Schläfriges Kind/funktioniert Milchspendereflex?
Verfasst: 15.04.2020, 12:21
Hallo,
ich bin neu in dem Forum. Eine Freundin hat es mir empfohlen, da unser Stillen ein ständiges auf und ab ist. Ich habe nun schon vieles hilfreiches gelesen, aber möchte doch einen eigenen Threat eröffnen.
Mein Sohn ist heute genau 4 Wochen alt. Zu Beginn hatte er nicht gut zugenommen und ich füttere daher mit Muttermilch und PRE-Nahrung zu. Mir kommt jedoch vor, dass er immer schlechter und weniger saugt. Letzte Woche habe ich meist nur 1-2x am Tag zugefüttert und gestern nun schon 6x. Er trinkt immer nur kurz (3-4 Minuten) und dann fallen die Augen zu. Er nuckelt dann, zwischendurch trinkt er glaub aber schon wieder ein bißchen, aber ich bekomme ihn dann kaum wach. Ich habe nun das Gefühl, dass bei mir der Milchspendereflex nicht (gut) funktioniert. Jedenfalls spüre ich diesen nie und kenne das auch nicht, dass die Milch zu fließen beginnt. Wenn er mal lang in der Nacht geschlafen hat und ich oder er komm dann an der Brust an, kann es sein, dass mal ein paar Tropfen von allein rauskommen, aber ansonsten nie. Ebenso kenne ich das nicht, dass die Milch rausspritzt oder wenn ich ihn von der Brust nehme, sehe ich nur ganz selten mal einen Milchtropfen aus seinem Mund kommend. Auch bemerke ich auch nicht, dass er, wenn er länger trinkt, plötzlich wieder mehr Milch im Mund hätte. Ich erkenne aber leider auch nicht so wirklich, wann er wirklich trinkt und wann er nuckelt. Wie kann ich dies am besten sehen? Was kann ich denn machen, dass die Milch zu laufen beginnt und er sich leichter beim Saugen tut? Beim ersten Kind hatte ich dieselben Schwierigkeiten. Daher glaube ich, dass es an mir und nicht am Kind liegt. Ich massiere die Brust vor dem Trinken, lege manchmal ein warmes Kirschkernkissen auf, mach während dem Trinken Kompressionen und Massagen, aber irgendwie hilft das alles nicht wirklich. Ich pumpe nun mehr oder weniger seit etwa 2 Wochen immer wieder mal ab, aber auch hier kommt die Milch nur tröpferlweise. Ich wäre daher so über Unterstützung dankbar!
Hier noch der Fragenkatalog
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Bub
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ich versuche so oft es geht abzupumpen, schaff es aber meist max. 1-2x/Tag
Gestern habe ich 6x zugefüttert. Insgesamt 190 ml, davon 95ml Muttermilch und 95 ml PRE, wobei ich zwischen 20 – 45ml/Mahlzeit zugefüttert hatte. 4x hatte ich gestern mal mit dem Löffel zufüttern versucht, ansonsten hat er aus Zeitgründen ein Flascherl erhalten. Das mit dem Löffel hat gar nicht so schlecht funktioniert, da er mir hier deutlicher zeigen kann, wenn er genug hat, denn das Flascherl trinkt er am liebsten mit einem Zug aus und ist danach meist verdattert und bewegungsunfähig (ich hatte in den Vortagen meist 70ml im Flascherl gegeben). Beim Löffel hat er aber glaub das saugen vermisst. Jedenfalls hat er sich ständig die Finger in den Mund gesteckt, mich groß angeschaut, als ob ihm was fehlen würde.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Mir kommt vor, ich stille den ganzen Tag. Bis vor kurzem hatte ich das Ziel ihn an jeder Seite etwa eine halbe Stunde trinken zu lassen. Jedoch trinkt er meist nur die ersten 3-4 Minuten effektiv, danach fallen die Augen zu und er trinkt zwischendurch glaub zwar schon noch ein bisschen, nuckelt aber viel mehr. Ich versuche ihn mit Massagen, Kompressionen wachzuhalten, aber es gelingt mir meist nicht und es ist einfach mühsam. Jetzt aufgrund den Berichten hier im Forum habe ich nur noch das Ziel ihn 10min auf beiden Seiten trinken zu lassen und ihn danach zuzufüttern. Danach möchte er aber dann doch meist noch an die Brust, nuckelt dann aber wieder, schläft ein und wenn ich ihn hinlege, wacht er meist bald wieder auf und will wieder an die Brust.
