Zwillinge im Familienbett nachts abstillen - ja, nein, und wie?
Verfasst: 14.11.2018, 13:20
Achtung, Roman...
Unsere Nächte sind zur Zeit katastrophal und etwas muss sich dringend ändern. Die letzten Nächte war erst um 4 Uhr endlich Ruhe... und um 6:30 Uhr klingelt der Wecker. Es kann so echt nicht weitergehen. Aus irgendeinem Grund hat sich der Schlafrhythmus der Minimöhrchen total verschoben und jeder Versuch, es wieder geradezubiegen, ist bisher gescheitert. Da ich ja auch irgendwann schlafen muss, hab ich mich, nachdem ich die grossen Kinder Richtung Schule verfrachtet hab, oft nochmal wieder mit hingelegt... und dann sind wir gemeinsam gegen Mittag wieder aufgewacht. Aber das ist ja so kein Zustand.
Da wir im Familienbett schlafen, leidet auch der Schlaf meines Mannes darunter. Denn jeder Versuch, ein Baby einschlafzustillen, resultiert darin, dass das jeweils andere Baby entweder vor der geschlossenen Tür alles zusammenbrüllt oder aber ins Bett hinterherklettert und dann fröhlich quer durchs Bett tobt, quietscht, sich auf das andere Baby oder Papis Gesicht draufsetzt, versucht die Brust zu klauen... wenn ich dem jeweiligen Störschweinchen die andere Brust anbiete, geht das ja auch nicht ruhig vonstatten, sondern dabei wird gezappelt und geturnt und Unruhe reingebracht, sodass das andere Baby auch nicht einschlafen kann. Gefühlt scheitern 99% aller Zubettbringversuche - und da Papa einen leichten Schlaf hat, ist er dann natürlich jedes Mal auch mit wach. Oft steht er dann mit dem Störschweinchen auf und geht rüber ins Wohnzimmer. An sich super - nur leider endet es eben meistens so, dass das einzuschläfernde Baby doch nicht einschläft, und dann hab ich ihn umsonst hochgejagt... und so geht es eben mehrfach pro Nacht. Und er muss eh schon so viel stemmen... Vollzeitjob UND Studium (samt Hausarbeiten, Deadlines...) UND Auftritte mit der Band, die ja leider auch Schlaf rauben, weil sie abends/nachts stattfinden und er dann ewig spät und erledigt heimkommt...blöderweise lässt sich an dem Pensum auch grad nicht wirklich was ändern: die Studienkurse gibt es nur jetzt, der nächste gleiche Studiengang findet erst wieder in 4 Jahren statt, er muss also jetzt seine Kurse bestehen. Und die Band ist seine einzige Auszeit, sein einziges Hobby und das, was ihn bei Sinnen hält. Ohne die Band wäre er wohl dauergrantig und -genervt, da hätte keiner etwas davon. Er hat also echt wahnsinnig viel Pensum und ohnehin schon wenig Schlaf, und trotzdem macht er viel im Haushalt, mit den Kindern... da fühlt es sich jedesmal saublöd an, wenn er wiedermal nachts geweckt wird, weil die Babys einfach nicht schlafen.
Ich würde so gerne wieder zu einem normalen Rhythmus zurückkehren. Aber wie? Mittagsschlaf weglassen und die Babys direkt zum Abendschlaf hinlegen resultierte darin, dass die Babys nachmittags müde und knatschig durchhingen und dann den Abendschlaf als Mittagsschlaf ansahen und spätabends ausgeschlafen wieder wach waren. Mittagsschlaf am Nachmittag resultierte darin, dass die Babys abends nicht müde und wieder ewig wach waren. Ein typischer Fall von "wie man's macht, macht man's verkehrt".
Zum Schlafen zwingen kann man ja auch keinen. Die Mädels hab ich damals dann halt entweder durchs Bett toben lassen, bis sie aufgegeben und sich mit hingelegt haben, oder ich hab sie einschlafgetragen... als ich nachts abgestillt hab, haben sie nachts natürlich erstmal protestiert, aber sich nach ner Weile mit Banane und Wasser abspeisen lassen und beruhigt...
Bei den Zwillingen (16 Monate) dagegen: beim Einschlaftragen kommt mir der jeweils andere kreischend hinterhergeseppelt, beide tragen ist sauschwer, und meistens ist es auch nicht von Erfolg gekrönt. Wenn nachts einer wach wird, ist sofort der andere mit wach. Bei den Mädels hatte ich in dem Alter zumindest das Gefühl, sie verstehen gewisse Erklärungen (sowas wie: die Milch schläft; wenn die Lampe dort ausgeht, darfst du wieder stillen etc) - bei den Jungs dagegen komme ich mir bei den simpelsten Dingen vor, als rede ich gegen eine Wand, und ich glaube, sie sind einfach kognitiv noch nicht so weit - wie würde ich ihnen also die "nachts nicht stillen"-Regel vermitteln? Es würde doch wie Willkür erscheinen, und sie würden schreien und kreischen und protestieren und niemand würde schlafen... und nachts durchs Bett toben lassen bis sie sich aus Langeweile mit hinlegen und einschlafen geht auch nicht, weil sie einander haben, und so nie genug Langeweile aufkommt.
