
Alle "BeraterInnen" bisher haben sich nach einem Termin verabschiedet, die Rechnung geschickt und natürlich angeboten, gerne wiederzukommen, wenn noch Bedarf besteht. Wirklich neues konnte mir keine sagen.. was auch daran liegt, dass ich mit unserer Tochter vor 2 Jahren wie gesagt alles schon einmal durchgemacht habe, damals fast wöchentlich neue Meinungen einholte, unendlich viel zu dem Thema las und letztlich 5 Monate pumpte, pro Tag um die 100ml PRE zufütterte und mit Stillen und Flasche zeitgleich aufhörte als sie etwas über ein Jahr alt war Bis zuletzt war ich mir nie sicher, ob es mir lag (Milchmangel) oder an ihrer Saugtechnik...
Manchmal denke ich auch, ich bin für´s Stillen zu verkopft (geworden), habe zu wenig Vertrauen in mich und sollte es einfach lassen... Dabei habe ich so gehofft, dass es beim 2. einfach läuft und verlor den Boden unter den Füßen, als ich im gleichen Film aufwachte. (Obwohl ich natürlich glücklic sein sollte und es auch bin, dass im Grunde alle gesund sind und es nichts "Ärgeres" ist, was mir Kopfzerbrechen bereitet... dennoch... Die Temperaturen steigen und ich wäre so gerne einfach viel draußen mit den beiden, ganz ungebunden und unabhähgig von Flasche und Co und würde das gute Gefühl genießen, ihm das Beste anzubieten, was er ernährunstechnisch bekommen kann!)
Meine Fragen und die große Bitte daher: hat hier jemand Zeit mit mir bis zum "Ende" zu gehen und mich dabe zu unterstützen, die richtigen Schritte einen nach dem anderen zu machen?
Die Antowrten auf eure Fragen hier:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
- Ein Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
- Ja. Die ersten 3 Wochen ausschließlich MuMi, im Schnitt ca. 200ml, dann zusätzlich PRE. 2 Wochen lang im Schnitt 450ml, zur Hälfte PRE zur Hälfte MuMi (ich sollte ihn "Peppeln" damit er dann, quais zu Kräften erwacht, anfängt besser zu Saugen) Das führte oft zu langen Schlafphasen, was mir schließlich kontrproduktiv im Bezug auf die Entleerung meiner Brüste vorkam so dass ich mir vor einer Woche eine Waage aus der Apotheke geholt habe, die Menge auf um die 300ml pro Tag reduziert habe und seither die Gewichtsentwicklung täglich dokumentiere. In dieser Zeit istdie Vertreilung ca. 1/3 PRE und 2/3 MuMi
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich versuche ihn die letzte Woche alle 2 bis 2,5h anzulegen, nachts schläft er maximal eimal 4h und dann wieder knapp 3h. Stillen dauert lange, letzte Woche vor allem mit BES oft eine gute Stunde und ist nicht immer produktiv. Seit gestern habe ich das Gefühl (dem ich aber schwer vertraue), dass er länger und ausdauernder saugt, will mich aber nicht zu früh freuen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Wir haben um die 5 vollen Windeln pro Tag, machmal 6 und in der Regel ist beides drin. Sehr, sehr selten dass die Windel nur nass ist.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
- Siehe oben, Andockprobleme eigentlich nicht, aber Schwierigkeiten, bei der Sache zu bleiben. Oft döst er weg oder nuckelt nur, ohne zu schlucken.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
- Die Flasche, ja, andere künstliche Sauger nicht.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
- Nicht mehr.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
- Von meiner Seite nichts bekannt, bei ihm wurde das Zumgebändchen untersucht aeber für unauffällig befunden.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
- Ganz die gleiche Geschichte, mit viel Verunsicherung und wenig Unterstützung von außen ... eine Erfahrung, die sehr tief sitzt.
* Gebt uns genaue Daten!
