Relaktation mit 6 Monate altem Baby - möglich/sinnvoll?
Verfasst: 26.10.2021, 13:42
Hallo,
Ich habe am 24.04.2021 mein erstes Kind bekommen. Ich wollte unbedingt stillen, aber leider war das nicht so einfach wie gedacht und meine Betreuung kannte sich wohl doch weniger damit aus als ich erwartet hatte (oder hatte mehr im Sinn, dass ich mich auf keinen Fall stresse. Klar, ist natürlich auch ein netter Gedanke).
Nach 5 Monaten Stillaufgabe bin ich aber immer noch traurig, enttäuscht und deprimiert.
Wie realistisch ist das Stillen noch und wie sinnvoll? Noch bekommt sie keine Beikost und wir wollen wohl eher BLW machen .
Milch kommt per Hand gar keine mehr. Pumpe habe ich derzeit keine.
Wirklich gespannt hat meine Brust nur damals beim Milcheinschuss (da war sie heiß etc.) und einmal tat sie mal weh als ich schon abstillen wollte.
Die Hebamme meinte beim Abtasten damals, dass glaube rechts auch weniger Milchdrüsengewebe wäre als links. Die IBCLC Stillberaterin hatte beim Abtasten aber gar nichts hierzu gesagt.
Meine BH's haben während Schwangerschaft irgendwann nicht mehr gepasst, aber passen auch jetzt nach 5 Monate Abstillen noch nicht wieder. Kann selbst nicht beurteilen, wie groß sie geworden sind, da ich das nie anhand von Körbchengröße verglichen habe.
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Milupa Milumil Pre HA... Ganz genau weiß ich die Häufigkeit und Menge nicht mehr. Anfangs hatte ich eine App penibel gepflegt, habe dann aber damit aufgehört.
Es sind so ca. 5-7 Fläschen am Tag, Menge ist schwierig zu sagen, da ich Portionen á 180 ml mache, sie sie aber meistens nicht leertrinkt) Dafür trinkt sie vor dem einschlafen meistens 210 - 250 ml.
Ich schätze am Tag werden es so ca. 800 ml sein.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Derzeit wird nicht gestillt
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang? 1x Stuhlgang. Wie definiere ich das mit dem Urin? 4 richtig volle Pipiwindeln wären es bestimmt, wenn ich nicht hin und wieder abhalten würde.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob das Anlegen im Kreissaal geklappt hatte.... ich war da einfach sooo müde, dass ich die kleine nach einer Weile sicherheitshalber dem Papa zum Bonding gegeben hatte. War vielleicht schon ein Fehler.
Beim 1. Anlegen im Stillzimmer hieß es, die Kleine sei ein Naturtalent. Grundsätzlich ist sie immer ganz schnell an der Brust eingeschlafen und von außen betrachtet sahen Ober- und Unterlippe gut aus, aber sie hat den Mund nicht weit genug geöffnet (hatte mir eine IBCLC Beraterin dann einige Wochen später gesagt und zu Osteopathie oder ähnlichem geraten, evtl. Blockaden durch die Saugglocke, Zungenbändchen auch okay)
In der ersten Nacht lief es dann von abends bis 5 Uhr morgens so dass sie beim Stillen einschlief, abgelegt wurde und sofort wieder aufgewacht ist. Bei jedem Andocken tat es mehr und mehr weh und hat mir bis in die Füße gezogen. Um 5 Uhr bin ich hilfesuchend ins Stillzimmer. Auch dort sah es für sie während dem Andocken gut aus, beim Abnehmen war aber die BW zusammengedrückt. Es wurde dann zugefüttert, Brustwarzensalbe und das Nicht mehr Anlegen und stattdessen Abpumpen ( ca. alle 3 Stunden) empfohlen.
Beim Abpumpen kam erst einmal gar nichts, bis vor der Entlassung dann etwa 1 Tropfen.
Meine Hebamme meinte ich solle ein Tag länger bleiben, um das Anlegen noch zu üben, die Ärztin und Krankenschwester meinten: Aber bei Ihnen kommt doch sowieso nichts, was soll das dann bringen. Und ich wäre ja keine schlechte Mutter, wenn ich Flasche gebe.
