Höllische Schmerzen nach dem Stillen und nichts hilft - Ich brauche dringend Hilfe!
Verfasst: 20.02.2019, 04:09
Hallo zusammen,
es ist 3.30 Uhr und seit ich um 2 Uhr gestillt habe, kann ich wieder mal vor Schmerzen nicht schlafen. Meine Brustwarze sticht, brennt, wellenförmig, wie Wehen in der Brust, mir schießen die Tränen in die Augen. Seit über einem Monat ist das so und der so zusätzlich entstehende Schlafmangel macht mich richtig fertig. Zunächst dachte ich, dass es mit dem häufigen Anlegen zum damaligen Zeitpunkt zusammen hängt, denn da habe ich nachts im Stunden- bis Zweitstundentakt gestillt. Da es mein 3. Kind ist, das ich stille, sah ich daran aber eigentlich nichts Ungewöhnliches, eine Phase eben. Außerdem trank er aufgrund meiner immer mehr als reichlich vorhandenen Milch oft sehr "ruckartig", dockte mehrmals an und ab, quetschte die Brustwarze auch gerne mal mit dem Kiefer zusammen, so dass ich von einer Reizung der Brustwarze ausging, die sich auch wieder legen wird. Doch dann nahmen die Schmerzen beim Stillen zu, ich musste auf die Zähne beißen, um überhaupt stillen zu können. Das ist zumindest ein wenig besser im Moment, von entspannt ohne Schmerzen stillen ist es aber auch weit weg. Richtig heftig wird es dann aber immer erst so ca. 10-20 Minuten nach dem Stillen und dann für 2-3 Stunden lang. Da könnte ich die glatten Wände hoch und an Schlaf ist nicht zu denken. Allerdings ist das alles nur in der linken Brust, meine rechte Brust ist eigentlich völlig in Ordnung.
Wie schon erwähnt, habe ich immer viel Milch und auch einen starken Milchspendereflex. Dennoch würde ich insgesamt sagen, dass sich die Milchmenge immer ganz gut reguliert und wir im Großen und Ganzen durch geeignete Stillpositionen auch ganz gut damit umgehen können. Zu Zeiten des Vollstillens ohne Beikost (mein Sohn ist jetzt 7,5 Monate alt), hatte ich oft mit einem Milchstau zu kämpfen, mit Massage und zur Not einer Ibuprofen habe ich das aber immer wieder in den Griff bekommen. Aufgefallen ist mir lediglich, dass ich immer wieder gelb-weiße Pünktchen/Kügelchen auf der Brustwarze sitzen habe, was ich zusammen mit meiner Hebamme als verstopften Milchkanal eingeordnet habe.
Außerdem finde ich, dass die Brustwarze an sich etwas anders aussieht als die rechte. Ich finde sie schimmert etwas anders, manchmal sieht es so aus als dass sich an einer Stelle auf mehreren Millimetern Brustwarze ganz minikleine rote Punkte ansammeln, gelegentlich gibt es ebenso kleine Stellen, die etwas verkrustet aussehen und ich merke an der Stilleinlage, dass es minimal geblutet haben muss. Außerdem finde ich, dass es manchmal so aussieht, als ob in den Furchen weißes geronnenes Sekret (?) sitzt.
Als ich mit den Beschwerden bei meinem Frauenarzt war, sah die Brustwarze für ihn normal aus und meine beschriebenen Schmerzen waren ihm fremd. Durch meine Eigenrecherche dachte ich jedoch an einen Pilz (Dazu fand ich die Seite des Instituts für Stillen sehr hilfreich.) und auch wenn er sich das nicht vorstellen konnte, weil ein Pilz seiner Meinung nach nicht weh tut, verschrieb er mir zum Ausschluss Fluconazol, das ich nun mit der Einnahme morgen früh seit einer Woche nehme. Davor hatte ich es schon in Rücksprache mit meiner Hebamme mit Nystatin und Miconazol als Salbe versucht, das hatte aber keine Veränderung herbei geführt. Parallel bekommt mein Sohn seither Nystatin-Suspension in den Mund und Infectosoor-Salbe auf den Po, auch wenn man bei ihm nie etwas im Mund gesehen hat. Nur am Po gab es mal eine rote Stelle, die ich auch nicht wie sonst mit einer normalen Zinkcreme weg bekommen habe. Allerdings veränderte sich zu der Zeit auch gerade der Stuhl durch die eingeführte Beikost und roch deutlich säuerlicher. Nichtsdestotrotz wurde die Stelle unter Infectosoor dann besser und auch das bekommt er im Moment noch weiterhin, um einen möglichen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden.