Ihn alle 2 Stunden von Stillbeginn zu Stillbeginn zu stillen, schaffe ich kaum, da ich bei einem „Durchlauf“ (stillen, wieder aufwecken, zufüttern, evt. noch abpumpen, ihn wieder einschlafen lassen) oft fast schon 2 Stunden brauche. Gestern hab ich ihn aber zumindest alle 3 Stunden gestillt und auch in der Nacht wecke ich ihn seit ich die Bericht aus dem Forum hier kenne nun alle 3 Stunden von Stillbeginn zu Stillbeginn (vorhin waren es Pausen zwischen 3,5 - 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit).
Am Tag sind meine Brüste sehr weich und mir kommt vor, dass ich kaum Milch produzieren kann. Nur in der Nacht, wenn ich gut schlafen konnte, spüre ich, dass nun Milch drin ist.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Hatte ihm gestern 7x die Windeln gewechselt, 3x davon mit Stuhl. Meist hat er aber nur 1x am Tag Stuhl und dies am Abend. Gestern hatte er jedoch auch öfters Bauchweh.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ich hatte ihn im Kreißsaal gleich schon angelegt und es klappte eigentlich ganz gut. Er wollte dann gar nicht mehr loslassen, nur hatte ich ziemlich bald offene Brustwarzen. Er ist am Abend zur Welt gekommen. In der 2. Nacht hatte er auch nicht mehr aufgehört zu saugen. Da ich dort schon sehr erledigt war und mir die Brustwarzen so weh taten, gab ihm die Schwester ein Flascherl mit 20ml und meinte, er war danach offensichtlich satt. Da er danach aber immer noch weitertrinken (oder nuckeln) wollte, hatte sie ihn gepukt und ihm einen Schnuller gegeben. Ich war dort froh, dass ich endlich mal ein bißchen schlafen konnte.
Am 4. Tag nach der Geburt hatte ich den Milcheinschuss. Ich dachte zuerst es ist ein Milchstau, da meine beiden Brüste auf der äußeren Seite komplett rot waren. Aber mit viel Topfenwickeln, Ruhe, viel trinken lassen, war die Rötung und die Verhärtungen bis am Abend wieder weg.
Danach habe ich locker vor mich hingestillt ohne auf die Uhr zu schauen oder zu wiegen (hatte auch keine Möglichkeit dazu…). Er war meist zufrieden, hat viel geschlafen und wenn er unruhig war, hab ich ihm mal ein Flascherl mit 30ml gegeben. Das war aber nur 2-3x der Fall. Am Tag 9 bin ich aber stutzig geworden, da er kaum Stuhl hatte und ich da gelesen hatte, dass er dies zu Beginn täglich haben sollte. Daraufhin habe ich eine Waage erhalten und gesehen, dass er zuwenig zugenommen hatte. Hab dann begonnen ihn öfters zu wecken (vor allem in der Nacht) und er hat dann – auch ohne viel Zufütterung – zugenommen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ich hatte aufgrund den offenen Brustwarzen und Andockschwierigkeiten, die es manchmal gab, die ersten Tage zwischendurch ein Hütchen probiert, aber hab es ziemlich bald wieder weggelassen, da ich ohne Hütchen stillen wollte. Schnuller hatte ich ihm zu Beginn auch manchmal gegeben, aber hatte dann das Gefühl, dass er an der Brust schlechter saugt und gebe ihm ihn daher nicht mehr. Auch durch das Flascherl saugt er glaub schlechter. Hab gestern daher versucht ihn mit Löffel zu füttern, aber das wird nicht immer möglich sein, da mir da einfach die Zeit fehlt.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich bin im sporadischen Kontakt mit der Kinderschwester, die mir beim 1. Kind schon sehr geholfen hat, aber da sie das nicht offiziell anbietet (derzeit gibt es die Stillberatung aufgrund Corona nicht). Ich weiß, dass sie derzeit im Krankenhaus sehr eingespannt ist, möchte ich sie nicht ständig wegen jeder Kleinigkeit kontaktieren (obwohl sie mir angeboten hat, dass ich mich immer melden kann); auf der anderen Seite hätte ich aber gerne eine engmaschige Begleitung.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter?
