Was lange währt..
Verfasst: 06.04.2019, 15:28
Hallo zusammen,
Ich bin mir nicht sicher ob mir überhaupt zu helfen ist, aber aufgeben kommt (noch) nicht in Frage.
Zu uns und unserer tränenreichen Stillgeschichte: mein Sohn kam am 22. Januar, einem Dienstag, auf natürlichem Wege mit 2920g zur Welt. Die Geburt war für mich sehr unkompliziert und mit 2 Stunden 40 Minuten eher kurz fürs erste Kind. Für mich stand immer außer Frage, dass ich voll Stille, war mir aber bewusst, dass es nicht einfach wird, da ich sehr empfindliche, große und flache Brustwarzen habe. So wurde mir mein Sohn nach der Entbindung auf den Bauch gelegt und die Hebamme meinte nur: ich sehe schon, dass das nichts wird, hier ist ein Stillhütchen und setzte mir eins auf die Brustwarze und legte den Kleinen an. Das Stillhütchen war aber zu klein, sodass mein Sohn die Brustwarzen sofort blutig saugte. Ich habe beobachtet, dass die Brustwarze überhaupt nicht ins Hütchen hinein ging und habe ab da ohne angelegt. Kurzum, durch meine großen Brüste und Brustwarzenvorhöfe hatte ich kein Gespür ob mein Sohn richtig anlag oder nicht, Schmerzen hatte ich sowieso und jede Hebamme in Krankenhaus hatte einen anderen Tipp. Ich wusste ja nur es muss ein Großteil des Vorhofstraße in den Mund, dann bereit das Stillen auch keine Schmerzen. Von den meisten Hebammen wurde mir zum Stillhütchen geraten. Das wollte ich aber nicht mehr und habe mich stur geweigert. Der kleine Mann hat aufgrund einer Gelbsucht sehr viel geschlafen und trotz kitzeln am den Füßen und Ellenbogen, An- und Ausziehen, Wickeln, ist er ständig beim Trinken eingeschlafen. Auch hat er den Mund nie aufgemacht sondern die Brustwarzen immer eingesaugt. Das macht er heute noch so. Nachts wiederum hat er durchgehend gesaugt mit nur kurzen Pausen. Am Donnerstag dachte ich den Milcheinsschuss zu haben, mir wurde aber gesagt, dass das so früh nicht sein könne. Meine Brüste haben schon in der Schwangerschaft ordentlich zugelegt und gespannt. Ich habe mich eines Anderen belehren lassen, ich wartete also weiterhin auf den Milcheinsschuss der dann nie kam. Dabei wurden die Schmerzen beim Anlegen immer schlimmer. Am Entlassungstag (Freitag 25.01.) drei Tage später hatte er 2770g, also durchaus kein schlechter Wert. Trotzdem kontaktiere ich eine Stillberaterin und machte einen Termin aus, die Schmerzen waren kaum auszuhalten. Am Samstag 26.01.kam die Hebamme und verzeichnete ein Gewicht von 2820g am Sonntag 27.01. 2850g. Am Sonntag kam auch die Stillberaterin und ignorierte geflissentlich meine Bitte um Überprüfung der Anlegetechnik und Tipps für verschiedene Stillpositionen um die Schmerzen zu reduzieren. Sie versicherte mir leider glaubhaft, dass unser Kind ein Geburtstrauma habe und deshalb den Mund nicht aufmachen und auch nicht richtig trinke, dazu käme ja noch die Gelbsucht, deshalb hätte ich wahrscheinlich schon zu wenig Milch. Sie verschrieb mir eine Milchpumpe, die mein Mann auch gleich in der Notfallapotheke besorgte, und riet mir zu einem Osteopathen zu gehen. Dann pumpte ich vor ihren Augen Milch ab, sie erklärte mir aber nichts weiter zur Anwendung der Milchpumpe. Es kamen dann in zehn Minuten ca. Zehn Milliliter heraus und sie meinte: Das habe sie sich gedacht, das sei viel zu wenig, ich hätte zu wenig Milch und die Milch sei ja auch noch etwas gelb, dass dürfe auch nicht sein, sie müsse weiß sein und es sollten mindestens 60-80ml raus kommen. Zu den Schmerzen beim Anlegen sagte sie nichts weiter. Zu dem Zeitpunkt graute es mir schon vor dem nächsten Stillen, denn ich schrie jedesmal vor Schmerzen. Die Geburtsschmerzen waren meiner Meinung nach dagegen ein Klacks. Dann