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Milchrückgang bei einjährigem Kind?

Verfasst: 06.03.2017, 11:10
von hesa1985
Hallo zusammen,

ich habe mal wieder eine kleine spezielle Baustelle im System und würde die Frage gerne hier stellen.

Meine Tochter wird in der nächsten Woche ein Jahr alt und seit ca. zwei Monaten stille ich sie noch 1-2x am Nachmittag, sowie in Kombination mit einer Flasche zum ins Bett gehen (nur stillen regt sie dann total auf und sie schluckt viel Luft), sowie nach Bedarf in der Nacht.
Letzteres war sehr schwankend, sie hatte lange Zeit nachts so viel Bauchweh, dass ich teils halbstündlich Trost gestillt habe. Dies ist nun weniger geworden, so dass ich derzeit bei 3-5x stillen nachts bin, bis zum aufstehen gegen 08.00h.

Ich habe aber zunehmend das Gefühl, dass die Milch nun nicht mehr reicht. Ich weiß, dass volle Brüste kein Indiz für viel Milch sind, dennoch fühlen sie sich einfach komisch schlaff an, ich fühle mich einfach „nicht produzierend“. Nachts wird meine Tochter auch sehr unruhig, der MSR lässt sehr auf sich warten, sie dockt an und ab und das „beruhigende Schlucken“ dauert relativ kurz, dann wird sie wieder unruhig.

Ich möchte aber ungern vor der KiTa Eingewöhnung abstillen und/oder jetzt noch nachts mit Flaschen anfangen.
Welche Möglichkeiten habe ich, ohne die Fortschritte am Familientisch wieder nach hinten zu setzen, die Milchproduktion wieder zu steigern?
Mehr Anlegen ist ja immer richtig, aber was kann/muss ich hier beachten, um das essen nicht zu „gefährden“, da meine Tochter generell etwas spatzenhaft isst?

Re: Milchrückgang bei einjährigem Kind?

Verfasst: 07.03.2017, 19:06
von tania
was ist deine sorge in bezug auf "gefaehrdung" des essens von beikost? es ist voellig in ordnung, wenn sie nur sehr kleine mengen beikost isst. es ist in dem alter deiner tochter sogar noch empfehlenswert, *vor* der beikostmahlzeit zu stillen.

du kannst schlicht oefter anlagen. sie wird nicht mehr stillen als sie braucht und moechte.

tun deine brustwarzen, deine brueste irgendwie weh? ist deine tochter gut angedockt oder kannst du da eine veraenderung erkennen? bekommt sie einen schnuller?

liebe gruesse, Tania
ModTeam Stillberatung

Re: Milchrückgang bei einjährigem Kind?

Verfasst: 09.03.2017, 10:50
von hesa1985
Hallo Tania,
lieben Dank für deine Antwort.
Ich melde mich erst jetzt wieder, da ich gestern einen fiesen Milchstau bekommen habe, der auch immer noch nicht weg ist. Zumindest kommt kein Fieber und ich hoffe, eine zweite Brustentzündung macht einen Umweg um mich.

Meine Stillberaterin hier vor Ort hat sich seinerzeit beim "Kampf zurück zum Vollstillen" auch das anlegen/trinken angeschaut. Äußerlich war alles ok, aber mich hat immer das schmatzen gewundert und das viele Luftschlucken.
An der Flasche trinkt sie ruhiger, sie hat nachts definitiv weniger Bauchweh nach einer Flasche, als nach stillen.
Wir waren dann damals sogar beim Logopäden haben Saugtraining mit ihr gemacht. Sie war ja vier Wochen zu früh und hatte auch Gelbsucht, er meinte, ihr fehle die Power, den MSR auszulösen. Das hat sich dann aber nach vier Sitzungen deutlich gebessert.
Das glucksen/hektische Trinken ist aber geblieben.

Sie nimmt einen Sauger, aber nur, wenn sie total müde und kurz vor dem einschlafen ist. Meist fliegt er dann im Schlaf wieder heraus.
Sie möchte dann aber keine Brust, Einschlafstillen ist ja auch nur ganz selten etwas für sie, da muss sie schon total fertig sein. Ansonsten mag sie die Brust derzeit nur, wenn es schön kontinuierlich fließt.

