Bin ich schuld am schlechten Schlaf meines Babys?
Verfasst: 19.04.2021, 12:59
Hallo Ihr Lieben!
Ich wollte mich zuerst einmal ganz herzlich bedanken - ich verfolge dieses Forum nun schon seit der Geburt meines Sohnes vor 9 Monaten. Als stille Mitleserin habe ich durch dieses Forum schon so wahnsinnig viel über Babys lernen dürfen und habe somit schon bei vielen aufgetretenen Fragen Antworten erhalten!
Seither schimpfe ich mich oft in Gedanken, wie töricht ich doch eigentlich war und ich mich vor der Geburt im Grunde nur mit dem Ereignis "Geburt" auseinandergesetzt habe und nicht mit alldem, was danach kommt und doch eigentlich so viel bedeutsamer ist.
Ich war immer der Meinung, das wird schon alles von alleine. Haha!!
Ich wollte beispielsweise immer voll Stillen. Dabei habe ich mich aber so blöd angestellt, dass überhaupt nichts funktioniert hat. Dank dieses Forums und meines Dickschädels hat das dann aber innerhalb von ein paar Wochen doch geklappt
.
Nun zu meinem eigentlichen "Problem": mein Sohn war schon immer ein katastrophaler Schläfer. Bis zum Alter von 5 Monaten hat er tagsüber ausschließlich im Tragetuch geschlafen, was für mich total ok war. Meine Umwelt aber hat mir regelmäßig zu verstehen gegeben, dass das nicht normal sein kann und dass das doch anders auch gehen muss. Für mich war aber klar, dass mein Sohn nun einmal viel Nähe gebraucht hat, um Reize auszublenden und zur Ruhe zu kommen. Das hat mein Rücken dann irgendwann jedoch leider nicht mehr mitgemacht. Wir haben es dann Gott sei Dank geschafft, dass er tagsüber in der Federwiege schläft, was anfangs unmöglich war. Schlaf also aber auch nur mit Bewegung, nach wie vor.
Das abendliche Einschlafen war anfangs geprägt von stundenlangem Stillen und Schreien. Die Nächte waren dann aber bis zum vierten Monat wirklich gut mit nur zweimaligen Aufwachen und anschließendem wieder in den Schlaf stillen.
Im vierten Monat ging es dann los, die Nächte wurden von heute auf morgen schlimm, Erwachen mindestens alle 2 h, wieder Einschlafen nur möglich durch Stillen (im Familienbett). Kein Problem für mich, ist ja super praktisch und war und ist nach wie vor die schnellste Lösung.
Seit ein paar Wochen ist es nun wirklich katastrophal geworden, Aufwachen im exakt 40 min Takt. Danach kann ich die Uhr stellen.
Der Übergang in die nächste Schlafphase funktioniert selbstständig einfach nicht. Einschlafen dann wieder nur mit mir und meinem Busen möglich. Dabei trinkt er häufig sehr viel, hat also wirklich Hunger (Beikost wird im Moment tagsüber auf einmal fast vollständig verweigert). Versucht es Papa, endet es in Geschrei. Hilft auch der Busen nicht, kann Junior mit der Federwiege zum Weiterschlafen animiert werden. Aber halt auch nur wieder 40 min.
Laut meiner Umwelt bin ich schuld an diesem Zustand. Das nächtliche Stillen sei reine Gewohnheitssache und Junior kann nur Weiterschlafen, wenn er an den Busen darf. Abstillen und Fläschchen geben durch Papa sei die Lösung. Am besten sollte mein Baby nicht mehr neben mir schlafen und Papa soll die nächtliche Betreuung übernehmen, damit Junior lernt, ohne Busen einzuschlafen.
(Ich muss vielleicht auch erwähnen, dass ich in meiner Familie von vielen Stillgegnern umgeben bin. Habe sogar schon einmal zu hören bekommen, dass alles, was über den dritten Monat hinausgeht, "ekelhaft" sei
)
Ich wollte nun einmal nachfragen, wie Ihr das seht und ob ich falsch liege mit meiner Vermutung, dass der Junior einfach Nähe braucht und es schon irgendwann hinbekommen wird, alleine Weiterzuschlafen? Außerdem tut sich tagsüber gerade sehr viel, der Zwerg hat vor kurzem Krabbeln gelernt, zieht sich jetzt überall hoch, bekommt einen Zahn nach dem anderen usw., es muss also auch viel nachts verarbeitet werden.
Könnte uns nächtliches Abstillen bzw. ein Begrenzen des Stillens vielleicht dennoch wirklich weiterhelfen? Könnte das nächtliche Kampfstillen auch ein Grund dafür sein, dass mein Baby tagsüber so wenig Beikost isst?
Ich bin echt ratlos und weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll.