bot sie uns noch an mit unserem Kind eine Traumatherapie zu machen, quasi seine Geburt nachzuspielen, und damit sollte er dann ordentlich trinken können. Ich sollte alle 2-3 Stunden Abpumpen und ihn nur Anlegen wenn mir danach sei damit meine Brustwarzen abheilen könnten. Vom Brusternährungsset hielt sie nichts, sie hätte noch jedes Baby von der Flasche zurück an die Brust gebracht, meinte sie. Am Montag hatte er 2890g doch ab da stagnierte das Gewicht. Zweischeinzeitlich waren wir beim Osteopathen und bei der Traumatherapie und ich geriet immer mehr in Panik. Da ich tagsüber meist alleine war und nicht dazu kam alle 2-3 Stunden abzupumpen war ich den ganzen Tag gestresst und saß nachts da um abzupumpen und die Milchproduktion zu steigern. Heute weiß ich dass das genau das Gegenteil bewirkt hat, aber alle die es besser hätten wissen müssen, haben nur zugesehen. Kurzum ich habe Tag und Nacht gestillt, abgepumpt, sterilisiert, den Haushalt gemacht und habe bei jedem Abpumpen maximal fünf bis zehn Milliliter herausbekommen und damit vor Augen geführt bekommen, dass ich tatsächlich zu wenig Milch hatte. Ich war ein nervliches Frack und weiterhin der Meinung wenn ich nur genug pumpe, mich zu und noch mehr anlege dann muss es mehr Milch geben, die Nachfrage regelt schließlich das Angebot.
Am 04.02. mussten wir anfangen Prenahrung zuzufüttern, sein Gewicht war immer noch bei 2890g. Die ersten Tage habe ich bei jedem Fläschchen Prenahrung geweint und mir Vorwürfe gemacht, aber er hat endlich zugenommen und war zufrieden. Ich hatte versagt und einfach nicht genug gegeben. In der Zwischenzeit hatte dann meine Stillberaterin endlich den Vasospasmus erkannt an dem ich litt und meine tief eingerissen Brustwarzen mit Lasertherapie behandelt. Ich hatte weiterhin unfassbare Schmerzen beim Stillen aber mit Magnesium, Calcium und Wärme wurden die langsam weniger. Ich habe irgendwann aus eigenem Antrieb jeweils vier Tage einseitig angelegt um die Risse abheilen zu lassen, da die Lasertherapie leider nichts brachte. Zum Anfang verwendete ich auch noch das Brusternährungsset zum zufüttern, aber durch die Risse oben an den Brustwarzen und seine Ansaugtechnik habe ich das irgendwann aufgegeben und doch Fläschchen genommen. Vor ca. Vier Wochen habe ich aufgegeben. Ich habe nicht mehr abgepumpt und nichts mehr im Haushalt gemacht und eine andere Stillberaterin kontaktiert. Die konnte mir aber leider auch nicht weiterhelfen. Sie meinte nur ich müsse Stress reduzieren, dass das der Grund für den Milchmangel sei. Ich habe sehr lange daran zu knabbern gehabt wie alles gelaufen ist und bin immer noch nicht drüber hinweg aber inzwischen geht es mir etwas besser. Ich pumpe ab wenn ich Zeit dazu habe. Es kommt zwar nicht viel, aber ich weiß inzwischen, dass ich den Milchspendereflex auslösen muss und dazu entspannt sein muss. Dass gelingt dann auch meistens. Außerdem weiß ich nun, dass mein Kleiner richtig angelegt ist, das hat mir die zweite Stillberaterin endlich gesagt. Ich habe sehr große Warzenchorhöfe mit einem Durchmesser von sechs cm. Die erste Stillberaterin meine immer nur, er habe nicht genug im Mund. Ich habe also immer versucht ihm so viel wie möglich in den Mund zu stopfen und er hat es einfach wieder ausgespuckt. Es war ein endloser Kampf und hat uns beide gestresst. Ich habe ihn immer wieder angedockt und abgedockt und irgendwann aufgegeben. Jetzt nimmt er nur den Teil der Brustwarze in den Mund den er braucht und es ist noch ein Großteil der Warzenhöfe sichtbar. Inzwischen habe ich keinerlei Schmerzen mehr und genieße auch das Stillen, leider hat sich die Milchmenge aber nicht steigern lassen.