Die Jungs stillen auch noch superviel und haben tagsüber keine Geduld zum Essen. Manchmal essen sie was, aber meistens wird das Essen herumgeworfen, auf den Tisch geklettert etc... auch hier denke ich mir: würden sie nachts nicht soviel stillen, würden sie vielleicht tagsüber gescheit essen und es käme etwas Ruhe und Regelmässigkeit in die Mahlzeiten? Und dann kommt noch dazu: beide Mädels haben zügig nach dem Nachts Abstillen angefangen, nachts durchzuschlafen. Daher denke ich immer öfter darüber nach, auch die Jungs nachts abzustillen. Denn wenn sie auch das Durchschlafen anfangen würden - dann könnte ich vielleicht wenigstens die zweieinhalb Stunden, die mir zwischen 4 Uhr und Weckerklingeln bleiben, am Stück schlafen... denn aktuell ist das ja auch nicht der Fall. Nur WIE stelle ich das praktisch an? Wie stillt man Zwillinge im Familienbett nachts ab?
So ganz grundsätzlich hätte ich ihnen gern noch ein paar Monate gegeben, bis ich das Gefühl habe, dass sie begreifen können, was die Regel ist - damit es eben nicht einfach nur wie pure Willkür erscheint, dass sie mal dürfen und mal nicht. Aber dann muss zumindest der Rhythmus wieder einigermassen normal werden. Abends ins Bett und morgens wieder aufstehen, nicht umgekehrt. An welcher Schraube kann ich denn wohl noch drehen, dass das wieder wird? Ich mag meinen Mann nachts so wenig wie möglich einspannen, eben weil er eh schon so wenig Schlaf bekommt. Und die Jungs tagsüber zu den Wachzeiten zwingend wachhalten - das scheitert momentan etwas daran, dass ich ja irgendwann auch mal Schlaf brauche und mit dünnem Schlafmangelnervenkostüm das Doppelgekreische noch schlechter aushalte als ohnehin schon... aber das wird vermutlich der nächste Schritt, seufz...
Tja, was noch? Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Hat noch jemand Ideen?
Das ist jetzt bestimmt total verworren geschrieben, aber ich schick es einfach trotzdem mal ab...
Unsere Nächte sind zur Zeit katastrophal und etwas muss sich dringend ändern. Die letzten Nächte war erst um 4 Uhr endlich Ruhe... und um 6:30 Uhr klingelt der Wecker. Es kann so echt nicht weitergehen. Aus irgendeinem Grund hat sich der Schlafrhythmus der Minimöhrchen total verschoben und jeder Versuch, es wieder geradezubiegen, ist bisher gescheitert. Da ich ja auch irgendwann schlafen muss, hab ich mich, nachdem ich die grossen Kinder Richtung Schule verfrachtet hab, oft nochmal wieder mit hingelegt... und dann sind wir gemeinsam gegen Mittag wieder aufgewacht. Aber das ist ja so kein Zustand.
Da wir im Familienbett schlafen, leidet auch der Schlaf meines Mannes darunter. Denn jeder Versuch, ein Baby einschlafzustillen, resultiert darin, dass das jeweils andere Baby entweder vor der geschlossenen Tür alles zusammenbrüllt oder aber ins Bett hinterherklettert und dann fröhlich quer durchs Bett tobt, quietscht, sich auf das andere Baby oder Papis Gesicht draufsetzt, versucht die Brust zu klauen... wenn ich dem jeweiligen Störschweinchen die andere Brust anbiete, geht das ja auch nicht ruhig vonstatten, sondern dabei wird gezappelt und geturnt und Unruhe reingebracht, sodass das andere Baby auch nicht einschlafen kann. Gefühlt scheitern 99% aller Zubettbringversuche - und da Papa einen leichten Schlaf hat, ist er dann natürlich jedes Mal auch mit wach. Oft steht er dann mit dem Störschweinchen auf und geht rüber ins Wohnzimmer. An sich super - nur leider endet es eben meistens so, dass das einzuschläfernde Baby doch nicht einschläft, und dann hab ich ihn umsonst hochgejagt... und so geht es eben mehrfach pro Nacht. Und er muss eh schon so viel stemmen... Vollzeitjob UND Studium (samt Hausarbeiten, Deadlines...) UND Auftritte mit der Band, die ja leider auch Schlaf rauben, weil sie abends/nachts stattfinden und er dann ewig spät und erledigt heimkommt...blöderweise lässt sich an dem Pensum auch grad nicht wirklich was ändern: die Studienkurse gibt es nur jetzt, der nächste gleiche Studiengang findet erst wieder in 4 Jahren statt, er muss also jetzt seine Kurse bestehen. Und die Band ist seine einzige Auszeit, sein einziges Hobby und das, was ihn bei Sinnen hält. Ohne die Band wäre er wohl dauergrantig und -genervt, da hätte keiner etwas davon. Er hat also echt wahnsinnig viel Pensum und ohnehin schon wenig Schlaf, und trotzdem macht er viel im Haushalt, mit den Kindern... da fühlt es sich jedesmal saublöd an, wenn er wiedermal nachts geweckt wird, weil die Babys einfach nicht schlafen.
