Wunde Brustwarze (nur eine Seite) und starke Schmerzen
Verfasst: 15.05.2021, 17:00
Hallo liebes, tolles Forum,
schon länger habe ich hier immer mal mitgelesen und mich nun wegen akuter Probleme selbst angemeldet...
Das Problem:
Meine Tochter ist 11 Wochen alt und nachdem wir mit ein paar Anfangsschwierigkeiten jetzt zwei Monate lang sehr erfolgreich gestillt haben, habe ich seit ca. drei Tagen plötzlich wieder eine wunde Stelle mittig an meiner rechten Brustwarze, inzwischen auch richtig offen und blutend.
Das Stillen damit ist extrem schmerzhaft und seit heute Nacht verschwinden die Schmerzen leider zwischen den Mahlzeiten auch nicht mehr (heißt das, dass es bereits entzündet ist?).
Ich bilde mir ein, dass das Anlegen eigentlich ganz gut klappt. Allerdings löst meine Tochter zwischendurch öfter den Saugschluss (was wahrscheinlich an meinem starken Milchspendereflex und zu viel Milch auf einmal liegt, das mag sie nicht), dann gibt es so ein klickendes Geräusch und ihr Mund klappt dabei gerne ein Stückchen wieder zu. Womöglich war ich da nachts im Halbschlaf Mal nicht konsequent genug beim neu Andocken und habe so die Verletzung davon getragen.
Infos zu uns:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert?
Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich stille nach Bedarf, meist so alle zwei Stunden. Abends und nachts auch öfter, bzw. Dauernuckeln... Ganz selten schafft sie nachts drei Stunden ohne stillen.
Pro Stillmahlzeit stille ich nur eine Seite, da ich ganz sicher eher zu viel als zu wenig Milch habe. Sie spuckt anschließend immer sehr viel, was aber auch am häufigen An- und Abdocken / Luft schlucken liegt.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Zwischen einer und zehn Stuhlwindeln war bisher alles dabei... Milch bekommt sie ganz sicher genug.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Im Kreißsaal gleich vorbildlich Angedockt und da eine Stunde geblieben. Wir sind am gleichen Tag nach Hause. Getrunken hat sie prima, allerdings war ich trotzdem ziemlich gleich wund. Nach ein paar Tagen habe ich es nicht mehr ausgehalten und heulend zu Stillhütchen gegriffen, damit ging es besser. Meine Hebamme hat mir Silberhütchen empfohlen, die habe ich seit dem auch ziemlich ununterbrochen im BH liegen. Das hat prima geholfen und wir sind die Stillhütchen zum Glück unkompliziert wieder losgeworden. Die Saugverwirrung hat man beim Anlegen zunächst leider trotzdem gemerkt, aber ich dachte, das hätten wir wieder im Griff.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nur Hütchen beim Stillstart (s.o.)
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nein, die Hebamme weiß auch keinen Rat
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten?
Nein
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Meinen großen Sohn habe ich 16 Monate gestillt. Er kam bei 37+0 mit 2800g und etwas saugschwach zur Welt. Im Krankenhaus habe ich mich erfolgreich gegen die Flasche gewehrt, bekam aber Stillhütchen. Wund war ich damals auch schon am ersten Tag, bekam das aber nach einigen Wochen in den Griff. Mit den Hütchen nahm er unglaublich schnell zu (ich scheine eine echte Milchkuh zu sein), aber wir hatten große Probleme die Dinger wieder loszuwerden. Seine Saugverwirrung sind wir nie wieder ganz losgeworden (der Grund warum ich das jetzt unbedingt vermeiden wollte...), nachts im Halbschlaf hat das Anlegen einfach nicht gut genug geklappt. Ich habe mich schließlich damit arrangiert ihn nachts mit Hütchen und Tags ohne zu stillen. So ging es für uns ganz gut und stressfrei. Abgestillt hat er sich selbst, für mich war es eine schöne Stillzeit.
Unsere Daten:
Vor elf Wochen am errechneten Termin mit 3820g auf die Welt gekommen, hat prima zugenommen und hatte ratzfatz ihr Geburtsgewicht wieder (Milchkuh eben). Aus den letzten Wochen habe ich auch gar keine Gewichtsdaten mehr, es gab diesbezüglich nie Grund zur Sorge.
Was ich schon versucht habe:
Silberhütchen (s.o.) und Kühlen. Außerdem Octenisept drauf nach dem Stillen.
Weil ich das Stillen auf dieser Seite kaum aushalten kann, habe ich dort heute auch einmal abgepumpt, statt zu stillen, damit die Brust sich erholen kann. Allerdings hat das Füttern mit dem Becher überhaupt nicht geklappt, also habe ich dann doch wieder die linke (gesunde) Seite gegeben. Ich könnte wahrscheinlich auch problemlos nur mit der einen Seite stillen, allerdings habe ich nicht allzuviel Lust die Milchmenge dort so ins unermessliche zu steigern, da ist eh schon immer so viel...
Also habe ich dann später unter Tränen nochmal rechts gestillt, die Tochter hat Blut getrunken und das ständige An- und Abdocken macht alles nur noch schlimmer. Ich bekomme inzwischen richtig Angst davor...
Inzwischen habe ich mir nochmal ein Video zur Becherfütterung angeschaut, soll ich es nochmal mit Pumpen und füttern probieren?
Allerdings habe ich hier ja auch noch den eh schon eifersüchtigen Dreijährigen, da ist dieser zusätzliche Aufwand einfach auch stressig...
