Das leidige Thema Stillhütchen...
Verfasst: 26.10.2017, 12:19
Liebes Still-Forum
Ich lese schon ein paar Tage still mit und ich finde die Tipps und den Umgangston hier spitze, so dass ich mich mit meinem Problem an euch wende. Ich bin am 16.7.17 Mutter eines Sohnes geworden (Termingeburt). Die Geburt musste leider eingeleitet werden(Cytotec und Syntocinon) und war sehr lange und anstrengend. Hinzu kam dass mein Sohn ein Sternengucker war und schliesslich per Vakuumextraktion entbunden werden musste. Nach dem Geburtsmarathon (48h Wehen) hat der Kleine etwa eine Stunde lang heftig geschrien und er war danach total erschöpft und hatte keine Kraft mehr richtig zu saugen. Die Hebamme brachte mir ein Stillhütchen mit welchem er dann auch getrunken hat.
Dies war der Anfang des schwierigen Starts unserer Stillbeziehung. Auch während unseres Aufenthalts im Krankenhaus weigerte sich mein Sohn vehement ohne Hütchen zu stillen. Es wurde mir dann geraten einfach mit Hütchen zu stillen. Als ich zu Hause war habe ich mit meiner Nachsorgehebamme immer wieder und mit allen bekannten Tricks versucht ohne Hütchen zu stillen, was jedoch nicht geklappt hat. Auch mit Hilfe einer Stillberaterin sind wir das Hütchen leider nicht losgeworden. Sie hat gemeint lieber mit Hütchen zu stillen als überhaupt nicht.
Auf der einen Seite macht es mich traurig dass es nicht ohne klappt, auf der anderen Seite bin ich froh, so überhaupt stillen zu können. Die Gefahren wie möglicherweise zurückgehende Milchmenge und damit verbundene Gedeihstörung sind mir bewusst.
Nun zu meinem Anliegen. Mein Sohn hat bislang gut zugenommen:
Geburtsgewicht 16.07.17: 2850 g
20.7.17: 2800 g
30.7.17: 3420 g
11.8.17: 4065 g
04.09.17: 4900 g
19.9.17: 5400 g
26.10.17: 6300 g
Was das Gewicht betrifft mache ich mir momentan keine grossen Sorgen, werde es aber weiter beobachten aufgrund des Stillhütchens.
Wir haben Stillabstände von etwa 2 Stunden, auch nachts... Der Kinderarzt hat vor drei Wochen gemeint der Kleine sei nun genug alt, damit er 3h ohne stillen durchhalten könne. Kein Baby brauche alle 1-2h Nahrung. Wieder mal eine super Aussage einesKinderarztes der vom Stillen keine Ahnung hat. Ich habe seinen Rat ignoriert und einfach weitergemacht wie bis anhin denn ich will ihn doch nicht schreien lassen wenn er Hunger hat oder sich durch das Stillen Nähe holen will. Mein Sohn hat dann aber von sich aus tagsüber die Stillabstände verlängert auf 3h. Zuerst war ich froh drüber, so konnte ich mal ein bisschen unterwegs sein ohne immer gleich nach einem Stillplatz Ausschau halten zu müssen. Ich habe dann aber letzte Woche gemerkt dass wohl meine Milchmenge zurückging, der Kleine wurde unzufriedener. Während des Stillems war er sehr unruhig.
Da ich das Stillhütchen in Verdacht habe, habe ich nun Gegenmassnahmen getroffen. Ich stille möglichst häufig und pumpe tagsüber nach dem Stillen noch zusätzlich ab und füttere dies gleich im Anschluss, er trinkt meist noch alles, es sind immer zwischen 20 und 50 ml. Manchmall kann ich nicht genügend abpumpen und wenn er nach dem Stillen noch Hunger hat, füttere ich PRE zu. Manchmal hat er fast nichts getrunken, jedoch maximal 100 ml am Tag, höchst selten mal 150 ml. Wenn er eine Flasche PRE getrunken hat habe ich auch noch zusätzlich abgepumpt um die Milchproduktion anzuregen. Ich habe nun momentan das Gefühl, dass ich wieder mehr Milch habe, er trinkt auch wieder viel ruhiger und dockt nicht mehr die ganze Zeit immer wieder ab.
Meine Hebamme hat gemeint dass der Kleine durch das Hütchen nicht in der Lage ist, genug Milch aus der Brust rauszubekommen. Was mich grundsätzlich irritiert ist die Tatsache, dass er jeweils nur etwa 5-10 Minuten auf einer Seite trinkt. Ich habe gelesen, dass das Stillen mit Hütchen normalerweise doppelt so lange dauert wie ohne. Hat da jemand Erfahrungen? Wobei mein Sohn sehr neugierig ist und am Tag oft sehr unkonzentriert ist weil er sonst etwas berpassen könnte...Ist es möglich dass er trotz Hütchen bei einer solch kurzen Trinkzeit genügend Milch bekommt? Sind möglicherweise die kurzen Stillabstände nachts auch damit zu erklären dass er aufgrund des Hütchens immer nur kleine Mengen trinken kann?