Da die Schmerzen durch das Fluconazol bisher nicht wirklich nennenswert besser wurden, bekam ich nun in Rücksprache mit meinem Frauenarzt noch die Creme Decoderm comp. um eine bakterielle Infektion auszuschließen. Die wende ich nun seit gestern Abend an und kann somit noch nicht sagen, ob es helfen wird oder nicht.
Auf das Stichwort Vasospasmus bin ich natürlich auch schon gestoßen, weiß aber nicht so richtig, ob das zu allem passt. Manchmal sind die Brustwarzen nach dem Stillen kurz etwas weißlich-gelblich. Allerdings ist das auch recht so und das völlig schmerzfrei. Ich hatte in der Schwangerschaft Magnesium genommen und danach abgesetzt, allerdings habe ich das bei meinen beiden anderen Kindern auch so gemacht.
Einen wirklichen Unterschied zum Stillen merke ich nur daran, dass ich öfters als damals einen Milchstau hatte, diese verstopften Kanäle kannte ich auch noch nicht und ich finde, dass mein Kleiner auch den stärksten "Sog" hat von allen, wobei das im Nachhinein schwer vergleichbar ist, so dass ich nicht weiß, ob das tatsächlich so ist.
Da ich aber wirklich am Limit bin, brauche ich ganz dringend Rat. Ich schicke auch gerne ein Foto von der Brustwarze per PN, falls das weiter helfen würde. Ich hoffe so sehr, dass mir hier jemand helfen kann. Dadurch, dass mein Gyn sich damit einfach so gar nicht auszukennen scheint und meine Hebamme auch nicht weiter weiß, fühle ich mich ziemlich allein auf weiter Flur und hilflos.
Mittlerweile ist nun 4.04 Uhr und die Schmerzen sind immer noch da. Ich will einfach wieder schlafen können bzw. einfach nur vom Stillen wach sein und nicht aufgrund der wahnsinnigen Schmerzen. Ich kämpfe so sehr gegen das Abstillen und doch merke ich, wie ich langsam darüber nachdenke, zumindest die linke Seite irgendwie "los zu werden", um die letzte Stillzeit in meinem Leben mit meinem Sohn noch genießen zu können.
Danke schon jetzt für eure Hilfe!
LG
es ist 3.30 Uhr und seit ich um 2 Uhr gestillt habe, kann ich wieder mal vor Schmerzen nicht schlafen. Meine Brustwarze sticht, brennt, wellenförmig, wie Wehen in der Brust, mir schießen die Tränen in die Augen. Seit über einem Monat ist das so und der so zusätzlich entstehende Schlafmangel macht mich richtig fertig. Zunächst dachte ich, dass es mit dem häufigen Anlegen zum damaligen Zeitpunkt zusammen hängt, denn da habe ich nachts im Stunden- bis Zweitstundentakt gestillt. Da es mein 3. Kind ist, das ich stille, sah ich daran aber eigentlich nichts Ungewöhnliches, eine Phase eben. Außerdem trank er aufgrund meiner immer mehr als reichlich vorhandenen Milch oft sehr "ruckartig", dockte mehrmals an und ab, quetschte die Brustwarze auch gerne mal mit dem Kiefer zusammen, so dass ich von einer Reizung der Brustwarze ausging, die sich auch wieder legen wird. Doch dann nahmen die Schmerzen beim Stillen zu, ich musste auf die Zähne beißen, um überhaupt stillen zu können. Das ist zumindest ein wenig besser im Moment, von entspannt ohne Schmerzen stillen ist es aber auch weit weg. Richtig heftig wird es dann aber immer erst so ca. 10-20 Minuten nach dem Stillen und dann für 2-3 Stunden lang. Da könnte ich die glatten Wände hoch und an Schlaf ist nicht zu denken. Allerdings ist das alles nur in der linken Brust, meine rechte Brust ist eigentlich völlig in Ordnung.
Wie schon erwähnt, habe ich immer viel Milch und auch einen starken Milchspendereflex. Dennoch würde ich insgesamt sagen, dass sich die Milchmenge immer ganz gut reguliert und wir im Großen und Ganzen durch geeignete Stillpositionen auch ganz gut damit umgehen können. Zu Zeiten des Vollstillens ohne Beikost (mein Sohn ist jetzt 7,5 Monate alt), hatte ich oft mit einem Milchstau zu kämpfen, mit Massage und zur Not einer Ibuprofen habe ich das aber immer wieder in den Griff bekommen. Aufgefallen ist mir lediglich, dass ich immer wieder gelb-weiße Pünktchen/Kügelchen auf der Brustwarze sitzen habe, was ich zusammen mit meiner Hebamme als verstopften Milchkanal eingeordnet habe.
