Wohnen im Erdgeschoss

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Jia
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von Jia » 18.05.2018, 07:45

Wir wohnen auch im Erdgeschoss, in einem grossen Haus mit 27 Wohnungen. Eingebrochen wurde zweimal, einmal in einer Dachwohnung (da kann man am hellichten Tag auch im Treppenhaus die Tür aufbrechen, nachdem die Bewohner aus dem Haus sind, denn wer geht schon freiwillig in den 6. Stock?) und einmal im 1. Stock, über den Balkon, als die Bewohner im Urlaub waren. Bei beiden Einbrüchen darf man davon ausgehen, dass die Einbrecher wussten, was sie taten. Sie haben zumindest gewusst, dass es sich lohnt und wann die jeweilige Wohnung leer ist. Beides waren übrigens etwas ältere kinderlose Paare, da war auch etwas zu holen. Bei einer Familie mit kleinen Kindern dürfte das weniger der Fall sein, zudem ist die Wohnung zu den "günstigen" Zeiten nicht leer. Solange ihr keine offensichtlichen Wertgegenstände herumstehen habt und für Urlaub zumindest ein Beleuchtungssystem habt, würde ich mir keine grossen Sorgen machen.

Und noch ein Riesenvorteil von EG mit kleinen Kindern: sie können zu den unmöglichsten Zeiten Krach machen, ohne dass sich jemand darunter vom Lärm gestört fühlt. Am Sonntagmorgen um 5.30 ein Wettspringen im Wohnzimmer zu veranstalten ist überhaupt kein Problem (ausser für die müden Eltern :wink: ).
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davisalo
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von davisalo » 18.05.2018, 08:12

Ich unterschreib mal bei vielem, wss geschrieben wurde, bin aber auch selbst eher feuerängstlich...

Allerdings wurde, bevor wir gebaut haben, gerade bei meinen Eltern eingebrochen, so dass wir vieles, was sie nach dem Einbruch nachgerüstet haben, direkt eingebaut haben.

Aber vieles geht.
Was noch nicht genannt wurde: Fenstergriffe durch abschließbare austauschen. Da Du die theoretisch jederzeit wieder rückbauen kannst, kann da auch kein Vermieter was gegen haben.

Ich glaube, damit bist Du schon auf der sicheren Seite - wenn Ihr zu Hause seid. Alles andere wäre sonst so laut und aufwändig, dass Du Hilfe holen kannst.. Denn dann müsste ja wer die Scheibe so durchbrechen, dass er da durch kommt.

Wohnungstür: eventuell Riegel oder Kette in Absprache mit dem Vermieter nachrüsten.

Beides zusammen sollte Dir ruhige Nächte bescheren. Hoffentlich!!!

Viel Spaß mit der neuen Wohnung!
Liebe Grüße
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Pennylane
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von Pennylane » 18.05.2018, 08:24

davisalo hat geschrieben:
18.05.2018, 08:12
Ich unterschreib mal bei vielem, wss geschrieben wurde, bin aber auch selbst eher feuerängstlich...

Allerdings wurde, bevor wir gebaut haben, gerade bei meinen Eltern eingebrochen, so dass wir vieles, was sie nach dem Einbruch nachgerüstet haben, direkt eingebaut haben.

Aber vieles geht.
Was noch nicht genannt wurde: Fenstergriffe durch abschließbare austauschen. Da Du die theoretisch jederzeit wieder rückbauen kannst, kann da auch kein Vermieter was gegen haben.

Ich glaube, damit bist Du schon auf der sicheren Seite - wenn Ihr zu Hause seid. Alles andere wäre sonst so laut und aufwändig, dass Du Hilfe holen kannst.. Denn dann müsste ja wer die Scheibe so durchbrechen, dass er da durch kommt.

Wohnungstür: eventuell Riegel oder Kette in Absprache mit dem Vermieter nachrüsten.

Beides zusammen sollte Dir ruhige Nächte bescheren. Hoffentlich!!!

Viel Spaß mit der neuen Wohnung!
Stimmt, abschließbare Fenstergriffe haben wir auch.
Riegel / Kette ist kann wohl wg Brandschutz und Fluchtwegen schwierig sein.
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von Sakura » 18.05.2018, 08:29

Wir wohnen auch im Erdgeschoss. Es ist ein Traum. Türe auf, Kinder in den Garten.

Einbrecher haben in der Regel bevorzugte Gegenden. Nicht überall wird gleichmäßig oft eingebrochen. Kannst du herausfinden, wie das für eure Gegend aussieht?
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PaleFire
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von PaleFire » 18.05.2018, 08:44

Wow, so viele Antworten, danke Euch! Ich versuch mal, gesammelt auf einiges einzugehen (hoffe das ist okay):

Beratung durch die Polizei: das ist eine sehr gute Idee! Muss ich nur noch meinen Mann überzeugen, der ist überhaupt kein ängstlicher Typ und hält mich schon für etwas verrückt, dass ich mir da überhaupt Gedanken mache. :wink:

Hund: fällt aus, wir sind beide überhaupt keine Hundemenschen und da würde auch der Vermieter nicht mitspielen, denke ich.

