Stillprobleme und stagnierte Gewichtsentwicklung
Verfasst: 14.01.2021, 22:11
Hallo ihr Lieben,
ich wurde hier bereits 2017 von deidamaus mit meinem ersten Sohn erfolgreich beraten und möchte mich nun erneut hilfesuchend an euch wenden. Es geht um meine Tochter, die am 03.11. geboren wurde und nun etwas über 10 Wochen alt ist.
Zunächst möchte ich die Fragen beantworten:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen nach Bedarf, in der Regel alle 2 - 3 Stunden. Tagsüber haben wir noch keine Schlafroutine, jedoch sind die Nächte relativ gleich: Es wird ca. von 20 Uhr bis 8 Uhr geschlafen und in der Nacht meist 3x mal gestillt, somit sind die nächtlichen Pausen mit durchschnittlich 4 Std. relativ lang. Dadurch kommen wir in Summe nicht auf 10-12 Stillmahlzeiten täglich. Dies jedoch schon von Anfang an. Hinzu kommt, und das zählt zu unserem Problem, dass seit ca. 2 Wochen relativ kurz gestillt wird. In Summe maximal 10 Minuten.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
In den letzten Wochen Stuhlgang zwischen 2x täglich bis 1x in 2 Tagen, merklich seltener als zuvor. Pipi ist nachts etwas weniger geworden.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Nach unserem geplanten Kaiserschnitt war meine Tochter ab OP-Saal bei mir und konnte im Überwachungsraum zum 1. Mal angelegt werden. Der Milcheinschuss kam am 3. Tag problemlos. Meine Brustwarzen waren zunächst, wie schon beim 1. Kind, sehr wund. Aufgrund meiner Vorerfahrung habe ich das jedoch innerhalb kürzester Zeit in den Griff bekommen. Das Stillen funktionierte absolut reibungslos und die Gewichtsentwicklung war sehr gut.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, Schnuller.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nein.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich hatte 2011 eine Brustvergrößerung, die jedoch aufgrund einer Kapselfibrose korrigiert werden musste. Betroffen war die linke Brust, die seitdem empfindungsgestört ist. Ich nehme an, das ist der Grund, warum die rechte Brust die Hauptstillbrust geworden ist.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Ich hatte bei meinem ersten Kind ebenfalls große Probleme und wurde hier von deidamaus beraten. Um die ähnliche Zeit, also Ende 3. Lebensmonat, hatte er plötzlich beim Anlegen angefangen zu schreien. Er ließ sich schwer beruhigen, hat sich in Rage geschrien und immer wieder abgedockt. Erst nach Einsetzen des MSR hat er getrunken, jedoch meist kurz. Damals habe ich ab und zu, wenn ich absolut nicht anders konnte, ihm eine Flasche gegeben. Entweder PRE oder abgepumpte Milch. Nach einem Monat ist es leider nicht besser geworden und so habe ich unter der Beratung von deidamaus alle Fläschchen erst einmal verbannt und ihn so oft es ging gestillt und gewogen. So habe ich seinen 5. Lebensmonat verbracht. Leider hat sich auch da keine Besserung eingestellt. Zumindest konnten wir so über den 5. Lebensmonat kommen, sodass wir dann mit 5 Monaten mit hochkalorischer Beikost angefangen habe, ohne mit Flasche zufüttern zu müssen. Danach habe ich ihn noch knapp 2,5 Jahre gestillt.
So froh ich auch darüber bin, ihn so lange gestillt zu haben, möchte ich diese Zeit der Stillprobleme bis zum Beikoststart nicht wieder erfahren. Es hat mich psychisch und physisch an meine Grenzen gebracht. Vor jedem Stillen hatte ich Panik. Ich war non stop ein nervliches Wrack. Mein Kleiner hatte immerzu geschrien, war unruhig, hatte in der Zeit keinen Mittagsschlaf mehr gemacht und kaum zugenommen. Die Nächte waren ebenfalls entsprechend katastrophal.
Nun scheint es sich zu wiederholen. Ich weiß, es ist die typische Zeit für Stillprobleme (Milchmengenregulierung, Entwicklungsphase etc.). Aber ich werde es diesmal auf keinen Fall so wieder bis zum Beikoststart durchziehen können. Ich möchte die Zeit mit meinem Baby (und auch dem Großen) genießen und nicht mit Schrecken daran zurückdenken und mich monatelang quälen. Die Kleine schreit meist beim Anlegen, saugt ein paar Mal, schreit wieder. Sie schreit sich so in Rage, dass sie gar nicht mehr andockt. Irgendwann, nach einer Ewigkeit und unzähligen Beruhigungsrunden, setzt der MSR ein und sie trinkt. Sie trinkt jedoch max. in Summe 10 Minuten. Dann ist nichts mehr zu machen.
