Zufüttern verringern bzw. Vollstillen- noch möglich?
Verfasst: 04.04.2017, 11:58
Hallo ihr Liebe!
Ich habe mich heute hier im Forum registriert um zu erfahren, ob es für mich und meinen Sohn noch Chancen gibt, die Zufüttermengen wieder zu reduzieren oder vielleicht sogar vollzustillen. Am besten wird es wohl sein, wenn ich kurz unsere Geschichte schildere. Nur so viel vorweg: ich habe bereits einen Sohn (Jahrgang 2007), der mit Kaiserschnitt zur Welt kam und den ich leider auch nicht vollstillen konnte. Immerhin konnte ich ihn zumindest 4 Monate teilstillen, was sehr wichtig ist/war, da ich selber Neurodermitis und Heuschnupfen habe; der Papa leidet unter Asthma. Bisher ist unser Großer zum Glück von allen Allergien und dergleichen verschont geblieben. So, nun aber zu Oskar....
Oskar wurde am 27.02.17 mit einem Notkaiserschnitt geholt, nachdem unter der Geburt seine Herztöne stark absackten. Die Hebamme vor Ort sorgte dafür, dass er trotzdem sofort zum Papa auf die Brust zum Kuscheln durfte. Als ich dann schließlich aus der Narkose geweckt wurde, bekam ich unseren Sohn auf die Brust gelegt, wo er auch sofort andockte und zu saugen begann. Das Anlegen im Krankenhaus klappte dann auch in den ersten Tagen gefühlt sehr gut. Eine Stillberaterin half beim ersten richtigen Anlegen und auch die Kinderkrankenschwester vor Ort meinte, dass Oskar das sehr gut mache und kräftig saugt. Mir taten auch alsbald die Brustwarzen weh, weil sie sich an die Beanspruchung gewöhnen mussten. Sie wurden nicht wund; das wurde kontrolliert. Einen deutlichen Milcheinschuss spürte ich nicht, allerdings merkte ich, dass meine Brüste hin und wieder etwas hart wurden und Oskar musste dann auch ein-, zweimal Spucken, was laut Pflegepersonal ein gutes Zeichen sei. Ich legte ihn regelmäßig an, auch da er etwas gelb war. Seine Werte waren aber immer innerhalb der Norm. Im Krankenhaus nahm Oskar die typischen 10% ab, aber am 5. Tag (Entlassung) ging das Gewicht wieder nach oben. Auch beim ersten Besuch der Hebamme zeigte sich, dass er zunahm. Doch dann ging das Gewicht wieder runter. Meine Hebamme erzählte mir dann, dass es seit 2 Jahren die Erkenntnis gibt, dass man nur ca. 2 Wochen nach Geburt Zeit habe die Milchmenge zu steigern und was man dann nicht geschafft habe, könnte man auch später nicht mehr erreichen. Ihr O-Ton: jetzt müssen wir uns beeilen, schließlich sei nur noch eine Woche Zeit. Ab da war ich innerlich sehr gestresst.
Ich begann also sofort mit der Einnahme von Bockshornkleekapseln (3xtgl. 5 Stk), am nächsten Morgen holten wir eine elektrische Intervallpumpe aus der Apotheke und ich begann mit dem abpumpen direkt nach dem Stillen. Am Abend des 07.03. bekam Oskar dann das erste Mal eine Portion HA Pre Nahrung aus der Flasche und ich war am Ende und konnte nur noch weinen, weil ich so enttäuscht von mir war. Wir machten nach Anleitung der Hebamme wie folgt weiter: regelmäßig stillen (Ich musste ihn oft wecken und auch beim Stillen war er sehr schläfrig, obwohl ich ihn zum Beispiel sogar auszog, damit er es nicht zu gemütlich hatte), danach 40-50ml Pre Nahrung und ich pumpte anschließend ab. Wenn ich Muttermilch zum Zufüttern hatte, gab es natürlich die. Am ersten Tag konnte Oskar ganz von allein kaum etwas aus der Flasche saugen, so entkräftet war der kleine Spatz. Das änderte sich aber bald und er nahm wieder zu. Nach drei Tagen sollte ich dann eine Mahlzeit nicht stillen, sondern direkt abpumpen. Ich bekam aus beiden Brüsten gerade einmal 55ml zusammen. Also sollte ich weiter zufüttern. Die Mengen wurden natürlich immer mehr. Inzwischen hatte Oskar wieder längere Wachphasen tagsüber und trank auch an der Brust kräftiger. Ob es nun daran lag oder ich doch wieder weniger Milch produzierte, jedenfalls konnte ich nun nach dem Stillen meist nur noch 10 oder 20ml abpumpen.