Rolläden anbringen an der großen Fensterfront wird nicht gehen, da da direkt der Balkon der oberen Wohnung drüber ist und man da sinnvoll keinen Rolladenkasten anbringen kann. Auch da würde der Vermieter nicht mitspielen, denke ich. Abschließbare Fenstergriffe auf eigene Kosten klingt aber super! Da werd ich ihn auf jeden Fall mal fragen, falls wir die Wohnung kriegen.

Danke auch an diejenigen, die mir die positiven Seiten einer EG-Wohnung aufgezeigt haben! Ich bin in unserer jetzigen Wohnung z.B. tatsächlich immer sehr vorsichtig, was offene Fenster angeht (2.Stock), gerade im Kinderzimmer könnten die Mädels potentiell vom Netz ans offene Fenster gelangen. Oder auch auf dem Balkon, da lasse ich sie auch ungern unbeaufsichtigt. Das würde dann ja alles wegfallen! Und ja, die Vorteile des einfach mal schnell rein- und rausgehens sehe ich genauso, das ist ja auch mit ein Grund, warum wir nach EG-Wohnungen geguckt haben.

In der Wohngegend dürfte die Einbruchrate insgesamt niedrig sein, ja. Es ist aber halt auch keine 100% rationale Angst. Ich hab z.B. sogar jetzt im 2. Stock nachts Angst, wenn mein Mann nicht da ist. 🙈 umso mehr will ich diese Angst NICHT an meine Kinder weitergeben und auch nicht unsere Wohnsituation davon bestimmen lassen - Garten mit einfach mal rausgehen gibt's halt nur im Erdgeschoss, oder im eigenen Haus, wo es aber auch ein Erdgeschoss gibt :wink: .
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meme2017
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von meme2017 » 18.05.2018, 08:51

Hallo,

kannst Du Dir zusätzlich vielleicht Deine Angst nochmal genauer angucken? Also wenn Du das überhaupt willst.

Du schreibt am Anfang davon, dass sie irrational ist.
Dann werden Dir rationale "Lösungen" nicht so viel helfen.

Also vielleicht einmal hinsetzen mit jemandem und auseinanderdrösseln, woraus Deine Angst besteht.
In kleinere Einheiten aufteilen, dann findest Du vielleicht besser Lösungen.
Mir hilft das.
Die abstrakte Angst vor XY analysieren.
Wieviel Anteile sind Angst vor Hilflosigkeit? Wieviel sind Angst vor... Wieviel ist eher Sorge oder Beunruhigung?

Manchmal macht es auch Sinn, die Bilder, die mit der Angst kommen, genauer anzusehen. Sind das Ideen aus dem Fernsehen, vielleicht gab es eine Geschichte, die Du als Kind gesehen hast? Oder werden die Bilder durch reale Erlebnisse gespeist.

Das klingt so kompliziert, aber ich meine eher im Sinne einer Liste:
Angst vor XY auf der einen Seite, und dann gucken, was auf der anderen Seite als Lösung hilft/stehen kann oder wo vielleicht auch der Punkt ist, wo man die Angst kennt und sie gut verwalten kann.

Was kannst Du vielleicht auch an Deinen Mann abgeben?
Er ist ja mit da und kann Verantwortung und Entscheidungsverantwortung für Dich tragen. Wenn Du das zulassen magst.

Wenn Du einen Experten (Polizei) holst, solltest Du Dich vielleicht vorher fragen, ob Du bereit bist, dessen Aussagen dann auch zu vertrauen. (Wieder in die Richtung rational/irrational.)
Also nach einer Beratung dann die Angst gut eingepackt demjenigen mitzugeben oder so.

Etwas wirr, ich hoffe, es ist halbwegs verständlich, was ich meine.

LG,

Meme
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PaleFire
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von PaleFire » 18.05.2018, 09:09

meme2017 hat geschrieben:
18.05.2018, 08:51
Hallo,

kannst Du Dir zusätzlich vielleicht Deine Angst nochmal genauer angucken? Also wenn Du das überhaupt willst.

Du schreibt am Anfang davon, dass sie irrational ist.
Dann werden Dir rationale "Lösungen" nicht so viel helfen.

Also vielleicht einmal hinsetzen mit jemandem und auseinanderdrösseln, woraus Deine Angst besteht.
In kleinere Einheiten aufteilen, dann findest Du vielleicht besser Lösungen.
Mir hilft das.
Die abstrakte Angst vor XY analysieren.
Wieviel Anteile sind Angst vor Hilflosigkeit? Wieviel sind Angst vor... Wieviel ist eher Sorge oder Beunruhigung?

Manchmal macht es auch Sinn, die Bilder, die mit der Angst kommen, genauer anzusehen. Sind das Ideen aus dem Fernsehen, vielleicht gab es eine Geschichte, die Du als Kind gesehen hast? Oder werden die Bilder durch reale Erlebnisse gespeist.