Ich hatte dieses mal Schwangerschaftsdiabetes (beim 1. Kind aber nicht). Die Blutzuckerwerte nach der Geburt (er wurde 3x gestochen) waren aber in Ordnung.
Die ersten Tage ist er leicht gelb geworden und ich war mir nicht sicher ob es Gelbsucht ist. Leider konnte die Hebamme ja wegen Corona nicht zu uns und wir nirgends hin, sodass ich hier keine Sicherheit habe (ich bin etwa 40 Stunden nach der Geburt nach Hause). Mittlerweile sind die Augen aber schön weiß.
Beim 1. Kind hatte ich einen Abszess in der Brust.
Medikamenteneinnahme?
Medikamente nehme ich keine, aber nehme die Bockshornkleekapseln (500 mg). Davon 3x täglich (sofern ich nicht vergesse) je 2 Kapseln. Dazu habe ich vorgestern mit Magnesium und Calzium begonnen, da ich schmerzhafte Krämpfe um meine Brustwarzen hatte und sie ganz weiß geworden sind. Seit ich aber auch dazuschaue, dass die Brustwarze nach dem Stillen gleich wieder „einpacke“ und sie dadurch warm halte, ist es auch schon besser geworden. Sonst trinke ich noch Milchbildungstee.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Mein erstes Kind ist nun 3 Jahr alt. Ich hatte dort beim Stillen das gleiche Problem, dass er immer eingeschlafen ist und schlecht zugenommen hatte. Hatte damals mit großem Widerwillen auch zugefüttert. Als er 6 Wochen alt war, hatte ich aber einen Abszess, der dann unter Vollnarkose gespalten wurde. Ich wollte danach unbedingt weiterstillen, jedoch nach 2 Wochen war die Höhle wieder voller Eiter. Sehr schweren Herzens und mit psychologischer Begleitung hatte ich dann abgestillt.
Dieses Mal habe ich mir vorgenommen, nicht mehr solange zuzuwarten und so viele Schmerzen zu ertragen. Mein Vorsatz war, wenn das Stillen dieses Mal ohne Schwierigkeiten funktioniert, zu stillen und es ansonsten zu lassen. Beim 1. Kind konnte ich die ersten 2 Monate ja nicht wirklich genießen. Dieses Mal habe ich nun wieder grundsätzlich die gleichen Schwierigkeiten wie beim 1. Kind, nämlich das schläfrige Kind, dass ich ständig aufwecken muss. Ich wollte uns 4 Wochen Zeit geben und danach entscheiden wie ich weiter tu. Jetzt sind genau 4 Wochen um, aber es jetzt ganz zu lassen, fällt mir auch schwer. Nur glaube ich, wenn ich so weitertue, wird er sich eh bald von alleine abstillen. Ich hätte daher gern Unterstützung, wie ich weitertun soll. Derzeit finde ich das ständige Stillen, Aufwecken, Abpumpen etc. schon sehr mühsam und möchte dies nur in dieser Form weitermachen, wenn eine Chance besteht, dass es bald besser wird. Ich habe so nämlich so wenig Zeit für meinen großen Sohn und hab da schon ziemlich schlechtes Gewissen, aber auf der anderen Seite bin ich doch noch motiviert es dieses Mal zu schaffen. Was wäre denn eure Empfehlung? Vielen lieben Dank für eure Hilfe!
Gewichtsverlauf ist folgender:
18.3. 3580g Geburt KH
20.3. 3375g Entlassung KH
28.3. 3340g habe Babywaage vom KH erhalten und wiege ab nun selbst
29.3. 3420g
30.3. 3460g
31.3. 3490g
1.4. 3540g
2.4. 3550g
3.4. 3590g
7.4. 3780g
8.4. 3810g
10.4. 3870g
11.4. 3920g
14.4. 4060g
15.4. 4110g
ich bin neu in dem Forum. Eine Freundin hat es mir empfohlen, da unser Stillen ein ständiges auf und ab ist. Ich habe nun schon vieles hilfreiches gelesen, aber möchte doch einen eigenen Threat eröffnen.
