Müde, Schwindel, Übelkeit
Verfasst: 06.01.2019, 17:17
Hallo liebe Stillenden, ehemals Stillenden und Stillberaterinnen,
Ich bin noch ganz frisch Mama, das erste Mal.
Mein Sohn wurde am 17.11.18 geboren, in einem still freundlichen Krankenhaus. Er kam direkt nach der Geburt auf meine nackte Brust und durfte direkt in der ersten Stunde noch im Kreißsaal trinken in einem Bondingtuch.
Allerdings hatten wir eine nicht ganz 'einfache' Geburt. Ich hab zwar nur ein paar Schürfwunden davon getragen, ich bin aber im Endeffekt doch ziemlich seelisch davon mitgenommen. Ich wurde wegen geringer Fruchtwasser Menge und Schwangerschaftsdiabetes mit 1.5 Wehencocktails eingeleitet. Es hat sich Stunden nichts getan, mein Mann wurde dann heim geschickt, weil sich ja nichts tat. Nach dem meine Fruchtblase geplatzt war, wurde nochmal ein CTG geschrieben, wo aber keine Wehentätigkeit zu sehen war, ich spürte zwar war, aber die Hebamme tat das als, 'nicht Muttermundwirksam' ab. Man ging davon aus, dass sich vielleicht am Morgen was tut oder wir vielleicht mit Tablette oder Gel Einleiten müssten. Naja im Endeffekt kam mein Sohn gute 4.5h nach der geplatzten Fruchtblase für die Hebamme ganz unerwartet auf die Welt. Ich habe mich die Hälfte der Strecke mit Presswehen von der Station in den Kreißsaal alleine geschleppt und den Rest halfen mir dann ein bzw. zwei Hebammen. Als wir im Kreißsaalzimmer waren stellte die Hebamme dann erstaunt fest, dass der Muttermund vollständig auf war und ich sollte Pressen. Mein Mann war natürlich dann nicht da und kam auch nicht rechtzeitig. Ich hab während der gesamten Geburt geweint und mir stehen jetzt schon wieder die Tränen in den Augen. Mein Mann kam eine viertel Stunde nach dem unser Sohn das Licht der Welt erblickt hatte und ich ihn abgenabelt habe. Als unsere Sohn zwei Tage alt war, konnten wir gehen. Leider entwickelte er eine Gelbsucht, weshalb wir als er 5 Tage alt war wieder ins Krankenhaus mussten, was für mich die Hölle war.
5 Stillproben, weil jede neue Schwester meinte, er würde nicht genug Milch bekommen. Die ganze Testerei usw, war auch grausam. Ich habe auch Angst, dass ihn das mitgenommen hat.
Jetzt zu meinem Problem. Ich weiß, dass es das Clusterfeeding gibt. Aber ich weiß nicht, wie ich das durchhalten soll. Er trinkt fast durchgehend. Ab und an ist mal ein Tag dabei, an dem er mich mal schlafen lässt. Sonst besteht unser Alltag momentan nur aus stillen und Schlafen. Er schläft zu 90% nur auf mir oder an mich gepresst, lässt sich nicht ablegen ohne zu schreien, bis er dunkelrot anläuft. Er schläft von Anfang an so oder so bei uns im Bett, wir denken bereits über ein Familienbett nach. Allerdings sehe ich da aktuell schwarz, denn mein Mann hat heute früh verkündet, das jetzt, wo er ab morgen wieder arbeiten muss, er aus dem Schlafzimmer auszieht. Ich könnte heulen, lass mir aber nichts anmerken. Er kommt irgendwie mit ihm und der Situation und allem nicht zurecht. Er nimmt ihn so gut wie nie auf den Arm, hat ihn noch nie gewickelt und wenn ich mal duschen muss, und er bei ihm bleiben muss, holt er mich quasi unter der Dusche vor, weil ich so lange brauche, weil er aufgewacht ist und schreit und mein Mann ihn nicht beruhigen kann oder es nicht ordentlich versucht.
Wir haben eine Trage, aber auch da lässt er sich nicht drinnen beruhigen. Ich hab ihn schon drinnen gestillt und er ist dann auch eingeschlafen, aber danach tat mir alles weh. Aber ist ja auch logisch, ich hab die letzten Wochen nur gelegen, weil er ja wirklich nur am trinken ist. Die paar Stunden die ich auf den Beinen war die letzten Wochen, helfen auch nicht gegen den Muskelabbau.
Ich kann ihn auch so nicht lange halten oder tragen, weil er mir wirklich irgendwann runter rutscht und ich ihn wieder hoch nehmen muss usw.
Ich bin nachts so müde, weil ich, wenn überhaupt nur tags schlafen kann, dass mir schwindelig wird. Ich trinke und esse aktuell noch genug, denke ich, aber ich weiß auch nicht, wie dass dann ab morgen ohne meinen Mann werden soll. Ich fühle mich maßlos überfordert.
