Relaktation sinnvoll?
Verfasst: 07.11.2021, 22:30
Hallo zusammen,
Mir ist dieses Forum schon vor Monaten empfohlen worden und ich Ärger mich sehr, dass ich mir nicht damals schon Hilfe hier geholt habe.
Meine Tochter wird morgen 20 Wochen alt, ich hatte einen Kaiserschnitt, da die Geburt nicht voran ging, muttermund war ca 3 Stunden komplett offen, aber Mausis Popöchen wollte nicht weiter rutschen (Beckenendlage) dann kam noch auffälliger Herzschlag hinzu und so ging es flott in den OP. Sie wurde mir fast sofort auf die Brust gelegt und versucht anzulegen von der Hebamme, da ich ganz leicht erhöhten BZ -nüchtern wert hatte galt es als Sws-Diabetes, vor der Geburt wurde mir schon empfohlen Kolostrum auszustreichen, bis auf 3 Tröpfchen kam da aber nix. Jedenfalls hatte ich meine Tochter die 5 Tage im KH quasi non-stop an der Brust, ich konnte mich kaum bewegen und hab sie einfach auf mir liegen gelassen, weil ich nicht ständig klingeln wollte bzw Ängste hatte, dass sie schreit und keiner mir so schnell helfen kann sie mir zu geben. Die Nächte waren also entsprechend anstrengend und ich war froh nach Hause zu kommen, als es mir wieder besser ging. Das Clustern ging weiter, leider hatten mein Mann und meine Familie relativ wenig Verständnis dafür und gingen davon aus, dass die Kleine nicht satt wurde. Als die Hebamme kam und das Gewicht wirklich stark runter gegangen ist war das quasi die Bestätigung und wir fingen mit zufüttern per Flasche an, ich hab gestillt, häufig 30 min links, 30 min rechts und im Anschluss die Flasche gegeben (30ml), somit war ich nur mit Nahrungsaufnahme beschäftigt, die Hebamme meinte immer wenn die Kleine erstmal die 4kg hat, dann ist sie kräftig genug und dann klappt das Vollstillen auch. Naja, die Menge wurde schnell auf 60ml erhöht, die Zeit fehlte mir für alles, dann hab ich auf Geheiß der Hebamme nur noch 10 min beide Seiten gestillt und dann zugefüttert, so daß ich auch wieder Zeit hatte für Körperpflege und Haushalt. Als meine Tochter dann die 4kg erreicht hatte waren wir schon bei einer Menge von 500ml Pre. Ich bezweifelte das ich das noch mit der Brust aufholen konnte und die Hebamme meinte ich solle doch abstillen, daraufhin war ich so enttäuscht, daß ich das Wochenende nur geheult habe. Habe dann trotzdem weiter gemacht, stillen und Fläschchen, Juli, August hab ich das so durchgezogen, es wurde schwieriger, kein einziges mal reichte nur die Brust, das ging mir dann so auf die Nerven, dass ich immer häufiger direkt die Flasche gegeben habe. Im September hab ich dann aufgehört, ich dachte scheiß drauf, Flasche, fertig, Hauptsache satt und glücklich. Aber es lässt mich nicht los... vermutlich wird sie unser einziges Kind bleiben, da wir schon recht alt sind (39 und 43), bzw uns auch alt fühlen manchmal. 20 Jahre als Krankenschwester machen sich an meinen Knien und Rücken mittlerweile bemerkbar, weswegen die Flasche geben auch einfacher ist, als stillen. Aber wg meinem Asthma und Übergewicht wäre Muttermilch so wichtig und jetzt wo die Brust geben ohne Hütchen und schmerzfrei geht überlege ich ob ich es doch nochmal wagen sollte. Ich habe mir eine Doppelpumpe von medela gekauft und trinke den weleda Stilltee, Kapseln möchte ich keine nehmen, da ich da Verstopfung von kriege, da hatte ich die ganze Schwangerschaft Probleme. Die Kleine nimmt Brust Schnuller, Flasche, alles problemlos an mittlerweile.
Meint ihr ich soll es nochmal wagen oder ist es den Stress nicht wert? Würde mich über Antworten und Meinungen sehr freuen, ich hoffe ich war nicht zu ausführlich.
