Abstillen...
Verfasst: 03.03.2020, 09:48
Hallo zusammen!
Ich bin neu hier. Ich schreibe direkt ohne höfliche Umwege (Vorstellungsrunde usw), weil ich einfach nur fix und fertig bin und Hilfe brauche.
Es geht ums Abstillen und auch Schlaf (ich hoffe, ich muss dafür nicht einen extra Beitrag eröffnen.)
Es geht um mein drittes Kind, der Kleine ist jetzt 9 Monate alt.
Unser Start war nicht einfach, ich hatte die ersten 3 Monate extreme Schmerzen beim Stillen. Schlaf war bei ihm auch schon von Anfang an sehr bescheiden.
Seit kurz nach seiner Geburt haben wir ihm immer wieder (alle möglichen Arten) Schnuller angeboten - will er nicht.
Und immer wieder die Flasche (mit MuMi oder auch unterschiedlichen Milchsorten inkl HA falls Unvergräglichkeit) - erfolglos, er schrie die Flasche nur an.
Auch Beikost verweigerte er (bot es ihm ab 4 Monate immer wieder an).
Bis auf KiWa und Auto schläft er nur an der Brust ein. Und leider schläft er tagsüber meist auch nur angedockt an der Brust, sowie den letzten Teil der Nacht.
Jeder Versuch, ihn von der Brust zu lösen endete bisher in Schreierei und müdem, aber wachem Kind. Ja, er hat einen sehr starken Willen und er ist es ja so gewohnt. *selbstschuld*
Da er mich seit dem 12-Wochen-Schub jede Nacht alle 1-2 Std weckt, also seit einem halben Jahr nun! - bin ich einfach nur noch grunderschöpft, ultramüde und absolut kraftlos. Dazu fordert er mich tagsüber sehr stark. Insgesamt kann ich froh sein, wenn ich im Haushalt Küche und Wäsche schaffe und mich um die Kinder kümmern kann. Meine ganze Lebensfreude hat sich mittlerweile schon verabschiedet.
Dazu habe ich noch die beiden älteren Geschwister, die mich fordern (auch wenn sie schon 7+9 Jahre alt sind). Natürlich helfen sie auch! Aber sie müssen auch ordentlich zurück stecken.
Als er 5 Monate alt war stellte ein Logopäde einen vorgezogenen Würgreflex fest und gab mir Therapieansätze mit. (Deswegen konnte er aus der Flasche nicht trinken oder Brei essen.)
Seit er 8 Monate alt ist, ist es auch wesentlich besser!
Er trinkt Wasser aus der Flasche und isst immer mehr Beikost.
Dennoch ist es noch immer so eine Sache mit den Schlucken.
Logopäde ist jedoch zufrieden und meint, gibt sich nun alles mit der Zeit. Denke ich auch.
Schnuller wird weiterhin nur zum Spielen verwendet.
Milch trinkt er mittlerweile minimal aus der Flasche. Aber nur sitzend am Tisch. Keine sättigenden Mengen und erst recht nicht im Arm.
So. Nun stille ich ihn allerdings noch immer gegen 6:00 h morgens (bzw er hängt mir ab ca. 3:30/4:00 an der Brust! Da hole ich ihn ins Bett zu mir, weil er sich nicht mehr einfach beruhigen lässt und ich es nicht schaffe weiter wach zu bleiben), dann frühstücken wir um 7:00, gegen 8:00/8:30 zu seinem Vormittagsschläfchen bekommt er die Brust (da schlafen wir beide meist so ca. 1 Std, er an der Brust - mein rettender Schlaf für den restlichen Tag).
Gegen 12:00 bekommt er Mittagessen.
Gegen 13:30/14:00 wieder die Brust zum Mittagschlaf (0,5-2 Std, immer unterschiedlich).
16:00 Nachmittagssnack, 18:30 Abendessen, 20:00/20:30 die Brust zum Einschlafen.
