Mastits, Abszess und Stillstreik
Verfasst: 27.11.2017, 10:29
Hallo!
Jetzt habe ich mich extra angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.
Mein Kleiner ist nun 3 Monate alt, er wird von Anfang an voll gestillt. Anfangs hatte ich mit wunden Brustwarzen zu kämpfen, dann aber pendelte sich alles ein. Anfang Oktober hatte ich dann von jetzt auf Nachher einen großen Knubbel in der linken Brust. Ohne Fieber oder Schmerzen. Zuerst dachte ich dennoch an einen Milchstau, habe das volle Programm aufgefahren, gewärmt, gekühlt, ausgestrichen, gepumpt, in akrobatischen Verrenkungen gestillt - nichts half. Bei dem Nachsorgetermin bei meinem Arzt - der war drei Tage, nachdem der Knoten aufgetaucht ist - habe ich ihm berichtet, er hat abgetastet und Milchstau diagnostiziert. Ich solle so weitermachen wie bisher. Es wurde leider nicht besser, eine Woche später bin ich wieder zum Dok. Der hat geschallt und einen Abszess entdeckt, mich daraufhin sofort in die Klinik überwiesen, wo ein 5 cm großer Abszess bestätigt wurde, den man direkt punktiert hat. Mittlerweile sind 6 Punktionen und zwei Antibiotikabehandlungen ins Land gegangen, ohne Erfolg. Der Abszess füllt sich immer wieder, letzten Freitag hat man wieder 20 ml angezogen und eine kleine Zyste gleich mit. Die Ärzte sind sich einig, dass das so weitergehen muss, eine Op ist die letzte Option, wenn überhaupt nichts mehr geht. Nun soll ich diese Woche ohne Termin kommen, wenn ich meine, dass sich der Abszess wieder füllt. Ich hab da überhaupt kein Gefühl mehr für, die ganze Brust tut nur noch weh vom Stechen, besonders an den Stellen, wo punktiert worden ist, habe ich nach drei Tagen so schmerzhafte Beulen. Bisher war mein Sohn ein zuverlässiges Indiz dafür, dass was nicht stimmt, er hat die Brust verweigert. Nun trinkt er aber auch nach dem letzten Eingriff nicht an der Seite, er stößt sich ab, schreit, nuckelt allerhöchstens kurz dran und wendet sich dann wieder ab. Ich stille ihn nur noch mit der anderen Seite, die kranke Brust pumpe ich ab. Es kommen hier höchstens mal 10 ml zusammen. Die scheinen auch nicht zu schmecken, er trinkt sie aber dennoch aus der Flasche. Der Arzt, der mich das letzte Mal behandelt hat, meinte, ich solle noch besser ausstreichen, aber da kommt nicht mehr!
Was kann ich sonst noch tun? Wie soll ich mit dem „Stillstreik“ umgehen? Kann er die Milch trinken, auch wenn sie ihm offenbar gar nicht schmeckt oder soll ich sie verwerfen? Macht es Sinn, weiterzustillen? Oder nur mit einer Brust? Wie lang kann sich so etwas ziehen?
Ich hab einfach keine Kraft mehr. Besonders dass mein Sohn nicht trinken will, ist schlimm, das Pumpen ist einfach unangenehm, ich muss immer sehr vorsichtig sein, weil sonst die Brustwarze so weh tut, blau wird und sich an der Spitze letztlich weiß verfärbt. Ich bin sonst echt hart im Nehmen, aber das belastet mich enorm. Zudem ich noch einen älteres Kind habe, das jetzt durch die ganze Situation einfach viel zu kurz kommt.
Ich danke allen fürs Lesen und eventuelle Tipps. Vielleicht hat jemand hier sowas ähnliches durchgemacht und kann berichten, wie er damit umgegangen ist...
LG, Diplodocus
Jetzt habe ich mich extra angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.
Mein Kleiner ist nun 3 Monate alt, er wird von Anfang an voll gestillt. Anfangs hatte ich mit wunden Brustwarzen zu kämpfen, dann aber pendelte sich alles ein. Anfang Oktober hatte ich dann von jetzt auf Nachher einen großen Knubbel in der linken Brust. Ohne Fieber oder Schmerzen. Zuerst dachte ich dennoch an einen Milchstau, habe das volle Programm aufgefahren, gewärmt, gekühlt, ausgestrichen, gepumpt, in akrobatischen Verrenkungen gestillt - nichts half. Bei dem Nachsorgetermin bei meinem Arzt - der war drei Tage, nachdem der Knoten aufgetaucht ist - habe ich ihm berichtet, er hat abgetastet und Milchstau diagnostiziert. Ich solle so weitermachen wie bisher. Es wurde leider nicht besser, eine Woche später bin ich wieder zum Dok. Der hat geschallt und einen Abszess entdeckt, mich daraufhin sofort in die Klinik überwiesen, wo ein 5 cm großer Abszess bestätigt wurde, den man direkt punktiert hat. Mittlerweile sind 6 Punktionen und zwei Antibiotikabehandlungen ins Land gegangen, ohne Erfolg. Der Abszess füllt sich immer wieder, letzten Freitag hat man wieder 20 ml angezogen und eine kleine Zyste gleich mit. Die Ärzte sind sich einig, dass das so weitergehen muss, eine Op ist die letzte Option, wenn überhaupt nichts mehr geht. Nun soll ich diese Woche ohne Termin kommen, wenn ich meine, dass sich der Abszess wieder füllt. Ich hab da überhaupt kein Gefühl mehr für, die ganze Brust tut nur noch weh vom Stechen, besonders an den Stellen, wo punktiert worden ist, habe ich nach drei Tagen so schmerzhafte Beulen. Bisher war mein Sohn ein zuverlässiges Indiz dafür, dass was nicht stimmt, er hat die Brust verweigert. Nun trinkt er aber auch nach dem letzten Eingriff nicht an der Seite, er stößt sich ab, schreit, nuckelt allerhöchstens kurz dran und wendet sich dann wieder ab. Ich stille ihn nur noch mit der anderen Seite, die kranke Brust pumpe ich ab. Es kommen hier höchstens mal 10 ml zusammen. Die scheinen auch nicht zu schmecken, er trinkt sie aber dennoch aus der Flasche. Der Arzt, der mich das letzte Mal behandelt hat, meinte, ich solle noch besser ausstreichen, aber da kommt nicht mehr!
Was kann ich sonst noch tun? Wie soll ich mit dem „Stillstreik“ umgehen? Kann er die Milch trinken, auch wenn sie ihm offenbar gar nicht schmeckt oder soll ich sie verwerfen? Macht es Sinn, weiterzustillen? Oder nur mit einer Brust? Wie lang kann sich so etwas ziehen?
Ich hab einfach keine Kraft mehr. Besonders dass mein Sohn nicht trinken will, ist schlimm, das Pumpen ist einfach unangenehm, ich muss immer sehr vorsichtig sein, weil sonst die Brustwarze so weh tut, blau wird und sich an der Spitze letztlich weiß verfärbt. Ich bin sonst echt hart im Nehmen, aber das belastet mich enorm. Zudem ich noch einen älteres Kind habe, das jetzt durch die ganze Situation einfach viel zu kurz kommt.
Ich danke allen fürs Lesen und eventuelle Tipps. Vielleicht hat jemand hier sowas ähnliches durchgemacht und kann berichten, wie er damit umgegangen ist...
LG, Diplodocus