Danke für's lesen, einen schönen Abend und liebe Grüße
Judi
Mir ist dieses Forum schon vor Monaten empfohlen worden und ich Ärger mich sehr, dass ich mir nicht damals schon Hilfe hier geholt habe.
Meine Tochter wird morgen 20 Wochen alt, ich hatte einen Kaiserschnitt, da die Geburt nicht voran ging, muttermund war ca 3 Stunden komplett offen, aber Mausis Popöchen wollte nicht weiter rutschen (Beckenendlage) dann kam noch auffälliger Herzschlag hinzu und so ging es flott in den OP. Sie wurde mir fast sofort auf die Brust gelegt und versucht anzulegen von der Hebamme, da ich ganz leicht erhöhten BZ -nüchtern wert hatte galt es als Sws-Diabetes, vor der Geburt wurde mir schon empfohlen Kolostrum auszustreichen, bis auf 3 Tröpfchen kam da aber nix. Jedenfalls hatte ich meine Tochter die 5 Tage im KH quasi non-stop an der Brust, ich konnte mich kaum bewegen und hab sie einfach auf mir liegen gelassen, weil ich nicht ständig klingeln wollte bzw Ängste hatte, dass sie schreit und keiner mir so schnell helfen kann sie mir zu geben. Die Nächte waren also entsprechend anstrengend und ich war froh nach Hause zu kommen, als es mir wieder besser ging. Das Clustern ging weiter, leider hatten mein Mann und meine Familie relativ wenig Verständnis dafür und gingen davon aus, dass die Kleine nicht satt wurde. Als die Hebamme kam und das Gewicht wirklich stark runter gegangen ist war das quasi die Bestätigung und wir fingen mit zufüttern per Flasche an, ich hab gestillt, häufig 30 min links, 30 min rechts und im Anschluss die Flasche gegeben (30ml), somit war ich nur mit Nahrungsaufnahme beschäftigt, die Hebamme meinte immer wenn die Kleine erstmal die 4kg hat, dann ist sie kräftig genug und dann klappt das Vollstillen auch. Naja, die Menge wurde schnell auf 60ml erhöht, die Zeit fehlte mir für alles, dann hab ich auf Geheiß der Hebamme nur noch 10 min beide Seiten gestillt und dann zugefüttert, so daß ich auch wieder Zeit hatte für Körperpflege und Haushalt. Als meine Tochter dann die 4kg erreicht hatte waren wir schon bei einer Menge von 500ml Pre. Ich bezweifelte das ich das noch mit der Brust aufholen konnte und die Hebamme meinte ich solle doch abstillen, daraufhin war ich so enttäuscht, daß ich das Wochenende nur geheult habe. Habe dann trotzdem weiter gemacht, stillen und Fläschchen, Juli, August hab ich das so durchgezogen, es wurde schwieriger, kein einziges mal reichte nur die Brust, das ging mir dann so auf die Nerven, dass ich immer häufiger direkt die Flasche gegeben habe. Im September hab ich dann aufgehört, ich dachte scheiß drauf, Flasche, fertig, Hauptsache satt und glücklich. Aber es lässt mich nicht los... vermutlich wird sie unser einziges Kind bleiben, da wir schon recht alt sind (39 und 43), bzw uns auch alt fühlen manchmal. 20 Jahre als Krankenschwester machen sich an meinen Knien und Rücken mittlerweile bemerkbar, weswegen die Flasche geben auch einfacher ist, als stillen. Aber wg meinem Asthma und Übergewicht wäre Muttermilch so wichtig und jetzt wo die Brust geben ohne Hütchen und schmerzfrei geht überlege ich ob ich es doch nochmal wagen sollte. Ich habe mir eine Doppelpumpe von medela gekauft und trinke den weleda Stilltee, Kapseln möchte ich keine nehmen, da ich da Verstopfung von kriege, da hatte ich die ganze Schwangerschaft Probleme. Die Kleine nimmt Brust Schnuller, Flasche, alles problemlos an mittlerweile.
Meint ihr ich soll es nochmal wagen oder ist es den Stress nicht wert? Würde mich über Antworten und Meinungen sehr freuen, ich hoffe ich war nicht zu ausführlich.
Danke für's lesen, einen schönen Abend und liebe Grüße
Judi