Ich hab auch das Gefühl, meine Milchmenge würde sowohl innerhalb des Tages, aber auch von Tag zu Tag extrem schwanken. Generell hab ich das Gefühl, dass Abends nicht genug kommt, denn er weint dann ständig an der Brust und sie fühlt sich auch leer an. Morgens, bzw. wenn er dann mal endlich geschlafen hat, platzt dafür meine Brust fast. Und ab und an hab ich so 1 bis 3 Tage, wo meine Brust extrem voll ist und fast platzt, fast den ganzen Tag. Ich weiß, dass er auf den gesamten Tag und die gesamte Zeit genug bekommt. Aber abends denke ich, ist er quasi verwöhnt, weil er tags so leicht kommt, dass ich teils gezwungen bin, laid back zu stillen, und abends muss er dann so ziehen, dass er nörgelig wird, denke ich.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
*von mir nicht, im Arztbericht wo er gegen Gelbsucht behandelt wurde, steht aber, er hätte Pre bekommen, davon habe ich aber nichts mitbekommen.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
*es gibt keinerlei Rhythmus. Meistens sind wir am dauerstillen, immer nur mal 5 Minuten Pause und so drei Mal am Tag wird 2h geschlafen. Nachts sind wir dann oft von 12 bis 3 Uhr oder 1 Uhr bis 4 Uhr wach und dann schlafen wir 3, 4 Stunden. Tags kann ich manchmal nicht schlafen und auch nachts brauche ich trotz übermüdung bis ich einschlafe, ich könnte auch schon garnicht einschlafen. Ich hab da teilweise einfach Probleme mit Schwindel und teils auch Übelkeit.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
*1 bis 4 Mal Stuhl, so 6, 7 nasse Windeln
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
*ich hatte anfangs etwas Probleme ihn anzulegen, hab oft die Schwester gebraucht in den ersten 1.5 Tagen. Danach hab ich es halbwegs alleine hinbekommen. Es hat aber schon eine Weile gut weh getan. Anfangs war der kleine Mann aber sehr ruhig, und daher war er nicht so wild, dass es länger gedauert hat. Mittlerweile ist er quasi von Null auf 100, SOFORT Brust und muss SOFORT klappen, sonst schreit er.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
*im Krankenhaus wegen der Gelbsucht haben Sie ihm, gegen meinen Wunsch versucht einen Schnuller zu geben. Er hat ihn aber ausgespuckt. Und laut Arztbericht haben sie ihm damals auch Pre gegeben, davon habe ich aber nichts mitbekommen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
*Wir haben eine Nachsorgehebamme und waren jetzt die Tage bei der U3 beim Kinderarzt.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Baby hat/te Gelbsucht, ich bin Übergewichtig.
Sorry ist jetzt sehr lange geworden, aber ich bin echt so müde, kaputt und weiß nicht mehr weiter, wie ich das aushalten soll.
Ich bin noch ganz frisch Mama, das erste Mal.
Mein Sohn wurde am 17.11.18 geboren, in einem still freundlichen Krankenhaus. Er kam direkt nach der Geburt auf meine nackte Brust und durfte direkt in der ersten Stunde noch im Kreißsaal trinken in einem Bondingtuch.
Allerdings hatten wir eine nicht ganz 'einfache' Geburt. Ich hab zwar nur ein paar Schürfwunden davon getragen, ich bin aber im Endeffekt doch ziemlich seelisch davon mitgenommen. Ich wurde wegen geringer Fruchtwasser Menge und Schwangerschaftsdiabetes mit 1.5 Wehencocktails eingeleitet. Es hat sich Stunden nichts getan, mein Mann wurde dann heim geschickt, weil sich ja nichts tat. Nach dem meine Fruchtblase geplatzt war, wurde nochmal ein CTG geschrieben, wo aber keine Wehentätigkeit zu sehen war, ich spürte zwar war, aber die Hebamme tat das als, 'nicht Muttermundwirksam' ab. Man ging davon aus, dass sich vielleicht am Morgen was tut oder wir vielleicht mit Tablette oder Gel Einleiten müssten. Naja im Endeffekt kam mein Sohn gute 4.5h nach der geplatzten Fruchtblase für die Hebamme ganz unerwartet auf die Welt. Ich habe mich die Hälfte der Strecke mit Presswehen von der Station in den Kreißsaal alleine geschleppt und den Rest halfen mir dann ein bzw. zwei Hebammen. Als wir im Kreißsaalzimmer waren stellte die Hebamme dann erstaunt fest, dass der Muttermund vollständig auf war und ich sollte Pressen. Mein Mann war natürlich dann nicht da und kam auch nicht rechtzeitig. Ich hab während der gesamten Geburt geweint und mir stehen jetzt schon wieder die Tränen in den Augen. Mein Mann kam eine viertel Stunde nach dem unser Sohn das Licht der Welt erblickt hatte und ich ihn abgenabelt habe. Als unsere Sohn zwei Tage alt war, konnten wir gehen. Leider entwickelte er eine Gelbsucht, weshalb wir als er 5 Tage alt war wieder ins Krankenhaus mussten, was für mich die Hölle war.
5 Stillproben, weil jede neue Schwester meinte, er würde nicht genug Milch bekommen. Die ganze Testerei usw, war auch grausam. Ich habe auch Angst, dass ihn das mitgenommen hat.
