plötzlich wunde Brustwarzen als Langzeitstillerin
Verfasst: 02.06.2020, 07:01
Hallo zusammen!
Ich bin seit Jahren stille Mitleserin in diesem genialen Forum und habe nun das erste Mal ein Stillproblem, bei dem ich trotz Forenlektüre nicht weiterweiß.
Zu mir: Ich stille seit vier Jahren nahezu durchgängig, zunächst zwei Jahre das große Kind, nun seit zwei Jahren das Kleine. Bis auf kleinere Milchstaus oder mal eine Schramme durch´s Zahnen hatte ich nie wirkliche Stillprobleme. Die Kinder wurden ausschließlich gestillt, kennen keine Flaschen oder Schuller. Das kleine Kind stillt noch ein bis drei Mal am Tag und zwei bis drei Mal nachts, jeweils nur kurz. Ich bin nun in der 6. Woche wieder schwanger. In der letzten Schwangerschaft hatte ich etwas empfindliche Brustwarzen, aber sonst keine Beschwerden. Das kleine Kind bekommt langsam die letzten Backenzähne, beißt aber beim Stillen nicht.
Im Februar hatten das kleine Kind und ich Soor, beide im Mund und ich auch an der Brust. Die Behandlung mit Mykoderm-Mundgel hat angeschlagen und ich habe sie vorschriftsmäßig zuende geführt. Die Brust habe ich nur mit dem Mundgel behandelt, was ich auch vertragen habe. Von der Anwendung im Mund habe ich allerdings eine Arzneimittelallergie (Ausschlag am ganzen Körper) bekommen.
Ich habe nun seit gut acht Wochen (Beginn vor der Schwangerschaft) mit wunden, rissigen Brustwarzen zu kämpfen. Sie sind aber nicht prall, glänzend, juckend und pink, wie es es bei der Soorerkrankung hatte. Anders als beim Pilz wird es bei Austrocknen der Haut auch eher schlimmer. Ich kann auch sonst keine Anzeichen für Soor erkennen, sicher bin ich mir aber nicht, da das Hautbild durch die feuchte Wundheilung verändert ist.
Im "Knick" zwischen Warze und Warzenvorhof bilden sich rundum in den "Falten" immer wieder tiefere Risse, die fast wie Einschnitte aussehen. Am Rand des Warzenvorhofes entstehen mitunter kleinere, oberflächliche Blessuren, die aber schnell verschwinden. Die Brustwarzenspitze ist nicht betroffen.
Gelegentlich ist Wundwasser oder auch etwas Blut an der Stilleinlage und ohne Multimam-Kompressen kleben sie fest. Entzündet scheinen mir die Brustwarzen aber eher nicht. Schmerzen habe ich nur beim Stillen, vor allem zu Beginn. Es ist aushaltbar, aber kein schöner Dauerzustand.
Was ich bisher getan habe:
- probeweise Mykoderm Mundgel auf einer Brustwarze getestet: eher Verschlimmerung
- Austrocknen lassen über Nacht: eher Verschlimmerung
- Ardo Lanolin Gold Cream morgens: hilft ein bißchen
- auf gutes Anlegen achten, Haltung wechseln, weniger stillen: hilft ein bißchen, aber kein Durchbruch
- seit zwei Wochen durchgängig Multimam-Kompressen: helfen akut ganz gut, aber ich habe inzwischen den Eindruck, dass die Haut sehr aufgeweicht ist und weiß nicht, ob das gut ist. Eine stetige Verbesserung kann ich nicht erkennen, es ist ein Auf und Ab.
Als nächstes würde ich mir (wieder) Brustdonuts basteln und ausprobieren, ob die Druckentlastung trotz Austrocknung hilfreich ist. Außerdem überlege ich, ob ich sicherheitshalber noch einmal eine Pilzbehandlung probiere, evtl. mit einem anderen Medikament. Gibt es eines, welches für das Kind mundverträglich ist, aber die Brustwarzen nicht austrocknet?
Vielleicht hat noch jemand eine andere Idee, was ich tun könnte? Von meiner Hebamme hätte ich vermutlich Ratschläge wie Abstillen oder schwarzer Tee zu erwarten, meiner FÄ traue ich nicht unbedingt mehr Stillwissen als dem Forum zu. Ich habe Sorge, die Probleme durch die restliche Stillzeit zu verschleppen und dann mit Säugling, der wieder häufig stillt, vor größeren Schwierigkeiten zu stehen.
