Bitte um Stillberatung. Andauernde Schmerzen in Brust
Verfasst: 21.01.2019, 13:13
Hallo zusammen!
Ich freue mich, hier sein zu können!
Ich wende mich mit meiner derzeitigen Stillsituation an euch, die mich arg belastet. Es sind schon viele Tränen geflossen und ich wünsche mir so sehr, dass ich den Dreh noch kriege und auf mich eine schöne, entspannte Stillzeit wartet.
Kurze Eckdaten:
Ich bin Ende 20 und Mitte Dezember das erste Mal Mama von einem Jungen geworden. Er wog bei Geburt knapp über 4000g auf 55cm. Er nimmt super zu, wir sind aktuell bei 5100g. Milch ist also ausreichend vorhanden. Ich laufe auch regelmäßig aus, selbst wenn er nicht angelegt ist.
Ich konnte ihn nach einer Geburt ohne Schmerzmittel direkt anlegen. Das Stillen wurde in dem Krankenhaus in dem ich entbunden habe, gut unterstützt. Ich habe ambulant entbunden und habe zuhause dann direkt begonnen, nach Bedarf zu stillen. Ich stille v.a. in der Wiege- oder der Football-Position. Nach der Geburt habe ich einige Tage im Liegen gestillt(seitlich), da ich auf Grund von heftigen Geburtsverletzungen nicht sitzen konnte. Leider habe ich das "verlernt", ich würde gerne wieder mehr im Liegen stillen, vor allem nachts, aber es gelingt nur mäßig.
Er hat bislang außer an meiner Brust nur ab und an an meinen Fingern gesaugt, Flasche oder Schnuller kennt er nicht. Ich stille ihn nach Bedarf. Gegen Mittag hat er mal eine längere Schlafpause von etwa 2-3 Stunden. Ansonsten kommt er meist nach etwa 1,5-2 Stunden. Nachts schafft er ab und an auch mal 3 Stunden, einmal hatten wir 4 Stunden Schlafpause.
Zu Beginn hatte ich wunde Brustwarzen, die ich aber nach guten 14 Tagen gut in den Griff bekam. Ich versuche ihn gut anzulegen, es gelingt allerdings zugegebenermaßen nicht immer. Leider. Denn wenn er nicht gut angelegt ist, merke ich es sofort. Ich versuche ihn asymmetrisch anzulegen, allerdings macht er oft den Mund nicht weit genug auf. Ist er gut angelegt, so passiert es häufig, dass er nach und nach mit der UNterlippe "hochrutscht" und dann nach einigen Minuten doch nur noch die Brustwarze im Mund hat. Das ist für uns beide anstrengend, weil ich ihn dann immer wieder löse und neu anlege.
Ich beschreibe kurz sein Trinkverhalten: Er trinkt idR so 10 Minuten eine Brust, recht intensiv. Anschließend bekommt er bei Bedarf noch die zweite Brust, er nimmt sie aber nicht immer. Mein Milchspendereflex ist sehr heftig und tut mir auch sehr weh, er verschluckt sich oft zu Beginn der Stillmahlzeit. Ich versuche manchmal den ersten Schwall abzufangen und auslaufen zu lassen, sodass er nicht so arg überfordert ist. Beim Trinken schnalzt er immer wieder mit der Zunge. Es scheint, als verliere er den Saugschluss und muss neu ansaugen. Das schmerzt sehr. Er trinkt also kurz aber heftig. HInterher sind meine Warzenhöfe manchmal leicht angeschwollen. Es scheint mir manchmal, als wären diese auch viel zu groß, als dass er sie ganz (oder zu großem Teil) in den Mund bekommen könnte.
Beim Kinderarzt wurde vergangene Woche ein Mundsoor festgestellt (im Anfangsstadium, bislang war nur die Zunge betroffen und er sah erste leichte Schlieren in den Wangentaschen). Diesen behandeln wir seither mit Nystaderm Mundgel. Meine Brustwarzen behandele ich mit. Der Pilz ist bei ihm im Rückgang. Zuerst dachte ich an einen Brust-Soor. Habe aber zur Zeit eher etwas anderes im Verdacht. Lasse mich aber gern von einem anderen überzeugen, wenn ihr eine Idee/Meinung habt..