Mein Sohn ist heute genau 4 Wochen alt. Zu Beginn hatte er nicht gut zugenommen und ich füttere daher mit Muttermilch und PRE-Nahrung zu. Mir kommt jedoch vor, dass er immer schlechter und weniger saugt. Letzte Woche habe ich meist nur 1-2x am Tag zugefüttert und gestern nun schon 6x. Er trinkt immer nur kurz (3-4 Minuten) und dann fallen die Augen zu. Er nuckelt dann, zwischendurch trinkt er glaub aber schon wieder ein bißchen, aber ich bekomme ihn dann kaum wach. Ich habe nun das Gefühl, dass bei mir der Milchspendereflex nicht (gut) funktioniert. Jedenfalls spüre ich diesen nie und kenne das auch nicht, dass die Milch zu fließen beginnt. Wenn er mal lang in der Nacht geschlafen hat und ich oder er komm dann an der Brust an, kann es sein, dass mal ein paar Tropfen von allein rauskommen, aber ansonsten nie. Ebenso kenne ich das nicht, dass die Milch rausspritzt oder wenn ich ihn von der Brust nehme, sehe ich nur ganz selten mal einen Milchtropfen aus seinem Mund kommend. Auch bemerke ich auch nicht, dass er, wenn er länger trinkt, plötzlich wieder mehr Milch im Mund hätte. Ich erkenne aber leider auch nicht so wirklich, wann er wirklich trinkt und wann er nuckelt. Wie kann ich dies am besten sehen? Was kann ich denn machen, dass die Milch zu laufen beginnt und er sich leichter beim Saugen tut? Beim ersten Kind hatte ich dieselben Schwierigkeiten. Daher glaube ich, dass es an mir und nicht am Kind liegt. Ich massiere die Brust vor dem Trinken, lege manchmal ein warmes Kirschkernkissen auf, mach während dem Trinken Kompressionen und Massagen, aber irgendwie hilft das alles nicht wirklich. Ich pumpe nun mehr oder weniger seit etwa 2 Wochen immer wieder mal ab, aber auch hier kommt die Milch nur tröpferlweise. Ich wäre daher so über Unterstützung dankbar!
Hier noch der Fragenkatalog
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
Bub
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Ich versuche so oft es geht abzupumpen, schaff es aber meist max. 1-2x/Tag
Gestern habe ich 6x zugefüttert. Insgesamt 190 ml, davon 95ml Muttermilch und 95 ml PRE, wobei ich zwischen 20 – 45ml/Mahlzeit zugefüttert hatte. 4x hatte ich gestern mal mit dem Löffel zufüttern versucht, ansonsten hat er aus Zeitgründen ein Flascherl erhalten. Das mit dem Löffel hat gar nicht so schlecht funktioniert, da er mir hier deutlicher zeigen kann, wenn er genug hat, denn das Flascherl trinkt er am liebsten mit einem Zug aus und ist danach meist verdattert und bewegungsunfähig (ich hatte in den Vortagen meist 70ml im Flascherl gegeben). Beim Löffel hat er aber glaub das saugen vermisst. Jedenfalls hat er sich ständig die Finger in den Mund gesteckt, mich groß angeschaut, als ob ihm was fehlen würde.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Mir kommt vor, ich stille den ganzen Tag. Bis vor kurzem hatte ich das Ziel ihn an jeder Seite etwa eine halbe Stunde trinken zu lassen. Jedoch trinkt er meist nur die ersten 3-4 Minuten effektiv, danach fallen die Augen zu und er trinkt zwischendurch glaub zwar schon noch ein bisschen, nuckelt aber viel mehr. Ich versuche ihn mit Massagen, Kompressionen wachzuhalten, aber es gelingt mir meist nicht und es ist einfach mühsam. Jetzt aufgrund den Berichten hier im Forum habe ich nur noch das Ziel ihn 10min auf beiden Seiten trinken zu lassen und ihn danach zuzufüttern. Danach möchte er aber dann doch meist noch an die Brust, nuckelt dann aber wieder, schläft ein und wenn ich ihn hinlege, wacht er meist bald wieder auf und will wieder an die Brust.
