Zufütterindikation mit Brusternährungsset
Verfasst: 12.06.2017, 12:19
Hallo zusammen,
da bin ich mal wieder... 2,5 Jahre später mit dem nächsten Kind. Die Hebamme hat heute darum gebeten einmal täglich ca. 70ml / 1 Flasche zuzufüttern (bzw. nach einer Stillmahlzeit soviel wie er noch mag). Sie hat vorgeschlagen, es statt mit der Flasche mit dem Brusternährungsset zu versuchen (weil man mir wohl an der Nasenspitze ansah, dass ich bei dem Wort "Flasche" sofort gegruselt habe).
Und ich atme tief ein und aus und versuche definitiv nicht in Tränen auszubrechen oder irgendwen anzuschreien (mein Mann behauptet ich werde sofort lauter wenn man mich auf das Gewicht und das Zufüttern anspricht - ich schiebs mal da drauf dass irgendwas in mir sofort meint, dass man mich sonst nicht (an)hört).
Nils wurde am 28. Mai 2017 um 6.29 Uhr geboren. Geburt war lange und anstrengend, Baby hatte den Kopf am Ende quer gedreht und war mit der Schulter "stecken geblieben". Aber wir haben eine natürliche Geburt gehabt (also kein KS, keine Saugglocke, keine Zange), mit ca. 2-3 Infusionen als es für mich zum Ende hin kreislaufmäßig und überhaupt etwas zuviel wurde. Keine PDA, nur homöopathisches gegen die Schmerzen. Während der Schwangerschaft habe ich ab November 25mg L-Thyrox Hexal und ab Januar 50mg L-Thyrox Hexal eingenommen. Laut meiner Hausärztin/Internistin war der Wert noch in Ordnung - meine Gynäkologin hatte aber gemeint, während der Schwangerschaft findet sie ihn in Kombination mit meiner Dauer-Müdigkeit grenzwertig. Im Krankenhaus bekam ich noch 25mg L-Thyrox Hexal, bei der Entlassungsuntersuchung meinte der Chefarzt, zu Hause muss ich das aber NICHT mehr weiter einnehmen.
Nils wurde nachmittags am 28. Mai 2017 für 24 h auf der Kinderstation aufgenommen, weil er sich am hochgewürgten Fruchtwasser verschluckt hatte und lila angelaufen war. Dort wurde er komplett durchgecheckt (Monitor, Blut, Herzultraschall) und er ist soweit unauffällig und gesund. Er wurde in den 24h zusätzlich zum stillen ohne medizinische Indikation mit Pre HA zugefüttert (weil er weinte und damit er die Übergabe nicht störte). Die Mengen kenne ich nicht weil das entgegen meiner Entscheidung zum vollstillen und ohne mich jedesmal zu informieren gemacht wurde...
Bekannt ist, dass er während der Schwangerschaft eine vergrößerte Blase und einen Nierenstau hatte. Die Kontrolluntersuchung nach der Geburt ergab, dass eine Niere etwas größer und eine Niere etwas kleiner als "normal" ist. Das soll in drei Monaten in der Tagesklinik nochmal kontrolliert werden. Er uriniert normal und hat volle Pipi-Windeln.
Sowohl im Krankenhaus als auch zuhause stillt er eigentlich gut, er nuckelt zwar viel und gerne - aber er schluckt auch hörbar. Je nach Position hat er Probleme mit dem Andocken (im Moment geht liegend stillen gar nicht, im Krankenhaus fand er anfangs die rechte Seite doof). Aber das lässt sich durch Positionswechsel eigentlich sofort beheben. Die ersten drei Tage daheim hatte ich gegen Abend plötzlich hohes Fieber. Die Brust war nicht gerötet und ich hatte keine Schmerzen - also eher kein Milchstau und keine Brustenzündung. Die Hebamme vermutet wie ich den etwas heftigen Milcheinschuss als Ursache (in Kombination mit dem heißen Wetter).
Wir stillen ca. 12-x mal in 24 h. Anfangs hab ich tagsüber auf mind. alle 3 Stunden geachtet, aber eigentlich kommt er eher so alle 2 Stunden von selbst, er hat mittags/nachmittags eine längere Schlafphase von ca. 3 - max 4 Stunden am Stück (da hab ich dann zum stillen auch schon mal geweckt). Er schläft auch mal ganz gerne nuckelnd an der Brust ein ist aber ansonsten auch wach ohne direkt stillen zu wollen. Nachts stillen wir teilweise auch mal stündlich... oft hat er gegen morgen hin eine längere Schlafphase von ca. 3 Stunden am Stück. Länger als 4 Stunden hat er bisher weder tags noch nachts geschlafen. Nasse Windeln haben wir 6-8 Stück am Tag. Stuhl hatten wir in der ersten Woche zu Hause gar nicht (im Krankenhaus dafür reichlich Mekonium und auch reichlich "normalen" hellen Stuhl, allerdings recht "fest"). Seitdem so zwischen 1-3 mal täglich (hell, reichlich und breiig-flüssig oder feuchte Pupser). Er pupst und drückt allgemein sehr viel und spukt so gut wie gar nicht, lässt aber manchmal beim stillen plötzlich los und die milch seitlich raus laufen (nicht oft).