Was meint ihr soll ich so weitermachen mit zusätzlich abpumpen? Wobei ich dies nur mache wenn ich zu Hause bin, da der Kleine aber nur zu Hause im Tragetuch schläft bin ich nicht viel unterwegs.
Nachts möchte ich anfangen im Liegen zu stillen, damit ich ein bisschen mehr Schlaf bekomme, die 1-2h Abstände schlauchen mich sehr. Ich habe jedoch festgestellt dass dies mit Hütchen nicht so einfach ist, denn es fällt immer wieder ab wenn der Kleine kurz einschläft und nacher motzt er wenn er nicht mehr selber andocken kann und ich bin wieder wach. Hat hier jemand Tipps?
Ansonsten versuche ich auch jeden Tag und immer wieder ohne zu stillen, bisher hats leider nicht geklappt aber vielleicht gibts doch noch die Wunderheilung...
Hat jemand hier eine ähnliche Geschichte und kann mir von den Erfahrungen berichten? Ich habe mir überlegt eine Babywaage zu mieten um mal zu messen wie viel er pro Stillmahlzeit teinkt. Auf der anderen Seite stresst mich dies dann sicher auch wieder. Was meint ihr dazu? Ist dies nötig?
Herzlichen Dank für eure Hilfe und liebe Grüsse
Lenja
Hier noch die Beantwortung der Fragen:
Einzelnen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Täglich abgepumpte Milch, meist zwischen 60-100 ml. Ab und zu etwas PRE, zwischen 0-100ml am Tag.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich stille tags wie nachts alle 1-2h, aber eher alle 2h. Das Stillen dauert am Tag meist 5-15 Min., in der Nacht meist länger da er immer wieder einschläft.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
4-6 nasse Windeln am Tag und täglich eine grosse Portion Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Andockprobleme plus unruhiges Baby
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Er kennt alles, ohne Schnullerschläft er nicht ein.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren zwei Mal beim Osteopathen, dies hat nichts gebracht, wir haben nun noch einen yTermin beim Chiro da er den Kopf meist nur auf eine Seite hält was man auch schon an der Kopfform erkennt. Er streckt sich auch viel durch und hat tagsüber grosse Probleme in den Schlaf zu finden, ist sehr unruhig, hat am Anfang viel geweint, nun noch so 30-40 Minuten am Tag.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe PCOS, Medis nehme ich ausser Vitamine keine.
Ich lese schon ein paar Tage still mit und ich finde die Tipps und den Umgangston hier spitze, so dass ich mich mit meinem Problem an euch wende. Ich bin am 16.7.17 Mutter eines Sohnes geworden (Termingeburt). Die Geburt musste leider eingeleitet werden(Cytotec und Syntocinon) und war sehr lange und anstrengend. Hinzu kam dass mein Sohn ein Sternengucker war und schliesslich per Vakuumextraktion entbunden werden musste. Nach dem Geburtsmarathon (48h Wehen) hat der Kleine etwa eine Stunde lang heftig geschrien und er war danach total erschöpft und hatte keine Kraft mehr richtig zu saugen. Die Hebamme brachte mir ein Stillhütchen mit welchem er dann auch getrunken hat.
Dies war der Anfang des schwierigen Starts unserer Stillbeziehung. Auch während unseres Aufenthalts im Krankenhaus weigerte sich mein Sohn vehement ohne Hütchen zu stillen. Es wurde mir dann geraten einfach mit Hütchen zu stillen. Als ich zu Hause war habe ich mit meiner Nachsorgehebamme immer wieder und mit allen bekannten Tricks versucht ohne Hütchen zu stillen, was jedoch nicht geklappt hat. Auch mit Hilfe einer Stillberaterin sind wir das Hütchen leider nicht losgeworden. Sie hat gemeint lieber mit Hütchen zu stillen als überhaupt nicht.
Auf der einen Seite macht es mich traurig dass es nicht ohne klappt, auf der anderen Seite bin ich froh, so überhaupt stillen zu können. Die Gefahren wie möglicherweise zurückgehende Milchmenge und damit verbundene Gedeihstörung sind mir bewusst.
Nun zu meinem Anliegen. Mein Sohn hat bislang gut zugenommen:
Geburtsgewicht 16.07.17: 2850 g
20.7.17: 2800 g
30.7.17: 3420 g
11.8.17: 4065 g
04.09.17: 4900 g
19.9.17: 5400 g
26.10.17: 6300 g
Was das Gewicht betrifft mache ich mir momentan keine grossen Sorgen, werde es aber weiter beobachten aufgrund des Stillhütchens.
