Ich bin am Ende
Verfasst: 31.03.2017, 10:08
Nachdem ich dachte, dass ich schon zwei schlecht schlafende Kinder hatte, die lange, lange Nachts alle 2 Stunden zum Stillen wach geworden sind, und ich hoffte, dass Nr. 3 mal etwas Neues bringen würde
, wurde ich eines besseren belehrt: es geht auch immer noch schlimmer. Jesaja ist ein unglaublich aufgewecktes Kind, leider in jeder Lebenslage. Er findet einfach nicht in den Schlaf. Wenn ich Tipps lese, dass man Babys nach 20 Minuten Schlaf die Nägel schneiden soll, weil sie dann in eine Tiefschlafphase kommen, lache ich laut. Ich vermute manchmal, Jesaja hat keine Tiefschlafphasen... Tagsüber schläft er nur dauernuckelnd. WENN ich es schaffe, ihn nach eeeewig langer Zeit abzudocken, ist er spätestens 15 Minuten später wieder wach. Nachts dasselbe. Er braucht lange zum Einschlafen und schläft nach Verlassen des Zimmers meinerseits MAXIMAL 30, 40 Minuten, oft auch nur 20 Minuten. Manchmal habe ich mich gerade auf das Sofa gesetzt und er schreit schon wieder. Wenn ich nachts neben ihm liege, dauert es ebenfalls ewig, bis ich ihn abdocken kann. Ich kann leider nicht einschlafen, während er stillt. So liege ich oft 40 Minuten wach während der Stillzeiten und bin so auf "wachbleiben" eingestellt, dass ich selbst nicht wieder einschlafen kann. Manchmal nicke ich kurz ein und dann ist Jesaja auch schon wieder wach und das ganze beginnt von vorne. Schlafphasen? HÖCHSTENS 1,5 Stunden. Auch wenn ich um 22Uhr genervt mit ins Bett gehe, weil ich den Feierabend abgeschrieben habe, habe ich bin morgens um 6 manchmal nur 4 Stunden Schlaf.
Morgen hat Jesaja Geburtstag und wird 1. Das ganze geht also nun schon ein Jahr so und ich merke, dass ich nicht mehr kann. Mein Mann ist leider keine Hilfe, weil er tagsüber bin 18Uhr arbeitet und dann an 4 von 7 Abenden Abendtermine hat. Ich kann also weder tagsüber schlafen noch kann ich ihm das Zubettbringen überlassen.
Seit knapp einem Monat geht mein Mittlerer nicht mehr in den Kindergarten und ist also Vormittags zuhause. Er fühlt sich sehr vernachlässigt, weil ich Vormittags eine Stunde mit Jesaja im Bett verbringe und ich ihn dann allein im Wohnzimmer zurücklasse. Manchmal brüllt er dann laut, obwohl ich mich schon so oft entschuldigt habe, dass das eben nicht anders geht. Ich liege dann angespannt im Bett, weil ich weiß, dass mein Mittlerer unten weint, aber der Kleine nicht ohne mich schlafen kann. Ich fühle mich permanent schlecht und habe ein schlechtes Gewissen.
Ich habe VON ANFANG AN immer wieder versucht. Jesaja das Nuckeln nach dem Stillen abzugewöhnen, dh ich habe ihn nach dem Stillen abgedockt und versucht, anders zu beruhigen - mit tragen, schuckeln, singen... Aber schon seit den ersten Lebenswochen brüllt er dabei wie am Spieß. Er lässt sich nicht im Arm halten, lässt sich nicht durch wiegen und kuscheln trösten. Schnuller hat er nicht genommen. Ich habe von Anfang an also immer wieder versucht, ihm das Dauernuckeln nicht anzugewöhnen, aber es ging nicht. Er schrie in meinem Arm, schon als Baby mit 4, 8 Wochen. Immer mal wieder habe ich versucht, es anders zu machen, ein neues, nuckelfreies Ritual einzuführen, aber es geht nicht. Er brüllt in meinem Arm, er schlägt seinen Kopf gegen meinen, er lässt sich nicht halten, nicht trösten ohne die Brust. Tragen ginge vielleicht, aber zum einen ist er mir zu schwer, zum anderen habe ich bei den Trageversuchen auch noch 40 Minuten NIE erreicht, dass er so im Tiefschlaf ist, dass er sich ablegen lässt. Es geht NICHTS. Letzte Woche habe ich versucht, ihm das Nuckeln SANFT abzugewöhnen. Hatte irgendwo gelesen, dass man einfach das Baby immer wieder abdocken, beim Weinen andocken zum trösten, aber dann wieder nach einer Minute abdocken soll. 40 Minuten habe ich es probiert. Der Moment, wo "das Baby versteht und den Entzug der Brust akzeptiert" stellte sich nicht ein. Dann habe ich gestern Abend versucht, ihn nach dem Stillen anders in den Schlaf zu begleiten. Habe gedachte, ich lasse ihn halt weinen bis er schläft, ich bin ja bei ihm. Ich war da, habe gesungen und ihn gestreichelt, versucht ihn zu halten, aber er hat nur gebrüllt und gekämpft. Nach 60 Minuten war ich nervlich am Ende, habe verzweifelt meinen Mann von seiner abendlichen Arbeit geholt, um mal kurz 20 Minuten durchatmen zu können, bevor ich es dann doch wieder wie gehabt gemacht habe. Ich war dann um 22Uhr im Bett und hatte bis heute Morgen um 6Uhr vielleicht 4 oder 5 Stunden Schlaf. Und dann noch einen Mittleren Jungen, der sich (wohl zu Recht) auch vernachlässigt fühlt und manchmal auch am Abend Terror macht, wenn ich ihn ins Bett bringen soll. Ich habe versucht, es geduldig hinzunehmen, habe mich in den das Schicksal gefügt, versuche empathisch zu sein, liebevoll zu bleiben, wenn der Mittlere den Kleinen mit Gekreische aus dem Schlaf reißt, was mich um 40 Minuten in meinem Zubettnring-Marathon zurückwirft. Ich dachte: es wird vorbeigehen. Aber nach einem Jahr bin ich einfach nur am Ende
Ich kann nicht mehr. Ich habe NIE Zeit für mich seit einem Jahr. Keinen Feierabend, keine Mittagspause, nichtmal genug Schlaf in der Nacht. Ich fühle mich leer und ausgebrannt, mit den Nerven am Ende. Habe Kopfschmerzen und manchmal zittern mir die Hände, weil ich mich irgendwie kraftlos fühle. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich bin einfach nur fertig.
