Kinderarzt schürt Panik - doch zufüttern?
Verfasst: 29.06.2018, 12:18
Hallo zusammen,
nachdem der Kinderarzt heute sehr nachdrücklich zum zufüttern geraten hat, wende ich mich verzweifelt an euch, da ich nicht mehr weiß, was ich denken soll. Ich fange mal mit den Fragen für die Beratung an:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Wir haben, da nach der Geburt der Milcheinschuss zu lange dauerte und sie 10% abgenommen hat, auf Anraten der Hebamme ab dem fünften Tag zugefüttert. Später stellte sich heraus, dass die Milch bereits da war, aber ich einfach keinen dramatischen Einschuss hatte. Sie hat dann bis vor 14 Tagen etwa 200 ml pre am Tag zusätzlich getrunken, teils auch durch Muttermilch ersetzt, wenn ich zum abpumpen gekommen bin.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen etwa alle 2 bis 3 Stunden. Sie trinkt dann effektiv für zehn Minuten pro Seite, nuckelt aber auch noch länger, wenn ich sie lasse, was meistens der Fall ist, wenn wir zuhause sind. Wir stillen also circa 8-10 mal am Tag. Ella ist ein Schreibaby, richtige Schlafpausen gibt es nicht, sie verbringt den Tag im Tuch oder der Trage.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Die Windeln sind immer nass, wenn ich sie wechsle, normalerweise nach fast jedem stillen. 4-6 nasse Windeln haben wir auf jeden Fall, Stuhlgang alle 2-3 Tage, zwischendurch auch mal mehrere Tage nacheinander.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ich hatte eine natürliche Geburt, sie hat 20 Minuten danach bereits das erste mal angedockt und sehr kräftig und ausdauernd getrunken. Die ersten beiden Tage hat sie vormittags aber 7 Stunden am Stück geschlafen und war nicht zu wecken, d.h. da hatten wir eine lange Pause. Die restliche Zeit habe ich sie häufig angelegt und sie ging immer gut an die Brust.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ich habe mit Flasche und BES zugefüttert. Schnuller nimmt sie nur für Sekunden.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Kinderarzt, Hebamme wie üblich, aber nicht speziell fürs stillen. Auf einen Termin beim Ostheopathen warten wir.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe eine gut eingestellte Hypothyreose, aber am 11.7. auch nochmal einen Termin zum checken der Werte. Ich nehme eine L-Thyrox 88 morgens, außerdem 3x3 Domperidon seit 5.6.
Gewicht:
5.5. 3140 Gramm, Geburt KH
7.5. 2800 Gramm, Entlassung KH
7.6. 3520 Gramm, U3 Kinderarzt
29.6. 3760 Gramm, Kinderarzt
Wir waren heute beim Kinderarzt zum impfen, welcher bei der Schluckimpfung meinte, sie sei sehr gierig, er würde sie gerne wiegen. Wie oben zu sehen, hat sie in den letzten drei Wochen 240 Gramm insgesamt zugenommen, was ihn sehr sorgte und woraufhin er mir riet, zuzufüttern. Ich bin sehr gebrannt, was das angeht, da ich mich bereits nach der Geburt dazu habe überreden lassen und seitdem keinerlei Vertrauen in meinen Körper mehr habe; ich weiß nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Er ist der Ansicht, sie sei vielleicht gar kein Schreibaby, sondern habe unter Umständen permanent Hunger. Ich habe mir noch Zeit erdiskutiert und werde heute in einer Woche nochmal kommen, bis dahin aber noch nicht zufüttern. Meiner Meinung nach trinkt sie jetzt gut und effektiv, aber natürlich ist die Zunahme gering. Kann das trotzdem noch normal sein oder bekommt sie wirklich zu wenig, soll ich nach dem stillen nachfüttern oder ist das der Beginn des abstillens? Wenn das so wäre, würde es mich extrem traurig machen, ich würde so gerne voll stillen und das lange Zeit... Ich bin gespannt auf euren Input und beantworte gerne noch alle Fragen. Belasse es erst mal hierbei, da mir noch völlig der Kopf schwirrt, zumal ich seit einer Woche alleine mit ihr bin und sie wirklich den ganzen Tag schreit, wenn sie nicht im TT etwas döst...
