Milchmenge erhöhen & weniger BES
Verfasst: 21.12.2021, 09:40
Hallo liebe Community,
für mich war immer klar, dass ich unser Kind stillen möchte und dachte auch, dass ich soweit gut darüber informiert bin. Somit hatte ich mir auch vor der Geburt kaum Gedanken über Alternativen gemacht und mir gedacht, dass die Stillberatung im KH ausreichend sei und es schon laufen würde. Naja, es kommt immer anders als man denkt. Wir hatten eine wunderbare Schwangerschaft und auch die Geburt war ok, das Stillen dagegen hat sich dann als komplex herausgestellt und ich war in den ersten Wochen tatsächlich überfordert, wer und wo ich passende Beratung bekommen könnte. Mittlerweile hat es sich gut eingependelt - nach ursprünglich geplanten 2 Wochen "stillen" wir nun mit dem BES bereits über zwei Monate. Dennoch möchte ich noch einen Versuch starten, die MuMi-Menge, die momentan (zumindest soweit ich das beurteilen kann) sehr überschaubar ist zu steigern und ggf. die Premilch-Menge zu reduzieren. Vollstillen wäre natürlich noch besser. Nachdem mein Mann die nächsten Wochen Urlaub hat und ich so mehr Unterstützung habe, möchte ich diese Zeit nochmal intensiv für das Thema Stillen nutzen.
Hier der ausgefüllte Fragebogen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Wir haben am 17.10. spontan unseren Sohn im Krankenhaus bekommen.Mittlerweile wiegt er über 4500 g (Stand: 11.12. daheim mit Kofferwaage gemessen..)
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
In der Klinik 1 Fläschchen in der 1. Nacht + 1 Flasche am zweiten Tag. Danach Zufütterung mit Prenahrung mit Spritze, ab 5. LT mit BES.
Mittlerweile: ca. 170 - 200 ml ca. 5x in 24 Stunden
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
idR 5x in 24 Stunden, tagsüber ca. 2,5 - 3,5 Stunden Stillabstand (Ende Stillmahlzeit bis Anfang nächster Stillmahlzeit), in der Nacht tw auch 3-5 Stunden Schlaf & Abstand möglich, eine Stillmahlzeit (mit Windel wechseln) dauert zwischen 45 Minuten und 1,5 Stunden, Schlafdauer tagsüber sehr unterschiedlich zwischen 30 und 120 Minuten
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
5 - 6 nasse Windeln am Tag, idR mind. 1x pro Tag Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Baby kam 2 Wochen zu früh mit 2665g auf die Welt, nahm dann ab auf 2405g - Sohn wurde direkt im Kreißsaal noch angelegt, war in der 1. Nacht aber zu müde um wirklich zu trinken, danach ca. alle 2 Stunden angelegt. Schwestern haben aufgrund Gewichtsabnahme, leichter Gelbsucht & niedriger Temperatur zur Zufütterung geraten, hat dann auch zwei Mal Flasche bekommen, danach wurde auf unseren Wunsch auf Spritze umgestellt. Die Stillberaterin im KH hat die Brust abgetastet und gemeint, dass zu wenig Drüsengewebe vorhanden ist und mir zur Flasche geraten (bis dato auch kein Milcheinschuss - am 3. Tag nach Geburt) - nachdem wir aber nicht sofort aufgeben und auf Flasche umstellen wollten, haben wir auf Anraten unserer Hebamme dann das BES geholt.
Generell haben uns alle für das gute Andocken gelobt - Problem war eher, dass kaum Milch vorhanden war und unser Sohn oft sehr schläfrig an der Brust war (trotz Ausziehen etc.)
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Derzeit Schnuller in Gebrauch (Beruhigung), ansonsten ausschließlich über BES + Brust
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik…?