Soviel zu meiner Geschichte, hier noch die übrigen Daten:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Zugefüttert wird Prenahrung, ca 600ml und MuMi 100 ml in 24 Stunden.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Tagsüber stehen wir um sieben auf und ich stille solange er es aushält ohne vor Hunger zu schreien, meist 5-30 min. Im Anschluss ans Stillen bekommt er das Fläschchen bis er satt ist. Meist 100 - 120 ml. Nach etwa ein bis zwei Stunden lege ich ihn wieder an und er schläft dabei ein. Nach dem Nickerchen von 20 - 90 min biete ich ihm nochmal beide Seiten an. Manchmal trinkt er auf beiden, manchmal an keiner, weil er schon so Hunger hat. Dann gibt es wieder ein Fläschchen. Um 21 Uhr stille ich ihn in den Schlaf und er schläft bis ca. 1 - 5 Uhr morgens. Dann stille ich oft sehr lange wobei er immer wieder einschläft. Er bekommt dann irgendwann ein Fläschchen wenn er sowohl wird und schläft dann bis sieben. Wenn wir nicht Zuhause sind hat er meistens keine Geduld beim Stillen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
In jeder Windel Urin sechs bis zehn mal Stuhlgang, wird aber langsam weniger.
Nun zu meinem Anliegen:
Darf ich mir noch Hoffnung machen oder läuft es auf ein langsames Abstillen hinaus? Was kann ich tun um wieder voll zu stillen, ist es überhaupt noch möglich? Habe ich nicht den Zeitraum zum Bilden der Milchrezeptoren verpasst?
Ich habe Angst davor ihm die Prenahrung zu verweigern
Nur um meinen egoistischen Wunsch durchzusetzen.
Er geht weiterhin meistens gerne an die Brust, trinkt aber oft nur den ersten Milchspendereflex ab. Danach lässt er entweder ständig die Brustwarze los, zieht sie lang und lässt sie schnalzen oder er nuckelt sich in den Schlaf. Wenn ich kann Pumpe ich zeitnah ab und löse weitere 2-3 Milchspendereflexe beidseitig aus. In den langen Pausen nachts Pumpe ich auch einmal ab, meistens eine Stunde lang im fünf Minuten Takt. Dazwischen streiche ich Milch aus wenn ich kann.
Am 27.03. lag sein Gewicht bei fünf Kilo.
Ich hoffe sehr, dass hier noch jemand eine Idee hat was ich noch ausprobieren könnte. Vieles, das ich schon ausprobiert habe, habe ich hier nicht erwähnt, wie nackt kuscheln oder wieder zurück zum Brusternährungsset, Bockshornkleetabletten, Akupunktur, aber bisher ohne Erfolg. Ich Versuche mir einzureden, dass es in Ordnung ist, wenn er demnächst nicht mehr an die Brust will, und dass es nicht hat sein sollen. Aber jedesmal wenn er tatsächlich nicht an die Brust will kommt alles wieder hoch.
Ich bedanke mich auf jeden Fall für jedes offene Ohr und entschuldige mich für den langen Text.
