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Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 22.10.2018, 14:37
von briniii
Hallo zusammen,

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Stillen hat von Anfang an sehr gut geklappt. Ganz plötzlich und schlagartig sind die Probleme entstanden.
Es hat angefangen, als mein Sohn, sieben Wochen alt, beim stillen ein lautes Schnalzgeräusch gemacht hat und auch selbst davon total erschrocken war. Das ganze geht jetzt schon drei oder vier Wochen so.
Seitdem funktioniert gar nichts mehr. Egal was ich versuche, es gibt diese Schnalzgeräusche, er zieht Luft und hat dementsprechend Blähungen und Bauchschmerzen.
Ich schwitze, er schwitzt, ich verkrampfe total, immer mit dem Gedanken an die nächsten Bauchschmerzen durch das Luft ziehen.
Er wird von Anfang an voll gestillt und hat keinen Duzi, ähnliches oder wird zugefüttert.
Er wird alle ein bis drei Stunden zehn bis 30 Minuten gestillt und schläft auch immer wieder, vor allem nachts 3-4 Stunden durch.
Er ist schon sehr ungeduldig und andocken ist schwierig weil er den Mund nicht richtig öffnet. An der Lippe kitzeln und ähnliches hilft nur teilweise. Teilweise denke ich er ist richtig angelegt und spuckt dann die Brust wieder aus. Insgesamt gehe ich eigentlich nicht davon aus, dass es nicht am Anlegen liegt, aber sicher bin ich mir nicht.
Er wird oft steif und das macht alles noch schwieriger. Er hat zwei bis drei mal Stuhl am Tag und sehr viel Pipi. Er gedeiht sehr gut, bekommt anscheinend genug Milch.
Ich habe einen starken Milchspendereflex, er verschluckt sich und Milch läuft aus den Mundwinkeln. Dazu kommt, dass er eine belegte Zunge hat, meine Brustwarzen aussenrum leicht rosa sind und teilweise jucken. Der Milcheinschuss brennt auch fürchterlich, wie wenn Strom fließt.
Was macht jetzt Sinn? Zum Kinderarzt/Frauenarzt wegen Soor oder eine Stillberatung?
Ich will unbedingt weiter stillen, es ist mir sehr wichtig und eigentlich total schön. In meiner Verzweiflung denke ich aber oft an Abpumpen...
Vielen Dank für eure Hife :-o

Re: Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 22.10.2018, 20:56
von Linda81
Liebe brinii,

das liest sich alles so anstrengend. Du leistest gerade so viel!
Ich bin keine Stillberaterin - hier meldet sich bestimmt bald eine Profi. Das vorweg.
Das Schnalzen und Luft schlucken hatte meiner auch lange. Das hing wohl mit einem starken Milchspendereflex zusammen. Dagegen half, ihn eher aufrecht zu lagern beim Stillen oder zurückgelehnt/intuitiv zu stillen (bei YouTube mal laid-back nursing eingeben), gut bäuern lassen anschließend, ansonsten hat die Zeit für uns gearbeitet und es gibt heute keine Probleme mehr.
Kennst Du das asymmetrische Anlegen? Gerade wenn er den Mund nicht richtig öffnet, ich konnte da oft noch ein bisschen mit dem Zeigefinger am Kinn nachhelfen.
Den Soor kannst und solltest Du jetzt schon angehen, Du musst Dir die Schmerzen doch nicht antun!

Re: Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 23.10.2018, 06:56
von bluestar
Hallo!

Das liest sich ähnlich wie unsere Geschichte - bei uns ging es auch mit cirka 8 Wochen mit ähnlichen Beschwerden los. Tut mir leid dass Du solche Probleme hast! Ich bin auch kein Profi, aber hier schonmal ein paar Anregungen:
Bei uns hat sich letztendlich rausgestellt dass ich (wahrscheinlich ) Soor und Vasospasmus (und einen starken MSR) und meine Kleine ein zu kurzes hinteres Zungenbändchen hatte und wir arbeiten immer noch an der Saugtechnik. WIe sehen Deine Brustwarzen denn aus nach dem Stillen? Verformt? Hast Du beim Stillen SChmerzen?
Das mit dem Soor kannst Du auf jeden Fall doch schon angehen, je früher/ schneller desto besser. Hast Du eine Frauenärztin/ -arzt zu der Du einen guten Draht hast? Du kannst bestimmt sobald sich ein Stillmod meldet auch Fotos schicken von Deinen Brustwarzen. Der brennende MSR muss aber soweit ich weiss auch nicht unbedingt Soor sein.
Ansonsten unterschreibe ich die Tipps vons Linda mit dem zurückgelehnten/ aufrechten Stillen und ja, unbedingt drauf achten dass der Mund weit offen und insgesamt das Anlegen sehr sauber ist.
Man darf auch Schmerzmittel nehmen (Ibu) in der Stillzeit, das hat mir auch geholfen.
Ich wünsch Dir schonmal alles Gute und das lässt sich bestimmt in den Griff kriegen.
Liebe Grüsse!