Ich habe schon alle meine Tricks herausgeholt, um den MSR schneller auszulösen. Denn erst da beruhigt sie sich. Aber das löst das Schreien nicht. Ich bin so unfassbar traurig, dass ich wieder in dieser Situation bin. Ich hätte es mir so so gerne anders gewünscht! Ich habe heute meinen Mann schon 3x zum Fläschchenmachen geschickt, jedoch hat sie dann noch glücklicherweise doch gestillt. Ich bin auf jeden Fall soweit zu sagen, dass ich bereit wäre zuzufüttern. Vor allem weil ihr Gewicht zu stagnieren scheint bzw. sich nicht mehr entlang der Kurve entwickelt. Dazu kommt, dass sie seit den Probleme auch extreme Schreiphasen hat. Das war zuvor nicht der Fall. Sie war sehr ruhig und entspannt. Und jetzt schreit sie so schlimm, dass ihr Kopf zu platzen scheint. Ich möchte keine Horrormonate vor mir haben. Und ich hoffe, dass ich dann nach Beikoststart vielleicht wieder auf die Flasche verzichten kann. Könnt ihr mir helfen, wie ich das am Besten mit Flasche+PRE und Stillen anstelle, um noch Hoffnung für später zu haben?
Ich hoffe, das ist keine unangebrachte Frage in einem Stillforum. Ich möchte nur keine kaputte Mama in den nächsten Monaten sein.
Anbei die Gewichtsdaten:
03.11.2020: 3530 g, Krankenhaus, Geburtsgewicht
06.11.2020: 3385 g, Krankenhaus, U2
11.11.2020: 3620 g, zuhause
15.11.2020: 3670 g, zuhause
21.11.2020: 4150 g, zuhause
29.11.2020: 4230 g, zuhause
04.12.2020: 4365 g, Kinderarzt, U3
12.12.2020: 4700 g, zuhause
14.01.2021: 5200 g, zuhause
Anbei mein Stillprotokoll der letzten Tage, mit dem ich begonnen habe:
11.01.: 8x gestillt, 1x Stuhl
12.01.: 9x gestillt, 1x Stuhl
13.01.: 8x gestillt, 2x Stuhl (1x davon schleimig)
14.01.: 8x gestillt, 1x Stuhl
Wie gesagt haben wir sehr lange nächtliche Pausen, sodass ich tagsüber dann in Summe nicht so leicht auf 12 Stillmahlzeiten komme. Ich kann hier versuchen, auf 10 zu kommen, aber ich fürchte, es wird das Schrei-Problem an der Brust nicht lösen. Das hat zumindest die Erfahrung mit meinem Großen gezeigt.
Ich danke euch sehr im Voraus!
Liebe Grüße
Milulu
ich wurde hier bereits 2017 von deidamaus mit meinem ersten Sohn erfolgreich beraten und möchte mich nun erneut hilfesuchend an euch wenden. Es geht um meine Tochter, die am 03.11. geboren wurde und nun etwas über 10 Wochen alt ist.
Zunächst möchte ich die Fragen beantworten:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Ein Mädchen.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Nein.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen nach Bedarf, in der Regel alle 2 - 3 Stunden. Tagsüber haben wir noch keine Schlafroutine, jedoch sind die Nächte relativ gleich: Es wird ca. von 20 Uhr bis 8 Uhr geschlafen und in der Nacht meist 3x mal gestillt, somit sind die nächtlichen Pausen mit durchschnittlich 4 Std. relativ lang. Dadurch kommen wir in Summe nicht auf 10-12 Stillmahlzeiten täglich. Dies jedoch schon von Anfang an. Hinzu kommt, und das zählt zu unserem Problem, dass seit ca. 2 Wochen relativ kurz gestillt wird. In Summe maximal 10 Minuten.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
In den letzten Wochen Stuhlgang zwischen 2x täglich bis 1x in 2 Tagen, merklich seltener als zuvor. Pipi ist nachts etwas weniger geworden.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Nach unserem geplanten Kaiserschnitt war meine Tochter ab OP-Saal bei mir und konnte im Überwachungsraum zum 1. Mal angelegt werden. Der Milcheinschuss kam am 3. Tag problemlos. Meine Brustwarzen waren zunächst, wie schon beim 1. Kind, sehr wund. Aufgrund meiner Vorerfahrung habe ich das jedoch innerhalb kürzester Zeit in den Griff bekommen. Das Stillen funktionierte absolut reibungslos und die Gewichtsentwicklung war sehr gut.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, Schnuller.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nein.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich hatte 2011 eine Brustvergrößerung, die jedoch aufgrund einer Kapselfibrose korrigiert werden musste. Betroffen war die linke Brust, die seitdem empfindungsgestört ist. Ich nehme an, das ist der Grund, warum die rechte Brust die Hauptstillbrust geworden ist.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Ich hatte bei meinem ersten Kind ebenfalls große Probleme und wurde hier von deidamaus beraten. Um die ähnliche Zeit, also Ende 3. Lebensmonat, hatte er plötzlich beim Anlegen angefangen zu schreien. Er ließ sich schwer beruhigen, hat sich in Rage geschrien und immer wieder abgedockt. Erst nach Einsetzen des MSR hat er getrunken, jedoch meist kurz. Damals habe ich ab und zu, wenn ich absolut nicht anders konnte, ihm eine Flasche gegeben. Entweder PRE oder abgepumpte Milch. Nach einem Monat ist es leider nicht besser geworden und so habe ich unter der Beratung von deidamaus alle Fläschchen erst einmal verbannt und ihn so oft es ging gestillt und gewogen. So habe ich seinen 5. Lebensmonat verbracht. Leider hat sich auch da keine Besserung eingestellt. Zumindest konnten wir so über den 5. Lebensmonat kommen, sodass wir dann mit 5 Monaten mit hochkalorischer Beikost angefangen habe, ohne mit Flasche zufüttern zu müssen. Danach habe ich ihn noch knapp 2,5 Jahre gestillt.