Meine Hebamme meint nun, ich kann jetzt auch bald das Pumpen lassen - man muss sich ja nicht zusätzlich stressen und Oskar ist kräftig genug, um sich selbst alles zu holen: ich muss eben zufüttern, aber Oskar nimmt zu und ist nicht mehr gelb. Also ist doch alles gut.
Nur ich fühle mich damit eigentlich überhaupt nicht gut. Zumal ich das Gefühl habe, dass Oskar mitunter wieder trinkfauler wird, weil er ja weiß, dass es anschließend noch ein Fläschen gibt. Nicht, dass so auch noch das bisschen Milch versiegt, was ich ihm geben kann. Vielleicht hat er aber auch schon wieder verlernt, wie man an der Brust richtig trinkt?
Unsere Stillmahlzeiten sehen recht unterschiedlich aus. Nachts kommt er ein bis zweimal an die Brust, wobei wir dabei meist einschlafen und er dann immer wieder mal nuckelt bzw. saugt. Das reicht ihm dann auch. Tagsüber ist er manchmal sehr schläfrig an der Brust (da hilft weder Händchen oder Füße massieren, ausziehen, Seite wechseln...) wird aber unzufrieden sobald man ihn weglegt. Geben ich ihm dann anschließend eine Flasche, trinkt er sie begierig leer und schläft ein. Er kann aber mitunter auch sehr kräftig saugen, er schluckt auch deutlich und ihm läuft noch etwas Milch aus dem Mundwinkel, wenn er seelig an der Brust einschläft. Aber auch dann wacht er nach 10min wieder auf und braucht noch etwas aus der Flasche. Was auch immer wieder mal passiert, und zwar zunehmends, ist, dass er erst ruhig saugt und dann nach 5-10min wird er plötzlich sehr unruhig, zappelt mit Armen und Beinen und beginnt an der Brust zu ziehen und zu zerren, bis er sie schließlich ausspuckt nur um gleich wieder gierig danach zu schnappen. Mitunter beginnt er dann auch zu jammern oder zu weinen, noch mit Brust im Mund. Wenn ich dann die Seite wechsele ist er erst wieder ein paar Minuten ruhig und dann beginnt Spiel von vorn. Wechsle ich dann weiter die Seiten kommt meist gar keine ruhige Phase mehr und nach spätestens 30min gebe ich auf und gebe Oskar eine Flasche. Dabei wundert mich allerdings, dass sofort Milch spritzt, wenn ich schaue, ob noch etwas kommt. Allerdings bemerke ich auch beim Pumpen, dass erstmal immer etwas kommt, dann aber nach wenigen Sekunden schon wieder Schluss ist.
Über den Tag verteilt kommen wir im Schnitt auf 7-9 Mahlzeiten. Ich weiss, es müsste wahrscheinlich mehr sein, aber Oskar hat nachts und auch tagsüber immer eine sehr lange Schlafphase aus der ich ihn nicht wirklich geweckt bekomme.
Nachdem ich zwischenzeitlich nur noch 3x3 Kapseln Bockshornklee nahm, bin ich nun wieder bei 3x5 tgl. da ich nicht mehr nach Curry roch. Außerdem trinke ich die empfohlene Menge Stilltee, der ebenfalls Bockshornklee enthält. Ansonsten nix. Wichtig ist vielleicht noch, dass meine Brüste sehr unterschiedlich groß sind. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten Oskar an die große Brust zu bekommen, das ging aber spätestens nach einer Woche auch gut. Achja, seitdem ich pumpe ist es auch so, dass meine Brüste regelmäßig auslaufen. Sei es in Oskars langen Schlafphasen (dann gehe ich pumpen) oder wenn ich auf der einen Seite stille...Ach, und einen Schnuller benutzen wir auch, ich versuche aber ihn sehr sparsam bis gar nicht einzusetzen(Ich könnte mich so ärgern, dass wir damit überhaupt anfingen. Die Hebamme meinte, wir sollen ruhig einen nehmen; Oskar trinkt ja gut. Das war glaube in der 3. Woche).
So, nun bin ich sehr gespannt, ob mir jemand einen Rat geben kann bzw. ob ich an der Situation noch etwas ändern kann. Ich hatte mir so gewünscht diesmal voll stillen zu können, aber das wird wohl nichts mehr. Ich wäre ja schon froh, wenn ich jetzt nicht ungewollt ganz abstille. Es ist so ein schönes Gefühl, den Kleinen an der Brust zu haben....
Achja, die ganzen Wiegedaten und Fütterungsmengen kommen gleich in einem Extrapost. Ich habe Angst, dass ich mir am Ende den Text noch lösche....ist ja doch sehr lang geworden, das möchte ich nicht nochmal schreiben müssen.
