Vollstillen überhaupt noch möglich
Verfasst: 19.07.2019, 19:27
Hallo ihr Lieben,
nach langem Überlegen habe ich mich nun doch überwinden können und möchte nun nochmal hier um Hilfe bitten. Eigentlich bin ich mittlerweile schon am Ende meiner Kräfte aber irgendwie halte ich noch zu sehr an dem Wunsch meine 8 Wochen alte Tochter voll zu stillen.
Aber nun erstmal die Infos:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
ein Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Wir füttern Mumi und Prenahrung zu. Es gibt Tage da reicht meine abgepumpte Milch, an anderen Tagen müssen wir 1-2 Mahlzeiten mit Pre ergänzen (a 160 ml, davon trinkt sie 130-160 ml)
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Momentan stille ich überhaupt nicht mit der Brust, sondern pumpe alle 4h ab. Sie meldet sich alle 3h, in der Nacht schafft sie 4h.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Die Kleine hat mind. 6 nasse Windeln pro Tag und mind. 2x Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Wir hatten einen wunderbaren Stillstart. Sie wurde direkt nach der Entbindung angelegt und dockte sofort an. Die beiden darauffolgenden Tage legte ich sie alle 2-3h an und sie trank ohne Probleme. Am 4. Tag (Tag der Entlassung) kam der Milcheinschuss und ich konnte sie nicht mehr anlegen, weil die Brüste so prall waren. Leider half mir auch niemand von den Schwestern. Ich klingelte über 1h aber keiner kam helfen... Irgendwann kam dann eine Schwester aber auch sie bekam die Kleine nicht mehr an meine Brust sodass sie mir Stillhütchen mit nach Hause gab. Seitdem haben wir nur noch Probleme.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, alles
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich habe eine furchtbare Hebamme gehabt, die mich in keinster Weise unterstützt hat. Zudem wurden wir zum Osteopathen geschickt, der jedoch keine Auffälligkeiten feststellen konnte. Eine Stillberaterin habe ich ebenso kontaktiert die mir auch zunächst helfen konnte
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
nein
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Nun zum Problem:
Wie oben bereits beschrieben, wurde ich mit den Stillhütchen entlassen und kam nicht mehr weg von den Dingern. Sie trank zunächst gut, aber innerhalb der ersten Woche zuhause schrie sie plötzlich die Brust an. Wir brauchten manchmal 1,5h um sie anlegen zu können. Wenn sie dran war, trank sie aber. Und sie nahm zu und wir erreichten das Geburtsgewicht genau nach 14 Tagen. Obwohl sie zunahm und immer nasse Windeln hatte, hatten wir das Gefühl dass die Kleine manchmal nicht richtig satt wurde. Sie schrie auch nach der Mahlzeit und war nie wirklich zufrieden. Wir wurden zum Osteopathen geschickt, aber wie bereits erwähnt, gab es keine Auffälligkeiten. Ich wollte immer von den Hütchen weg, aber bekam von der Hebamme keine Hilfe. Nicht mal einen einzigen Versuch, sie meinte immer das kommt von ganz allein...ich versuchte es immer wieder, es klappte ein paar mal, aber nie eine volle Stilleinheit lang. In der 4. Woche bekam ich eine eitrige Brustentzündung, sodass ich die Kleine nicht mehr anlegen konnte. Sie wollte aber auch nicht an die Brust und trank auch an der anderen Seite schlecht. Auf Anraten der Hebamme fütterten wir zu und die Kleine war das erste Mal wirklich zufrieden nach einer Mahlzeit und schlief sofort ein. Sowas kannte ich von ihr überhaupt nicht. Für mich war das Zufüttern eine Segen und Fluch zugleich. Einerseits konnte ich in Ruhe wieder gesund werden, weil sie endlich mal entspannt war und auch am Tag schlief aber seitdem hängen wir am Fläschchen und kommen nicht mehr los. Ich habe immer wieder versucht sie anzulegen mit Stillhütchen, aber sie verweigert die Brust. Sie dreht den Kopf weg, schreit und stößt mich weg. Meine Milch ging sowohl durch die Entzündung als auch dadurch, dass sie nicht mehr an der Brust saugen wollte, schnell zurück. Ich habe dann eine Stillberaterin von der LaLecheLiga kontaktiert. Per Telefon riet sie mir die Milchmenge mithilfe der Pumpe wieder zu steigern und die Kleine ohne Stillhütchen anzulegen. Und was soll ich sagen, es funktionierte. Nur leider trank sie nicht effektiv, schlief immer wieder ein und wir gaben weiterhin danach die Flasche, aus der sie manchmal noch über 100 ml trank. Mein Tag besteht seitdem aus Anlegen (versuchen, denn manchmal verfällt sie wieder in alte Muster und verweigert die Brust), zufüttern, abpumpen, Fläschchen säubern und sterilisieren und dann geht der Spaß von Vorne los. Und alles was meiner Hebamme dazu einfällt, ist zu sagen, dass ich nicht zu beneiden bin...na danke auch^^
Ich mache den ganzen Tag gefühlt nichts anderes und ehrlich gesagt, es macht mich fertig. Ich kann nicht mehr. Ich wollte und will nach wie vor so gern vollstillen, aber es macht mich so traurig dass sie mich abweist und zudem bin ich so gestresst, das eigentlich alle um mich rum mir dazu raten endlich abzustillen und nur Prenahrung zu füttern, weil sie auch Angst um meine Gesundheit haben. Ich schlafe nicht genug weil ich mir den Wecker in der Nacht zum Pumpen und selbst in der Nacht alles abwasche und sterilisiere.