Liebe Grüße und nochmals vielen lieben Dank!
Jucaro
Ich wollte mich zuerst einmal ganz herzlich bedanken - ich verfolge dieses Forum nun schon seit der Geburt meines Sohnes vor 9 Monaten. Als stille Mitleserin habe ich durch dieses Forum schon so wahnsinnig viel über Babys lernen dürfen und habe somit schon bei vielen aufgetretenen Fragen Antworten erhalten!
Seither schimpfe ich mich oft in Gedanken, wie töricht ich doch eigentlich war und ich mich vor der Geburt im Grunde nur mit dem Ereignis "Geburt" auseinandergesetzt habe und nicht mit alldem, was danach kommt und doch eigentlich so viel bedeutsamer ist.
Ich war immer der Meinung, das wird schon alles von alleine. Haha!!
Ich wollte beispielsweise immer voll Stillen. Dabei habe ich mich aber so blöd angestellt, dass überhaupt nichts funktioniert hat. Dank dieses Forums und meines Dickschädels hat das dann aber innerhalb von ein paar Wochen doch geklappt
Nun zu meinem eigentlichen "Problem": mein Sohn war schon immer ein katastrophaler Schläfer. Bis zum Alter von 5 Monaten hat er tagsüber ausschließlich im Tragetuch geschlafen, was für mich total ok war. Meine Umwelt aber hat mir regelmäßig zu verstehen gegeben, dass das nicht normal sein kann und dass das doch anders auch gehen muss. Für mich war aber klar, dass mein Sohn nun einmal viel Nähe gebraucht hat, um Reize auszublenden und zur Ruhe zu kommen. Das hat mein Rücken dann irgendwann jedoch leider nicht mehr mitgemacht. Wir haben es dann Gott sei Dank geschafft, dass er tagsüber in der Federwiege schläft, was anfangs unmöglich war. Schlaf also aber auch nur mit Bewegung, nach wie vor.
Das abendliche Einschlafen war anfangs geprägt von stundenlangem Stillen und Schreien. Die Nächte waren dann aber bis zum vierten Monat wirklich gut mit nur zweimaligen Aufwachen und anschließendem wieder in den Schlaf stillen.
Im vierten Monat ging es dann los, die Nächte wurden von heute auf morgen schlimm, Erwachen mindestens alle 2 h, wieder Einschlafen nur möglich durch Stillen (im Familienbett). Kein Problem für mich, ist ja super praktisch und war und ist nach wie vor die schnellste Lösung.
Seit ein paar Wochen ist es nun wirklich katastrophal geworden, Aufwachen im exakt 40 min Takt. Danach kann ich die Uhr stellen.
Der Übergang in die nächste Schlafphase funktioniert selbstständig einfach nicht. Einschlafen dann wieder nur mit mir und meinem Busen möglich. Dabei trinkt er häufig sehr viel, hat also wirklich Hunger (Beikost wird im Moment tagsüber auf einmal fast vollständig verweigert). Versucht es Papa, endet es in Geschrei. Hilft auch der Busen nicht, kann Junior mit der Federwiege zum Weiterschlafen animiert werden. Aber halt auch nur wieder 40 min.
Laut meiner Umwelt bin ich schuld an diesem Zustand. Das nächtliche Stillen sei reine Gewohnheitssache und Junior kann nur Weiterschlafen, wenn er an den Busen darf. Abstillen und Fläschchen geben durch Papa sei die Lösung. Am besten sollte mein Baby nicht mehr neben mir schlafen und Papa soll die nächtliche Betreuung übernehmen, damit Junior lernt, ohne Busen einzuschlafen.
(Ich muss vielleicht auch erwähnen, dass ich in meiner Familie von vielen Stillgegnern umgeben bin. Habe sogar schon einmal zu hören bekommen, dass alles, was über den dritten Monat hinausgeht, "ekelhaft" sei
Ich wollte nun einmal nachfragen, wie Ihr das seht und ob ich falsch liege mit meiner Vermutung, dass der Junior einfach Nähe braucht und es schon irgendwann hinbekommen wird, alleine Weiterzuschlafen? Außerdem tut sich tagsüber gerade sehr viel, der Zwerg hat vor kurzem Krabbeln gelernt, zieht sich jetzt überall hoch, bekommt einen Zahn nach dem anderen usw., es muss also auch viel nachts verarbeitet werden.
Könnte uns nächtliches Abstillen bzw. ein Begrenzen des Stillens vielleicht dennoch wirklich weiterhelfen? Könnte das nächtliche Kampfstillen auch ein Grund dafür sein, dass mein Baby tagsüber so wenig Beikost isst?
Ich bin echt ratlos und weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll.
Liebe Grüße und nochmals vielen lieben Dank!
Jucaro