- 03.03. 3830g, Geburt KH, Entlassung am gleichen Tag
- 04.03. 3670g, Hebamme
- 06.03. 3520g, Hebamme
- 08.03. 3570g, Hebamme
- 15.03. 3650g, Hebamme
- 18.03. 3800g, Hebamme
- 21.03. 3890g, Kinderarzt
- 23.03. 3900g, Stillberaterin
- 24.03. 4000g, Kinderarzt
- 28.03. 4270g, Hebamme
- 31.03. 4330g, Kinderarzt
- 03.04. Forum "studiert", neuen Mut gefasst, wieder mit BES gestartet... Portionsgrößen Zufütterung: 50-70ml
- 04.04. nicht gewogen, 9x Stillen // 2x Pumpen // 315ml zugefüttert (55 MuMi, 260 PRE) // 4x Urin, 4x Stuhl
- 05.04. 4570g, zuhause (aus der Apotheke geliehen, gilt für alle Messunge zuhause) 10x Stillen // 2x Pumpen // 320ml zugefüttert (250 MuMi, 70 PRE) // 6x Urin, 6x Stuhl
- 06.04. 4600g, zuhause // 9x Stillen // 1x Pumpen // 210ml zugefüttert (90MuMi, 120 PRE) // 4x Urin, 3x Stuhl
- 07.04. 4600g, zuhause // 10 x Stillen // 2x Pumpen // 255ml zugefüttert (195 MuMi, 60 PRE) // 5x Urin, 5x Stuhl
- 08.04. 4570g, zuhause // 11x Stillen // 3x Pumpen // 270ml zugefüttert (270 MuMi) // 4x Urin, 5x Stuhl
- 09.04. 4600g, zuhause // 8x Stillen // 3x Pumpen // 280ml zugefüttert (280 MuMi) // 5x Urin, 4x Stuhl
- 10.04. 4610g, zuhause // 9x Stillen // 3x Pumpen // 320ml zugefüttert (260 Mumi, 60 PRE) // 5x Urin, 5x Stuhl
- 11.04. 4680g, zuhause // 12x Stillen // 1x Pumpen // 295ml zugeflüttert (125 MuMi, 70 PRE) // 6x Urin, 6x Stuhl
Ich weiß, ihr seid große Befürworter des BES.. dennoch, es fällt mir sehr schwer, wirklich jede Zufütterung damit zu machen, insbesondere, wenn ich die Portionen eher klein halte (50ml). Könnt ihr mir eine Empfehlung geben, auf wieviel Mahlzeiten ich die Zufütterung verteilen soll und mit welchen Mengen?
Reichen die 300ml pro Tag oder sollte ich nochmal erhöhen da die Zunahme eher unter dem Greznwert (170g pro Woche) ist?
Für wie wichtig erachtet ihr das Pumpen? Ist das BES tatasächlich ein adäquater Ersatz / stimuliert und entleert die Brust gleichermaßen?
... so viel erst mal von uns... es ist 00:28h... M liegt zufrieden auf dem Stillkissen vor meinem Bauch mit einen keinen Milchspur, die aus seinem Mund rinnt. Um meinen Hals hängt das BES, der Plan ist, jetzt nochmal die Pumpe anzuschmeißen um die Vorräte aufzufüllen.. Vielen Dank im Voraus - das hier wird meine erste Erfahrung mit einem Forum sein, an dem ich selbst teilnehme, bin sehr gespannt und guter Dinge... Ich wäre unendlich glücklich, wenn wir zum Vollstillen kommen können und gleichzeitig hoffe ich, ich kann akzeptieren, wenn sich herausstellt, dass es nicht klappen wird und früher einen Kopmromis finde, damit umzugehen als erst in 5 Monaten, wenn die Beikost startet..
Viele liebe Grüße an alle, die auch noch wach sind und sich mit ähnlichem herumschlagen... Es tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist, auch wenn all dies "nur" am Computer abläuft und ich vermutlich niemanden von euch je kennelernen werde.
(Planänderung - jetzt meldet sich die Große...)
Seit etwa 10 Tagen lese ich mit sehr großem Interesse alles, was ich in diesem Forum über das Thema "Gedeihstörung" (fürchterliches Wort, hat mir bei meiner Erstgeborenen für immer einen Schaden im Kopf hinterlassen), Zufütterung, Zufütterung ausschleichen usw. finden kann. Ich bin sehr beeindruckt (und motiviert!!) von all den positiv ausgegangenen Geschichten, die ich dazu fand und vor allem von den vielen Parallelen zu der eigenen Geschichte, von denen man ja (allein daheim auf der Couch mit träge nuckelndem baby an der Brust und der Angst vor der nächsten Wiegung im Nacken) meint, es gäbe sie nicht....
Eigentlich dachte ich, es reicht, dort mitzulesen (zuletzt bei "Silvester21" und davor bei "Lanea" von 2013 "zurück zum Vollstillen 2") aber eigentlich würde ich mir wünschen, dass jemand mit mir gemeinam auf die Zahlen (und Fakten?!) schaut und mir durch die Begleitung Sicherheit gibt, das Baby nicht hungern zu lassen und trotzdem auf dem Weg zum Vollstillen zu sein...