Wir haben Stillabstände von etwa 2 Stunden, auch nachts... Der Kinderarzt hat vor drei Wochen gemeint der Kleine sei nun genug alt, damit er 3h ohne stillen durchhalten könne. Kein Baby brauche alle 1-2h Nahrung. Wieder mal eine super Aussage einesKinderarztes der vom Stillen keine Ahnung hat. Ich habe seinen Rat ignoriert und einfach weitergemacht wie bis anhin denn ich will ihn doch nicht schreien lassen wenn er Hunger hat oder sich durch das Stillen Nähe holen will. Mein Sohn hat dann aber von sich aus tagsüber die Stillabstände verlängert auf 3h. Zuerst war ich froh drüber, so konnte ich mal ein bisschen unterwegs sein ohne immer gleich nach einem Stillplatz Ausschau halten zu müssen. Ich habe dann aber letzte Woche gemerkt dass wohl meine Milchmenge zurückging, der Kleine wurde unzufriedener. Während des Stillems war er sehr unruhig.
Da ich das Stillhütchen in Verdacht habe, habe ich nun Gegenmassnahmen getroffen. Ich stille möglichst häufig und pumpe tagsüber nach dem Stillen noch zusätzlich ab und füttere dies gleich im Anschluss, er trinkt meist noch alles, es sind immer zwischen 20 und 50 ml. Manchmall kann ich nicht genügend abpumpen und wenn er nach dem Stillen noch Hunger hat, füttere ich PRE zu. Manchmal hat er fast nichts getrunken, jedoch maximal 100 ml am Tag, höchst selten mal 150 ml. Wenn er eine Flasche PRE getrunken hat habe ich auch noch zusätzlich abgepumpt um die Milchproduktion anzuregen. Ich habe nun momentan das Gefühl, dass ich wieder mehr Milch habe, er trinkt auch wieder viel ruhiger und dockt nicht mehr die ganze Zeit immer wieder ab.
Meine Hebamme hat gemeint dass der Kleine durch das Hütchen nicht in der Lage ist, genug Milch aus der Brust rauszubekommen. Was mich grundsätzlich irritiert ist die Tatsache, dass er jeweils nur etwa 5-10 Minuten auf einer Seite trinkt. Ich habe gelesen, dass das Stillen mit Hütchen normalerweise doppelt so lange dauert wie ohne. Hat da jemand Erfahrungen? Wobei mein Sohn sehr neugierig ist und am Tag oft sehr unkonzentriert ist weil er sonst etwas berpassen könnte...Ist es möglich dass er trotz Hütchen bei einer solch kurzen Trinkzeit genügend Milch bekommt? Sind möglicherweise die kurzen Stillabstände nachts auch damit zu erklären dass er aufgrund des Hütchens immer nur kleine Mengen trinken kann?
Was meint ihr soll ich so weitermachen mit zusätzlich abpumpen? Wobei ich dies nur mache wenn ich zu Hause bin, da der Kleine aber nur zu Hause im Tragetuch schläft bin ich nicht viel unterwegs.
Nachts möchte ich anfangen im Liegen zu stillen, damit ich ein bisschen mehr Schlaf bekomme, die 1-2h Abstände schlauchen mich sehr. Ich habe jedoch festgestellt dass dies mit Hütchen nicht so einfach ist, denn es fällt immer wieder ab wenn der Kleine kurz einschläft und nacher motzt er wenn er nicht mehr selber andocken kann und ich bin wieder wach. Hat hier jemand Tipps?
Ansonsten versuche ich auch jeden Tag und immer wieder ohne zu stillen, bisher hats leider nicht geklappt aber vielleicht gibts doch noch die Wunderheilung...
Hat jemand hier eine ähnliche Geschichte und kann mir von den Erfahrungen berichten? Ich habe mir überlegt eine Babywaage zu mieten um mal zu messen wie viel er pro Stillmahlzeit teinkt. Auf der anderen Seite stresst mich dies dann sicher auch wieder. Was meint ihr dazu? Ist dies nötig?
Herzlichen Dank für eure Hilfe und liebe Grüsse
Lenja
Hier noch die Beantwortung der Fragen:
Einzelnen:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Täglich abgepumpte Milch, meist zwischen 60-100 ml. Ab und zu etwas PRE, zwischen 0-100ml am Tag.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Ich stille tags wie nachts alle 1-2h, aber eher alle 2h. Das Stillen dauert am Tag meist 5-15 Min., in der Nacht meist länger da er immer wieder einschläft.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
4-6 nasse Windeln am Tag und täglich eine grosse Portion Stuhlgang
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Andockprobleme plus unruhiges Baby
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Er kennt alles, ohne Schnullerschläft er nicht ein.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Wir waren zwei Mal beim Osteopathen, dies hat nichts gebracht, wir haben nun noch einen yTermin beim Chiro da er den Kopf meist nur auf eine Seite hält was man auch schon an der Kopfform erkennt. Er streckt sich auch viel durch und hat tagsüber grosse Probleme in den Schlaf zu finden, ist sehr unruhig, hat am Anfang viel geweint, nun noch so 30-40 Minuten am Tag.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Ich habe PCOS, Medis nehme ich ausser Vitamine keine.