Ich würde so gerne wieder zu einem normalen Rhythmus zurückkehren. Aber wie? Mittagsschlaf weglassen und die Babys direkt zum Abendschlaf hinlegen resultierte darin, dass die Babys nachmittags müde und knatschig durchhingen und dann den Abendschlaf als Mittagsschlaf ansahen und spätabends ausgeschlafen wieder wach waren. Mittagsschlaf am Nachmittag resultierte darin, dass die Babys abends nicht müde und wieder ewig wach waren. Ein typischer Fall von "wie man's macht, macht man's verkehrt".
Zum Schlafen zwingen kann man ja auch keinen. Die Mädels hab ich damals dann halt entweder durchs Bett toben lassen, bis sie aufgegeben und sich mit hingelegt haben, oder ich hab sie einschlafgetragen... als ich nachts abgestillt hab, haben sie nachts natürlich erstmal protestiert, aber sich nach ner Weile mit Banane und Wasser abspeisen lassen und beruhigt...
Bei den Zwillingen (16 Monate) dagegen: beim Einschlaftragen kommt mir der jeweils andere kreischend hinterhergeseppelt, beide tragen ist sauschwer, und meistens ist es auch nicht von Erfolg gekrönt. Wenn nachts einer wach wird, ist sofort der andere mit wach. Bei den Mädels hatte ich in dem Alter zumindest das Gefühl, sie verstehen gewisse Erklärungen (sowas wie: die Milch schläft; wenn die Lampe dort ausgeht, darfst du wieder stillen etc) - bei den Jungs dagegen komme ich mir bei den simpelsten Dingen vor, als rede ich gegen eine Wand, und ich glaube, sie sind einfach kognitiv noch nicht so weit - wie würde ich ihnen also die "nachts nicht stillen"-Regel vermitteln? Es würde doch wie Willkür erscheinen, und sie würden schreien und kreischen und protestieren und niemand würde schlafen... und nachts durchs Bett toben lassen bis sie sich aus Langeweile mit hinlegen und einschlafen geht auch nicht, weil sie einander haben, und so nie genug Langeweile aufkommt.
Die Jungs stillen auch noch superviel und haben tagsüber keine Geduld zum Essen. Manchmal essen sie was, aber meistens wird das Essen herumgeworfen, auf den Tisch geklettert etc... auch hier denke ich mir: würden sie nachts nicht soviel stillen, würden sie vielleicht tagsüber gescheit essen und es käme etwas Ruhe und Regelmässigkeit in die Mahlzeiten? Und dann kommt noch dazu: beide Mädels haben zügig nach dem Nachts Abstillen angefangen, nachts durchzuschlafen. Daher denke ich immer öfter darüber nach, auch die Jungs nachts abzustillen. Denn wenn sie auch das Durchschlafen anfangen würden - dann könnte ich vielleicht wenigstens die zweieinhalb Stunden, die mir zwischen 4 Uhr und Weckerklingeln bleiben, am Stück schlafen... denn aktuell ist das ja auch nicht der Fall. Nur WIE stelle ich das praktisch an? Wie stillt man Zwillinge im Familienbett nachts ab?
So ganz grundsätzlich hätte ich ihnen gern noch ein paar Monate gegeben, bis ich das Gefühl habe, dass sie begreifen können, was die Regel ist - damit es eben nicht einfach nur wie pure Willkür erscheint, dass sie mal dürfen und mal nicht. Aber dann muss zumindest der Rhythmus wieder einigermassen normal werden. Abends ins Bett und morgens wieder aufstehen, nicht umgekehrt. An welcher Schraube kann ich denn wohl noch drehen, dass das wieder wird? Ich mag meinen Mann nachts so wenig wie möglich einspannen, eben weil er eh schon so wenig Schlaf bekommt. Und die Jungs tagsüber zu den Wachzeiten zwingend wachhalten - das scheitert momentan etwas daran, dass ich ja irgendwann auch mal Schlaf brauche und mit dünnem Schlafmangelnervenkostüm das Doppelgekreische noch schlechter aushalte als ohnehin schon... aber das wird vermutlich der nächste Schritt, seufz...
Tja, was noch? Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Hat noch jemand Ideen?
Das ist jetzt bestimmt total verworren geschrieben, aber ich schick es einfach trotzdem mal ab...