Re: Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 26.11.2018, 18:40
von Teazer
Hallo, briniii!

Dein Thread ist leider untergegangen. Wie geht es Euch?

Re: Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 15.12.2018, 06:52
von briniii
Es geht mittlerweile besser. Es liegt wohl am starken Milchspendereflex.
Seit ich nur eine Brust nehme, und die dann ein bis zwei weitere male und die andere Brust ausstreiche, ist es besser geworden.
Es klappte dann sehr gut eine zeit lang und jetzt wird es wieder ohne erkennbare Gründe schlechter.
Er macht im Moment den Mund wieder nicht richtig auf und saugt die Brustwarze ein.
Danke euch und viele Grüße

Re: Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 15.12.2018, 09:54
von Teazer
Wie alt ist Dein Kind jetzt? Seit wann stillst Du immer nur eine Seite?

Re: Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 15.12.2018, 11:10
von briniii
Das ist eine gute Frage.
Vielleicht seit Anfang November. Dann ging es echt gut, bis ich irgendwann wieder zwischen den Brüsten, aber nicht bei einer Mahlzeit, gewechselt habe.
Dann wurde es wieder schlimmer, und seitdem gibt es zwei bis drei mal wieder eine Brust. Es ist gleich wieder viel besser geworden.
Jetzt ist es aber oft so, dass er die Brustwarze einsaugt und den Mund nicht mehr öffnet. Das liegt aber denke ich daran, dass ich das alles ein bisschen habe schleifen lassen.
Ich dachte Stillen ist einfach und geht automatisch, dabei können so viele Probleme auftauchen :(
Er ist jetzt dreieinhalb Monate.

Re: Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 15.12.2018, 22:56
von Teazer
briniii hat geschrieben: 15.12.2018, 11:10 Das ist eine gute Frage.
Vielleicht seit Anfang November. Dann ging es echt gut, bis ich irgendwann wieder zwischen den Brüsten, aber nicht bei einer Mahlzeit, gewechselt habe.
Dann wurde es wieder schlimmer, und seitdem gibt es zwei bis drei mal wieder eine Brust. Es ist gleich wieder viel besser geworden.
Okay. Behalte im Hinterkopf, dass durch Blockstillen die Milch mit der Zeit auch zu langsam fließen kann, so dass Babys dann wieder unruhig an der Brust werden.
Jetzt ist es aber oft so, dass er die Brustwarze einsaugt und den Mund nicht mehr öffnet. Das liegt aber denke ich daran, dass ich das alles ein bisschen habe schleifen lassen.
Das verstehe ich leider nicht. Warum sollte er den Mund beim Stillen öffnen?
Ich dachte Stillen ist einfach und geht automatisch, dabei können so viele Probleme auftauchen :(
Stillen ist eine Mischung aus Instinkt und erlerntem Verhalten. Da wir in einer Gesellschaft leben, in der man stillende Frauen nur selten sieht und die eigene Mutter oft nicht oder nur kurz gestillt hat, treten mehr Probleme auf.

Re: Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 16.12.2018, 19:05
von briniii
Sollte ich dann das "Blockstillen" irgendwann wieder sein lassen? Ich hatte es ja schon einmal sein lassen, dann hat er sich wieder sehr oft verschluckt und das Vakuum verloren.
Das mit dem Mund öffnen meine ich beim Anlegen, er öffnet den Mund nicht, sondern saugt die Brustwarze durch einen Schlitzmund ein :lol:

Re: Stillprobleme beim ersten Kind, Stillen wird zur Tortur

Verfasst: 16.12.2018, 21:23
von Teazer
briniii hat geschrieben: 16.12.2018, 19:05 Sollte ich dann das "Blockstillen" irgendwann wieder sein lassen? Ich hatte es ja schon einmal sein lassen, dann hat er sich wieder sehr oft verschluckt und das Vakuum verloren.
Dauerhaft solltest Du nicht blockstillen. Versuch immer mal wieder, es auszuschleichen. Irgendwann klappt es.
Das mit dem Mund öffnen meine ich beim Anlegen, er öffnet den Mund nicht, sondern saugt die Brustwarze durch einen Schlitzmund ein :lol:
Ach so. :lol: Hast Du schon die asymmetrische Anlegetechnik ausprobiert?