Außerdem finde ich, dass die Brustwarze an sich etwas anders aussieht als die rechte. Ich finde sie schimmert etwas anders, manchmal sieht es so aus als dass sich an einer Stelle auf mehreren Millimetern Brustwarze ganz minikleine rote Punkte ansammeln, gelegentlich gibt es ebenso kleine Stellen, die etwas verkrustet aussehen und ich merke an der Stilleinlage, dass es minimal geblutet haben muss. Außerdem finde ich, dass es manchmal so aussieht, als ob in den Furchen weißes geronnenes Sekret (?) sitzt.
Als ich mit den Beschwerden bei meinem Frauenarzt war, sah die Brustwarze für ihn normal aus und meine beschriebenen Schmerzen waren ihm fremd. Durch meine Eigenrecherche dachte ich jedoch an einen Pilz (Dazu fand ich die Seite des Instituts für Stillen sehr hilfreich.) und auch wenn er sich das nicht vorstellen konnte, weil ein Pilz seiner Meinung nach nicht weh tut, verschrieb er mir zum Ausschluss Fluconazol, das ich nun mit der Einnahme morgen früh seit einer Woche nehme. Davor hatte ich es schon in Rücksprache mit meiner Hebamme mit Nystatin und Miconazol als Salbe versucht, das hatte aber keine Veränderung herbei geführt. Parallel bekommt mein Sohn seither Nystatin-Suspension in den Mund und Infectosoor-Salbe auf den Po, auch wenn man bei ihm nie etwas im Mund gesehen hat. Nur am Po gab es mal eine rote Stelle, die ich auch nicht wie sonst mit einer normalen Zinkcreme weg bekommen habe. Allerdings veränderte sich zu der Zeit auch gerade der Stuhl durch die eingeführte Beikost und roch deutlich säuerlicher. Nichtsdestotrotz wurde die Stelle unter Infectosoor dann besser und auch das bekommt er im Moment noch weiterhin, um einen möglichen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden.
Da die Schmerzen durch das Fluconazol bisher nicht wirklich nennenswert besser wurden, bekam ich nun in Rücksprache mit meinem Frauenarzt noch die Creme Decoderm comp. um eine bakterielle Infektion auszuschließen. Die wende ich nun seit gestern Abend an und kann somit noch nicht sagen, ob es helfen wird oder nicht.
Auf das Stichwort Vasospasmus bin ich natürlich auch schon gestoßen, weiß aber nicht so richtig, ob das zu allem passt. Manchmal sind die Brustwarzen nach dem Stillen kurz etwas weißlich-gelblich. Allerdings ist das auch recht so und das völlig schmerzfrei. Ich hatte in der Schwangerschaft Magnesium genommen und danach abgesetzt, allerdings habe ich das bei meinen beiden anderen Kindern auch so gemacht.
Einen wirklichen Unterschied zum Stillen merke ich nur daran, dass ich öfters als damals einen Milchstau hatte, diese verstopften Kanäle kannte ich auch noch nicht und ich finde, dass mein Kleiner auch den stärksten "Sog" hat von allen, wobei das im Nachhinein schwer vergleichbar ist, so dass ich nicht weiß, ob das tatsächlich so ist.
Da ich aber wirklich am Limit bin, brauche ich ganz dringend Rat. Ich schicke auch gerne ein Foto von der Brustwarze per PN, falls das weiter helfen würde. Ich hoffe so sehr, dass mir hier jemand helfen kann. Dadurch, dass mein Gyn sich damit einfach so gar nicht auszukennen scheint und meine Hebamme auch nicht weiter weiß, fühle ich mich ziemlich allein auf weiter Flur und hilflos.
Mittlerweile ist nun 4.04 Uhr und die Schmerzen sind immer noch da. Ich will einfach wieder schlafen können bzw. einfach nur vom Stillen wach sein und nicht aufgrund der wahnsinnigen Schmerzen. Ich kämpfe so sehr gegen das Abstillen und doch merke ich, wie ich langsam darüber nachdenke, zumindest die linke Seite irgendwie "los zu werden", um die letzte Stillzeit in meinem Leben mit meinem Sohn noch genießen zu können.
Danke schon jetzt für eure Hilfe!
LG