Ich weiß, alles andere als gleichmäßige Abstände.
Er schläft zwar endlich abends allein im Zimmer (ich kann z.B. ins Wohnzimmer - bis er 8 Monate alt war "musste" ich immer im selben Zimmer bleiben wo er schlief), aber ich muss dennoch so alle 30 min. zu ihm, ihn wieder in den Schlaf tragen oder noch mal kurz anlegen.
Gegen 23:00 will er noch mal trinken. Und ab da ist er alle 1-2 Std wach, mal lässt er sich mit Schunkeln beruhigen, mal nur an der Brust.
Zeiten variieren alle noch.
Wenn er nachts wach wird, versuche ich es erst mal mit "Sch", dann mit Hand auf die Brust legen und nehme ihn erst dann hoch, wenn es nicht reicht.
Nun gilt es also erstmal das Einschlafen von der Brust zu koppeln. (Natürlich würde ich auch gleichzeitiges Abstillen begrüßen! Aber kann auch alles nacheinander passiere , Hauptsache es geht vorwärts!)
Dafür mache ich nun seit gestern die Spieluhr an, wenn Schlafenszeit ist und lasse ihn nur noch trinken, nicht mehr nuckeln und schunkel ihn danach in den Schlaf.
Hatte gestern Abend gut geklappt.
Die Nacht über wieder so gar nicht (ich bin fast Amok gelaufen).
Heute Vormittag hatte ich mich wieder mit ihm an der Brust hingelegt - ich hätte ehrlich nicht Kraft und Geduld gehabt, ihn ohne Brust lange in den Schlaf zu bringen. Nach letzter Nacht war ich froh, überhaupt aufstehen zu können um die Großen schulfertig zu machen (mein Mann war schon auf dem Weg zur Arbeit), ich konnte die Augen nicht länger aufhalten.
Wie soll es denn nun weitergehen?
Ich möchte Schlaf von der Brust abkoppeln.
Ich möchte abstillen!
Ich möchte nachts wieder länger als 2 Std am Stück schlafen können!
Ich muss!
Ich bin am Ende meiner Kräfte!
Leider so sehr am Ende, dass ich jedoch keine Kraft und Nerven habe für lange Protest-weinendes Baby und durch die Gegend tragen!
Deshalb hatte ich bisher auf diesen Moment gehofft, wo der Kleine es von sich aus annimmt und es einfach läuft!
(So wie damals bei den beiden Großen, da gab es diese Momente auch.) Doch scheinbar muss ich nun mit seinen Widerwillen umstellen? Mir graut davor.
Wir sind vor kurzem in die Fremde Umgezogen (was die Unruhe bestimmt begünstigt) und ich habe hier noch keinerlei soziale Anbindung leider.
Es gibt also leider weder Freunde noch Familie, die mir was abnehmen und mich unterstützen könnten.
Und mein Mann ist wegen der Arbeit 12 Std außer Haus. Babysitter und/oder Putzfrau können wir nicht bezahlen.
Ach ja, die Krankenkasse hat eine Haushaltshilfe mehrfach abgelehnt, die habe ich schon beantragt. Anwalt ist schon dran, ändert aber nix daran, dass ich keine Hilfe habe.
Bei mir sind nach der Geburt gesundheitliche Probleme aufgetreten. Die wesentlich leichter zu beheben wären, würde ich abstillen... (ein Abstillversuch als er 4 Monate alt war endete fast im Krankenhaus mit dem Kleinen - wir wussten ja damals nicht, dass er nicht in der Lage war aus der Flasche zu trinken. War schlimm. Aber seit dem warte ich nur auf den Tag, wo er die Milch-Flasche akzeptiert! Die Abstilltabletten liegen bereit...)
So, langer Text geworden...
Aber ich hoffe, ich habe alle relevanten Informationen gegeben.
Ansonsten bitte nachfragen.
Ich hoffe, hier einen Weg zu finden, den ich mit meinem Baby, mir, meinen Kräften und meinem Gewissen vereinbaren kann.