Zuhause dann ebenfalls nur Flasche gegeben und versucht abzupumpen. Da ich ja stillen wollte, hatte ich kaum Flaschen da bzw. wollte auch erst nicht so viele, dies artete so in Stress für mich aus, dass ich das Abpumpen maximal 5 Mal geschafft habe. Vorallem da ich aufgrund des starke Eisenmangels auch viel und sehr tief geschlafen habe. (habe teilweise meine Tochter nicht gehört)
Die Abpumpmenge ging bis maximal 20 ml je Brust pro Tag (habe aber auch wirklich nicht häufig gepumpt, da meine Kleine echt jedes Mal dann geschrien hat wie verrückt. Und keiner zur Entlastung da war. Mit Flasche geben, Abpumpen, sauber machen, sterilisieren etc. kam ich auch kaum noch zum Essen etc.)
Meine Hebamme meinte, dass ich unter solchen Umständen nur noch Pumpen soll wenn ich Zeit und Muße dazu hätte und wenn dann nach 1 Woche immer noch so wenig da wäre, dann sollte man wohl komplett abstillen. Anlegen sollte ich auch noch nicht wieder, denn die Brustwarzen sähen ja echt schlimm aus (aber wie soll es bei nicht Anlegen denn mehr werden??)
Schlussendlich doch immer mal wieder probiert, ob ich es mit mehr Abpumpen schaffe, aber ich war da einfach so fertig.
Und der Versuch sie an die Brust zu legen, endete in Schreiattacken, daher hatte ich dann auch den Versuch mit dem BES gar nicht erst gestartet und mit 5 Wochen bereits abgestillt. Dazu sei gesagt, meine Kleine hat an der Brust nicht groß getrunken, aber ich konnte durchaus Milch rausdrücken (wenn auch nur tröpfchenweise und nicht spritzend)
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Avent Flaschen, Babylove Schnuller
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren wegen der Blockade zweimal beim Osteopathen. Bis zu den Terminen war ich aber bereits am komplett abstillen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Eisenmangel der Mutter, Blockaden im Mundbereich beim Baby
Baby hatte dann auch einen Mund- und Windelsoor, den ich wenige Tage nach dem Krankenhaus festgestellt habe. Dachte zunächst es sei von der Milch so weiß im Mund. Das zog sich auch über Monate hin.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Ich habe am 24.04.2021 mein erstes Kind bekommen. Ich wollte unbedingt stillen, aber leider war das nicht so einfach wie gedacht und meine Betreuung kannte sich wohl doch weniger damit aus als ich erwartet hatte (oder hatte mehr im Sinn, dass ich mich auf keinen Fall stresse. Klar, ist natürlich auch ein netter Gedanke).
Nach 5 Monaten Stillaufgabe bin ich aber immer noch traurig, enttäuscht und deprimiert.
Wie realistisch ist das Stillen noch und wie sinnvoll? Noch bekommt sie keine Beikost und wir wollen wohl eher BLW machen .
Milch kommt per Hand gar keine mehr. Pumpe habe ich derzeit keine.
Wirklich gespannt hat meine Brust nur damals beim Milcheinschuss (da war sie heiß etc.) und einmal tat sie mal weh als ich schon abstillen wollte.
Die Hebamme meinte beim Abtasten damals, dass glaube rechts auch weniger Milchdrüsengewebe wäre als links. Die IBCLC Stillberaterin hatte beim Abtasten aber gar nichts hierzu gesagt.
Meine BH's haben während Schwangerschaft irgendwann nicht mehr gepasst, aber passen auch jetzt nach 5 Monate Abstillen noch nicht wieder. Kann selbst nicht beurteilen, wie groß sie geworden sind, da ich das nie anhand von Körbchengröße verglichen habe.
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Milupa Milumil Pre HA... Ganz genau weiß ich die Häufigkeit und Menge nicht mehr. Anfangs hatte ich eine App penibel gepflegt, habe dann aber damit aufgehört.
Es sind so ca. 5-7 Fläschen am Tag, Menge ist schwierig zu sagen, da ich Portionen á 180 ml mache, sie sie aber meistens nicht leertrinkt) Dafür trinkt sie vor dem einschlafen meistens 210 - 250 ml.
