Frühchen, KS, Mutter auf Intensiv - und möchte trotzdem stillen
Verfasst: 14.10.2018, 21:45
Hallo zusammen, vor allem liebe Mods,
Ich weiß, fragen für eine Freundin ist immer schwierig, aber gerade muss es doch leider mal sein.
Meine beste Freundin ist Bluterin. Die Schwangerschaft verlief trotzdem weitgehend problemlos, sie war AU und bekam regelmäßige Infusionen ihres Blutgerinnungsmittels.
Mittwoch war (knapp 3 Wochen vor ET) der geplante Kaiserschnitt. Es lief nur bedingt nach Plan, der Kleine lag in BEL und beim Drehen löste sich die Placenta, weswegen es dann schnell gehen musste. Während meine Freundin noch im OP lag, fütterte eine Schwester den Kleinen mit Pre aus der Flasche. Das Anlegen klappte danach überhaupt nicht. Er wollte nicht an die Brust, drückte sich weg, saugte kaum, nur mit Stillhütchen überhaupt ein wenig.
Der Kleine war sehr schwach und weinte vor Hunger. Meine Freundin begann abzupumpen und der Kleine wurde mit Spritze gefüttert - Muttermilch soweit vorhanden, Rest Pre. Trotzdem nahm er im Lauf der nächsten drei Tage weit mehr als die üblichen 10% ab.
Im Laufe der nächsten drei Tage äußerte meine Freundin einige Dinge, von denen ich mich frage, ob das noch Baby-Blues ist oder schon Wochenbettdepression. Auserdem ging es auch ihr nicht nur psychisch, sondern auch physisch schlechter, sie klagte zunehmend immer wieder über Druck und Schmerzen im Bauchraum, heute gab es dann eine lange Not-OP wegen diffuser Blutungen im Bauchraum und nach einer gefühlten Ewigkeit wurde die Milz als Ursache erkannt. Als ich gegen 19h ging war sie wieder bei Bewusstsein, aber noch auf den Intensivstation und stand unter starken Schmerzmitteln und bekam natürlich Infusionen zur Gerinnungsförderung. Derweil wurde der Kleine auf Anraten der Schwestern vom Vater mit Pre aus der Flasche gefüttert. Er hat jetzt auch endlich angefangen zuzunehmen und wirkt deutlich kräftiger. Als ich ihn kurz auf dem Arm hatte, saugte er kräftig an meinem Tshirt und Finger und machte sich munter auf die Suche nach Nahrung.
Meine Freundin ist jetzt traurig, weil sie befürchtet, dass das Stillen nun endgültig vorbei ist.
Ich hab ihr versprochen, dass ich mich erkundige, ob noch was möglich sei. Dank der netten Mädels aus OL hier im Forum, hab ich auch zwei Kontaktinfos von Stillberaterinnen vor Ort und werd mich morgen bemühen, jemanden zu erreichen.
Vielleicht könnt ihr mir trotzdem schon sagen: können die beiden noch ans Stillen kommen? Kann sie was tun? Wenn ja: was? Lohnt es sich, noch eine Stillberaterin dazu zu holen, oder ist es wirklich zu spät?
Ich weiß, fragen für eine Freundin ist immer schwierig, aber gerade muss es doch leider mal sein.
Meine beste Freundin ist Bluterin. Die Schwangerschaft verlief trotzdem weitgehend problemlos, sie war AU und bekam regelmäßige Infusionen ihres Blutgerinnungsmittels.
Mittwoch war (knapp 3 Wochen vor ET) der geplante Kaiserschnitt. Es lief nur bedingt nach Plan, der Kleine lag in BEL und beim Drehen löste sich die Placenta, weswegen es dann schnell gehen musste. Während meine Freundin noch im OP lag, fütterte eine Schwester den Kleinen mit Pre aus der Flasche. Das Anlegen klappte danach überhaupt nicht. Er wollte nicht an die Brust, drückte sich weg, saugte kaum, nur mit Stillhütchen überhaupt ein wenig.
Der Kleine war sehr schwach und weinte vor Hunger. Meine Freundin begann abzupumpen und der Kleine wurde mit Spritze gefüttert - Muttermilch soweit vorhanden, Rest Pre. Trotzdem nahm er im Lauf der nächsten drei Tage weit mehr als die üblichen 10% ab.
Im Laufe der nächsten drei Tage äußerte meine Freundin einige Dinge, von denen ich mich frage, ob das noch Baby-Blues ist oder schon Wochenbettdepression. Auserdem ging es auch ihr nicht nur psychisch, sondern auch physisch schlechter, sie klagte zunehmend immer wieder über Druck und Schmerzen im Bauchraum, heute gab es dann eine lange Not-OP wegen diffuser Blutungen im Bauchraum und nach einer gefühlten Ewigkeit wurde die Milz als Ursache erkannt. Als ich gegen 19h ging war sie wieder bei Bewusstsein, aber noch auf den Intensivstation und stand unter starken Schmerzmitteln und bekam natürlich Infusionen zur Gerinnungsförderung. Derweil wurde der Kleine auf Anraten der Schwestern vom Vater mit Pre aus der Flasche gefüttert. Er hat jetzt auch endlich angefangen zuzunehmen und wirkt deutlich kräftiger. Als ich ihn kurz auf dem Arm hatte, saugte er kräftig an meinem Tshirt und Finger und machte sich munter auf die Suche nach Nahrung.
Meine Freundin ist jetzt traurig, weil sie befürchtet, dass das Stillen nun endgültig vorbei ist.
Ich hab ihr versprochen, dass ich mich erkundige, ob noch was möglich sei. Dank der netten Mädels aus OL hier im Forum, hab ich auch zwei Kontaktinfos von Stillberaterinnen vor Ort und werd mich morgen bemühen, jemanden zu erreichen.
Vielleicht könnt ihr mir trotzdem schon sagen: können die beiden noch ans Stillen kommen? Kann sie was tun? Wenn ja: was? Lohnt es sich, noch eine Stillberaterin dazu zu holen, oder ist es wirklich zu spät?