Am Tag kann ich auch nicht schlafen, wenn die Kleine schläft weil ich wiederum mit Abpumpen etc. beschäftigt bin. Ich muss auch dazu sagen, dass ich mind. 30 min Pumpen muss weil es recht lange braucht eh der MSR ausgelöst wird, obwohl ich im Voraus massiere und mit Wärme arbeite. Wenn die Milch einmal fließt bekomme ich recht viel raus und habe ca 700-800 ml pro Tag raus. Es ist einfach ein FulltimeJob und ich habe das Gefühl, dass ich mich selbst dabei verliere und gar nicht wirklich für die Kleine da sein kann.
Vielleicht gibt es ja noch eine Möglichkeit wieder zum Vollstillen zu kommen, ich wäre über jeden Rat mehr als dankbar. Ansonsten sehe ich mich wirklich gezwungen abzustillen und aufzugeben, obwohl
nach langem Überlegen habe ich mich nun doch überwinden können und möchte nun nochmal hier um Hilfe bitten. Eigentlich bin ich mittlerweile schon am Ende meiner Kräfte aber irgendwie halte ich noch zu sehr an dem Wunsch meine 8 Wochen alte Tochter voll zu stillen.
Aber nun erstmal die Infos:
* Ist Euer Baby ein Junge oder ein Mädchen?
ein Mädchen
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Wir füttern Mumi und Prenahrung zu. Es gibt Tage da reicht meine abgepumpte Milch, an anderen Tagen müssen wir 1-2 Mahlzeiten mit Pre ergänzen (a 160 ml, davon trinkt sie 130-160 ml)
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Momentan stille ich überhaupt nicht mit der Brust, sondern pumpe alle 4h ab. Sie meldet sich alle 3h, in der Nacht schafft sie 4h.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
Die Kleine hat mind. 6 nasse Windeln pro Tag und mind. 2x Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Wir hatten einen wunderbaren Stillstart. Sie wurde direkt nach der Entbindung angelegt und dockte sofort an. Die beiden darauffolgenden Tage legte ich sie alle 2-3h an und sie trank ohne Probleme. Am 4. Tag (Tag der Entlassung) kam der Milcheinschuss und ich konnte sie nicht mehr anlegen, weil die Brüste so prall waren. Leider half mir auch niemand von den Schwestern. Ich klingelte über 1h aber keiner kam helfen... Irgendwann kam dann eine Schwester aber auch sie bekam die Kleine nicht mehr an meine Brust sodass sie mir Stillhütchen mit nach Hause gab. Seitdem haben wir nur noch Probleme.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, alles
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich habe eine furchtbare Hebamme gehabt, die mich in keinster Weise unterstützt hat. Zudem wurden wir zum Osteopathen geschickt, der jedoch keine Auffälligkeiten feststellen konnte. Eine Stillberaterin habe ich ebenso kontaktiert die mir auch zunächst helfen konnte
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen könnten? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
nein
* Falls dieses Kind nicht Dein erstes ist, beschreibe bitte kurz Deine Stillerfahrung mit Deinem/Deinen größeren Kind/ern.