LG,
Inara
Ich habe mich heute hier im Forum registriert um zu erfahren, ob es für mich und meinen Sohn noch Chancen gibt, die Zufüttermengen wieder zu reduzieren oder vielleicht sogar vollzustillen. Am besten wird es wohl sein, wenn ich kurz unsere Geschichte schildere. Nur so viel vorweg: ich habe bereits einen Sohn (Jahrgang 2007), der mit Kaiserschnitt zur Welt kam und den ich leider auch nicht vollstillen konnte. Immerhin konnte ich ihn zumindest 4 Monate teilstillen, was sehr wichtig ist/war, da ich selber Neurodermitis und Heuschnupfen habe; der Papa leidet unter Asthma. Bisher ist unser Großer zum Glück von allen Allergien und dergleichen verschont geblieben. So, nun aber zu Oskar....
Oskar wurde am 27.02.17 mit einem Notkaiserschnitt geholt, nachdem unter der Geburt seine Herztöne stark absackten. Die Hebamme vor Ort sorgte dafür, dass er trotzdem sofort zum Papa auf die Brust zum Kuscheln durfte. Als ich dann schließlich aus der Narkose geweckt wurde, bekam ich unseren Sohn auf die Brust gelegt, wo er auch sofort andockte und zu saugen begann. Das Anlegen im Krankenhaus klappte dann auch in den ersten Tagen gefühlt sehr gut. Eine Stillberaterin half beim ersten richtigen Anlegen und auch die Kinderkrankenschwester vor Ort meinte, dass Oskar das sehr gut mache und kräftig saugt. Mir taten auch alsbald die Brustwarzen weh, weil sie sich an die Beanspruchung gewöhnen mussten. Sie wurden nicht wund; das wurde kontrolliert. Einen deutlichen Milcheinschuss spürte ich nicht, allerdings merkte ich, dass meine Brüste hin und wieder etwas hart wurden und Oskar musste dann auch ein-, zweimal Spucken, was laut Pflegepersonal ein gutes Zeichen sei. Ich legte ihn regelmäßig an, auch da er etwas gelb war. Seine Werte waren aber immer innerhalb der Norm. Im Krankenhaus nahm Oskar die typischen 10% ab, aber am 5. Tag (Entlassung) ging das Gewicht wieder nach oben. Auch beim ersten Besuch der Hebamme zeigte sich, dass er zunahm. Doch dann ging das Gewicht wieder runter. Meine Hebamme erzählte mir dann, dass es seit 2 Jahren die Erkenntnis gibt, dass man nur ca. 2 Wochen nach Geburt Zeit habe die Milchmenge zu steigern und was man dann nicht geschafft habe, könnte man auch später nicht mehr erreichen. Ihr O-Ton: jetzt müssen wir uns beeilen, schließlich sei nur noch eine Woche Zeit. Ab da war ich innerlich sehr gestresst.
Ich begann also sofort mit der Einnahme von Bockshornkleekapseln (3xtgl. 5 Stk), am nächsten Morgen holten wir eine elektrische Intervallpumpe aus der Apotheke und ich begann mit dem abpumpen direkt nach dem Stillen. Am Abend des 07.03. bekam Oskar dann das erste Mal eine Portion HA Pre Nahrung aus der Flasche und ich war am Ende und konnte nur noch weinen, weil ich so enttäuscht von mir war. Wir machten nach Anleitung der Hebamme wie folgt weiter: regelmäßig stillen (Ich musste ihn oft wecken und auch beim Stillen war er sehr schläfrig, obwohl ich ihn zum Beispiel sogar auszog, damit er es nicht zu gemütlich hatte), danach 40-50ml Pre Nahrung und ich pumpte anschließend ab. Wenn ich Muttermilch zum Zufüttern hatte, gab es natürlich die. Am ersten Tag konnte Oskar ganz von allein kaum etwas aus der Flasche saugen, so entkräftet war der kleine Spatz. Das änderte sich aber bald und er nahm wieder zu. Nach drei Tagen sollte ich dann eine Mahlzeit nicht stillen, sondern direkt abpumpen. Ich bekam aus beiden Brüsten gerade einmal 55ml zusammen. Also sollte ich weiter zufüttern. Die Mengen wurden natürlich immer mehr. Inzwischen hatte Oskar wieder längere Wachphasen tagsüber und trank auch an der Brust kräftiger. Ob es nun daran lag oder ich doch wieder weniger Milch produzierte, jedenfalls konnte ich nun nach dem Stillen meist nur noch 10 oder 20ml abpumpen.