Ich bin neu hier. Ich schreibe direkt ohne höfliche Umwege (Vorstellungsrunde usw), weil ich einfach nur fix und fertig bin und Hilfe brauche.
Es geht ums Abstillen und auch Schlaf (ich hoffe, ich muss dafür nicht einen extra Beitrag eröffnen.)
Es geht um mein drittes Kind, der Kleine ist jetzt 9 Monate alt.
Unser Start war nicht einfach, ich hatte die ersten 3 Monate extreme Schmerzen beim Stillen. Schlaf war bei ihm auch schon von Anfang an sehr bescheiden.
Seit kurz nach seiner Geburt haben wir ihm immer wieder (alle möglichen Arten) Schnuller angeboten - will er nicht.
Und immer wieder die Flasche (mit MuMi oder auch unterschiedlichen Milchsorten inkl HA falls Unvergräglichkeit) - erfolglos, er schrie die Flasche nur an.
Auch Beikost verweigerte er (bot es ihm ab 4 Monate immer wieder an).
Bis auf KiWa und Auto schläft er nur an der Brust ein. Und leider schläft er tagsüber meist auch nur angedockt an der Brust, sowie den letzten Teil der Nacht.
Jeder Versuch, ihn von der Brust zu lösen endete bisher in Schreierei und müdem, aber wachem Kind. Ja, er hat einen sehr starken Willen und er ist es ja so gewohnt. *selbstschuld*
Da er mich seit dem 12-Wochen-Schub jede Nacht alle 1-2 Std weckt, also seit einem halben Jahr nun! - bin ich einfach nur noch grunderschöpft, ultramüde und absolut kraftlos. Dazu fordert er mich tagsüber sehr stark. Insgesamt kann ich froh sein, wenn ich im Haushalt Küche und Wäsche schaffe und mich um die Kinder kümmern kann. Meine ganze Lebensfreude hat sich mittlerweile schon verabschiedet.
Dazu habe ich noch die beiden älteren Geschwister, die mich fordern (auch wenn sie schon 7+9 Jahre alt sind). Natürlich helfen sie auch! Aber sie müssen auch ordentlich zurück stecken.
Als er 5 Monate alt war stellte ein Logopäde einen vorgezogenen Würgreflex fest und gab mir Therapieansätze mit. (Deswegen konnte er aus der Flasche nicht trinken oder Brei essen.)
Seit er 8 Monate alt ist, ist es auch wesentlich besser!
Er trinkt Wasser aus der Flasche und isst immer mehr Beikost.
Dennoch ist es noch immer so eine Sache mit den Schlucken.
Logopäde ist jedoch zufrieden und meint, gibt sich nun alles mit der Zeit. Denke ich auch.
Schnuller wird weiterhin nur zum Spielen verwendet.
Milch trinkt er mittlerweile minimal aus der Flasche. Aber nur sitzend am Tisch. Keine sättigenden Mengen und erst recht nicht im Arm.
So. Nun stille ich ihn allerdings noch immer gegen 6:00 h morgens (bzw er hängt mir ab ca. 3:30/4:00 an der Brust! Da hole ich ihn ins Bett zu mir, weil er sich nicht mehr einfach beruhigen lässt und ich es nicht schaffe weiter wach zu bleiben), dann frühstücken wir um 7:00, gegen 8:00/8:30 zu seinem Vormittagsschläfchen bekommt er die Brust (da schlafen wir beide meist so ca. 1 Std, er an der Brust - mein rettender Schlaf für den restlichen Tag).
Gegen 12:00 bekommt er Mittagessen.
Gegen 13:30/14:00 wieder die Brust zum Mittagschlaf (0,5-2 Std, immer unterschiedlich).
16:00 Nachmittagssnack, 18:30 Abendessen, 20:00/20:30 die Brust zum Einschlafen.
Ich weiß, alles andere als gleichmäßige Abstände.