Nun zum Problem:
Wie oben bereits beschrieben, wurde ich mit den Stillhütchen entlassen und kam nicht mehr weg von den Dingern. Sie trank zunächst gut, aber innerhalb der ersten Woche zuhause schrie sie plötzlich die Brust an. Wir brauchten manchmal 1,5h um sie anlegen zu können. Wenn sie dran war, trank sie aber. Und sie nahm zu und wir erreichten das Geburtsgewicht genau nach 14 Tagen. Obwohl sie zunahm und immer nasse Windeln hatte, hatten wir das Gefühl dass die Kleine manchmal nicht richtig satt wurde. Sie schrie auch nach der Mahlzeit und war nie wirklich zufrieden. Wir wurden zum Osteopathen geschickt, aber wie bereits erwähnt, gab es keine Auffälligkeiten. Ich wollte immer von den Hütchen weg, aber bekam von der Hebamme keine Hilfe. Nicht mal einen einzigen Versuch, sie meinte immer das kommt von ganz allein...ich versuchte es immer wieder, es klappte ein paar mal, aber nie eine volle Stilleinheit lang. In der 4. Woche bekam ich eine eitrige Brustentzündung, sodass ich die Kleine nicht mehr anlegen konnte. Sie wollte aber auch nicht an die Brust und trank auch an der anderen Seite schlecht. Auf Anraten der Hebamme fütterten wir zu und die Kleine war das erste Mal wirklich zufrieden nach einer Mahlzeit und schlief sofort ein. Sowas kannte ich von ihr überhaupt nicht. Für mich war das Zufüttern eine Segen und Fluch zugleich. Einerseits konnte ich in Ruhe wieder gesund werden, weil sie endlich mal entspannt war und auch am Tag schlief aber seitdem hängen wir am Fläschchen und kommen nicht mehr los. Ich habe immer wieder versucht sie anzulegen mit Stillhütchen, aber sie verweigert die Brust. Sie dreht den Kopf weg, schreit und stößt mich weg. Meine Milch ging sowohl durch die Entzündung als auch dadurch, dass sie nicht mehr an der Brust saugen wollte, schnell zurück. Ich habe dann eine Stillberaterin von der LaLecheLiga kontaktiert. Per Telefon riet sie mir die Milchmenge mithilfe der Pumpe wieder zu steigern und die Kleine ohne Stillhütchen anzulegen. Und was soll ich sagen, es funktionierte. Nur leider trank sie nicht effektiv, schlief immer wieder ein und wir gaben weiterhin danach die Flasche, aus der sie manchmal noch über 100 ml trank. Mein Tag besteht seitdem aus Anlegen (versuchen, denn manchmal verfällt sie wieder in alte Muster und verweigert die Brust), zufüttern, abpumpen, Fläschchen säubern und sterilisieren und dann geht der Spaß von Vorne los. Und alles was meiner Hebamme dazu einfällt, ist zu sagen, dass ich nicht zu beneiden bin...na danke auch^^
Ich mache den ganzen Tag gefühlt nichts anderes und ehrlich gesagt, es macht mich fertig. Ich kann nicht mehr. Ich wollte und will nach wie vor so gern vollstillen, aber es macht mich so traurig dass sie mich abweist und zudem bin ich so gestresst, das eigentlich alle um mich rum mir dazu raten endlich abzustillen und nur Prenahrung zu füttern, weil sie auch Angst um meine Gesundheit haben. Ich schlafe nicht genug weil ich mir den Wecker in der Nacht zum Pumpen und selbst in der Nacht alles abwasche und sterilisiere.
Am Tag kann ich auch nicht schlafen, wenn die Kleine schläft weil ich wiederum mit Abpumpen etc. beschäftigt bin. Ich muss auch dazu sagen, dass ich mind. 30 min Pumpen muss weil es recht lange braucht eh der MSR ausgelöst wird, obwohl ich im Voraus massiere und mit Wärme arbeite. Wenn die Milch einmal fließt bekomme ich recht viel raus und habe ca 700-800 ml pro Tag raus. Es ist einfach ein FulltimeJob und ich habe das Gefühl, dass ich mich selbst dabei verliere und gar nicht wirklich für die Kleine da sein kann.
Vielleicht gibt es ja noch eine Möglichkeit wieder zum Vollstillen zu kommen, ich wäre über jeden Rat mehr als dankbar. Ansonsten sehe ich mich wirklich gezwungen abzustillen und aufzugeben, obwohl