"Good-Enough-Mothers-Club"
Verfasst: 20.12.2018, 22:58
Ihr Lieben!
Ich bin hier erstmalig über den Begriff "good enough mother" gestolpert. Neugierig habe ich direkt Google gefragt, aber leider nicht all zu viel gefunden. Allerdings hat das bisschen, was ich gefunden habe, gereicht, um festzustellen, dass ich mir dieses Prinzip zukünftig gerne mehr zu Herzen nehmen möchte. Statt weiterhin zu versuchen alles perfekt und noch perfekter zu machen - und dabei kläglich zu scheitern - möchte ich mich auf das konzentrieren, was ich gut mache. Denn in meinem Wahn die perfekte Mutter sein zu wollen (und dabei bloß nicht zu werden wie meine eigene Mutter) gerate ich zunehmend an meine Grenzen und mache leider ganz vieles ganz und gar nicht perfekt. Nicht mal "good enough". Frust, Wut, Selbstvorwürfe und -zweifel stehen hier oft an der Tagesordnung. Und damit soll nun Schluss sein. Denn Dank meiner verständnisvollen, großherzigen Tochter weiß ich doch tief in mir drin, dass ich eine gute Mutter bin. Nicht perfekt, aber das muss ich für sie auch gar nicht sein. Gut genug reicht ihr
Ich hoffe, dass hier einige Mamis Lust haben, sich über die Dinge auszutauschen, die wir doch wirklich gut können und machen. Dabei geht es natürlich nicht darum sich aneinander zu messen, sondern die kleinen Dinge zu sehen und sich selbst als Mutter wertschätzen zu können
Und an schlechten Tagen einfach mal daran erinnert zu werden, dass es anderen genau so geht und man nicht alleine mit seinen negativen Gedanken ist.
Und wo ich gerade eh am Schreiben bin, fange ich einfach mal an
Ich HASSE backen!!! Kuchen, Kekse, ganz egal. In 9 von 10 Versuchen gelingt mir der Teig nicht, die Küche sieht aus wie Sau und schmecken tut das Ganze auch nicht. In meiner Vorstellung der "perfekten Mutter" müssen aber natürlich zu Weihnachten Plätzchen gebacken werden - und dann natürlich mindestens drei verschiedene Sorten - und zum Kindergeburtstag gibt es natürlich im Kindergarten selbst gebackenen Kuchen oder Muffins und für die Familie ebenfalls. Ende vom Lied: Schon Tage vor dem Geburtstag bin ich genervt und gestresst und der Haussegen hängt zunehmend schief. Würde meine Tochter mich wohl weniger lieben, wenn ich ihr einfach einen Kuchen kaufen würde? Natürlich nicht! Wahrscheinlich werde ich es nächstes Jahr einfach mal ausprobieren und die Tage vor dem Geburtstag entspannt für mehr qualitative Mama-Tochter-Zeit nutzen
Und zu Weihnachten genügt vielleicht auch das EINE bewährte und gelingsichere Rezept für Ausstechplätzchen. Denn die anderen Kekse mag Töchterchen doch sowieso nicht
Und seien wir mal ehrlich, meinem Mann ist es auch egal ob die Kekse selbst gebacken oder gekauft sind.