Herzliche Grüße
Lili
Ich bin mir nicht sicher ob mir überhaupt zu helfen ist, aber aufgeben kommt (noch) nicht in Frage.
Zu uns und unserer tränenreichen Stillgeschichte: mein Sohn kam am 22. Januar, einem Dienstag, auf natürlichem Wege mit 2920g zur Welt. Die Geburt war für mich sehr unkompliziert und mit 2 Stunden 40 Minuten eher kurz fürs erste Kind. Für mich stand immer außer Frage, dass ich voll Stille, war mir aber bewusst, dass es nicht einfach wird, da ich sehr empfindliche, große und flache Brustwarzen habe. So wurde mir mein Sohn nach der Entbindung auf den Bauch gelegt und die Hebamme meinte nur: ich sehe schon, dass das nichts wird, hier ist ein Stillhütchen und setzte mir eins auf die Brustwarze und legte den Kleinen an. Das Stillhütchen war aber zu klein, sodass mein Sohn die Brustwarzen sofort blutig saugte. Ich habe beobachtet, dass die Brustwarze überhaupt nicht ins Hütchen hinein ging und habe ab da ohne angelegt. Kurzum, durch meine großen Brüste und Brustwarzenvorhöfe hatte ich kein Gespür ob mein Sohn richtig anlag oder nicht, Schmerzen hatte ich sowieso und jede Hebamme in Krankenhaus hatte einen anderen Tipp. Ich wusste ja nur es muss ein Großteil des Vorhofstraße in den Mund, dann bereit das Stillen auch keine Schmerzen. Von den meisten Hebammen wurde mir zum Stillhütchen geraten. Das wollte ich aber nicht mehr und habe mich stur geweigert. Der kleine Mann hat aufgrund einer Gelbsucht sehr viel geschlafen und trotz kitzeln am den Füßen und Ellenbogen, An- und Ausziehen, Wickeln, ist er ständig beim Trinken eingeschlafen. Auch hat er den Mund nie aufgemacht sondern die Brustwarzen immer eingesaugt. Das macht er heute noch so. Nachts wiederum hat er durchgehend gesaugt mit nur kurzen Pausen. Am Donnerstag dachte ich den Milcheinsschuss zu haben, mir wurde aber gesagt, dass das so früh nicht sein könne. Meine Brüste haben schon in der Schwangerschaft ordentlich zugelegt und gespannt. Ich habe mich eines Anderen belehren lassen, ich wartete also weiterhin auf den Milcheinsschuss der dann nie kam. Dabei wurden die Schmerzen beim Anlegen immer schlimmer. Am Entlassungstag (Freitag 25.01.) drei Tage später hatte er 2770g, also durchaus kein schlechter Wert. Trotzdem kontaktiere ich eine Stillberaterin und machte einen Termin aus, die Schmerzen waren kaum auszuhalten. Am Samstag 26.01.kam die Hebamme und verzeichnete ein Gewicht von 2820g am Sonntag 27.01. 2850g. Am Sonntag kam auch die Stillberaterin und ignorierte geflissentlich meine Bitte um Überprüfung der Anlegetechnik und Tipps für verschiedene Stillpositionen um die Schmerzen zu reduzieren. Sie versicherte mir leider glaubhaft, dass unser Kind ein Geburtstrauma habe und deshalb den Mund nicht aufmachen und auch nicht richtig trinke, dazu käme ja noch die Gelbsucht, deshalb hätte ich wahrscheinlich schon zu wenig Milch. Sie verschrieb mir eine Milchpumpe, die mein Mann auch gleich in der Notfallapotheke besorgte, und riet mir zu einem Osteopathen zu gehen. Dann pumpte ich vor ihren Augen Milch ab, sie erklärte mir aber nichts weiter zur Anwendung der Milchpumpe. Es kamen dann in zehn Minuten ca. Zehn Milliliter heraus und sie meinte: Das habe sie sich gedacht, das sei viel zu wenig, ich hätte zu wenig Milch und die Milch sei ja auch noch etwas gelb, dass dürfe auch nicht sein, sie müsse weiß sein und es sollten mindestens 60-80ml raus kommen. Zu den Schmerzen beim Anlegen sagte sie nichts weiter. Zu dem Zeitpunkt graute es mir schon vor dem nächsten Stillen, denn ich schrie jedesmal vor Schmerzen. Die Geburtsschmerzen waren meiner Meinung nach dagegen ein Klacks. Dann bot sie uns noch an