Diesen Beitrag schreibe ich in Etappen, weil ich nicht die Zeit finde, es in einem Zug zu tun.. ich bin sooo müde und doch ständig unter Druck, Pumpen, Stillen, großes Kind versorgen, Haushalt schmeißen... Jedes Mal, wenn sich der Kleine meldet, bin ich direkt gestresst, weil ich denke, ich bekomme ihn durch´s Stillen eh nicht satt, wir werden ewig da sitzen und danach schreit er doch, wenn ich ihn abdocke... Ich habe ihn eigentlich ständig in der Trage (außer Nachts - da liegt er bei uns im Bett) und je nach Verfassung verlässt mich oft der Mut (und die Kraft) und dann geht wieder ein schlechter Tag zu Ende.
Es ist mir fast ein bisschen unangenehm, dass ich hier gar nichts Neues erzählen werde, außer dass sich die Zahlen vielleicht ein bisschen von den anderen unterscheiden. Trotzdem hoffe ich so sehr, dass jemand Zeit findet, sich unserer anzunehmen - aus mir selbst heraus bin ich nicht sicher, ob ich durchhalten kann, bzw.: den richtigen Weg einschlagen werde, der dann auch zum Erfolg (?!) führen wird.
Konkret:
Am 5. März kam unser Sohn spontan und nur in Anwesenheit der Hebamme im Krankenhaus gesund und munter auf die Welt. Wir durften bis zum Abend zuerst mit Papa und dann zu zweit im Kreißsaal bleiben und kuscheln und wurden wie geplant am Abend entlassen.
Am folgenden Tag kam die Nachsorge-Hebamme und hat uns uns von dort weg betreut. Und es begann ganz das gleich Spiel wie im Sommer vor zwei Jahren, als unsere Tochter auf die Welt kam....
M entwickelte eine leichte Gelbsucht, war schläfrig, saugte schwach und nuckelte mehr. Er verlor logischweise an Gewicht und nahm nur schleppend zu. Am zweiten Tag begann ich zu pumpen (teilweise nach den Mahlzeiten, teilweise in Intervallen am Morgen und am Abend) und tue es bis heute. Wir fütterten zunächst mit Löffel, dann mit Becher (beides führte teilweise starkem Verschlucken und Würgen, was mir jedes Mal das Herz stocken ließ und den Schweiß auf die Stirn trieb) Die Hebamme stellte mir auch ein BES zur Verfügung, mit welchem ich aber eher mäßig zurecht kam.
Mit zweieinhalb Wochen bekam M (nach dem Besuch einer Stillberaterin) sein erstes Fläschchen PRE Nahrung. Es hieß, das BES sei doch viel zu umständlich, eigentlich für Frügeborene oder Kinder, die die Brust ablehnen. Das ist bei unserem Sohnemann nicht der Fall, er nimmt die Brust gerne aber "effektives Saugen" kommt dabei so gut wie nie zustande. Lege ich ihn aber weg sucht er, leckt die Lippen, ballt die Fäust, schiebt sich den Mund in die Hand... das ganze Programm. (Dazu muss ich sagen, dass mir auch jedes Vorbild fehlt, wie ein "normales" Kind saugt, wahrscheinlich ist mein Vorbild die Pumpe und ich erwarte mir, dass auch unser kleiner Mann maschinenartig und minutenlang meine Brust entleert.. Daher erscheint mir jedes Saugen uneffektiv, meine Brust fühlt sich nach dem Stillen (für mein Verständnis) nicht leer an und versäume ich mal ein Pumpen wird das meist mit Milchstau quittiert...)
Nachdem ich auf euer Forum gestoßen bin und die erste "Geschichte" durch hatte, besorgte ich mir (am 03.04.) erneut ein BES und war mit Feuereifer dabei. Allerdings gibt es ein paar Randbedingungen, die die Sache erschweren. Mein "Große" ist stolze 20 Monate alt und wird zuhause betreut, mein Mann arbeitet und ist den Großteil des Tages nicht da und unser Hund übt sich gerade sehr in absoluter Genügsamkeit... : / Bei den ersten Versuchen brauchte M oft mehr als eine Stunde, um das BES auszuleeren und ich war alles andere als entspannt, während ich auf die ml Anzeige stierte und gleichzeitig versuchte, meine Tochter irgendwie zu bespaßen oder im Zaum zu halten... Für das Pumpen blieb immer weniger Zeit, von dem mir aber die Hebamme riet, es nach Möglichkeit beizubehalten.