In Klinik s. Oben, letzte Woche 1x kurze telefonische Beratung mit einer BDL-Stillberaterin (leider kein VorOrtTermin, da zu weit weg). Diese hat mir zu 3x 10 Min Pumpen pro Tag geraten - falls sich hier die Menge steigern lässt, dann würde Sie mir Powerpumpen empfehlen. Außerdem haben wir auf ihr Anraten die größeren Schläuche verwendet, damit die Stilldauer sich reduziert, was mittlerweile meistens auch gut klappt.
Seit dem 3x Pumpen pro Tag hat sich die Menge, die ich manuell aus der Brust streichen kann erhöht wenngleich beim Pumpen weiterhin lediglich ein paar Tropfen möglich sind. Außerdem habe ich ihn seitdem beim Füttern zunächst ohne Schlauch an der Brust saugen lassen (zwischen 5 - 15 Minuten) - er beschwert sich trotz Hunger nicht, schluckt aber auch kaum..
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Baby hatte direkt nach Geburt leichte Gelbsucht, bei U3 war alles fein. Bei der Mama: Hashimoto + leichtes PCO-Syndrom - nach RS mit dem Endokrinologen war der Schilddrüsenwert nach der Geburt in Ordnung - auch der Prolaktinspiegel war gut.
Derzeit: 75g Euthyrox, 150 Jod je 1x tgl., Bockshornkleesamen-Kapseln 2x pro Tag
Bisher nicht diagnostiziert: ich vermute, dass ich ggf. tubuläre Brüste haben könnte (sehr klein (ich weiß, die Größe ist nicht ausschlaggebend) und der untere Teil der Brust ist eher wenig - auch haben sich die Brüste während oder nach der SS nicht verändert und ich hatte keinen spürbaren Milcheinschuss).
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Nicht zutreffend.
Noch eine andere Frage, an die BES-Nutzerinnen: wir sind mit 170 ml nun bei der max. Mengen angelangt, zwischendurch auffüllen finde ich mit den Schläuchen eher nervig, auch da der Sohnemann dann meist ziemlich ungeduldig ist - wie habt ihr das gelöst? einen größeren "Tank" gibt es ja leider nicht von Medela.
Vorab vielen Dank und liebe Grüße
für mich war immer klar, dass ich unser Kind stillen möchte und dachte auch, dass ich soweit gut darüber informiert bin. Somit hatte ich mir auch vor der Geburt kaum Gedanken über Alternativen gemacht und mir gedacht, dass die Stillberatung im KH ausreichend sei und es schon laufen würde. Naja, es kommt immer anders als man denkt. Wir hatten eine wunderbare Schwangerschaft und auch die Geburt war ok, das Stillen dagegen hat sich dann als komplex herausgestellt und ich war in den ersten Wochen tatsächlich überfordert, wer und wo ich passende Beratung bekommen könnte. Mittlerweile hat es sich gut eingependelt - nach ursprünglich geplanten 2 Wochen "stillen" wir nun mit dem BES bereits über zwei Monate. Dennoch möchte ich noch einen Versuch starten, die MuMi-Menge, die momentan (zumindest soweit ich das beurteilen kann) sehr überschaubar ist zu steigern und ggf. die Premilch-Menge zu reduzieren. Vollstillen wäre natürlich noch besser. Nachdem mein Mann die nächsten Wochen Urlaub hat und ich so mehr Unterstützung habe, möchte ich diese Zeit nochmal intensiv für das Thema Stillen nutzen.
Hier der ausgefüllte Fragebogen:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Wir haben am 17.10. spontan unseren Sohn im Krankenhaus bekommen.Mittlerweile wiegt er über 4500 g (Stand: 11.12. daheim mit Kofferwaage gemessen..)
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
In der Klinik 1 Fläschchen in der 1. Nacht + 1 Flasche am zweiten Tag. Danach Zufütterung mit Prenahrung mit Spritze, ab 5. LT mit BES.
