Einfache Hütchenfrage?
Verfasst: 12.06.2018, 17:24
Hallo liebes Forum!
Ich bin neu hier und unsicher, ob mein Thema im Gegensatz zu den anderen hier diskutierten nicht doch irgendwie gar kein Problem darstellt. Dennoch beschäftigt es mich gerade sehr und meine Hebamme konnte mir bisher nicht so recht weiterhelfen (oder ich bin einfach nur zu ungeduldig?).
Meine Tochter ist jetzt 4,5 Wochen alt und wir stillen seit dem dritten Tag mit Hütchen. Nachdem sie mir direkt nach der Geburt angelegt wurde und da glaube ich auch getrunken hat, hat sie danach 24std gar nicht getrunken, dann in den folgenden 12 Stunden glaube ich ein bisschen (das konnte ich aber da noch gar nicht einschätzen und alle sagten ich würde auch nicht spüren, wenn sie trinkt) und dann wurden die Schwestern ungeduldig. So wurde mir ein Hütchen gegeben, weil ich sehr große Brüste habe und meine Brustwarzen nicht so recht "hervorstehen", sodass meine Tochter diese erkennen könnte. Eine zweite Schwester (die wohl auch Sitllberaterin ist) hat sie mir dann 2x recht unsanft irgendwie an die Brust buxiert und nun ja, seitdem stillen wir also mit Stillhütchen.
Nachdem ich vor etwa einer Woche eine leichte Krise hatte, dass das Stillen nur zuhause mit einem Berg aus Stillkissen und mit Hütchen klappt, haben wir zumindest verschiedene Positionen geübt und sie dockt inzwischen ziemlich zuverlässig an und ich glaube auch, dass sie eine ganz gute Technik hat, wenn ich drauf achte dass sie den Mund auf macht und sich nicht am Hütchen "entlangnuckelt".
Seit Ende der ersten Woche versuche ich, sie auf anraten meiner Hebamme immer mal in einer guten Situation direkt an die Brust zu legen. Meine Hebamme machte mir Hoffnung, dass nach 1-2 Monaten die meisten Babys auch wieder von den Hütchen weg kommen. Ich habe jetzt hier ein bisschen quer gelesen und es scheint zwar eher eine längere Zeitspanne zu sein, aber bestimmt schaffen wir es auch irgendwann ohne!
Nun zu dem Grund, weshalb ich den Thread eröffnet habe. Wie gesagt glaube ich, meine Tochter hat eine relativ gute Technik. Und daher bin ich unsicher, ob ich bisher zu zaghaft an die Umstellung heran gehe. 1-2x am Tag lege ich sie zu Beginn des Stillens ohne Hütchen an. Das funktioniert links sehr viel besser als rechts, die Brustwarzen sehen auch unterschiedlich aus. Sie hatte sogar schon Tage, da hat sie es gute 15 Minuten so ausgehalten (das ist etwa die normale Stillzeit mit Hütchen). Sie greift die Brustwarze, löst den MSR aus, es kommt auch wunderbar Milch raus, sie nuckelt etwa 4x und dann wirft sie den Kopf umher, verliert die Brustwarze, muss wieder andocken. Und das Spiel spielen wir dann eine bestimmte Zeit, sie nuckelt, schluckt auch manchmal zwischendurch (aber vielleicht nur weil dann schon genug Milch in ihren Mund gelaufen ist?), dockt ab oder schiebt die Brustwarze nach vorne und wird immer unruhiger.
Bisher habe ich an einem gewissen Punkt, kurz bevor sie anfängt zu weinen oder nach den ersten frustrierten Schluchzern, das Hütchen aufgesetzt. Man sieht richtig in ihrem Gesicht wie sie sich freut, dass endlich ihr Hunger gestillt wird und dann dockt sie an und saugt, bis sie satt ist (egal wie lange sie vorher schon an der Brustwarze direkt versucht hat). Mit Hütchen verliert sie das Vakuum nichtmal, wenn sie an der Brust einschläft und dann zwischendurch immer mal wieder nur nuckelt. Nun ist das Hütchen aber auch doppelt so lang wie meine Brustwarze und ragt viel weiter in ihren Mund hinein, ist verhältnismäßig hart...
Ich frage mich, ob das, was uns gerade vom Loskommen von den Hütchen abhält, meine Ungeduld ist. Ob ich eigentlich viel länger aushalten müsste und sie zwingen, die Brust ohne Hütchen zu nutzen, denn scheinbar kann sie es zumindest links?
Und die zweite Frage ist: Ich möchte langsam beginnen, auch mal abzupumpen, damit mein Mann ggf. mal zufüttern kann, während ich noch unterwegs bin ohne die Kleine. Der Standard wäre ich stille, sie schläft ein und ich fahre los und bin innerhalb von 2 Stunden wieder zuhause (ihre normale Schlafzeit sind 3 Stunden), aber mein Mann hat ein Milch-Backup für den Fall der Fälle. Sonst mag ich die beiden nicht allein lassen und er muss immer mit. Unter anderem habe ich gehört, dass wenn man sowas nicht früh genug ab und zu probiert, später das Kind ggf. alles außer der Brust verweigert, das wäre hier auch problematisch.