Nun zu meinen Schmerzen: Beim Stillen schmerzen mir sowohl die Brustwarzen als auch die Brust. Der Schmerz wird während des Stillens nicht besser, er ist leicht erträglicher, wenn er korrekt angedockt ist. Der Schmerz bleibt auch nach dem Stillen. Er betrifft die Brustwarze und zieht dann nach hinten weg in die Brust, Richtung Rücken, vor allem die Brust-Außenseiten sind betroffen. Manche Nacht konnte ich dann schon nicht auf der Seite liegen, geschweige denn schlafen. Ich greife immer mal auf Schmerzmittel zurück, was ich wirklich ungern und sonst nur äußerst selten (in der Schwangerschaft und unter der Geburt gar nicht) tu. Das zeigt für mich persönlich, dass es ein heftiger Schmerz ist. Zu meinem Mann sagte ich, ich würde lieber nochmal die Geburtsschmerzen ertragen, als unter diesen Schmerzen noch weiter zu stillen.
Der Schmerz ist schneiden und brennend. Ab und an juckt die Brust, aber nicht regelmäßig, das kann also auch mit dem Milcheinschuss zu tun haben. Wie gesagt tut mir der Milchspendereflex noch extrem weh, da weiß ich aber nicht, ob das vielleicht normal ist und ob sich das noch einpendeln kann.
Berührungen der Brustwarzen tun weh und die Brust reagiert dann direkt mit diesen beschriebenen Schmerzen. Auch wenn ich arg fröstele bekomme ich diese Schmerzen.
Auch konnte ich beobachten, dass meine Brustwarzen sich farblich verändern, wenn ich den Schmerz spüre. Dem bin ich erst in den vergangenen Tagen auf die Schliche gekommen. Deshalb einmal kurz beschrieben, wie meine Brustwarzen aktuell aussehen:
Die Brustwarzenspitze ist zum Teil lila/bläulich verfärbt und es wirkt etwas geschwollen. Ich dachte erst an einen Bluterguss. Dieses ist immer so, mittlerweile unabhängig vom Schmerz. Schmerzt die Brust(warze), so wird aber alles lila -bläulich, also auch der Teil, der ohne Schmerz normal rosig ist.
Außerdem kommt es vor, dass sich die Brustwarzenspitze beim heftigen Schmerz zum Teil weißlich verfärbt. Deshalb dachte ich, dass es sich eventuell um einen Vasospasmus handeln könnte? Dazu habe ich in der Linksammlung gelesen. Allerdings verfärbte sich bislang nie die ganze Warze, sondern immer nur teile davon weiß. Und eben Teile davon lila/blau.
Ich habe hiervon versucht Fotos zu machen, weiß aber nicht ob es angemessen ist zu fragen, ob die sich jemand anschauen würde..?!
Da noch in dem Leitfaden nach Medikamenten gefragt wurde: Ich nehme Schilddrüsen Hormone (L-Thyroxin) auf Grund einer Unterfunktion. Sollte es nun ein Vasospasmus sein, und sollte ich ihn dann mit Magnesium/Calcium behandeln, dann müsste ich diese Mittel abends nehmen, auf Grund des Thyroxins, richtig?
So, ich hoffe, ich konnte eine gut umfassende Schilderung der Situation geben. Und ich hoffe so sehr, dass jemand mit mir drüber schreiben mag.
AUch wenn der Bericht recht sachlich und vielleicht nüchtern klingt, so ist die Situation sehr belastend für mich und ich sitze häufig weinend beim Stillen. Ich weine vor Schmerz aber ich weine auch meiner geliebten Stillbeziehung hinterher. Ich habe Angst, irgendwann zu resignieren und abzustillen. Das würde mein Herz brechen.