Ihn alle 2 Stunden von Stillbeginn zu Stillbeginn zu stillen, schaffe ich kaum, da ich bei einem „Durchlauf“ (stillen, wieder aufwecken, zufüttern, evt. noch abpumpen, ihn wieder einschlafen lassen) oft fast schon 2 Stunden brauche. Gestern hab ich ihn aber zumindest alle 3 Stunden gestillt und auch in der Nacht wecke ich ihn seit ich die Bericht aus dem Forum hier kenne nun alle 3 Stunden von Stillbeginn zu Stillbeginn (vorhin waren es Pausen zwischen 3,5 - 4 Stunden nach der letzten Mahlzeit).
Am Tag sind meine Brüste sehr weich und mir kommt vor, dass ich kaum Milch produzieren kann. Nur in der Nacht, wenn ich gut schlafen konnte, spüre ich, dass nun Milch drin ist.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Hatte ihm gestern 7x die Windeln gewechselt, 3x davon mit Stuhl. Meist hat er aber nur 1x am Tag Stuhl und dies am Abend. Gestern hatte er jedoch auch öfters Bauchweh.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ich hatte ihn im Kreißsaal gleich schon angelegt und es klappte eigentlich ganz gut. Er wollte dann gar nicht mehr loslassen, nur hatte ich ziemlich bald offene Brustwarzen. Er ist am Abend zur Welt gekommen. In der 2. Nacht hatte er auch nicht mehr aufgehört zu saugen. Da ich dort schon sehr erledigt war und mir die Brustwarzen so weh taten, gab ihm die Schwester ein Flascherl mit 20ml und meinte, er war danach offensichtlich satt. Da er danach aber immer noch weitertrinken (oder nuckeln) wollte, hatte sie ihn gepukt und ihm einen Schnuller gegeben. Ich war dort froh, dass ich endlich mal ein bißchen schlafen konnte.
Am 4. Tag nach der Geburt hatte ich den Milcheinschuss. Ich dachte zuerst es ist ein Milchstau, da meine beiden Brüste auf der äußeren Seite komplett rot waren. Aber mit viel Topfenwickeln, Ruhe, viel trinken lassen, war die Rötung und die Verhärtungen bis am Abend wieder weg.
Danach habe ich locker vor mich hingestillt ohne auf die Uhr zu schauen oder zu wiegen (hatte auch keine Möglichkeit dazu…). Er war meist zufrieden, hat viel geschlafen und wenn er unruhig war, hab ich ihm mal ein Flascherl mit 30ml gegeben. Das war aber nur 2-3x der Fall. Am Tag 9 bin ich aber stutzig geworden, da er kaum Stuhl hatte und ich da gelesen hatte, dass er dies zu Beginn täglich haben sollte. Daraufhin habe ich eine Waage erhalten und gesehen, dass er zuwenig zugenommen hatte. Hab dann begonnen ihn öfters zu wecken (vor allem in der Nacht) und er hat dann – auch ohne viel Zufütterung – zugenommen.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ich hatte aufgrund den offenen Brustwarzen und Andockschwierigkeiten, die es manchmal gab, die ersten Tage zwischendurch ein Hütchen probiert, aber hab es ziemlich bald wieder weggelassen, da ich ohne Hütchen stillen wollte. Schnuller hatte ich ihm zu Beginn auch manchmal gegeben, aber hatte dann das Gefühl, dass er an der Brust schlechter saugt und gebe ihm ihn daher nicht mehr. Auch durch das Flascherl saugt er glaub schlechter. Hab gestern daher versucht ihn mit Löffel zu füttern, aber das wird nicht immer möglich sein, da mir da einfach die Zeit fehlt.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich bin im sporadischen Kontakt mit der Kinderschwester, die mir beim 1. Kind schon sehr geholfen hat, aber da sie das nicht offiziell anbietet (derzeit gibt es die Stillberatung aufgrund Corona nicht). Ich weiß, dass sie derzeit im Krankenhaus sehr eingespannt ist, möchte ich sie nicht ständig wegen jeder Kleinigkeit kontaktieren (obwohl sie mir angeboten hat, dass ich mich immer melden kann); auf der anderen Seite hätte ich aber gerne eine engmaschige Begleitung.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter?