Jedenfalls frage ich mich, ob ich das überhaupt schon anfangen kann, bevor wir von den Hütchen los gekommen sind, oder ich eine Saugverwirrung riskiere, wenn ich da jetzt noch was anderes mache als nur die Umstellung auf die Brust zu versuchen?
Puh, viel Text dafür, dass es nur um Kleinigkeiten geht, aber ich hatte das Gefühl mehr Informationen helfen hier, um die Situation besser beurteilen zu können... Ich fürchte die Antwort auf meine Fragen wird sein "Hab Geduld und warte noch einige Wochen mit dem Zufüttern", aber ich als Erstmama bin echt unsicher...
Zu den Fragen:
Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert?
Nein, noch nie.
Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt?
Etwa 6-7x pro Tag, erst wird gewickelt, dann gestillt, meist 1 Brust ca 15-20 Minuten (nachts auch kürzer), vormittags häufig einmal beide Brüste
Wie lang sind die Schlafpausen?
3-5 Stunden, die meisten 3 Stunden, abends/nachts gibt es in der Regel eine Phase mit 5 Stunden
1-2 Wachphasen am Tag, eine vormittags bis zu 4 Stunden, dann manchmal abends 1-2 Stunden
Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Wir wecken sie nicht zum Windel wechseln, so wird die Windel immer nach dem Aufwachen und vor dem Stillen gewechselt, etwa 7-8x am Tag
Stuhlgang ist 5-6x am Tag zu finden (es kommt eigentlich nicht vor, dass kein Stuhlgang war und nur Pipi in der Windel ist)
Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Siehe oben, zuerst hat sie nicht angedockt, wurde immer müder durch die ersten 48std, wurde dann "wach gemacht" und auf das Hütchen an meiner Brust gelegt, die Lippen von der Schwester auseinander geklappt.
Unruhig ist sie nur wenn sie mit großem Hunger aufwacht und dann nicht schnell genug an die Brust kommt, das ist aber viel besser geworden.
Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Bisher kennt sie nur Hütchen und hat auch schon ein paar Mal einen kleinen Finger im Mund gehabt.
Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nein, meine Hebamme ist jetzt für einige Wochen im Urlaub. Ggf. kommt ab Ende der Woche eine "neue" Hebamme zu uns.
Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein.
Vielen Dank schonmal für eure Antworten!
Svensa
Ich bin neu hier und unsicher, ob mein Thema im Gegensatz zu den anderen hier diskutierten nicht doch irgendwie gar kein Problem darstellt. Dennoch beschäftigt es mich gerade sehr und meine Hebamme konnte mir bisher nicht so recht weiterhelfen (oder ich bin einfach nur zu ungeduldig?).
Meine Tochter ist jetzt 4,5 Wochen alt und wir stillen seit dem dritten Tag mit Hütchen. Nachdem sie mir direkt nach der Geburt angelegt wurde und da glaube ich auch getrunken hat, hat sie danach 24std gar nicht getrunken, dann in den folgenden 12 Stunden glaube ich ein bisschen (das konnte ich aber da noch gar nicht einschätzen und alle sagten ich würde auch nicht spüren, wenn sie trinkt) und dann wurden die Schwestern ungeduldig. So wurde mir ein Hütchen gegeben, weil ich sehr große Brüste habe und meine Brustwarzen nicht so recht "hervorstehen", sodass meine Tochter diese erkennen könnte. Eine zweite Schwester (die wohl auch Sitllberaterin ist) hat sie mir dann 2x recht unsanft irgendwie an die Brust buxiert und nun ja, seitdem stillen wir also mit Stillhütchen.
Nachdem ich vor etwa einer Woche eine leichte Krise hatte, dass das Stillen nur zuhause mit einem Berg aus Stillkissen und mit Hütchen klappt, haben wir zumindest verschiedene Positionen geübt und sie dockt inzwischen ziemlich zuverlässig an und ich glaube auch, dass sie eine ganz gute Technik hat, wenn ich drauf achte dass sie den Mund auf macht und sich nicht am Hütchen "entlangnuckelt".
Seit Ende der ersten Woche versuche ich, sie auf anraten meiner Hebamme immer mal in einer guten Situation direkt an die Brust zu legen. Meine Hebamme machte mir Hoffnung, dass nach 1-2 Monaten die meisten Babys auch wieder von den Hütchen weg kommen. Ich habe jetzt hier ein bisschen quer gelesen und es scheint zwar eher eine längere Zeitspanne zu sein, aber bestimmt schaffen wir es auch irgendwann ohne!