Viele Grüße und danke vorab
Vanessa
nachdem der Kinderarzt heute sehr nachdrücklich zum zufüttern geraten hat, wende ich mich verzweifelt an euch, da ich nicht mehr weiß, was ich denken soll. Ich fange mal mit den Fragen für die Beratung an:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Wir haben, da nach der Geburt der Milcheinschuss zu lange dauerte und sie 10% abgenommen hat, auf Anraten der Hebamme ab dem fünften Tag zugefüttert. Später stellte sich heraus, dass die Milch bereits da war, aber ich einfach keinen dramatischen Einschuss hatte. Sie hat dann bis vor 14 Tagen etwa 200 ml pre am Tag zusätzlich getrunken, teils auch durch Muttermilch ersetzt, wenn ich zum abpumpen gekommen bin.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir stillen etwa alle 2 bis 3 Stunden. Sie trinkt dann effektiv für zehn Minuten pro Seite, nuckelt aber auch noch länger, wenn ich sie lasse, was meistens der Fall ist, wenn wir zuhause sind. Wir stillen also circa 8-10 mal am Tag. Ella ist ein Schreibaby, richtige Schlafpausen gibt es nicht, sie verbringt den Tag im Tuch oder der Trage.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Die Windeln sind immer nass, wenn ich sie wechsle, normalerweise nach fast jedem stillen. 4-6 nasse Windeln haben wir auf jeden Fall, Stuhlgang alle 2-3 Tage, zwischendurch auch mal mehrere Tage nacheinander.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Ich hatte eine natürliche Geburt, sie hat 20 Minuten danach bereits das erste mal angedockt und sehr kräftig und ausdauernd getrunken. Die ersten beiden Tage hat sie vormittags aber 7 Stunden am Stück geschlafen und war nicht zu wecken, d.h. da hatten wir eine lange Pause. Die restliche Zeit habe ich sie häufig angelegt und sie ging immer gut an die Brust.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ich habe mit Flasche und BES zugefüttert. Schnuller nimmt sie nur für Sekunden.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Kinderarzt, Hebamme wie üblich, aber nicht speziell fürs stillen. Auf einen Termin beim Ostheopathen warten wir.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe eine gut eingestellte Hypothyreose, aber am 11.7. auch nochmal einen Termin zum checken der Werte. Ich nehme eine L-Thyrox 88 morgens, außerdem 3x3 Domperidon seit 5.6.
Gewicht:
5.5. 3140 Gramm, Geburt KH
7.5. 2800 Gramm, Entlassung KH
7.6. 3520 Gramm, U3 Kinderarzt
29.6. 3760 Gramm, Kinderarzt
Wir waren heute beim Kinderarzt zum impfen, welcher bei der Schluckimpfung meinte, sie sei sehr gierig, er würde sie gerne wiegen. Wie oben zu sehen, hat sie in den letzten drei Wochen 240 Gramm insgesamt zugenommen, was ihn sehr sorgte und woraufhin er mir riet, zuzufüttern. Ich bin sehr gebrannt, was das angeht, da ich mich bereits nach der Geburt dazu habe überreden lassen und seitdem keinerlei Vertrauen in meinen Körper mehr habe; ich weiß nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Er ist der Ansicht, sie sei vielleicht gar kein Schreibaby, sondern habe unter Umständen permanent Hunger. Ich habe mir noch Zeit erdiskutiert und werde heute in einer Woche nochmal kommen, bis dahin aber noch nicht zufüttern. Meiner Meinung nach trinkt sie jetzt gut und effektiv, aber natürlich ist die Zunahme gering. Kann das trotzdem noch normal sein oder bekommt sie wirklich zu wenig, soll ich nach dem stillen nachfüttern oder ist das der Beginn des abstillens? Wenn das so wäre, würde es mich extrem traurig machen, ich würde so gerne voll stillen und das lange Zeit... Ich bin gespannt auf euren Input und beantworte gerne noch alle Fragen. Belasse es erst mal hierbei, da mir noch völlig der Kopf schwirrt, zumal ich seit einer Woche alleine mit ihr bin und sie wirklich den ganzen Tag schreit, wenn sie nicht im TT etwas döst...
Viele Grüße und danke vorab
Vanessa