Ich grüße euch herzlich.
Sal
Ich freue mich, hier sein zu können!
Ich wende mich mit meiner derzeitigen Stillsituation an euch, die mich arg belastet. Es sind schon viele Tränen geflossen und ich wünsche mir so sehr, dass ich den Dreh noch kriege und auf mich eine schöne, entspannte Stillzeit wartet.
Kurze Eckdaten:
Ich bin Ende 20 und Mitte Dezember das erste Mal Mama von einem Jungen geworden. Er wog bei Geburt knapp über 4000g auf 55cm. Er nimmt super zu, wir sind aktuell bei 5100g. Milch ist also ausreichend vorhanden. Ich laufe auch regelmäßig aus, selbst wenn er nicht angelegt ist.
Ich konnte ihn nach einer Geburt ohne Schmerzmittel direkt anlegen. Das Stillen wurde in dem Krankenhaus in dem ich entbunden habe, gut unterstützt. Ich habe ambulant entbunden und habe zuhause dann direkt begonnen, nach Bedarf zu stillen. Ich stille v.a. in der Wiege- oder der Football-Position. Nach der Geburt habe ich einige Tage im Liegen gestillt(seitlich), da ich auf Grund von heftigen Geburtsverletzungen nicht sitzen konnte. Leider habe ich das "verlernt", ich würde gerne wieder mehr im Liegen stillen, vor allem nachts, aber es gelingt nur mäßig.
Er hat bislang außer an meiner Brust nur ab und an an meinen Fingern gesaugt, Flasche oder Schnuller kennt er nicht. Ich stille ihn nach Bedarf. Gegen Mittag hat er mal eine längere Schlafpause von etwa 2-3 Stunden. Ansonsten kommt er meist nach etwa 1,5-2 Stunden. Nachts schafft er ab und an auch mal 3 Stunden, einmal hatten wir 4 Stunden Schlafpause.
Zu Beginn hatte ich wunde Brustwarzen, die ich aber nach guten 14 Tagen gut in den Griff bekam. Ich versuche ihn gut anzulegen, es gelingt allerdings zugegebenermaßen nicht immer. Leider. Denn wenn er nicht gut angelegt ist, merke ich es sofort. Ich versuche ihn asymmetrisch anzulegen, allerdings macht er oft den Mund nicht weit genug auf. Ist er gut angelegt, so passiert es häufig, dass er nach und nach mit der UNterlippe "hochrutscht" und dann nach einigen Minuten doch nur noch die Brustwarze im Mund hat. Das ist für uns beide anstrengend, weil ich ihn dann immer wieder löse und neu anlege.
Ich beschreibe kurz sein Trinkverhalten: Er trinkt idR so 10 Minuten eine Brust, recht intensiv. Anschließend bekommt er bei Bedarf noch die zweite Brust, er nimmt sie aber nicht immer. Mein Milchspendereflex ist sehr heftig und tut mir auch sehr weh, er verschluckt sich oft zu Beginn der Stillmahlzeit. Ich versuche manchmal den ersten Schwall abzufangen und auslaufen zu lassen, sodass er nicht so arg überfordert ist. Beim Trinken schnalzt er immer wieder mit der Zunge. Es scheint, als verliere er den Saugschluss und muss neu ansaugen. Das schmerzt sehr. Er trinkt also kurz aber heftig. HInterher sind meine Warzenhöfe manchmal leicht angeschwollen. Es scheint mir manchmal, als wären diese auch viel zu groß, als dass er sie ganz (oder zu großem Teil) in den Mund bekommen könnte.
Beim Kinderarzt wurde vergangene Woche ein Mundsoor festgestellt (im Anfangsstadium, bislang war nur die Zunge betroffen und er sah erste leichte Schlieren in den Wangentaschen). Diesen behandeln wir seither mit Nystaderm Mundgel. Meine Brustwarzen behandele ich mit. Der Pilz ist bei ihm im Rückgang. Zuerst dachte ich an einen Brust-Soor. Habe aber zur Zeit eher etwas anderes im Verdacht. Lasse mich aber gern von einem anderen überzeugen, wenn ihr eine Idee/Meinung habt..