Als vergangenen Donnerstag (entgegen all meiner Vorsätze) die zweite Stillberaterin kam (irgendwie denke ich immer noch, irgendwann kommt jemand und "hilft") griff ich am Abend wieder zur Flasche und seit Freitag haben wir jetzt eine Mischung am Laufen, je nachdem, was gerade passt. ich bemühe mich, die Flasche aber maximal 2x pro Tag zu geben.
Erfreulich ist, dass M das BES jetzt deutlich besser leert (50ml manchmal in 15min, mittlerer Schlauch, 2. Schlauch nur hin und wieder für Druckausgleich geöffnet - habe ich so bei einer anderen Mama hier gelesen, fand ich einleuchtend), erfreulich auch, dass durch das gehäufte Pumpen ich die letzten Tage in jedem Fall überwiegend MuMi zegefüttert habe.. ernüchternd aber der Umstand, dass die Zunahme doch schleppend ist... Ich also zu wenig zufüttere?
Alle "BeraterInnen" bisher haben sich nach einem Termin verabschiedet, die Rechnung geschickt und natürlich angeboten, gerne wiederzukommen, wenn noch Bedarf besteht. Wirklich neues konnte mir keine sagen.. was auch daran liegt, dass ich mit unserer Tochter vor 2 Jahren wie gesagt alles schon einmal durchgemacht habe, damals fast wöchentlich neue Meinungen einholte, unendlich viel zu dem Thema las und letztlich 5 Monate pumpte, pro Tag um die 100ml PRE zufütterte und mit Stillen und Flasche zeitgleich aufhörte als sie etwas über ein Jahr alt war Bis zuletzt war ich mir nie sicher, ob es mir lag (Milchmangel) oder an ihrer Saugtechnik...
Manchmal denke ich auch, ich bin für´s Stillen zu verkopft (geworden), habe zu wenig Vertrauen in mich und sollte es einfach lassen... Dabei habe ich so gehofft, dass es beim 2. einfach läuft und verlor den Boden unter den Füßen, als ich im gleichen Film aufwachte. (Obwohl ich natürlich glücklic sein sollte und es auch bin, dass im Grunde alle gesund sind und es nichts "Ärgeres" ist, was mir Kopfzerbrechen bereitet... dennoch... Die Temperaturen steigen und ich wäre so gerne einfach viel draußen mit den beiden, ganz ungebunden und unabhähgig von Flasche und Co und würde das gute Gefühl genießen, ihm das Beste anzubieten, was er ernährunstechnisch bekommen kann!)
Meine Fragen und die große Bitte daher: hat hier jemand Zeit mit mir bis zum "Ende" zu gehen und mich dabe zu unterstützen, die richtigen Schritte einen nach dem anderen zu machen?
Die Antowrten auf eure Fragen hier:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
- Ein Junge
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
- Ja. Die ersten 3 Wochen ausschließlich MuMi, im Schnitt ca. 200ml, dann zusätzlich PRE. 2 Wochen lang im Schnitt 450ml, zur Hälfte PRE zur Hälfte MuMi (ich sollte ihn "Peppeln" damit er dann, quais zu Kräften erwacht, anfängt besser zu Saugen) Das führte oft zu langen Schlafphasen, was mir schließlich kontrproduktiv im Bezug auf die Entleerung meiner Brüste vorkam so dass ich mir vor einer Woche eine Waage aus der Apotheke geholt habe, die Menge auf um die 300ml pro Tag reduziert habe und seither die Gewichtsentwicklung täglich dokumentiere. In dieser Zeit istdie Vertreilung ca. 1/3 PRE und 2/3 MuMi
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich versuche ihn die letzte Woche alle 2 bis 2,5h anzulegen, nachts schläft er maximal eimal 4h und dann wieder knapp 3h. Stillen dauert lange, letzte Woche vor allem mit BES oft eine gute Stunde und ist nicht immer produktiv. Seit gestern habe ich das Gefühl (dem ich aber schwer vertraue), dass er länger und ausdauernder saugt, will mich aber nicht zu früh freuen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Wir haben um die 5 vollen Windeln pro Tag, machmal 6 und in der Regel ist beides drin. Sehr, sehr selten dass die Windel nur nass ist.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
- Siehe oben, Andockprobleme eigentlich nicht, aber Schwierigkeiten, bei der Sache zu bleiben. Oft döst er weg oder nuckelt nur, ohne zu schlucken.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
- Die Flasche, ja, andere künstliche Sauger nicht.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
- Nicht mehr.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
- Von meiner Seite nichts bekannt, bei ihm wurde das Zumgebändchen untersucht aeber für unauffällig befunden.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
- Ganz die gleiche Geschichte, mit viel Verunsicherung und wenig Unterstützung von außen ... eine Erfahrung, die sehr tief sitzt.