(Achtung: Neben der perfekten Mutter wollen wir natürlich auch noch die perfekte Partnerin, Hausfrau, Schwiegertochter, Freundin, Karrierefrau usw. sein. Immer erfolgreich, entspannt und mit einem Lächeln auf den Lippen
)
Ich kann nicht spielen. Rollenspiele, Fantasie, ausgedachte Geschichten und Spiele, das ist einfach nicht meine Welt. Ich kann es nicht, es langweilt mich und macht mir keinen Spaß. Aber als "perfekte Mutter" muss ich natürlich die gesamte Bandbreite an Kinderbeschäftigung völlig entspannt und voller Freude beherrschen. Muss ich das wirklich? Reicht es nicht, dass ich mit meiner Tochter male, bastele, koche, Bücher lese und wir auch einfach mal Kinderfernsehen zusammen gucken? Und das alles mache ich WIRKLICH gerne. Muss ich mich dann trotzdem dafür schämen und schlecht fühlen, weil ich trotz ihrer Bitte nicht mit ihr mit den Ponys gespielt habe? Ich glaube eigentlich nicht. Heute glaube ich das. An einem schlechten Tag fühle ich mich wie eine Versagermutter :/
Das waren nun zwei Beispiele aus unserem Alltag und ich hoffe, dass sich einige finden, denen es ähnlich geht und wir uns gegenseitig einfach mal auf die Schulter klopfen können dafür, dass wir ausreichend gute Mütter sind
Ich bin hier erstmalig über den Begriff "good enough mother" gestolpert. Neugierig habe ich direkt Google gefragt, aber leider nicht all zu viel gefunden. Allerdings hat das bisschen, was ich gefunden habe, gereicht, um festzustellen, dass ich mir dieses Prinzip zukünftig gerne mehr zu Herzen nehmen möchte. Statt weiterhin zu versuchen alles perfekt und noch perfekter zu machen - und dabei kläglich zu scheitern - möchte ich mich auf das konzentrieren, was ich gut mache. Denn in meinem Wahn die perfekte Mutter sein zu wollen (und dabei bloß nicht zu werden wie meine eigene Mutter) gerate ich zunehmend an meine Grenzen und mache leider ganz vieles ganz und gar nicht perfekt. Nicht mal "good enough". Frust, Wut, Selbstvorwürfe und -zweifel stehen hier oft an der Tagesordnung. Und damit soll nun Schluss sein. Denn Dank meiner verständnisvollen, großherzigen Tochter weiß ich doch tief in mir drin, dass ich eine gute Mutter bin. Nicht perfekt, aber das muss ich für sie auch gar nicht sein. Gut genug reicht ihr
Ich hoffe, dass hier einige Mamis Lust haben, sich über die Dinge auszutauschen, die wir doch wirklich gut können und machen. Dabei geht es natürlich nicht darum sich aneinander zu messen, sondern die kleinen Dinge zu sehen und sich selbst als Mutter wertschätzen zu können
Und wo ich gerade eh am Schreiben bin, fange ich einfach mal an
Ich HASSE backen!!! Kuchen, Kekse, ganz egal. In 9 von 10 Versuchen gelingt mir der Teig nicht, die Küche sieht aus wie Sau und schmecken tut das Ganze auch nicht. In meiner Vorstellung der "perfekten Mutter" müssen aber natürlich zu Weihnachten Plätzchen gebacken werden - und dann natürlich mindestens drei verschiedene Sorten - und zum Kindergeburtstag gibt es natürlich im Kindergarten selbst gebackenen Kuchen oder Muffins und für die Familie ebenfalls. Ende vom Lied: Schon Tage vor dem Geburtstag bin ich genervt und gestresst und der Haussegen hängt zunehmend schief. Würde meine Tochter mich wohl weniger lieben, wenn ich ihr einfach einen Kuchen kaufen würde? Natürlich nicht! Wahrscheinlich werde ich es nächstes Jahr einfach mal ausprobieren und die Tage vor dem Geburtstag entspannt für mehr qualitative Mama-Tochter-Zeit nutzen
(Achtung: Neben der perfekten Mutter wollen wir natürlich auch noch die perfekte Partnerin, Hausfrau, Schwiegertochter, Freundin, Karrierefrau usw. sein. Immer erfolgreich, entspannt und mit einem Lächeln auf den Lippen
Ich kann nicht spielen. Rollenspiele, Fantasie, ausgedachte Geschichten und Spiele, das ist einfach nicht meine Welt. Ich kann es nicht, es langweilt mich und macht mir keinen Spaß. Aber als "perfekte Mutter" muss ich natürlich die gesamte Bandbreite an Kinderbeschäftigung völlig entspannt und voller Freude beherrschen. Muss ich das wirklich? Reicht es nicht, dass ich mit meiner Tochter male, bastele, koche, Bücher lese und wir auch einfach mal Kinderfernsehen zusammen gucken? Und das alles mache ich WIRKLICH gerne. Muss ich mich dann trotzdem dafür schämen und schlecht fühlen, weil ich trotz ihrer Bitte nicht mit ihr mit den Ponys gespielt habe? Ich glaube eigentlich nicht. Heute glaube ich das. An einem schlechten Tag fühle ich mich wie eine Versagermutter :/
Das waren nun zwei Beispiele aus unserem Alltag und ich hoffe, dass sich einige finden, denen es ähnlich geht und wir uns gegenseitig einfach mal auf die Schulter klopfen können dafür, dass wir ausreichend gute Mütter sind