Teufelskreis Anlegen, Abpumpen, Zufüttern
Verfasst: 11.04.2017, 19:38
Hallo ihr Lieben!
Wie der Betreff es schon ahnen lässt haben meine Kleine und ich Probleme beim Stillen. Und zwar seit ihrer Geburt, sprich morgen 8 Wochen. Unsere Keine kam 3 Tage nach Termin innerhalb von drei Stunden ab Wehenbeginn per Einleitung spontan zur Welt
Wie bei vielen anderen auch hat das Anlegen im KH nicht geklappt und man hat mir Stillhütchen gegeben. Dazu muss ich sagen, dass ich links eine Flachwarze und rechts eine Schlupfwarze habe. Nachdem sie selbst es nicht geschafft hat anzudocken hat die Hebamme zunächst versucht ihr die Flachwarze in den Mund zu stecken. Leider hat das nach zig Versuchen nicht funktioniert.
Die kommenden Tage haben wir praktisch rund um die Uhr gestillt. Als die Kleine bis Tag 5 immer weiter zugenommen hat und das Gewicht nicht stagnieren wollte und die Maus unter Neugeborenengelbsucht litt, hat meine Hebamme mir dazu geraten zu zufüttern. Das habe ich von dort an auch getan. Zunächst mit einer Spritze. Angesichts der Mengen sind wir irgendwann zu der Calma Flasche von Medela übergegangen.
Wir haben das Brusternährungsset ausprobiert und auch Becherfütterung. Irgendwie kamen wir mit keinem der beiden zurecht. Beim Becher geht das meiste daneben. Beim BES hat die Kleine ganz schnell kapiert dass sie nur am Hütchen saugen muss und die Milch kommt. Versuche ich das zu unterbinden hört sie komplett auf zu trinken.
Da ich Angst hatte, dass meine Milchdrüsen sich nicht weiter ausbilden habe ich an Tag 6 angefangen zu pumpen und die Mumi zuzufüttern.
An Tag 7 hatte ich eine Stillberaterin zu Besuch. Sie hat sich alles angesehen und meinte die Kleine hat das Trinkverhalten eines Frühchens. Nach dem ersten MSR trinkt sie. Sobald dieser vorbei ist fällt sie in einen Schlaf und lässt sich durch nichts dort raus holen. Ausziehen, wach wickeln, Füße kitzeln…wir haben alles probiert. Die Stillberaterin meinte, dass es besser wird wenn sie größer und kräftiger ist. Ich solle nur Geduld haben.
Tja…leider hat sich bis dato nichts daran geändert. Wir waren noch zweimal beim Osteopathen. Dieser meinte sie hätte Blockaden im Atlas. Leider haben die Behandlungen jedoch nichts an ihrem Verhalten geändert.
Ich habe das Gefühl, dass die Hütchen das Hauptproblem sind. Es dauert lange bis sie den MSR auslöst. An der Schlupfwarze bekommt sie ihn teilweise gar nicht ausgelöst. Sie versucht es bis zu 10 Minuten und gibt dann auf. Mir ist aufgefallen, dass es auch an der Pumpe länger dauert bis dort der MSR einsetzt. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass sie dort natürlich weniger hingebungsvoll trinkt, diese Brust gibt nur halb so viel Milch wie die andere Seite.
Also habe ich versucht das Hütchen los zu werden. Ohne Erfolg. Ich habe es im Dunkeln, im Laufen, im Liegen versucht. Ich habe den MSR ausgelöst und ihr die Brust angeboten. Ich habe Hütchen aus Latex gekauft und angefangen abzuschneiden. Bis jetzt sind wir nur zu einem Loch in der Spitze gekommen dass sie bereits so aufregt, dass sie sich manchmal komplett verweigert zu trinken.
Allmählich macht mich der Kreislauf aus Anlegen, Zufüttern, Abpumpen fertig. Mein Tag besteht aus nichts anderem, es fällt auch schwer raus zu kommen oder Termine wahr zu nehmen. Dazu kommt, dass ich noch zwei ältere Kinder habe.