Ich hatte dieses mal Schwangerschaftsdiabetes (beim 1. Kind aber nicht). Die Blutzuckerwerte nach der Geburt (er wurde 3x gestochen) waren aber in Ordnung.
Die ersten Tage ist er leicht gelb geworden und ich war mir nicht sicher ob es Gelbsucht ist. Leider konnte die Hebamme ja wegen Corona nicht zu uns und wir nirgends hin, sodass ich hier keine Sicherheit habe (ich bin etwa 40 Stunden nach der Geburt nach Hause). Mittlerweile sind die Augen aber schön weiß.
Beim 1. Kind hatte ich einen Abszess in der Brust.
Medikamenteneinnahme?
Medikamente nehme ich keine, aber nehme die Bockshornkleekapseln (500 mg). Davon 3x täglich (sofern ich nicht vergesse) je 2 Kapseln. Dazu habe ich vorgestern mit Magnesium und Calzium begonnen, da ich schmerzhafte Krämpfe um meine Brustwarzen hatte und sie ganz weiß geworden sind. Seit ich aber auch dazuschaue, dass die Brustwarze nach dem Stillen gleich wieder „einpacke“ und sie dadurch warm halte, ist es auch schon besser geworden. Sonst trinke ich noch Milchbildungstee.
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Mein erstes Kind ist nun 3 Jahr alt. Ich hatte dort beim Stillen das gleiche Problem, dass er immer eingeschlafen ist und schlecht zugenommen hatte. Hatte damals mit großem Widerwillen auch zugefüttert. Als er 6 Wochen alt war, hatte ich aber einen Abszess, der dann unter Vollnarkose gespalten wurde. Ich wollte danach unbedingt weiterstillen, jedoch nach 2 Wochen war die Höhle wieder voller Eiter. Sehr schweren Herzens und mit psychologischer Begleitung hatte ich dann abgestillt.
Dieses Mal habe ich mir vorgenommen, nicht mehr solange zuzuwarten und so viele Schmerzen zu ertragen. Mein Vorsatz war, wenn das Stillen dieses Mal ohne Schwierigkeiten funktioniert, zu stillen und es ansonsten zu lassen. Beim 1. Kind konnte ich die ersten 2 Monate ja nicht wirklich genießen. Dieses Mal habe ich nun wieder grundsätzlich die gleichen Schwierigkeiten wie beim 1. Kind, nämlich das schläfrige Kind, dass ich ständig aufwecken muss. Ich wollte uns 4 Wochen Zeit geben und danach entscheiden wie ich weiter tu. Jetzt sind genau 4 Wochen um, aber es jetzt ganz zu lassen, fällt mir auch schwer. Nur glaube ich, wenn ich so weitertue, wird er sich eh bald von alleine abstillen. Ich hätte daher gern Unterstützung, wie ich weitertun soll. Derzeit finde ich das ständige Stillen, Aufwecken, Abpumpen etc. schon sehr mühsam und möchte dies nur in dieser Form weitermachen, wenn eine Chance besteht, dass es bald besser wird. Ich habe so nämlich so wenig Zeit für meinen großen Sohn und hab da schon ziemlich schlechtes Gewissen, aber auf der anderen Seite bin ich doch noch motiviert es dieses Mal zu schaffen. Was wäre denn eure Empfehlung? Vielen lieben Dank für eure Hilfe!
Gewichtsverlauf ist folgender:
18.3. 3580g Geburt KH
20.3. 3375g Entlassung KH
28.3. 3340g habe Babywaage vom KH erhalten und wiege ab nun selbst
29.3. 3420g
30.3. 3460g
31.3. 3490g
1.4. 3540g
2.4. 3550g
3.4. 3590g
7.4. 3780g
8.4. 3810g
10.4. 3870g
11.4. 3920g
14.4. 4060g
15.4. 4110g