Vielen Dank und liebe Grüße!
Juna
Ich bin seit Jahren stille Mitleserin in diesem genialen Forum und habe nun das erste Mal ein Stillproblem, bei dem ich trotz Forenlektüre nicht weiterweiß.
Zu mir: Ich stille seit vier Jahren nahezu durchgängig, zunächst zwei Jahre das große Kind, nun seit zwei Jahren das Kleine. Bis auf kleinere Milchstaus oder mal eine Schramme durch´s Zahnen hatte ich nie wirkliche Stillprobleme. Die Kinder wurden ausschließlich gestillt, kennen keine Flaschen oder Schuller. Das kleine Kind stillt noch ein bis drei Mal am Tag und zwei bis drei Mal nachts, jeweils nur kurz. Ich bin nun in der 6. Woche wieder schwanger. In der letzten Schwangerschaft hatte ich etwas empfindliche Brustwarzen, aber sonst keine Beschwerden. Das kleine Kind bekommt langsam die letzten Backenzähne, beißt aber beim Stillen nicht.
Im Februar hatten das kleine Kind und ich Soor, beide im Mund und ich auch an der Brust. Die Behandlung mit Mykoderm-Mundgel hat angeschlagen und ich habe sie vorschriftsmäßig zuende geführt. Die Brust habe ich nur mit dem Mundgel behandelt, was ich auch vertragen habe. Von der Anwendung im Mund habe ich allerdings eine Arzneimittelallergie (Ausschlag am ganzen Körper) bekommen.
Ich habe nun seit gut acht Wochen (Beginn vor der Schwangerschaft) mit wunden, rissigen Brustwarzen zu kämpfen. Sie sind aber nicht prall, glänzend, juckend und pink, wie es es bei der Soorerkrankung hatte. Anders als beim Pilz wird es bei Austrocknen der Haut auch eher schlimmer. Ich kann auch sonst keine Anzeichen für Soor erkennen, sicher bin ich mir aber nicht, da das Hautbild durch die feuchte Wundheilung verändert ist.
Im "Knick" zwischen Warze und Warzenvorhof bilden sich rundum in den "Falten" immer wieder tiefere Risse, die fast wie Einschnitte aussehen. Am Rand des Warzenvorhofes entstehen mitunter kleinere, oberflächliche Blessuren, die aber schnell verschwinden. Die Brustwarzenspitze ist nicht betroffen.
Gelegentlich ist Wundwasser oder auch etwas Blut an der Stilleinlage und ohne Multimam-Kompressen kleben sie fest. Entzündet scheinen mir die Brustwarzen aber eher nicht. Schmerzen habe ich nur beim Stillen, vor allem zu Beginn. Es ist aushaltbar, aber kein schöner Dauerzustand.
Was ich bisher getan habe:
- probeweise Mykoderm Mundgel auf einer Brustwarze getestet: eher Verschlimmerung
- Austrocknen lassen über Nacht: eher Verschlimmerung
- Ardo Lanolin Gold Cream morgens: hilft ein bißchen
- auf gutes Anlegen achten, Haltung wechseln, weniger stillen: hilft ein bißchen, aber kein Durchbruch
- seit zwei Wochen durchgängig Multimam-Kompressen: helfen akut ganz gut, aber ich habe inzwischen den Eindruck, dass die Haut sehr aufgeweicht ist und weiß nicht, ob das gut ist. Eine stetige Verbesserung kann ich nicht erkennen, es ist ein Auf und Ab.
Als nächstes würde ich mir (wieder) Brustdonuts basteln und ausprobieren, ob die Druckentlastung trotz Austrocknung hilfreich ist. Außerdem überlege ich, ob ich sicherheitshalber noch einmal eine Pilzbehandlung probiere, evtl. mit einem anderen Medikament. Gibt es eines, welches für das Kind mundverträglich ist, aber die Brustwarzen nicht austrocknet?
Vielleicht hat noch jemand eine andere Idee, was ich tun könnte? Von meiner Hebamme hätte ich vermutlich Ratschläge wie Abstillen oder schwarzer Tee zu erwarten, meiner FÄ traue ich nicht unbedingt mehr Stillwissen als dem Forum zu. Ich habe Sorge, die Probleme durch die restliche Stillzeit zu verschleppen und dann mit Säugling, der wieder häufig stillt, vor größeren Schwierigkeiten zu stehen.
Vielen Dank und liebe Grüße!
Juna