Papagewöhnung - wie? Verzweifelt
Verfasst: 16.09.2017, 14:40
Hallo! Ich brauche etwas Hilfe bei Mamis, die vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht habe wie wir.
Zur Situation: Unser Sohn wurde Anfang Juni geboren, ist also bald 15 Wochen alt. Er ist ein Stilljunkie unsd tagsüber spätestens alle 2 Stunden an der Brust (womit ich meinen Frieden gemacht habe) und nimmt, obwohl wir ihn immer wieder mal angeboten hatten, keinen Schnuller. Er benötigt auch viel Körperkontakt und schläft fast ausschließlich beim Stillen ein oder im Tuch. Bondolino haben wir auch, mag er aber nicht.
Mein Mann ist ein sehr liebevoller, zärtlicher Mensch und möchte -- nachdem und vielleicht weil er aufgrund seiner Biografie lange mit dem Vatersein gehadert hat -- ein teilnehmender, "moderner" Vater sein. Er hatte auch zu Beginn drei Monate Elternzeit. Leider hat er um die 6. Woche herum ein ausgeprägtes beidseitiges Karpaltunnelsyndrom entwickelt, dass ihn fast komplett aus der aktiven Babypflege geschmissen hat. Er konnte den Spatz nicht mehr tragen, wickeln oder umziehen. Leider fing es auch bei unserem Sohn um die Zeit herum an, dass er nicht mehr liegend auf Papas Brust eingeschlafen ist. So hat eine sehr anstrengende Zeit begonnen, natürlich einmal körperlich aber auch psychisch und obwohl er viel hier war, hatten Vater und Sohn wenig miteinander "zu tun". Jetzt arbeitet er seit einer Woche und obwohl die Hände langsam besser werden hat sich die Situation verschlimmert. Mein Mann kommt gegen nach Hause, spätestens ab 7 muss der Spatz ins Tuch, weil er sonst übermüdet wird, und schläft ab dann bis 10-11, wo ich ihn nochmal stille und wir alle zusammen ins Bett gehen.
Eigentlich wäre das super Kuschelzeit für die beiden, aber der Kleine lässt sich von seinem Vater nicht im Tuch tragen und schreit ausdauernd. Nachdem das ein paar Abende so gegangen ist, dachte ich, dass er vielleicht übermüdet ist und wir es tagsüber probieren sollten. Heute Mittag unter den besten Voraussetzungen (satt, trocken, noch nicht zu müde) ist es aber auch wieder im Geschrei geendet. Nachdem er ihn mir in die Hand gedrückt hat ist der Kleine gleich an der Brust eingeschlafen und hat sich anstandslos von mir einbinden lassen und schläft jetzt. Mein Mann ist tief verletzt und fühlt sich abgelehnt, ich bräuchte dringend auch mal eine Pause vom Baby. Ich habe bisher einen Abend frei gehabt, während mein Mann einfach das Geschrei über sich hat ergehen lassen. Vor der Geburt hatte mein Mann eine psychisch schwierige Phase in Bezug auf das Vaterwerden und jetzt habe ich große Sorge, dass er sich gefühlt in der Angst bestätigt sieht, kein guter Vater zu sein.
Ich kann natürlich verstehen, dass ich in der Zeit zur Hauptbezugsperson und zum "Zuhause" meines Sohnes geworden bin, möchte aber dringend alles was ich kann tun, um den Zustand zu ändern, uns allen zuliebe. Hat jemand von euch eine ähnliche Situation erlebt? Hab ihr es geschafft, das Baby an den Papa zu gewöhnen, und wie? Ich bin grade ziemlich verzweifelt und leide mit meinem Mann mit. Ganz abgesehen davon, dass mein Rücken und mein Kopf mal eine Pause bräuchten.
Zur Situation: Unser Sohn wurde Anfang Juni geboren, ist also bald 15 Wochen alt. Er ist ein Stilljunkie unsd tagsüber spätestens alle 2 Stunden an der Brust (womit ich meinen Frieden gemacht habe) und nimmt, obwohl wir ihn immer wieder mal angeboten hatten, keinen Schnuller. Er benötigt auch viel Körperkontakt und schläft fast ausschließlich beim Stillen ein oder im Tuch. Bondolino haben wir auch, mag er aber nicht.
Mein Mann ist ein sehr liebevoller, zärtlicher Mensch und möchte -- nachdem und vielleicht weil er aufgrund seiner Biografie lange mit dem Vatersein gehadert hat -- ein teilnehmender, "moderner" Vater sein. Er hatte auch zu Beginn drei Monate Elternzeit. Leider hat er um die 6. Woche herum ein ausgeprägtes beidseitiges Karpaltunnelsyndrom entwickelt, dass ihn fast komplett aus der aktiven Babypflege geschmissen hat. Er konnte den Spatz nicht mehr tragen, wickeln oder umziehen. Leider fing es auch bei unserem Sohn um die Zeit herum an, dass er nicht mehr liegend auf Papas Brust eingeschlafen ist. So hat eine sehr anstrengende Zeit begonnen, natürlich einmal körperlich aber auch psychisch und obwohl er viel hier war, hatten Vater und Sohn wenig miteinander "zu tun". Jetzt arbeitet er seit einer Woche und obwohl die Hände langsam besser werden hat sich die Situation verschlimmert. Mein Mann kommt gegen nach Hause, spätestens ab 7 muss der Spatz ins Tuch, weil er sonst übermüdet wird, und schläft ab dann bis 10-11, wo ich ihn nochmal stille und wir alle zusammen ins Bett gehen.
Eigentlich wäre das super Kuschelzeit für die beiden, aber der Kleine lässt sich von seinem Vater nicht im Tuch tragen und schreit ausdauernd. Nachdem das ein paar Abende so gegangen ist, dachte ich, dass er vielleicht übermüdet ist und wir es tagsüber probieren sollten. Heute Mittag unter den besten Voraussetzungen (satt, trocken, noch nicht zu müde) ist es aber auch wieder im Geschrei geendet. Nachdem er ihn mir in die Hand gedrückt hat ist der Kleine gleich an der Brust eingeschlafen und hat sich anstandslos von mir einbinden lassen und schläft jetzt. Mein Mann ist tief verletzt und fühlt sich abgelehnt, ich bräuchte dringend auch mal eine Pause vom Baby. Ich habe bisher einen Abend frei gehabt, während mein Mann einfach das Geschrei über sich hat ergehen lassen. Vor der Geburt hatte mein Mann eine psychisch schwierige Phase in Bezug auf das Vaterwerden und jetzt habe ich große Sorge, dass er sich gefühlt in der Angst bestätigt sieht, kein guter Vater zu sein.
Ich kann natürlich verstehen, dass ich in der Zeit zur Hauptbezugsperson und zum "Zuhause" meines Sohnes geworden bin, möchte aber dringend alles was ich kann tun, um den Zustand zu ändern, uns allen zuliebe. Hat jemand von euch eine ähnliche Situation erlebt? Hab ihr es geschafft, das Baby an den Papa zu gewöhnen, und wie? Ich bin grade ziemlich verzweifelt und leide mit meinem Mann mit. Ganz abgesehen davon, dass mein Rücken und mein Kopf mal eine Pause bräuchten.