Stillstreik mit 13 Monaten
Verfasst: 30.10.2017, 11:01
Hallo ihr Lieben,
ich bin neu hier und habe mich heute Nacht ein wenig durch euer Forum gelesen. Nun habe ich mich entschieden, hier um Rat zu fragen. Ich erzähl mal ein bisschen von unserer Situation:
Mein Sohn ist nun 13 Monate alt, wir hatten von Anfang an eine recht unkomplizierte Stillbeziehung, zweimal hat er während eines Schubes einen Tag lang nicht gestillt.
Eigentlich hat er momentan noch drei- bis viermal in 24 Stunden gestillt, auf jeden Fall aber vor dem Einschlafen und einmal nachts/am frühen Morgen. Wir hatten immer mal wieder Probleme mit Beißen, allerdings haben wir das so gelöst, dass ich ihn abgedockt habe, wenn ich das Gefühl hatte, er ist eigentlich fertig und kaut nur noch auf der Brustwarze herum. Schnuller nimmt er (aussschließlich) zum Schlafen, Trinklernbecher klappt im Moment noch besser als aus dem Becher, vor allem unterwegs.
Vorletzen Freitag hat er Fieber bekommen und Sonntag hatten wir dann die Diagnose Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Samstag Morgen (also vor neun Tagen) hat er zum letzten Mal gestillt, seitdem möchte er nicht mehr. Zunächst dachte ich, dass er wegen der Schmerzen im Mund nicht stillen will, aber die Krankheit ist nun überwunden und er zeigt kein Interesse am Stillen. Wenn ich versuche, ihn anzulegen, grinst er verunsichert und beißt auf der Brustwarze herum. Ich habe das Gefühl, er hat 'vergessen' wie man aus der Brust trinkt. Letzte Woche habe ich mit einer Stillberaterin von LLL telefoniert, die mich darin bestärkt hat, dass es in Ordnung ist, wenn er sich mit 13 Monaten abstillt.
Ich habe das Gefühl, ich muss mich jetzt entscheiden: Arbeite ich daran, dass ich das plötzliche Abstillen verkrafte oder sehe ich das Ganze noch als Stillstreik und versuche alles, damit er wieder stillt? Denn ganz ehrlich gesagt, bricht es mir wirklich das Herz
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit war (außer Erkältungen) seine erste Krankheit und er war wie ausgewechselt, klebte 24 Stunden am Tag an mir und hat richtig gelitten, der Arme. Auch jetzt ist er noch viel anhänglicher, ist ohne Stillen viel schwerer ins Bett zu bringen und nachts auch kaum zu beruhigen. Er möchte dann auf mir weiterschlafen, aber auch da wälzt er sich hin und her und findet schwer wieder zurück in den Schlaf. Kein Vergleich zum ruhigen Stillen und zufrieden weiterschlafen
Seit Anfang Oktober arbeite ich wieder und mein Mann hat die Kitaeingewöhnung übernommen, bisher war es eine 'Traumeingewöhnung' wie unser Bezugserzieher sagt und er hat auch schon in der Kita geschlafen. Letzten Freitag war dann sein erster Kitatag nach der Krankheit und er ist dort nicht eingeschlafen. Nun ist er wieder dort und ich bin sehr gespannt, wie es heute läuft.
Bisher hatte ich immer ein gutes Gefühl mit unserer veränderten Situation, aber das fehlende Stillen verunsichert mich wirklich ungemein und es ist soo schwer zu beurteilen, ob es ihm auch fehlt und noch wichtig für ihn wäre oder ob es (s)eine natürlich Entwicklung ist und in Ordnung so.
Puh, das ist jetzt ganz schön lang geworden, vielleicht ging es ja jemandem ähnlich. Mir hilft es schon mal, zu lesen, dass auch andere Mamas so emotional aufs Nicht-Stillen reagieren.
Viele liebe Grüße,
J.
ich bin neu hier und habe mich heute Nacht ein wenig durch euer Forum gelesen. Nun habe ich mich entschieden, hier um Rat zu fragen. Ich erzähl mal ein bisschen von unserer Situation:
Mein Sohn ist nun 13 Monate alt, wir hatten von Anfang an eine recht unkomplizierte Stillbeziehung, zweimal hat er während eines Schubes einen Tag lang nicht gestillt.
Eigentlich hat er momentan noch drei- bis viermal in 24 Stunden gestillt, auf jeden Fall aber vor dem Einschlafen und einmal nachts/am frühen Morgen. Wir hatten immer mal wieder Probleme mit Beißen, allerdings haben wir das so gelöst, dass ich ihn abgedockt habe, wenn ich das Gefühl hatte, er ist eigentlich fertig und kaut nur noch auf der Brustwarze herum. Schnuller nimmt er (aussschließlich) zum Schlafen, Trinklernbecher klappt im Moment noch besser als aus dem Becher, vor allem unterwegs.
Vorletzen Freitag hat er Fieber bekommen und Sonntag hatten wir dann die Diagnose Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Samstag Morgen (also vor neun Tagen) hat er zum letzten Mal gestillt, seitdem möchte er nicht mehr. Zunächst dachte ich, dass er wegen der Schmerzen im Mund nicht stillen will, aber die Krankheit ist nun überwunden und er zeigt kein Interesse am Stillen. Wenn ich versuche, ihn anzulegen, grinst er verunsichert und beißt auf der Brustwarze herum. Ich habe das Gefühl, er hat 'vergessen' wie man aus der Brust trinkt. Letzte Woche habe ich mit einer Stillberaterin von LLL telefoniert, die mich darin bestärkt hat, dass es in Ordnung ist, wenn er sich mit 13 Monaten abstillt.
Ich habe das Gefühl, ich muss mich jetzt entscheiden: Arbeite ich daran, dass ich das plötzliche Abstillen verkrafte oder sehe ich das Ganze noch als Stillstreik und versuche alles, damit er wieder stillt? Denn ganz ehrlich gesagt, bricht es mir wirklich das Herz
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit war (außer Erkältungen) seine erste Krankheit und er war wie ausgewechselt, klebte 24 Stunden am Tag an mir und hat richtig gelitten, der Arme. Auch jetzt ist er noch viel anhänglicher, ist ohne Stillen viel schwerer ins Bett zu bringen und nachts auch kaum zu beruhigen. Er möchte dann auf mir weiterschlafen, aber auch da wälzt er sich hin und her und findet schwer wieder zurück in den Schlaf. Kein Vergleich zum ruhigen Stillen und zufrieden weiterschlafen
Seit Anfang Oktober arbeite ich wieder und mein Mann hat die Kitaeingewöhnung übernommen, bisher war es eine 'Traumeingewöhnung' wie unser Bezugserzieher sagt und er hat auch schon in der Kita geschlafen. Letzten Freitag war dann sein erster Kitatag nach der Krankheit und er ist dort nicht eingeschlafen. Nun ist er wieder dort und ich bin sehr gespannt, wie es heute läuft.
Bisher hatte ich immer ein gutes Gefühl mit unserer veränderten Situation, aber das fehlende Stillen verunsichert mich wirklich ungemein und es ist soo schwer zu beurteilen, ob es ihm auch fehlt und noch wichtig für ihn wäre oder ob es (s)eine natürlich Entwicklung ist und in Ordnung so.
Puh, das ist jetzt ganz schön lang geworden, vielleicht ging es ja jemandem ähnlich. Mir hilft es schon mal, zu lesen, dass auch andere Mamas so emotional aufs Nicht-Stillen reagieren.
Viele liebe Grüße,
J.