Mit den Gewichtsangaben wird es jetzt etwas schwer...
Im Kreissaal:
28. Mai 2017: 3.280 g (Geburtsgewicht, ca. 1 Stunde nach Geburt gewogen)
Auf der Kinderstation:
29. Mai 2017: 3.600 g (Gewicht wurde wegen der auffälligen "Zunahme" später nochmal dort mit der gleichen Waage kontrolliert: 3.620g)
Auf der Wochenbettstation:
30. Mai 2017: 3.440 g (U 2 - Entlassungsgewicht)
Im Endeffekt kann keiner genau sagen welches Gewicht stimmt (o-Ton Kinderärztin). Wir wurden entlassen, weil der Allgemein-Eindruck gut war und er ja eh schon von Kopf bis Fuß total durchgecheckt worden war.
Zuhause:
Von Samstag bis Mittwoch hat die Hebamme alle zwei Tage mit der Tuchwaage und mit Windel gewogen. Dann hat sie uns gebeten uns eine Waage in der Apotheke zu besorgen und täglich nackt um die gleiche Uhrzeit zu wiegen (weil von montag bis mittwoch 80g weniger hatte) - weil ich noch nicht zufüttern wollte. Es gibt hier in der Apotheke allerdings keine digitalen/elektrischen Waagen. Wir wiegen seit Donnerstag immer morgens nach dem wickeln und nackt ohne Windel mit einer geeichten mechanischen Säuglingswaage von Seca (d=e=10g). Die ersten beiden Gewichte von der Hebamme muss ich nochmal nachfragen, ob ich die richtig notiert habe. Für die Zufütterindikation hat sie jetzt hauptsächlich die geringe Zunahme vom 7. Juni bis 12. Juni 2017 und die geringe Zunahme bei den Werten mit unserer Waage herangezogen. Er nimmt zu - aber halt zu wenig. (Die Hebamme wünscht sich eine Zunahme von durchschnittlich 20g täglich bzw. mindestens!!! 100g die Woche). Und ich geb ihr ja recht... momentan ist es zu wenig.
Tuch-Waage von der Hebamme (immer mit Windel):
03. Juni 2017: ??
05. Juni 2017: 3.390 g
07. Juni 2017: 3.310 g
12. Juni 2017: 3.380 g
Mechanische Waage (gleiche Zeit, nackt und ohne Windel):
08.06.2017: 3.240 g
09.06.2017: 3.260 g
10.06.2017: 3.240 g
11.06.2017: 3.260 g
12.06.2017: 3.300 g
da bin ich mal wieder... 2,5 Jahre später mit dem nächsten Kind. Die Hebamme hat heute darum gebeten einmal täglich ca. 70ml / 1 Flasche zuzufüttern (bzw. nach einer Stillmahlzeit soviel wie er noch mag). Sie hat vorgeschlagen, es statt mit der Flasche mit dem Brusternährungsset zu versuchen (weil man mir wohl an der Nasenspitze ansah, dass ich bei dem Wort "Flasche" sofort gegruselt habe).
Und ich atme tief ein und aus und versuche definitiv nicht in Tränen auszubrechen oder irgendwen anzuschreien (mein Mann behauptet ich werde sofort lauter wenn man mich auf das Gewicht und das Zufüttern anspricht - ich schiebs mal da drauf dass irgendwas in mir sofort meint, dass man mich sonst nicht (an)hört).
Nils wurde am 28. Mai 2017 um 6.29 Uhr geboren. Geburt war lange und anstrengend, Baby hatte den Kopf am Ende quer gedreht und war mit der Schulter "stecken geblieben". Aber wir haben eine natürliche Geburt gehabt (also kein KS, keine Saugglocke, keine Zange), mit ca. 2-3 Infusionen als es für mich zum Ende hin kreislaufmäßig und überhaupt etwas zuviel wurde. Keine PDA, nur homöopathisches gegen die Schmerzen. Während der Schwangerschaft habe ich ab November 25mg L-Thyrox Hexal und ab Januar 50mg L-Thyrox Hexal eingenommen. Laut meiner Hausärztin/Internistin war der Wert noch in Ordnung - meine Gynäkologin hatte aber gemeint, während der Schwangerschaft findet sie ihn in Kombination mit meiner Dauer-Müdigkeit grenzwertig. Im Krankenhaus bekam ich noch 25mg L-Thyrox Hexal, bei der Entlassungsuntersuchung meinte der Chefarzt, zu Hause muss ich das aber NICHT mehr weiter einnehmen.