Jetzt zu meinem Problem. Ich weiß, dass es das Clusterfeeding gibt. Aber ich weiß nicht, wie ich das durchhalten soll. Er trinkt fast durchgehend. Ab und an ist mal ein Tag dabei, an dem er mich mal schlafen lässt. Sonst besteht unser Alltag momentan nur aus stillen und Schlafen. Er schläft zu 90% nur auf mir oder an mich gepresst, lässt sich nicht ablegen ohne zu schreien, bis er dunkelrot anläuft. Er schläft von Anfang an so oder so bei uns im Bett, wir denken bereits über ein Familienbett nach. Allerdings sehe ich da aktuell schwarz, denn mein Mann hat heute früh verkündet, das jetzt, wo er ab morgen wieder arbeiten muss, er aus dem Schlafzimmer auszieht. Ich könnte heulen, lass mir aber nichts anmerken. Er kommt irgendwie mit ihm und der Situation und allem nicht zurecht. Er nimmt ihn so gut wie nie auf den Arm, hat ihn noch nie gewickelt und wenn ich mal duschen muss, und er bei ihm bleiben muss, holt er mich quasi unter der Dusche vor, weil ich so lange brauche, weil er aufgewacht ist und schreit und mein Mann ihn nicht beruhigen kann oder es nicht ordentlich versucht.
Wir haben eine Trage, aber auch da lässt er sich nicht drinnen beruhigen. Ich hab ihn schon drinnen gestillt und er ist dann auch eingeschlafen, aber danach tat mir alles weh. Aber ist ja auch logisch, ich hab die letzten Wochen nur gelegen, weil er ja wirklich nur am trinken ist. Die paar Stunden die ich auf den Beinen war die letzten Wochen, helfen auch nicht gegen den Muskelabbau.
Ich kann ihn auch so nicht lange halten oder tragen, weil er mir wirklich irgendwann runter rutscht und ich ihn wieder hoch nehmen muss usw.
Ich bin nachts so müde, weil ich, wenn überhaupt nur tags schlafen kann, dass mir schwindelig wird. Ich trinke und esse aktuell noch genug, denke ich, aber ich weiß auch nicht, wie dass dann ab morgen ohne meinen Mann werden soll. Ich fühle mich maßlos überfordert.
Ich hab auch das Gefühl, meine Milchmenge würde sowohl innerhalb des Tages, aber auch von Tag zu Tag extrem schwanken. Generell hab ich das Gefühl, dass Abends nicht genug kommt, denn er weint dann ständig an der Brust und sie fühlt sich auch leer an. Morgens, bzw. wenn er dann mal endlich geschlafen hat, platzt dafür meine Brust fast. Und ab und an hab ich so 1 bis 3 Tage, wo meine Brust extrem voll ist und fast platzt, fast den ganzen Tag. Ich weiß, dass er auf den gesamten Tag und die gesamte Zeit genug bekommt. Aber abends denke ich, ist er quasi verwöhnt, weil er tags so leicht kommt, dass ich teils gezwungen bin, laid back zu stillen, und abends muss er dann so ziehen, dass er nörgelig wird, denke ich.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
*von mir nicht, im Arztbericht wo er gegen Gelbsucht behandelt wurde, steht aber, er hätte Pre bekommen, davon habe ich aber nichts mitbekommen.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
*es gibt keinerlei Rhythmus. Meistens sind wir am dauerstillen, immer nur mal 5 Minuten Pause und so drei Mal am Tag wird 2h geschlafen. Nachts sind wir dann oft von 12 bis 3 Uhr oder 1 Uhr bis 4 Uhr wach und dann schlafen wir 3, 4 Stunden. Tags kann ich manchmal nicht schlafen und auch nachts brauche ich trotz übermüdung bis ich einschlafe, ich könnte auch schon garnicht einschlafen. Ich hab da teilweise einfach Probleme mit Schwindel und teils auch Übelkeit.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
*1 bis 4 Mal Stuhl, so 6, 7 nasse Windeln
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
*ich hatte anfangs etwas Probleme ihn anzulegen, hab oft die Schwester gebraucht in den ersten 1.5 Tagen. Danach hab ich es halbwegs alleine hinbekommen. Es hat aber schon eine Weile gut weh getan. Anfangs war der kleine Mann aber sehr ruhig, und daher war er nicht so wild, dass es länger gedauert hat. Mittlerweile ist er quasi von Null auf 100, SOFORT Brust und muss SOFORT klappen, sonst schreit er.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
*im Krankenhaus wegen der Gelbsucht haben Sie ihm, gegen meinen Wunsch versucht einen Schnuller zu geben. Er hat ihn aber ausgespuckt. Und laut Arztbericht haben sie ihm damals auch Pre gegeben, davon habe ich aber nichts mitbekommen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
*Wir haben eine Nachsorgehebamme und waren jetzt die Tage bei der U3 beim Kinderarzt.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Baby hat/te Gelbsucht, ich bin Übergewichtig.
Sorry ist jetzt sehr lange geworden, aber ich bin echt so müde, kaputt und weiß nicht mehr weiter, wie ich das aushalten soll.