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Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 16:45
von AnnieMerrick
Ich war einige Zeit nicht im Forum da Land unter, hab auch jetzt nirgendwo hier gelesen, pns beantwortet,, sorry, Ärztemarathon, möchte nur folgende Stillfrage stellen, auch im Hinblick, ob die Ärztinnen hier die richtige Information gegeben hat.

Bröckchen übertrifft alle Perzentilen und es wurde ein Blutzuckertest gemacht. Nach dem Stillen Pieks in Finger. Hier war der Blutzucker zu hoch, 6.4.
Urin war völlig okay. Baby fit und munter. Haut rosig, Baby agil und zeitgerecht in der Entwicklung.

Stillt aber Stündlich.
Längste Stillpause, gemessen ab Stillstart bis zum nächsten Stillen 1,5 h.
Das ist aber selten. Eher 1 h.
Nachts tw. Durchgängig.
Es ist anstrengend. Aber es ist eben so. Hat sich seit Geburt nicht geändert.

Das wäre zuviel und ungesund für das Baby, da es zuoft den Blutzucker ansteigen lässt und es eben zu groß und schwer fürs Alter wäre.
Stillen nach Bedarf wäre ja gut, aber Baby ist zu schwer und zu groß. Punkt.

Daten:
4 Monate, 9,2 kg. 69 cm


Liebe Stillprofis:
Hilfe, wir bekommen hier keine der geforderten mind. 2 besser 3 bis 4 h Stillabstände hin. Baby brüllt wie am Spieß. Unberuhigbar!

Nuckel, tragen, nix hilft. Das Bröckchen will Milch und ich hab auch reichlich! Meine Brust findet die Arztvorgaben auch nicht schick.

Sorry, wegen der Kürze. Hier ist aus div. Gründen Land unter!


Ps. Anweisung gaben 2 unterschiedliche Ärzte unabhängig voneinander. Beides kinderärzte

Lässt zuviel Stillen den Blutzucker zuoft zuschnell zuhoch ansteigen?
Schädigt es wirklich das Baby, im Sinne von überfüttern? Dh. Baby wird zu groß und schwer?
Blutzucker usw?

Mir kommen diese Aussagen der Ärzte komisch vor. Irgendwie Bauchgefühl sagt, dass es falsch ist.

Re: Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 17:54
von pqr
Hallo Annie

Mir kommt das auch merkwürdig vor, was die Ärte Euch sagten.
Entweder der Blutzucker ist pathologisch erhöht und es muss eine Behandlung Richtung Diabetes erfolgen oder der Blutzucker ist nur normal so weit erhöht, wie er das eben z.b. 30 min nach einer Mahlzeit ist, wenn Dein Baby eben keine langen Pausen macht.
Und das Stillen nach der Uhr und ohne weiteres Blutzuckermonitoring erscheint mir auch nicht wie eine typische Diabetesbehandlung.
Was ist das für eine Einheit?
Ich hatte Gestationsdiabetes und Euer Wert sieht ganz anders aus.

Ich bin gespannt, was die Stillmods sagen.

Re: Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 18:56
von Orpheo
@pqr: das sind mmol/l, du hast dann wahrscheinlich in mg/dl gemessen, wie wir auch. 6.4 mmol/l enspricht 115 mg/dl.

Um wie viel ist den 6.4 laut den Ärzten zu hoch?
Bei Kindern/Erwachsenen wäre das ein vollkommen normaler Wert. Ich kenne mich mit BZ Werten bei Babys nicht richtig aus (Lotte war bei der Diagnose schon 2,5) aber so weit ich weiß sind bei Babys die Grenzwerte nur geringfügig niedriger als bei Kindern...

Re: Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 20:00
von AnnieMerrick
Ich hab keine Ahnung. Null. Ich hab nur den Wert auf den Gerät gesehen, kenne weder die Grenzwerte noch sonstiges. Familiär gibts da null in die Richtung.
Mir wurde nur gesagt, zu hoch. Nicht Wieviel o.ä.
Urintest war denen wichtig und der war unauffällig.
Hatte gerade gestillt. Ich hab in den 2,5 h Wartezeit 4x gestillt.

Meine Hebamme meinte, Bröckchen ist alt genug, um nicht mehr stündlich zu stillen und Hochsommerhitze ist auch nicht mehr.

Soll ich Wasser anbieten? Mit Breifrei starten?

Mal auf einen Stück Gurke hat das Bröckchen gelutscht, mehr noch nicht. Eher... Nachahmung am Tisch.

Re: Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 20:05
von AnnieMerrick
Ergänzend: Hebamme findet Gewicht auch zu hoch. Sie sagt, stillkinder können auch über die Perzentile rutschen, aber das Bröckchen ist schon viel drüber.

Re: Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 20:07
von Lunali
Ähm. Das ist doch ein total normaler Wert. Wenn die Ärzte ein organisches Problem vermuten, dann sollen sie da schauen, aber wegen eines normalen Wertes irgendwas am Stillen ändern... Warum?

Bei L. stand im Arztbrief auch mal was von Überfütterung. Wir waren zur phmetrie, er war grad ein halbes Jahr und ich habe ihn 19 mal gestillt. Ja mei.

Wie groß und schwer ist der Knabe denn? Und wie alt?

Re: Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 20:15
von anni1110
Lunali hat geschrieben: 22.10.2018, 20:07 Wie groß und schwer ist der Knabe denn? Und wie alt?
AnnieMerrick hat geschrieben: 22.10.2018, 16:45 Daten:
4 Monate, 9,2 kg. 69 cm
:wink:

Sonst habe ich nix beizutragen. :oops:

Re: Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 20:20
von Lunali
Öhm. Hehe. Danke :)

Joa. Ist halt ein Bröcklein. Da habe ich schon ähnliche Kinder erlebt.

Re: Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 20:22
von vivi
Also der Blutzuckerwert ist im Normbereich, soweit ich weiß.
Ich habe so ein wenig den Verdacht , dass die Ärzte hier Stillbaby und Flaschenbaby in einen Topf werfen. Bei Stillbabys ist es doch eher so, dass man die nicht überfüttern kann. Stillen ist etwas aktives und die Muttermilch ist genau auf die Bedürfnisse des Babys zugeschnitten. Durch die Stillhäufigkeit und dadurch wieviel Milch es abruft , bestimmt dein Baby selbst die Zusammensetzung der Milch. Künstlich die Zeiten zu verschieben / verändern kann bestimmt auch gewaltig schief gehen und das empfindliche Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage stören.
Gibt es denn sonst irgend einen Verdacht, dass gesundheitlich etwas mit deinem Baby nicht in Ordnung ist?

Re: Blutzucker Baby, soll Stillen verringern - wie?

Verfasst: 22.10.2018, 20:34
von 08u11
Den Verdacht habe ich auch. Abgesehen davon: selbst wenn dieser Wert an der oberen Grenze oder auch knapp drüber wäre: das ist eine Momentaufnahme und sagt zunächst einmal ziemlich gar nichts.

Damit kann man Typ1 Diabetes erkennen - da war bei mir dann der Wert halt 450 statt ca. 100 wie er sollte, aber weder Schwangerschaftsdiabetes noch Typ2 oder gar die Veranlagung dazu. Und Typ 1 Diabetes muss dann auch behandelt werden - mit Insulin und nicht (nur) mit Ernährungsumstellung. Klar: Blutzucker im Blick behalten ist wichtig, aber ein einmalig gemessener Wert sagt in dieser Größenordnung echt gar nichts.

Muttermilch lässt den Blutzucker ansteigen - ja. Stress aber auch :?