Das klingt so kompliziert, aber ich meine eher im Sinne einer Liste:
Angst vor XY auf der einen Seite, und dann gucken, was auf der anderen Seite als Lösung hilft/stehen kann oder wo vielleicht auch der Punkt ist, wo man die Angst kennt und sie gut verwalten kann.

Was kannst Du vielleicht auch an Deinen Mann abgeben?
Er ist ja mit da und kann Verantwortung und Entscheidungsverantwortung für Dich tragen. Wenn Du das zulassen magst.

Wenn Du einen Experten (Polizei) holst, solltest Du Dich vielleicht vorher fragen, ob Du bereit bist, dessen Aussagen dann auch zu vertrauen. (Wieder in die Richtung rational/irrational.)
Also nach einer Beratung dann die Angst gut eingepackt demjenigen mitzugeben oder so.

Etwas wirr, ich hoffe, es ist halbwegs verständlich, was ich meine.

LG,

Meme
Meme,

Du hast das wirklich sehr gut formuliert. "Rationale Lösungen" können mir zwar sicher zu einem gewissen Teil helfen, das Sicherheitsgefühl zu verbessern (also wenn ich weiß, dass es nicht mehr so leicht wäre, durch ein Fenster einzusteigen z.B.), aber diese irrationale Angst ist einfach so hartnäckig und so sperrig und genau DESWEGEN mag ich ihr nicht mehr klein beigeben.

Woher sie kommt, kann ich gar nicht genau sagen, sie war einfach irgendwann da, seit frühester Kindheit. Konkrete Erlebnisse gab es nicht. Ist vielleicht auch einfach ein bisschen Typsache? Ich habe auch überhaupt keine Angst vor einem materiellen Wertverlust, sondern davor, dass jemand einbricht, der mir und meiner Familie etwas antun will. Ich habe dann echt schlimme Bilder im Kopf...das ist natürlich noch mal unwahrscheinlicher als ein "Gelegenheitseinbruch", um Wertsachen zu ergattern, das ist mir klar. Da müsste ja entweder jemand kommen, der direkt mich meint, oder einfach ein Psychopath. Beides nicht so wahrscheinlich. Trotzdem ist die Angst so übermächtig...voll doof. Wenn ich das so aufschreibe, ist mir total klar, wie abwegig das alles erscheint, aber frag mich mal abends im Bett, wenn mein Mann nicht da ist und die Kinder schlafen. :roll:

Ich mach mir auf jeden Fall nochmal Gedanken über Deine Ratschläge, vielen vielen Dank schon mal!
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FuFu
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von FuFu » 18.05.2018, 10:08

Ich finde es grundsätzlich gut, sich von der Polizei zum Thema Sicherheit beraten zu lassen. Haben wir auch gemacht - jeder, der in einem einzelnen Haus wohnt, hat ja auch ein Erdgeschoss. :wink:

Aber die sehen das von einer sehr rationalen Seite und erzählen eher, wo die Schwachpunkte sind und so Sachen. Ich glaube bei Ängsten wäre ich da vorsichtig bzw. nicht sicher, ob das hilfreich wäre.
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von PaleFire » 18.05.2018, 10:26

FuFu hat geschrieben:
18.05.2018, 10:08
Ich finde es grundsätzlich gut, sich von der Polizei zum Thema Sicherheit beraten zu lassen. Haben wir auch gemacht - jeder, der in einem einzelnen Haus wohnt, hat ja auch ein Erdgeschoss. :wink:

Aber die sehen das von einer sehr rationalen Seite und erzählen eher, wo die Schwachpunkte sind und so Sachen. Ich glaube bei Ängsten wäre ich da vorsichtig bzw. nicht sicher, ob das hilfreich wäre.
Klar - man stelle sich nur vor, die schlagen die Hände überm Kopf zusammen und sagen: da müssen Sie ja massiv nachrüsten, da gibt es diese und diese und diese Schwachstelle...was mach ich dann? Andererseits ist das Haus relativ neu (2004), also zumindest die Fenster und Türen sind nicht komplett veraltet oder so.
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Re: Wohnen im Erdgeschoss

Beitrag von FuFu » 18.05.2018, 12:09

Vor allem ist das immer auch eine Art Wettrüsten. Man kommt überall rein, nur dauert es länger und macht mehr Krach... und ja, Hauptaugenmerk liegt tatsächlich darauf, einen bewohnten Eindruck zu machen. Denn in der Tat wird in der Regel dann eingebrochen, wenn niemand da ist, und das ist tagsüber oder wenn man im Urlaub ist.

Da hilft schon Zeitschaltuhren installieren, Klingel abstellen, Briefkasten regelmäßig leeren lassen, Zeitung ggf. abbestellen und die Rollläden NICHT runterlassen.

Bei Fenstern und der Haustür wirst du bei einem relativ neuen Haus nicht ganz schlecht dastehen.
Ich habe beim Altbau mal selber die (nicht abgeschlossene) Wohnungstür mit ner Kreditkarte aufgehebelt. Das war in dem Moment ganz praktisch, aber ansonsten :shock:
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Klein-FuFu Dez. 2012

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