* Gebt uns genaue Daten!
- 03.03. 3830g, Geburt KH, Entlassung am gleichen Tag
- 04.03. 3670g, Hebamme
- 06.03. 3520g, Hebamme
- 08.03. 3570g, Hebamme
- 15.03. 3650g, Hebamme
- 18.03. 3800g, Hebamme
- 21.03. 3890g, Kinderarzt
- 23.03. 3900g, Stillberaterin
- 24.03. 4000g, Kinderarzt
- 28.03. 4270g, Hebamme
- 31.03. 4330g, Kinderarzt
- 03.04. Forum "studiert", neuen Mut gefasst, wieder mit BES gestartet... Portionsgrößen Zufütterung: 50-70ml
- 04.04. nicht gewogen, 9x Stillen // 2x Pumpen // 315ml zugefüttert (55 MuMi, 260 PRE) // 4x Urin, 4x Stuhl
- 05.04. 4570g, zuhause (aus der Apotheke geliehen, gilt für alle Messunge zuhause) 10x Stillen // 2x Pumpen // 320ml zugefüttert (250 MuMi, 70 PRE) // 6x Urin, 6x Stuhl
- 06.04. 4600g, zuhause // 9x Stillen // 1x Pumpen // 210ml zugefüttert (90MuMi, 120 PRE) // 4x Urin, 3x Stuhl
- 07.04. 4600g, zuhause // 10 x Stillen // 2x Pumpen // 255ml zugefüttert (195 MuMi, 60 PRE) // 5x Urin, 5x Stuhl
- 08.04. 4570g, zuhause // 11x Stillen // 3x Pumpen // 270ml zugefüttert (270 MuMi) // 4x Urin, 5x Stuhl
- 09.04. 4600g, zuhause // 8x Stillen // 3x Pumpen // 280ml zugefüttert (280 MuMi) // 5x Urin, 4x Stuhl
- 10.04. 4610g, zuhause // 9x Stillen // 3x Pumpen // 320ml zugefüttert (260 Mumi, 60 PRE) // 5x Urin, 5x Stuhl
- 11.04. 4680g, zuhause // 12x Stillen // 1x Pumpen // 295ml zugeflüttert (125 MuMi, 70 PRE) // 6x Urin, 6x Stuhl
Ich weiß, ihr seid große Befürworter des BES.. dennoch, es fällt mir sehr schwer, wirklich jede Zufütterung damit zu machen, insbesondere, wenn ich die Portionen eher klein halte (50ml). Könnt ihr mir eine Empfehlung geben, auf wieviel Mahlzeiten ich die Zufütterung verteilen soll und mit welchen Mengen?
Reichen die 300ml pro Tag oder sollte ich nochmal erhöhen da die Zunahme eher unter dem Greznwert (170g pro Woche) ist?
Für wie wichtig erachtet ihr das Pumpen? Ist das BES tatasächlich ein adäquater Ersatz / stimuliert und entleert die Brust gleichermaßen?
... so viel erst mal von uns... es ist 00:28h... M liegt zufrieden auf dem Stillkissen vor meinem Bauch mit einen keinen Milchspur, die aus seinem Mund rinnt. Um meinen Hals hängt das BES, der Plan ist, jetzt nochmal die Pumpe anzuschmeißen um die Vorräte aufzufüllen.. Vielen Dank im Voraus - das hier wird meine erste Erfahrung mit einem Forum sein, an dem ich selbst teilnehme, bin sehr gespannt und guter Dinge... Ich wäre unendlich glücklich, wenn wir zum Vollstillen kommen können und gleichzeitig hoffe ich, ich kann akzeptieren, wenn sich herausstellt, dass es nicht klappen wird und früher einen Kopmromis finde, damit umzugehen als erst in 5 Monaten, wenn die Beikost startet..
Viele liebe Grüße an alle, die auch noch wach sind und sich mit ähnlichem herumschlagen... Es tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist, auch wenn all dies "nur" am Computer abläuft und ich vermutlich niemanden von euch je kennelernen werde.
(Planänderung - jetzt meldet sich die Große...)