Nun zu meinen Schmerzen: Beim Stillen schmerzen mir sowohl die Brustwarzen als auch die Brust. Der Schmerz wird während des Stillens nicht besser, er ist leicht erträglicher, wenn er korrekt angedockt ist. Der Schmerz bleibt auch nach dem Stillen. Er betrifft die Brustwarze und zieht dann nach hinten weg in die Brust, Richtung Rücken, vor allem die Brust-Außenseiten sind betroffen. Manche Nacht konnte ich dann schon nicht auf der Seite liegen, geschweige denn schlafen. Ich greife immer mal auf Schmerzmittel zurück, was ich wirklich ungern und sonst nur äußerst selten (in der Schwangerschaft und unter der Geburt gar nicht) tu. Das zeigt für mich persönlich, dass es ein heftiger Schmerz ist. Zu meinem Mann sagte ich, ich würde lieber nochmal die Geburtsschmerzen ertragen, als unter diesen Schmerzen noch weiter zu stillen.
Der Schmerz ist schneiden und brennend. Ab und an juckt die Brust, aber nicht regelmäßig, das kann also auch mit dem Milcheinschuss zu tun haben. Wie gesagt tut mir der Milchspendereflex noch extrem weh, da weiß ich aber nicht, ob das vielleicht normal ist und ob sich das noch einpendeln kann.
Berührungen der Brustwarzen tun weh und die Brust reagiert dann direkt mit diesen beschriebenen Schmerzen. Auch wenn ich arg fröstele bekomme ich diese Schmerzen.
Auch konnte ich beobachten, dass meine Brustwarzen sich farblich verändern, wenn ich den Schmerz spüre. Dem bin ich erst in den vergangenen Tagen auf die Schliche gekommen. Deshalb einmal kurz beschrieben, wie meine Brustwarzen aktuell aussehen:
Die Brustwarzenspitze ist zum Teil lila/bläulich verfärbt und es wirkt etwas geschwollen. Ich dachte erst an einen Bluterguss. Dieses ist immer so, mittlerweile unabhängig vom Schmerz. Schmerzt die Brust(warze), so wird aber alles lila -bläulich, also auch der Teil, der ohne Schmerz normal rosig ist.
Außerdem kommt es vor, dass sich die Brustwarzenspitze beim heftigen Schmerz zum Teil weißlich verfärbt. Deshalb dachte ich, dass es sich eventuell um einen Vasospasmus handeln könnte? Dazu habe ich in der Linksammlung gelesen. Allerdings verfärbte sich bislang nie die ganze Warze, sondern immer nur teile davon weiß. Und eben Teile davon lila/blau.
Ich habe hiervon versucht Fotos zu machen, weiß aber nicht ob es angemessen ist zu fragen, ob die sich jemand anschauen würde..?!
Da noch in dem Leitfaden nach Medikamenten gefragt wurde: Ich nehme Schilddrüsen Hormone (L-Thyroxin) auf Grund einer Unterfunktion. Sollte es nun ein Vasospasmus sein, und sollte ich ihn dann mit Magnesium/Calcium behandeln, dann müsste ich diese Mittel abends nehmen, auf Grund des Thyroxins, richtig?
So, ich hoffe, ich konnte eine gut umfassende Schilderung der Situation geben. Und ich hoffe so sehr, dass jemand mit mir drüber schreiben mag.
AUch wenn der Bericht recht sachlich und vielleicht nüchtern klingt, so ist die Situation sehr belastend für mich und ich sitze häufig weinend beim Stillen. Ich weine vor Schmerz aber ich weine auch meiner geliebten Stillbeziehung hinterher. Ich habe Angst, irgendwann zu resignieren und abzustillen. Das würde mein Herz brechen.
Ich grüße euch herzlich.
Sal