Momentan ist es so, dass ich sie 40-70 Minuten anlege. Nachts und morgens fließt die Milch besser, so trinkt sie zwischen 70 und 100 ml je nachdem ob sie nur an der einen Brust oder an beiden den MSR ausgelöst bekommt. Tagsüber sind es gerade mal 40-60ml die sie an der Brust schafft ehe sie aufgibt und einschläft. Ich habe die Brust vorgewärmt und auch Brustkompression beim Trinken ausgeübt, beides bringt sie leider nicht dazu besser zu trinken. Mit der Pumpe schaffe ich es am Tag zwischen 600 und 700ml zu gewinnen, inklusive dem was sie daran trinkt. Sie trinkt zwischen 800 und 900ml, bekommt also etwas(ca. 150-200ml) Pre dazu. Sie trinkt tagsüber alle 2-3 Stunden und nachts 3-4 Stunden, sprich im Schnitt 8x am Tag ungefähr 100ml. Ihre Windel ist immer nass und Stuhlgang hat sie auch bei fast jeder Fütterung. Sie nimmt unter diesen Gegebenheiten sehr gut zu.
14.02. Geburtsgewicht 3260 Gramm
17.02. U2 3080 Gramm
13.03. U3 4300 Gramm
Ich muss sie morgen früh einmal wiegen. Ich schätze ihr aktuelles Gewicht auf 5300 Gramm. Da ich jeden Tag genau sehe wie viel sie trinkt habe ich das Wiegen auf gelegentliche Stillproben beschränkt um zu sehen ob sie eventuell doch irgendwann mehr an der Brust schafft.
Nachdem ich es mit allen Mittel versucht habe die Milchmenge auf ihre Nachfrage zu steigern (anlegen+immer nachpumpen, Malzbier, Bockshornklee usw.) hat mein Gynäkologe mir Domperidon verschrieben. Bis jetzt habe ich mich jedoch irgendwie nicht getraut es zu nehmen und will zunächst Rücksprache mit meinem Hausarzt halten. Meine Hoffnung ist, dass sie auch mehr Milch raus bekommt wenn mehr da ist.
Oder ist das falsch gedacht? Müsste sie es nicht trotz Hütchen schaffen wenigstens so viel Milch wie die Pumpe zu gewinnen? Um überhaupt auf diese Menge zu kommen musste ich Wochen zusätzlich zum Anlegen 10 mal in 24h mindestens 120 Minuten insgesamt pumpen. Mehrmaliges Powerpumpen pro Tag hat gefühlt den einzigen Effekt auf meine Milchproduktion.
Ich würde sie so gerne richtig stillen. Wenn ich nicht immer noch die Hoffnung hätte, dass auch uns eine Spontanheilung bezüglich des Hütchens passiert, wäre ich schon längst dazu übergegangen nur abzupumpen …
Ich bin gespannt auf Eure Ideen und Ratschläge!
Wie der Betreff es schon ahnen lässt haben meine Kleine und ich Probleme beim Stillen. Und zwar seit ihrer Geburt, sprich morgen 8 Wochen. Unsere Keine kam 3 Tage nach Termin innerhalb von drei Stunden ab Wehenbeginn per Einleitung spontan zur Welt
Wie bei vielen anderen auch hat das Anlegen im KH nicht geklappt und man hat mir Stillhütchen gegeben. Dazu muss ich sagen, dass ich links eine Flachwarze und rechts eine Schlupfwarze habe. Nachdem sie selbst es nicht geschafft hat anzudocken hat die Hebamme zunächst versucht ihr die Flachwarze in den Mund zu stecken. Leider hat das nach zig Versuchen nicht funktioniert.
Die kommenden Tage haben wir praktisch rund um die Uhr gestillt. Als die Kleine bis Tag 5 immer weiter zugenommen hat und das Gewicht nicht stagnieren wollte und die Maus unter Neugeborenengelbsucht litt, hat meine Hebamme mir dazu geraten zu zufüttern. Das habe ich von dort an auch getan. Zunächst mit einer Spritze. Angesichts der Mengen sind wir irgendwann zu der Calma Flasche von Medela übergegangen.
Wir haben das Brusternährungsset ausprobiert und auch Becherfütterung. Irgendwie kamen wir mit keinem der beiden zurecht. Beim Becher geht das meiste daneben. Beim BES hat die Kleine ganz schnell kapiert dass sie nur am Hütchen saugen muss und die Milch kommt. Versuche ich das zu unterbinden hört sie komplett auf zu trinken.
Da ich Angst hatte, dass meine Milchdrüsen sich nicht weiter ausbilden habe ich an Tag 6 angefangen zu pumpen und die Mumi zuzufüttern.
An Tag 7 hatte ich eine Stillberaterin zu Besuch. Sie hat sich alles angesehen und meinte die Kleine hat das Trinkverhalten eines Frühchens. Nach dem ersten MSR trinkt sie. Sobald dieser vorbei ist fällt sie in einen Schlaf und lässt sich durch nichts dort raus holen. Ausziehen, wach wickeln, Füße kitzeln…wir haben alles probiert. Die Stillberaterin meinte, dass es besser wird wenn sie größer und kräftiger ist. Ich solle nur Geduld haben.
