Zwei mal täglich stillen, geht das?
Verfasst: 25.07.2019, 23:12
Hallo,
ich habe eine Frage zum Stillen. Meine zweite Tochter ist 10 Wochen alt und wir haben große Stillprobleme.
Zum einen hatten wir eine schwere Geburt, die mit einem Notkaiserschnitt und bei mir mit einer Atonie Grad III (2,5 Liter Blutverlust) endete. Mein HB Wert war entsprechend unterirdisch und es gab Eiseninfussionen. Meiner Tochter ging es zum Glück jederzeit prima.
Nun haben wir uns durch drei Wochen schweren Stillstart mit anfangs Zufüttern und großen Schmerzen beim Stillen gekämpft. Dann ging es irgendwann prima. Allerdings hat sie nie mehr als 100g pro Woche zugenommen. Sie hat irgendwann begonnen, nach dem ersten MSR wie wild an der Brust zu zappeln und immer wieder anzudocken, so dass kaum noch befriedigende Stillmahlzeiten zustande kommen, die den Namen verdienen und länger als fünf Minuten dauern. Sie ist nach der Mahlzeit fast nie zufrieden und entspannt. Ich gehe davon aus, dass die Milchmenge zunehmend nicht ausgereicht hat und zu dieser Unzufriedenheit geführt hat, vielleicht durch den hohen Blutverlust bei der Geburt?
Nun sagt die Kinderärztin wir sollen dringend zufüttern. Das tun wir seit Dienstag auch.
Wir haben noch eine „große“ Tochter die gerade zwei geworden ist. Bei ihr lief es ganz genauso. Auch da hatte ich unter der Geburt viel Blut verloren. Damals habe ich etwa einen Monat mit BES und Pumpen um die Stillbeziehung gekämpft. Leider ohne Erfolg. Ich habe dann abgestillt. Heute ist sie ein wunderbar aufgewecktes Kind, das Buttermilch statt Muttermilch liebt und alles ist gut.
Daher hatte ich mir in der SwS mit Tochterkind Nr. 2 geschworen, nicht noch einmal diese für mich sehr anstrengende Prozedur mit BES und Pumpen zu machen. Jetzt wo ich an genau dem Punkt bin, wo ich die Flasche zugebe stehe ich nach wie vor zu dieser Entscheidung. Ich habe mit zwei kleinen Kindern ganz klar nicht die Kraft dafür.
Dennoch blutet mein Mutterherz bei dem Gedanken, dass ich mit jeder Flasche das Ende der Stillbeziehung weiter vorziehe.
Daher suche ich gerade nach einem Ausweg. Vielleicht könnt ihr mir weiter helfen. Meine Idee ist, dass ich vielleicht einfach zwei mal am Tag eine vollständige Stillmahlzeit Stillen könnte. Ich dachte an die so gegen 22:00 und morgens gegen 5:00. Das sind bisher die wo es noch am besten geklappt hat. Das müsste doch mein Körper von der Milchleistung her schaffen.
Haltet ihr das für einen machbaren Weg? Wenn ja, wie gestalte ich den Übergang?
Oder habt ihr noch andere Ideen ohne BES und Pumpen, mit dem Ziel Teilstillen zu ermöglichen?
Herzlichen Dank.
ich habe eine Frage zum Stillen. Meine zweite Tochter ist 10 Wochen alt und wir haben große Stillprobleme.
Zum einen hatten wir eine schwere Geburt, die mit einem Notkaiserschnitt und bei mir mit einer Atonie Grad III (2,5 Liter Blutverlust) endete. Mein HB Wert war entsprechend unterirdisch und es gab Eiseninfussionen. Meiner Tochter ging es zum Glück jederzeit prima.
Nun haben wir uns durch drei Wochen schweren Stillstart mit anfangs Zufüttern und großen Schmerzen beim Stillen gekämpft. Dann ging es irgendwann prima. Allerdings hat sie nie mehr als 100g pro Woche zugenommen. Sie hat irgendwann begonnen, nach dem ersten MSR wie wild an der Brust zu zappeln und immer wieder anzudocken, so dass kaum noch befriedigende Stillmahlzeiten zustande kommen, die den Namen verdienen und länger als fünf Minuten dauern. Sie ist nach der Mahlzeit fast nie zufrieden und entspannt. Ich gehe davon aus, dass die Milchmenge zunehmend nicht ausgereicht hat und zu dieser Unzufriedenheit geführt hat, vielleicht durch den hohen Blutverlust bei der Geburt?
Nun sagt die Kinderärztin wir sollen dringend zufüttern. Das tun wir seit Dienstag auch.
Wir haben noch eine „große“ Tochter die gerade zwei geworden ist. Bei ihr lief es ganz genauso. Auch da hatte ich unter der Geburt viel Blut verloren. Damals habe ich etwa einen Monat mit BES und Pumpen um die Stillbeziehung gekämpft. Leider ohne Erfolg. Ich habe dann abgestillt. Heute ist sie ein wunderbar aufgewecktes Kind, das Buttermilch statt Muttermilch liebt und alles ist gut.
Daher hatte ich mir in der SwS mit Tochterkind Nr. 2 geschworen, nicht noch einmal diese für mich sehr anstrengende Prozedur mit BES und Pumpen zu machen. Jetzt wo ich an genau dem Punkt bin, wo ich die Flasche zugebe stehe ich nach wie vor zu dieser Entscheidung. Ich habe mit zwei kleinen Kindern ganz klar nicht die Kraft dafür.
Dennoch blutet mein Mutterherz bei dem Gedanken, dass ich mit jeder Flasche das Ende der Stillbeziehung weiter vorziehe.
Daher suche ich gerade nach einem Ausweg. Vielleicht könnt ihr mir weiter helfen. Meine Idee ist, dass ich vielleicht einfach zwei mal am Tag eine vollständige Stillmahlzeit Stillen könnte. Ich dachte an die so gegen 22:00 und morgens gegen 5:00. Das sind bisher die wo es noch am besten geklappt hat. Das müsste doch mein Körper von der Milchleistung her schaffen.
Haltet ihr das für einen machbaren Weg? Wenn ja, wie gestalte ich den Übergang?
Oder habt ihr noch andere Ideen ohne BES und Pumpen, mit dem Ziel Teilstillen zu ermöglichen?
Herzlichen Dank.