So froh ich auch darüber bin, ihn so lange gestillt zu haben, möchte ich diese Zeit der Stillprobleme bis zum Beikoststart nicht wieder erfahren. Es hat mich psychisch und physisch an meine Grenzen gebracht. Vor jedem Stillen hatte ich Panik. Ich war non stop ein nervliches Wrack. Mein Kleiner hatte immerzu geschrien, war unruhig, hatte in der Zeit keinen Mittagsschlaf mehr gemacht und kaum zugenommen. Die Nächte waren ebenfalls entsprechend katastrophal.
Nun scheint es sich zu wiederholen. Ich weiß, es ist die typische Zeit für Stillprobleme (Milchmengenregulierung, Entwicklungsphase etc.). Aber ich werde es diesmal auf keinen Fall so wieder bis zum Beikoststart durchziehen können. Ich möchte die Zeit mit meinem Baby (und auch dem Großen) genießen und nicht mit Schrecken daran zurückdenken und mich monatelang quälen. Die Kleine schreit meist beim Anlegen, saugt ein paar Mal, schreit wieder. Sie schreit sich so in Rage, dass sie gar nicht mehr andockt. Irgendwann, nach einer Ewigkeit und unzähligen Beruhigungsrunden, setzt der MSR ein und sie trinkt. Sie trinkt jedoch max. in Summe 10 Minuten. Dann ist nichts mehr zu machen.
Ich habe schon alle meine Tricks herausgeholt, um den MSR schneller auszulösen. Denn erst da beruhigt sie sich. Aber das löst das Schreien nicht. Ich bin so unfassbar traurig, dass ich wieder in dieser Situation bin. Ich hätte es mir so so gerne anders gewünscht! Ich habe heute meinen Mann schon 3x zum Fläschchenmachen geschickt, jedoch hat sie dann noch glücklicherweise doch gestillt. Ich bin auf jeden Fall soweit zu sagen, dass ich bereit wäre zuzufüttern. Vor allem weil ihr Gewicht zu stagnieren scheint bzw. sich nicht mehr entlang der Kurve entwickelt. Dazu kommt, dass sie seit den Probleme auch extreme Schreiphasen hat. Das war zuvor nicht der Fall. Sie war sehr ruhig und entspannt. Und jetzt schreit sie so schlimm, dass ihr Kopf zu platzen scheint. Ich möchte keine Horrormonate vor mir haben. Und ich hoffe, dass ich dann nach Beikoststart vielleicht wieder auf die Flasche verzichten kann. Könnt ihr mir helfen, wie ich das am Besten mit Flasche+PRE und Stillen anstelle, um noch Hoffnung für später zu haben?
Ich hoffe, das ist keine unangebrachte Frage in einem Stillforum. Ich möchte nur keine kaputte Mama in den nächsten Monaten sein.
Anbei die Gewichtsdaten:
03.11.2020: 3530 g, Krankenhaus, Geburtsgewicht
06.11.2020: 3385 g, Krankenhaus, U2
11.11.2020: 3620 g, zuhause
15.11.2020: 3670 g, zuhause
21.11.2020: 4150 g, zuhause
29.11.2020: 4230 g, zuhause
04.12.2020: 4365 g, Kinderarzt, U3
12.12.2020: 4700 g, zuhause
14.01.2021: 5200 g, zuhause
Anbei mein Stillprotokoll der letzten Tage, mit dem ich begonnen habe:
11.01.: 8x gestillt, 1x Stuhl
12.01.: 9x gestillt, 1x Stuhl
13.01.: 8x gestillt, 2x Stuhl (1x davon schleimig)
14.01.: 8x gestillt, 1x Stuhl
Wie gesagt haben wir sehr lange nächtliche Pausen, sodass ich tagsüber dann in Summe nicht so leicht auf 12 Stillmahlzeiten komme. Ich kann hier versuchen, auf 10 zu kommen, aber ich fürchte, es wird das Schrei-Problem an der Brust nicht lösen. Das hat zumindest die Erfahrung mit meinem Großen gezeigt.
Ich danke euch sehr im Voraus!
Liebe Grüße
Milulu