Er schläft zwar endlich abends allein im Zimmer (ich kann z.B. ins Wohnzimmer - bis er 8 Monate alt war "musste" ich immer im selben Zimmer bleiben wo er schlief), aber ich muss dennoch so alle 30 min. zu ihm, ihn wieder in den Schlaf tragen oder noch mal kurz anlegen.
Gegen 23:00 will er noch mal trinken. Und ab da ist er alle 1-2 Std wach, mal lässt er sich mit Schunkeln beruhigen, mal nur an der Brust.
Zeiten variieren alle noch.
Wenn er nachts wach wird, versuche ich es erst mal mit "Sch", dann mit Hand auf die Brust legen und nehme ihn erst dann hoch, wenn es nicht reicht.
Nun gilt es also erstmal das Einschlafen von der Brust zu koppeln. (Natürlich würde ich auch gleichzeitiges Abstillen begrüßen! Aber kann auch alles nacheinander passiere , Hauptsache es geht vorwärts!)
Dafür mache ich nun seit gestern die Spieluhr an, wenn Schlafenszeit ist und lasse ihn nur noch trinken, nicht mehr nuckeln und schunkel ihn danach in den Schlaf.
Hatte gestern Abend gut geklappt.
Die Nacht über wieder so gar nicht (ich bin fast Amok gelaufen).
Heute Vormittag hatte ich mich wieder mit ihm an der Brust hingelegt - ich hätte ehrlich nicht Kraft und Geduld gehabt, ihn ohne Brust lange in den Schlaf zu bringen. Nach letzter Nacht war ich froh, überhaupt aufstehen zu können um die Großen schulfertig zu machen (mein Mann war schon auf dem Weg zur Arbeit), ich konnte die Augen nicht länger aufhalten.
Wie soll es denn nun weitergehen?
Ich möchte Schlaf von der Brust abkoppeln.
Ich möchte abstillen!
Ich möchte nachts wieder länger als 2 Std am Stück schlafen können!
Ich muss!
Ich bin am Ende meiner Kräfte!
Leider so sehr am Ende, dass ich jedoch keine Kraft und Nerven habe für lange Protest-weinendes Baby und durch die Gegend tragen!
Deshalb hatte ich bisher auf diesen Moment gehofft, wo der Kleine es von sich aus annimmt und es einfach läuft!
(So wie damals bei den beiden Großen, da gab es diese Momente auch.) Doch scheinbar muss ich nun mit seinen Widerwillen umstellen? Mir graut davor.
Wir sind vor kurzem in die Fremde Umgezogen (was die Unruhe bestimmt begünstigt) und ich habe hier noch keinerlei soziale Anbindung leider.
Es gibt also leider weder Freunde noch Familie, die mir was abnehmen und mich unterstützen könnten.
Und mein Mann ist wegen der Arbeit 12 Std außer Haus. Babysitter und/oder Putzfrau können wir nicht bezahlen.
Ach ja, die Krankenkasse hat eine Haushaltshilfe mehrfach abgelehnt, die habe ich schon beantragt. Anwalt ist schon dran, ändert aber nix daran, dass ich keine Hilfe habe.
Bei mir sind nach der Geburt gesundheitliche Probleme aufgetreten. Die wesentlich leichter zu beheben wären, würde ich abstillen... (ein Abstillversuch als er 4 Monate alt war endete fast im Krankenhaus mit dem Kleinen - wir wussten ja damals nicht, dass er nicht in der Lage war aus der Flasche zu trinken. War schlimm. Aber seit dem warte ich nur auf den Tag, wo er die Milch-Flasche akzeptiert! Die Abstilltabletten liegen bereit...)
So, langer Text geworden...
Aber ich hoffe, ich habe alle relevanten Informationen gegeben.
Ansonsten bitte nachfragen.
Ich hoffe, hier einen Weg zu finden, den ich mit meinem Baby, mir, meinen Kräften und meinem Gewissen vereinbaren kann.