Tja…leider hat sich bis dato nichts daran geändert. Wir waren noch zweimal beim Osteopathen. Dieser meinte sie hätte Blockaden im Atlas. Leider haben die Behandlungen jedoch nichts an ihrem Verhalten geändert.
Ich habe das Gefühl, dass die Hütchen das Hauptproblem sind. Es dauert lange bis sie den MSR auslöst. An der Schlupfwarze bekommt sie ihn teilweise gar nicht ausgelöst. Sie versucht es bis zu 10 Minuten und gibt dann auf. Mir ist aufgefallen, dass es auch an der Pumpe länger dauert bis dort der MSR einsetzt. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass sie dort natürlich weniger hingebungsvoll trinkt, diese Brust gibt nur halb so viel Milch wie die andere Seite.
Also habe ich versucht das Hütchen los zu werden. Ohne Erfolg. Ich habe es im Dunkeln, im Laufen, im Liegen versucht. Ich habe den MSR ausgelöst und ihr die Brust angeboten. Ich habe Hütchen aus Latex gekauft und angefangen abzuschneiden. Bis jetzt sind wir nur zu einem Loch in der Spitze gekommen dass sie bereits so aufregt, dass sie sich manchmal komplett verweigert zu trinken.
Allmählich macht mich der Kreislauf aus Anlegen, Zufüttern, Abpumpen fertig. Mein Tag besteht aus nichts anderem, es fällt auch schwer raus zu kommen oder Termine wahr zu nehmen. Dazu kommt, dass ich noch zwei ältere Kinder habe.
Momentan ist es so, dass ich sie 40-70 Minuten anlege. Nachts und morgens fließt die Milch besser, so trinkt sie zwischen 70 und 100 ml je nachdem ob sie nur an der einen Brust oder an beiden den MSR ausgelöst bekommt. Tagsüber sind es gerade mal 40-60ml die sie an der Brust schafft ehe sie aufgibt und einschläft. Ich habe die Brust vorgewärmt und auch Brustkompression beim Trinken ausgeübt, beides bringt sie leider nicht dazu besser zu trinken. Mit der Pumpe schaffe ich es am Tag zwischen 600 und 700ml zu gewinnen, inklusive dem was sie daran trinkt. Sie trinkt zwischen 800 und 900ml, bekommt also etwas(ca. 150-200ml) Pre dazu. Sie trinkt tagsüber alle 2-3 Stunden und nachts 3-4 Stunden, sprich im Schnitt 8x am Tag ungefähr 100ml. Ihre Windel ist immer nass und Stuhlgang hat sie auch bei fast jeder Fütterung. Sie nimmt unter diesen Gegebenheiten sehr gut zu.
14.02. Geburtsgewicht 3260 Gramm
17.02. U2 3080 Gramm
13.03. U3 4300 Gramm
Ich muss sie morgen früh einmal wiegen. Ich schätze ihr aktuelles Gewicht auf 5300 Gramm. Da ich jeden Tag genau sehe wie viel sie trinkt habe ich das Wiegen auf gelegentliche Stillproben beschränkt um zu sehen ob sie eventuell doch irgendwann mehr an der Brust schafft.
Nachdem ich es mit allen Mittel versucht habe die Milchmenge auf ihre Nachfrage zu steigern (anlegen+immer nachpumpen, Malzbier, Bockshornklee usw.) hat mein Gynäkologe mir Domperidon verschrieben. Bis jetzt habe ich mich jedoch irgendwie nicht getraut es zu nehmen und will zunächst Rücksprache mit meinem Hausarzt halten. Meine Hoffnung ist, dass sie auch mehr Milch raus bekommt wenn mehr da ist.
Oder ist das falsch gedacht? Müsste sie es nicht trotz Hütchen schaffen wenigstens so viel Milch wie die Pumpe zu gewinnen? Um überhaupt auf diese Menge zu kommen musste ich Wochen zusätzlich zum Anlegen 10 mal in 24h mindestens 120 Minuten insgesamt pumpen. Mehrmaliges Powerpumpen pro Tag hat gefühlt den einzigen Effekt auf meine Milchproduktion.
Ich würde sie so gerne richtig stillen. Wenn ich nicht immer noch die Hoffnung hätte, dass auch uns eine Spontanheilung bezüglich des Hütchens passiert, wäre ich schon längst dazu übergegangen nur abzupumpen …
Ich bin gespannt auf Eure Ideen und Ratschläge!