mit unserem Kind eine Traumatherapie zu machen, quasi seine Geburt nachzuspielen, und damit sollte er dann ordentlich trinken können. Ich sollte alle 2-3 Stunden Abpumpen und ihn nur Anlegen wenn mir danach sei damit meine Brustwarzen abheilen könnten. Vom Brusternährungsset hielt sie nichts, sie hätte noch jedes Baby von der Flasche zurück an die Brust gebracht, meinte sie. Am Montag hatte er 2890g doch ab da stagnierte das Gewicht. Zweischeinzeitlich waren wir beim Osteopathen und bei der Traumatherapie und ich geriet immer mehr in Panik. Da ich tagsüber meist alleine war und nicht dazu kam alle 2-3 Stunden abzupumpen war ich den ganzen Tag gestresst und saß nachts da um abzupumpen und die Milchproduktion zu steigern. Heute weiß ich dass das genau das Gegenteil bewirkt hat, aber alle die es besser hätten wissen müssen, haben nur zugesehen. Kurzum ich habe Tag und Nacht gestillt, abgepumpt, sterilisiert, den Haushalt gemacht und habe bei jedem Abpumpen maximal fünf bis zehn Milliliter herausbekommen und damit vor Augen geführt bekommen, dass ich tatsächlich zu wenig Milch hatte. Ich war ein nervliches Frack und weiterhin der Meinung wenn ich nur genug pumpe, mich zu und noch mehr anlege dann muss es mehr Milch geben, die Nachfrage regelt schließlich das Angebot.
Am 04.02. mussten wir anfangen Prenahrung zuzufüttern, sein Gewicht war immer noch bei 2890g. Die ersten Tage habe ich bei jedem Fläschchen Prenahrung geweint und mir Vorwürfe gemacht, aber er hat endlich zugenommen und war zufrieden. Ich hatte versagt und einfach nicht genug gegeben. In der Zwischenzeit hatte dann meine Stillberaterin endlich den Vasospasmus erkannt an dem ich litt und meine tief eingerissen Brustwarzen mit Lasertherapie behandelt. Ich hatte weiterhin unfassbare Schmerzen beim Stillen aber mit Magnesium, Calcium und Wärme wurden die langsam weniger. Ich habe irgendwann aus eigenem Antrieb jeweils vier Tage einseitig angelegt um die Risse abheilen zu lassen, da die Lasertherapie leider nichts brachte. Zum Anfang verwendete ich auch noch das Brusternährungsset zum zufüttern, aber durch die Risse oben an den Brustwarzen und seine Ansaugtechnik habe ich das irgendwann aufgegeben und doch Fläschchen genommen. Vor ca. Vier Wochen habe ich aufgegeben. Ich habe nicht mehr abgepumpt und nichts mehr im Haushalt gemacht und eine andere Stillberaterin kontaktiert. Die konnte mir aber leider auch nicht weiterhelfen. Sie meinte nur ich müsse Stress reduzieren, dass das der Grund für den Milchmangel sei. Ich habe sehr lange daran zu knabbern gehabt wie alles gelaufen ist und bin immer noch nicht drüber hinweg aber inzwischen geht es mir etwas besser. Ich pumpe ab wenn ich Zeit dazu habe. Es kommt zwar nicht viel, aber ich weiß inzwischen, dass ich den Milchspendereflex auslösen muss und dazu entspannt sein muss. Dass gelingt dann auch meistens. Außerdem weiß ich nun, dass mein Kleiner richtig angelegt ist, das hat mir die zweite Stillberaterin endlich gesagt. Ich habe sehr große Warzenchorhöfe mit einem Durchmesser von sechs cm. Die erste Stillberaterin meine immer nur, er habe nicht genug im Mund. Ich habe also immer versucht ihm so viel wie möglich in den Mund zu stopfen und er hat es einfach wieder ausgespuckt. Es war ein endloser Kampf und hat uns beide gestresst. Ich habe ihn immer wieder angedockt und abgedockt und irgendwann aufgegeben. Jetzt nimmt er nur den Teil der Brustwarze in den Mund den er braucht und es ist noch ein Großteil der Warzenhöfe sichtbar. Inzwischen habe ich keinerlei Schmerzen mehr und genieße auch das Stillen, leider hat sich die Milchmenge aber nicht steigern lassen.