Morgen hat Jesaja Geburtstag und wird 1. Das ganze geht also nun schon ein Jahr so und ich merke, dass ich nicht mehr kann. Mein Mann ist leider keine Hilfe, weil er tagsüber bin 18Uhr arbeitet und dann an 4 von 7 Abenden Abendtermine hat. Ich kann also weder tagsüber schlafen noch kann ich ihm das Zubettbringen überlassen.
Seit knapp einem Monat geht mein Mittlerer nicht mehr in den Kindergarten und ist also Vormittags zuhause. Er fühlt sich sehr vernachlässigt, weil ich Vormittags eine Stunde mit Jesaja im Bett verbringe und ich ihn dann allein im Wohnzimmer zurücklasse. Manchmal brüllt er dann laut, obwohl ich mich schon so oft entschuldigt habe, dass das eben nicht anders geht. Ich liege dann angespannt im Bett, weil ich weiß, dass mein Mittlerer unten weint, aber der Kleine nicht ohne mich schlafen kann. Ich fühle mich permanent schlecht und habe ein schlechtes Gewissen.
Ich habe VON ANFANG AN immer wieder versucht. Jesaja das Nuckeln nach dem Stillen abzugewöhnen, dh ich habe ihn nach dem Stillen abgedockt und versucht, anders zu beruhigen - mit tragen, schuckeln, singen... Aber schon seit den ersten Lebenswochen brüllt er dabei wie am Spieß. Er lässt sich nicht im Arm halten, lässt sich nicht durch wiegen und kuscheln trösten. Schnuller hat er nicht genommen. Ich habe von Anfang an also immer wieder versucht, ihm das Dauernuckeln nicht anzugewöhnen, aber es ging nicht. Er schrie in meinem Arm, schon als Baby mit 4, 8 Wochen. Immer mal wieder habe ich versucht, es anders zu machen, ein neues, nuckelfreies Ritual einzuführen, aber es geht nicht. Er brüllt in meinem Arm, er schlägt seinen Kopf gegen meinen, er lässt sich nicht halten, nicht trösten ohne die Brust. Tragen ginge vielleicht, aber zum einen ist er mir zu schwer, zum anderen habe ich bei den Trageversuchen auch noch 40 Minuten NIE erreicht, dass er so im Tiefschlaf ist, dass er sich ablegen lässt. Es geht NICHTS. Letzte Woche habe ich versucht, ihm das Nuckeln SANFT abzugewöhnen. Hatte irgendwo gelesen, dass man einfach das Baby immer wieder abdocken, beim Weinen andocken zum trösten, aber dann wieder nach einer Minute abdocken soll. 40 Minuten habe ich es probiert. Der Moment, wo "das Baby versteht und den Entzug der Brust akzeptiert" stellte sich nicht ein. Dann habe ich gestern Abend versucht, ihn nach dem Stillen anders in den Schlaf zu begleiten. Habe gedachte, ich lasse ihn halt weinen bis er schläft, ich bin ja bei ihm. Ich war da, habe gesungen und ihn gestreichelt, versucht ihn zu halten, aber er hat nur gebrüllt und gekämpft. Nach 60 Minuten war ich nervlich am Ende, habe verzweifelt meinen Mann von seiner abendlichen Arbeit geholt, um mal kurz 20 Minuten durchatmen zu können, bevor ich es dann doch wieder wie gehabt gemacht habe. Ich war dann um 22Uhr im Bett und hatte bis heute Morgen um 6Uhr vielleicht 4 oder 5 Stunden Schlaf. Und dann noch einen Mittleren Jungen, der sich (wohl zu Recht) auch vernachlässigt fühlt und manchmal auch am Abend Terror macht, wenn ich ihn ins Bett bringen soll. Ich habe versucht, es geduldig hinzunehmen, habe mich in den das Schicksal gefügt, versuche empathisch zu sein, liebevoll zu bleiben, wenn der Mittlere den Kleinen mit Gekreische aus dem Schlaf reißt, was mich um 40 Minuten in meinem Zubettnring-Marathon zurückwirft. Ich dachte: es wird vorbeigehen. Aber nach einem Jahr bin ich einfach nur am Ende
Ich kann nicht mehr. Ich habe NIE Zeit für mich seit einem Jahr. Keinen Feierabend, keine Mittagspause, nichtmal genug Schlaf in der Nacht. Ich fühle mich leer und ausgebrannt, mit den Nerven am Ende. Habe Kopfschmerzen und manchmal zittern mir die Hände, weil ich mich irgendwie kraftlos fühle. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich bin einfach nur fertig.