Mittlerweile: ca. 170 - 200 ml ca. 5x in 24 Stunden
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
idR 5x in 24 Stunden, tagsüber ca. 2,5 - 3,5 Stunden Stillabstand (Ende Stillmahlzeit bis Anfang nächster Stillmahlzeit), in der Nacht tw auch 3-5 Stunden Schlaf & Abstand möglich, eine Stillmahlzeit (mit Windel wechseln) dauert zwischen 45 Minuten und 1,5 Stunden, Schlafdauer tagsüber sehr unterschiedlich zwischen 30 und 120 Minuten
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
5 - 6 nasse Windeln am Tag, idR mind. 1x pro Tag Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Baby kam 2 Wochen zu früh mit 2665g auf die Welt, nahm dann ab auf 2405g - Sohn wurde direkt im Kreißsaal noch angelegt, war in der 1. Nacht aber zu müde um wirklich zu trinken, danach ca. alle 2 Stunden angelegt. Schwestern haben aufgrund Gewichtsabnahme, leichter Gelbsucht & niedriger Temperatur zur Zufütterung geraten, hat dann auch zwei Mal Flasche bekommen, danach wurde auf unseren Wunsch auf Spritze umgestellt. Die Stillberaterin im KH hat die Brust abgetastet und gemeint, dass zu wenig Drüsengewebe vorhanden ist und mir zur Flasche geraten (bis dato auch kein Milcheinschuss - am 3. Tag nach Geburt) - nachdem wir aber nicht sofort aufgeben und auf Flasche umstellen wollten, haben wir auf Anraten unserer Hebamme dann das BES geholt.
Generell haben uns alle für das gute Andocken gelobt - Problem war eher, dass kaum Milch vorhanden war und unser Sohn oft sehr schläfrig an der Brust war (trotz Ausziehen etc.)
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Derzeit Schnuller in Gebrauch (Beruhigung), ansonsten ausschließlich über BES + Brust
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik…?
In Klinik s. Oben, letzte Woche 1x kurze telefonische Beratung mit einer BDL-Stillberaterin (leider kein VorOrtTermin, da zu weit weg). Diese hat mir zu 3x 10 Min Pumpen pro Tag geraten - falls sich hier die Menge steigern lässt, dann würde Sie mir Powerpumpen empfehlen. Außerdem haben wir auf ihr Anraten die größeren Schläuche verwendet, damit die Stilldauer sich reduziert, was mittlerweile meistens auch gut klappt.
Seit dem 3x Pumpen pro Tag hat sich die Menge, die ich manuell aus der Brust streichen kann erhöht wenngleich beim Pumpen weiterhin lediglich ein paar Tropfen möglich sind. Außerdem habe ich ihn seitdem beim Füttern zunächst ohne Schlauch an der Brust saugen lassen (zwischen 5 - 15 Minuten) - er beschwert sich trotz Hunger nicht, schluckt aber auch kaum..
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Baby hatte direkt nach Geburt leichte Gelbsucht, bei U3 war alles fein. Bei der Mama: Hashimoto + leichtes PCO-Syndrom - nach RS mit dem Endokrinologen war der Schilddrüsenwert nach der Geburt in Ordnung - auch der Prolaktinspiegel war gut.
Derzeit: 75g Euthyrox, 150 Jod je 1x tgl., Bockshornkleesamen-Kapseln 2x pro Tag
Bisher nicht diagnostiziert: ich vermute, dass ich ggf. tubuläre Brüste haben könnte (sehr klein (ich weiß, die Größe ist nicht ausschlaggebend) und der untere Teil der Brust ist eher wenig - auch haben sich die Brüste während oder nach der SS nicht verändert und ich hatte keinen spürbaren Milcheinschuss).
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Nicht zutreffend.
Noch eine andere Frage, an die BES-Nutzerinnen: wir sind mit 170 ml nun bei der max. Mengen angelangt, zwischendurch auffüllen finde ich mit den Schläuchen eher nervig, auch da der Sohnemann dann meist ziemlich ungeduldig ist - wie habt ihr das gelöst? einen größeren "Tank" gibt es ja leider nicht von Medela.
Vorab vielen Dank und liebe Grüße