Meine Hebamme meint nun, ich kann jetzt auch bald das Pumpen lassen - man muss sich ja nicht zusätzlich stressen und Oskar ist kräftig genug, um sich selbst alles zu holen: ich muss eben zufüttern, aber Oskar nimmt zu und ist nicht mehr gelb. Also ist doch alles gut.
Nur ich fühle mich damit eigentlich überhaupt nicht gut. Zumal ich das Gefühl habe, dass Oskar mitunter wieder trinkfauler wird, weil er ja weiß, dass es anschließend noch ein Fläschen gibt. Nicht, dass so auch noch das bisschen Milch versiegt, was ich ihm geben kann. Vielleicht hat er aber auch schon wieder verlernt, wie man an der Brust richtig trinkt?
Unsere Stillmahlzeiten sehen recht unterschiedlich aus. Nachts kommt er ein bis zweimal an die Brust, wobei wir dabei meist einschlafen und er dann immer wieder mal nuckelt bzw. saugt. Das reicht ihm dann auch. Tagsüber ist er manchmal sehr schläfrig an der Brust (da hilft weder Händchen oder Füße massieren, ausziehen, Seite wechseln...) wird aber unzufrieden sobald man ihn weglegt. Geben ich ihm dann anschließend eine Flasche, trinkt er sie begierig leer und schläft ein. Er kann aber mitunter auch sehr kräftig saugen, er schluckt auch deutlich und ihm läuft noch etwas Milch aus dem Mundwinkel, wenn er seelig an der Brust einschläft. Aber auch dann wacht er nach 10min wieder auf und braucht noch etwas aus der Flasche. Was auch immer wieder mal passiert, und zwar zunehmends, ist, dass er erst ruhig saugt und dann nach 5-10min wird er plötzlich sehr unruhig, zappelt mit Armen und Beinen und beginnt an der Brust zu ziehen und zu zerren, bis er sie schließlich ausspuckt nur um gleich wieder gierig danach zu schnappen. Mitunter beginnt er dann auch zu jammern oder zu weinen, noch mit Brust im Mund. Wenn ich dann die Seite wechsele ist er erst wieder ein paar Minuten ruhig und dann beginnt Spiel von vorn. Wechsle ich dann weiter die Seiten kommt meist gar keine ruhige Phase mehr und nach spätestens 30min gebe ich auf und gebe Oskar eine Flasche. Dabei wundert mich allerdings, dass sofort Milch spritzt, wenn ich schaue, ob noch etwas kommt. Allerdings bemerke ich auch beim Pumpen, dass erstmal immer etwas kommt, dann aber nach wenigen Sekunden schon wieder Schluss ist.
Über den Tag verteilt kommen wir im Schnitt auf 7-9 Mahlzeiten. Ich weiss, es müsste wahrscheinlich mehr sein, aber Oskar hat nachts und auch tagsüber immer eine sehr lange Schlafphase aus der ich ihn nicht wirklich geweckt bekomme.
Nachdem ich zwischenzeitlich nur noch 3x3 Kapseln Bockshornklee nahm, bin ich nun wieder bei 3x5 tgl. da ich nicht mehr nach Curry roch. Außerdem trinke ich die empfohlene Menge Stilltee, der ebenfalls Bockshornklee enthält. Ansonsten nix. Wichtig ist vielleicht noch, dass meine Brüste sehr unterschiedlich groß sind. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten Oskar an die große Brust zu bekommen, das ging aber spätestens nach einer Woche auch gut. Achja, seitdem ich pumpe ist es auch so, dass meine Brüste regelmäßig auslaufen. Sei es in Oskars langen Schlafphasen (dann gehe ich pumpen) oder wenn ich auf der einen Seite stille...Ach, und einen Schnuller benutzen wir auch, ich versuche aber ihn sehr sparsam bis gar nicht einzusetzen(Ich könnte mich so ärgern, dass wir damit überhaupt anfingen. Die Hebamme meinte, wir sollen ruhig einen nehmen; Oskar trinkt ja gut. Das war glaube in der 3. Woche).
So, nun bin ich sehr gespannt, ob mir jemand einen Rat geben kann bzw. ob ich an der Situation noch etwas ändern kann. Ich hatte mir so gewünscht diesmal voll stillen zu können, aber das wird wohl nichts mehr. Ich wäre ja schon froh, wenn ich jetzt nicht ungewollt ganz abstille. Es ist so ein schönes Gefühl, den Kleinen an der Brust zu haben....
Achja, die ganzen Wiegedaten und Fütterungsmengen kommen gleich in einem Extrapost. Ich habe Angst, dass ich mir am Ende den Text noch lösche....ist ja doch sehr lang geworden, das möchte ich nicht nochmal schreiben müssen.
LG,
Inara