Nun zu dem Grund, weshalb ich den Thread eröffnet habe. Wie gesagt glaube ich, meine Tochter hat eine relativ gute Technik. Und daher bin ich unsicher, ob ich bisher zu zaghaft an die Umstellung heran gehe. 1-2x am Tag lege ich sie zu Beginn des Stillens ohne Hütchen an. Das funktioniert links sehr viel besser als rechts, die Brustwarzen sehen auch unterschiedlich aus. Sie hatte sogar schon Tage, da hat sie es gute 15 Minuten so ausgehalten (das ist etwa die normale Stillzeit mit Hütchen). Sie greift die Brustwarze, löst den MSR aus, es kommt auch wunderbar Milch raus, sie nuckelt etwa 4x und dann wirft sie den Kopf umher, verliert die Brustwarze, muss wieder andocken. Und das Spiel spielen wir dann eine bestimmte Zeit, sie nuckelt, schluckt auch manchmal zwischendurch (aber vielleicht nur weil dann schon genug Milch in ihren Mund gelaufen ist?), dockt ab oder schiebt die Brustwarze nach vorne und wird immer unruhiger.
Bisher habe ich an einem gewissen Punkt, kurz bevor sie anfängt zu weinen oder nach den ersten frustrierten Schluchzern, das Hütchen aufgesetzt. Man sieht richtig in ihrem Gesicht wie sie sich freut, dass endlich ihr Hunger gestillt wird und dann dockt sie an und saugt, bis sie satt ist (egal wie lange sie vorher schon an der Brustwarze direkt versucht hat). Mit Hütchen verliert sie das Vakuum nichtmal, wenn sie an der Brust einschläft und dann zwischendurch immer mal wieder nur nuckelt. Nun ist das Hütchen aber auch doppelt so lang wie meine Brustwarze und ragt viel weiter in ihren Mund hinein, ist verhältnismäßig hart...
Ich frage mich, ob das, was uns gerade vom Loskommen von den Hütchen abhält, meine Ungeduld ist. Ob ich eigentlich viel länger aushalten müsste und sie zwingen, die Brust ohne Hütchen zu nutzen, denn scheinbar kann sie es zumindest links?
Und die zweite Frage ist: Ich möchte langsam beginnen, auch mal abzupumpen, damit mein Mann ggf. mal zufüttern kann, während ich noch unterwegs bin ohne die Kleine. Der Standard wäre ich stille, sie schläft ein und ich fahre los und bin innerhalb von 2 Stunden wieder zuhause (ihre normale Schlafzeit sind 3 Stunden), aber mein Mann hat ein Milch-Backup für den Fall der Fälle. Sonst mag ich die beiden nicht allein lassen und er muss immer mit. Unter anderem habe ich gehört, dass wenn man sowas nicht früh genug ab und zu probiert, später das Kind ggf. alles außer der Brust verweigert, das wäre hier auch problematisch.
Jedenfalls frage ich mich, ob ich das überhaupt schon anfangen kann, bevor wir von den Hütchen los gekommen sind, oder ich eine Saugverwirrung riskiere, wenn ich da jetzt noch was anderes mache als nur die Umstellung auf die Brust zu versuchen?
Puh, viel Text dafür, dass es nur um Kleinigkeiten geht, aber ich hatte das Gefühl mehr Informationen helfen hier, um die Situation besser beurteilen zu können... Ich fürchte die Antwort auf meine Fragen wird sein "Hab Geduld und warte noch einige Wochen mit dem Zufüttern", aber ich als Erstmama bin echt unsicher...
Zu den Fragen:
Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert?
Nein, noch nie.
Wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt?
Etwa 6-7x pro Tag, erst wird gewickelt, dann gestillt, meist 1 Brust ca 15-20 Minuten (nachts auch kürzer), vormittags häufig einmal beide Brüste
Wie lang sind die Schlafpausen?
3-5 Stunden, die meisten 3 Stunden, abends/nachts gibt es in der Regel eine Phase mit 5 Stunden
1-2 Wachphasen am Tag, eine vormittags bis zu 4 Stunden, dann manchmal abends 1-2 Stunden
Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Wir wecken sie nicht zum Windel wechseln, so wird die Windel immer nach dem Aufwachen und vor dem Stillen gewechselt, etwa 7-8x am Tag
Stuhlgang ist 5-6x am Tag zu finden (es kommt eigentlich nicht vor, dass kein Stuhlgang war und nur Pipi in der Windel ist)
Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Siehe oben, zuerst hat sie nicht angedockt, wurde immer müder durch die ersten 48std, wurde dann "wach gemacht" und auf das Hütchen an meiner Brust gelegt, die Lippen von der Schwester auseinander geklappt.
Unruhig ist sie nur wenn sie mit großem Hunger aufwacht und dann nicht schnell genug an die Brust kommt, das ist aber viel besser geworden.
Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Bisher kennt sie nur Hütchen und hat auch schon ein paar Mal einen kleinen Finger im Mund gehabt.
Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Nein, meine Hebamme ist jetzt für einige Wochen im Urlaub. Ggf. kommt ab Ende der Woche eine "neue" Hebamme zu uns.
Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Nein.
Vielen Dank schonmal für eure Antworten!
Svensa