Soviel zu meiner Geschichte, hier noch die übrigen Daten:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, wenn ja, mit was (Muttermilch, Formulanahrung)? Schreibt bitte die Mengen auf (wie oft und wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Zugefüttert wird Prenahrung, ca 600ml und MuMi 100 ml in 24 Stunden.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Tagsüber stehen wir um sieben auf und ich stille solange er es aushält ohne vor Hunger zu schreien, meist 5-30 min. Im Anschluss ans Stillen bekommt er das Fläschchen bis er satt ist. Meist 100 - 120 ml. Nach etwa ein bis zwei Stunden lege ich ihn wieder an und er schläft dabei ein. Nach dem Nickerchen von 20 - 90 min biete ich ihm nochmal beide Seiten an. Manchmal trinkt er auf beiden, manchmal an keiner, weil er schon so Hunger hat. Dann gibt es wieder ein Fläschchen. Um 21 Uhr stille ich ihn in den Schlaf und er schläft bis ca. 1 - 5 Uhr morgens. Dann stille ich oft sehr lange wobei er immer wieder einschläft. Er bekommt dann irgendwann ein Fläschchen wenn er sowohl wird und schläft dann bis sieben. Wenn wir nicht Zuhause sind hat er meistens keine Geduld beim Stillen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig hat es Stuhlgang?
In jeder Windel Urin sechs bis zehn mal Stuhlgang, wird aber langsam weniger.
Nun zu meinem Anliegen:
Darf ich mir noch Hoffnung machen oder läuft es auf ein langsames Abstillen hinaus? Was kann ich tun um wieder voll zu stillen, ist es überhaupt noch möglich? Habe ich nicht den Zeitraum zum Bilden der Milchrezeptoren verpasst?
Ich habe Angst davor ihm die Prenahrung zu verweigern
Nur um meinen egoistischen Wunsch durchzusetzen.
Er geht weiterhin meistens gerne an die Brust, trinkt aber oft nur den ersten Milchspendereflex ab. Danach lässt er entweder ständig die Brustwarze los, zieht sie lang und lässt sie schnalzen oder er nuckelt sich in den Schlaf. Wenn ich kann Pumpe ich zeitnah ab und löse weitere 2-3 Milchspendereflexe beidseitig aus. In den langen Pausen nachts Pumpe ich auch einmal ab, meistens eine Stunde lang im fünf Minuten Takt. Dazwischen streiche ich Milch aus wenn ich kann.
Am 27.03. lag sein Gewicht bei fünf Kilo.
Ich hoffe sehr, dass hier noch jemand eine Idee hat was ich noch ausprobieren könnte. Vieles, das ich schon ausprobiert habe, habe ich hier nicht erwähnt, wie nackt kuscheln oder wieder zurück zum Brusternährungsset, Bockshornkleetabletten, Akupunktur, aber bisher ohne Erfolg. Ich Versuche mir einzureden, dass es in Ordnung ist, wenn er demnächst nicht mehr an die Brust will, und dass es nicht hat sein sollen. Aber jedesmal wenn er tatsächlich nicht an die Brust will kommt alles wieder hoch.
Ich bedanke mich auf jeden Fall für jedes offene Ohr und entschuldige mich für den langen Text.
Herzliche Grüße
Lili