Ich schätze am Tag werden es so ca. 800 ml sein.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Derzeit wird nicht gestillt
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang? 1x Stuhlgang. Wie definiere ich das mit dem Urin? 4 richtig volle Pipiwindeln wären es bestimmt, wenn ich nicht hin und wieder abhalten würde.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob das Anlegen im Kreissaal geklappt hatte.... ich war da einfach sooo müde, dass ich die kleine nach einer Weile sicherheitshalber dem Papa zum Bonding gegeben hatte. War vielleicht schon ein Fehler.
Beim 1. Anlegen im Stillzimmer hieß es, die Kleine sei ein Naturtalent. Grundsätzlich ist sie immer ganz schnell an der Brust eingeschlafen und von außen betrachtet sahen Ober- und Unterlippe gut aus, aber sie hat den Mund nicht weit genug geöffnet (hatte mir eine IBCLC Beraterin dann einige Wochen später gesagt und zu Osteopathie oder ähnlichem geraten, evtl. Blockaden durch die Saugglocke, Zungenbändchen auch okay)
In der ersten Nacht lief es dann von abends bis 5 Uhr morgens so dass sie beim Stillen einschlief, abgelegt wurde und sofort wieder aufgewacht ist. Bei jedem Andocken tat es mehr und mehr weh und hat mir bis in die Füße gezogen. Um 5 Uhr bin ich hilfesuchend ins Stillzimmer. Auch dort sah es für sie während dem Andocken gut aus, beim Abnehmen war aber die BW zusammengedrückt. Es wurde dann zugefüttert, Brustwarzensalbe und das Nicht mehr Anlegen und stattdessen Abpumpen ( ca. alle 3 Stunden) empfohlen.
Beim Abpumpen kam erst einmal gar nichts, bis vor der Entlassung dann etwa 1 Tropfen.
Meine Hebamme meinte ich solle ein Tag länger bleiben, um das Anlegen noch zu üben, die Ärztin und Krankenschwester meinten: Aber bei Ihnen kommt doch sowieso nichts, was soll das dann bringen. Und ich wäre ja keine schlechte Mutter, wenn ich Flasche gebe.
Zuhause dann ebenfalls nur Flasche gegeben und versucht abzupumpen. Da ich ja stillen wollte, hatte ich kaum Flaschen da bzw. wollte auch erst nicht so viele, dies artete so in Stress für mich aus, dass ich das Abpumpen maximal 5 Mal geschafft habe. Vorallem da ich aufgrund des starke Eisenmangels auch viel und sehr tief geschlafen habe. (habe teilweise meine Tochter nicht gehört)
Die Abpumpmenge ging bis maximal 20 ml je Brust pro Tag (habe aber auch wirklich nicht häufig gepumpt, da meine Kleine echt jedes Mal dann geschrien hat wie verrückt. Und keiner zur Entlastung da war. Mit Flasche geben, Abpumpen, sauber machen, sterilisieren etc. kam ich auch kaum noch zum Essen etc.)
Meine Hebamme meinte, dass ich unter solchen Umständen nur noch Pumpen soll wenn ich Zeit und Muße dazu hätte und wenn dann nach 1 Woche immer noch so wenig da wäre, dann sollte man wohl komplett abstillen. Anlegen sollte ich auch noch nicht wieder, denn die Brustwarzen sähen ja echt schlimm aus (aber wie soll es bei nicht Anlegen denn mehr werden??)
Schlussendlich doch immer mal wieder probiert, ob ich es mit mehr Abpumpen schaffe, aber ich war da einfach so fertig.
Und der Versuch sie an die Brust zu legen, endete in Schreiattacken, daher hatte ich dann auch den Versuch mit dem BES gar nicht erst gestartet und mit 5 Wochen bereits abgestillt. Dazu sei gesagt, meine Kleine hat an der Brust nicht groß getrunken, aber ich konnte durchaus Milch rausdrücken (wenn auch nur tröpfchenweise und nicht spritzend)
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller? Avent Flaschen, Babylove Schnuller
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren wegen der Blockade zweimal beim Osteopathen. Bis zu den Terminen war ich aber bereits am komplett abstillen.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Eisenmangel der Mutter, Blockaden im Mundbereich beim Baby
Baby hatte dann auch einen Mund- und Windelsoor, den ich wenige Tage nach dem Krankenhaus festgestellt habe. Dachte zunächst es sei von der Milch so weiß im Mund. Das zog sich auch über Monate hin.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.