Nils wurde nachmittags am 28. Mai 2017 für 24 h auf der Kinderstation aufgenommen, weil er sich am hochgewürgten Fruchtwasser verschluckt hatte und lila angelaufen war. Dort wurde er komplett durchgecheckt (Monitor, Blut, Herzultraschall) und er ist soweit unauffällig und gesund. Er wurde in den 24h zusätzlich zum stillen ohne medizinische Indikation mit Pre HA zugefüttert (weil er weinte und damit er die Übergabe nicht störte). Die Mengen kenne ich nicht weil das entgegen meiner Entscheidung zum vollstillen und ohne mich jedesmal zu informieren gemacht wurde...
Sowohl im Krankenhaus als auch zuhause stillt er eigentlich gut, er nuckelt zwar viel und gerne - aber er schluckt auch hörbar. Je nach Position hat er Probleme mit dem Andocken (im Moment geht liegend stillen gar nicht, im Krankenhaus fand er anfangs die rechte Seite doof). Aber das lässt sich durch Positionswechsel eigentlich sofort beheben. Die ersten drei Tage daheim hatte ich gegen Abend plötzlich hohes Fieber. Die Brust war nicht gerötet und ich hatte keine Schmerzen - also eher kein Milchstau und keine Brustenzündung. Die Hebamme vermutet wie ich den etwas heftigen Milcheinschuss als Ursache (in Kombination mit dem heißen Wetter).
Wir stillen ca. 12-x mal in 24 h. Anfangs hab ich tagsüber auf mind. alle 3 Stunden geachtet, aber eigentlich kommt er eher so alle 2 Stunden von selbst, er hat mittags/nachmittags eine längere Schlafphase von ca. 3 - max 4 Stunden am Stück (da hab ich dann zum stillen auch schon mal geweckt). Er schläft auch mal ganz gerne nuckelnd an der Brust ein ist aber ansonsten auch wach ohne direkt stillen zu wollen. Nachts stillen wir teilweise auch mal stündlich... oft hat er gegen morgen hin eine längere Schlafphase von ca. 3 Stunden am Stück. Länger als 4 Stunden hat er bisher weder tags noch nachts geschlafen. Nasse Windeln haben wir 6-8 Stück am Tag. Stuhl hatten wir in der ersten Woche zu Hause gar nicht (im Krankenhaus dafür reichlich Mekonium und auch reichlich "normalen" hellen Stuhl, allerdings recht "fest"). Seitdem so zwischen 1-3 mal täglich (hell, reichlich und breiig-flüssig oder feuchte Pupser). Er pupst und drückt allgemein sehr viel und spukt so gut wie gar nicht, lässt aber manchmal beim stillen plötzlich los und die milch seitlich raus laufen (nicht oft).
Mit den Gewichtsangaben wird es jetzt etwas schwer...
Im Kreissaal:
28. Mai 2017: 3.280 g (Geburtsgewicht, ca. 1 Stunde nach Geburt gewogen)
Auf der Kinderstation:
29. Mai 2017: 3.600 g (Gewicht wurde wegen der auffälligen "Zunahme" später nochmal dort mit der gleichen Waage kontrolliert: 3.620g)
Auf der Wochenbettstation:
30. Mai 2017: 3.440 g (U 2 - Entlassungsgewicht)
Im Endeffekt kann keiner genau sagen welches Gewicht stimmt (o-Ton Kinderärztin). Wir wurden entlassen, weil der Allgemein-Eindruck gut war und er ja eh schon von Kopf bis Fuß total durchgecheckt worden war.
Zuhause:
Von Samstag bis Mittwoch hat die Hebamme alle zwei Tage mit der Tuchwaage und mit Windel gewogen. Dann hat sie uns gebeten uns eine Waage in der Apotheke zu besorgen und täglich nackt um die gleiche Uhrzeit zu wiegen (weil von montag bis mittwoch 80g weniger hatte) - weil ich noch nicht zufüttern wollte. Es gibt hier in der Apotheke allerdings keine digitalen/elektrischen Waagen. Wir wiegen seit Donnerstag immer morgens nach dem wickeln und nackt ohne Windel mit einer geeichten mechanischen Säuglingswaage von Seca (d=e=10g). Die ersten beiden Gewichte von der Hebamme muss ich nochmal nachfragen, ob ich die richtig notiert habe. Für die Zufütterindikation hat sie jetzt hauptsächlich die geringe Zunahme vom 7. Juni bis 12. Juni 2017 und die geringe Zunahme bei den Werten mit unserer Waage herangezogen. Er nimmt zu - aber halt zu wenig. (Die Hebamme wünscht sich eine Zunahme von durchschnittlich 20g täglich bzw. mindestens!!! 100g die Woche). Und ich geb ihr ja recht... momentan ist es zu wenig.
Tuch-Waage von der Hebamme (immer mit Windel):
03. Juni 2017: ??
05. Juni 2017: 3.390 g
07. Juni 2017: 3.310 g
12. Juni 2017: 3.380 g
Mechanische Waage (gleiche Zeit, nackt und ohne Windel):
08.06.2017: 3.240 g
09.06.2017: 3.260 g
10.06.2017: 3.240 g
11.06.2017: 3.260 g
12.06.2017: 3.300 g