Danke für dieses Forum und euren Einsatz!
schon länger habe ich hier immer mal mitgelesen und mich nun wegen akuter Probleme selbst angemeldet...
Das Problem:
Meine Tochter ist 11 Wochen alt und nachdem wir mit ein paar Anfangsschwierigkeiten jetzt zwei Monate lang sehr erfolgreich gestillt haben, habe ich seit ca. drei Tagen plötzlich wieder eine wunde Stelle mittig an meiner rechten Brustwarze, inzwischen auch richtig offen und blutend.
Das Stillen damit ist extrem schmerzhaft und seit heute Nacht verschwinden die Schmerzen leider zwischen den Mahlzeiten auch nicht mehr (heißt das, dass es bereits entzündet ist?).
Ich bilde mir ein, dass das Anlegen eigentlich ganz gut klappt. Allerdings löst meine Tochter zwischendurch öfter den Saugschluss (was wahrscheinlich an meinem starken Milchspendereflex und zu viel Milch auf einmal liegt, das mag sie nicht), dann gibt es so ein klickendes Geräusch und ihr Mund klappt dabei gerne ein Stückchen wieder zu. Womöglich war ich da nachts im Halbschlaf Mal nicht konsequent genug beim neu Andocken und habe so die Verletzung davon getragen.
Infos zu uns:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert?
Nein
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich stille nach Bedarf, meist so alle zwei Stunden. Abends und nachts auch öfter, bzw. Dauernuckeln... Ganz selten schafft sie nachts drei Stunden ohne stillen.
Pro Stillmahlzeit stille ich nur eine Seite, da ich ganz sicher eher zu viel als zu wenig Milch habe. Sie spuckt anschließend immer sehr viel, was aber auch am häufigen An- und Abdocken / Luft schlucken liegt.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Zwischen einer und zehn Stuhlwindeln war bisher alles dabei... Milch bekommt sie ganz sicher genug.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Im Kreißsaal gleich vorbildlich Angedockt und da eine Stunde geblieben. Wir sind am gleichen Tag nach Hause. Getrunken hat sie prima, allerdings war ich trotzdem ziemlich gleich wund. Nach ein paar Tagen habe ich es nicht mehr ausgehalten und heulend zu Stillhütchen gegriffen, damit ging es besser. Meine Hebamme hat mir Silberhütchen empfohlen, die habe ich seit dem auch ziemlich ununterbrochen im BH liegen. Das hat prima geholfen und wir sind die Stillhütchen zum Glück unkompliziert wieder losgeworden. Die Saugverwirrung hat man beim Anlegen zunächst leider trotzdem gemerkt, aber ich dachte, das hätten wir wieder im Griff.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Nur Hütchen beim Stillstart (s.o.)
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nein, die Hebamme weiß auch keinen Rat
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten?
Nein
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Meinen großen Sohn habe ich 16 Monate gestillt. Er kam bei 37+0 mit 2800g und etwas saugschwach zur Welt. Im Krankenhaus habe ich mich erfolgreich gegen die Flasche gewehrt, bekam aber Stillhütchen. Wund war ich damals auch schon am ersten Tag, bekam das aber nach einigen Wochen in den Griff. Mit den Hütchen nahm er unglaublich schnell zu (ich scheine eine echte Milchkuh zu sein), aber wir hatten große Probleme die Dinger wieder loszuwerden. Seine Saugverwirrung sind wir nie wieder ganz losgeworden (der Grund warum ich das jetzt unbedingt vermeiden wollte...), nachts im Halbschlaf hat das Anlegen einfach nicht gut genug geklappt. Ich habe mich schließlich damit arrangiert ihn nachts mit Hütchen und Tags ohne zu stillen. So ging es für uns ganz gut und stressfrei. Abgestillt hat er sich selbst, für mich war es eine schöne Stillzeit.
Unsere Daten:
Vor elf Wochen am errechneten Termin mit 3820g auf die Welt gekommen, hat prima zugenommen und hatte ratzfatz ihr Geburtsgewicht wieder (Milchkuh eben). Aus den letzten Wochen habe ich auch gar keine Gewichtsdaten mehr, es gab diesbezüglich nie Grund zur Sorge.
Was ich schon versucht habe:
Silberhütchen (s.o.) und Kühlen. Außerdem Octenisept drauf nach dem Stillen.
Weil ich das Stillen auf dieser Seite kaum aushalten kann, habe ich dort heute auch einmal abgepumpt, statt zu stillen, damit die Brust sich erholen kann. Allerdings hat das Füttern mit dem Becher überhaupt nicht geklappt, also habe ich dann doch wieder die linke (gesunde) Seite gegeben. Ich könnte wahrscheinlich auch problemlos nur mit der einen Seite stillen, allerdings habe ich nicht allzuviel Lust die Milchmenge dort so ins unermessliche zu steigern, da ist eh schon immer so viel...
Also habe ich dann später unter Tränen nochmal rechts gestillt, die Tochter hat Blut getrunken und das ständige An- und Abdocken macht alles nur noch schlimmer. Ich bekomme inzwischen richtig Angst davor...
Inzwischen habe ich mir nochmal ein Video zur Becherfütterung angeschaut, soll ich es nochmal mit Pumpen und füttern probieren?
Allerdings habe ich hier ja auch noch den eh schon eifersüchtigen Dreijährigen, da ist dieser zusätzliche Aufwand einfach auch stressig...
Danke für dieses Forum und euren Einsatz!