Ich lege sie jetzt öfters an tagsüber. Aber sie ist halt auch schon in der Eingewöhnung in der Kita.
Ab April wird sie immer bis 14.00 Uhr dort oder bei meiner Mutter sein. Da möchte ich jetzt eigentlich nicht mehr Pumpen, sondern würde es gerne schaffen, dass ab dann und in der Nacht genügend Milch da ist, auch mit der Pause von ca. 07.30-14.30.
Ist das realistisch?

Re: Milchrückgang bei einjährigem Kind?

Verfasst: 09.03.2017, 20:46
von tania
ja, definitiv! je laenger du stillst, desto flexibler wird die brust, auch wenn du nachmittags, abends und nachts noch viel stillst, kann die brust in aller regel locker auch acht stunden pause mitmachen. es kann sein, dass es anfangs etwas spannt, dann kannst du am besten kurz etwas per hand ausstreichen. abpumpen musst du nicht.

liebe gruesse, tania
ModTeam Stillberatung

Re: Milchrückgang bei einjährigem Kind?

Verfasst: 14.03.2017, 10:14
von hesa1985
Ich kenne auch nur Beispiele aus meinem Umfeld, bei welchen es funktioniert hat.
Und bei mir in den ersten Wochen ja auch, aber jetzt wirkt sie einfach sehr unzufrieden.

Hinzu kommt auch, dass sie teils so wenig ist und dann nachts richtig Hunger hat, glaube ich. Ich werde jetzt erstmal tagsüber mehr stillen, sie will das sowieso, wenn sie mit meinem Mann aus der Kita-Eingewöhnung kommt.

Ich glaube, ich habe die Frage schon einmal gestellt, aber kann es wirklich nicht sein, dass es einen Zusammenhang zwischen Bockshornkleesamen (aktiviert als Kapsel) und Blähungen beim Kind gibt?
Hier stand noch eine angebrochene Packung, und ich dachte mir, es kann ja nicht schade, damit die Milchproduktion noch etwas zu pushen.

In der zweiten Nacht drauf ist meine Tochter wieder wahnsinnig geworden vor Blähungen, ich habe dann direkt abgesetzt.

Oder kommt es wohl vom vermehrten stillen? Denn sie schluckt nach wie vor so viel Luft, ich höre es immer richtig glucksen. Und abends will sie immer noch ca 90ml aus der Flasche haben, dabei ist sie nach wie vor viel ruhiger, als beim stillen. Ich kann aber mittlerweile gut damit leben, gerade auch, da sie danach weniger Bauchweh zu haben scheint.
Nach einem Jahr und dadurch, dass ich wieder anfange zu arbeiten, würde ich gerne mal wieder zwei Stunden am Stück schlafen nachts.

Mensch, irgendwie kommt kein Knopf an das Thema. :?

Re: Milchrückgang bei einjährigem Kind?

Verfasst: 14.03.2017, 19:04
von tania
hesa1985 hat geschrieben:Hinzu kommt auch, dass sie teils so wenig ist und dann nachts richtig Hunger hat, glaube ich. Ich werde jetzt erstmal tagsüber mehr stillen, sie will das sowieso, wenn sie mit meinem Mann aus der Kita-Eingewöhnung kommt.
gut. ruhig oft und kurz stillen.
Ich glaube, ich habe die Frage schon einmal gestellt, aber kann es wirklich nicht sein, dass es einen Zusammenhang zwischen Bockshornkleesamen (aktiviert als Kapsel) und Blähungen beim Kind gibt?
doch, es gibt diesen zusammenhang.
In der zweiten Nacht drauf ist meine Tochter wieder wahnsinnig geworden vor Blähungen, ich habe dann direkt abgesetzt.
gut. kann durchaus sein, dass deine tochter so auf den bockshornklee reagiert.

ic wünsche bald geruhsamere nächte!

liebe grüße, tania
ModTeam Stillberatung

Re: Milchrückgang bei einjährigem Kind?

Verfasst: 14.03.2017, 19:24
von hesa1985
Da bin ich jetzt beruhigt, dass ich beim Bockshornklee schon mal wahrscheinlich richtig lag!
Echt schade, denn er hilft mir sofort, aber das ist es nicht wert!

Verstehe mir einer dieses Kind.;-)
Aus der Kita kommend heißt es "Da Daaaa!!!" und sie zeigt auf meine Brüste.
Es kann ihr nicht schnell genug gehen, bis die Bluse aufgeknöpft ist. Sie schläft dann dabei auch ein, das frühe aufstehen schlaucht sie ziemlich, und natürlich auch die ganzen Eindrücke. Und länger als 20 min. darf mein Mann noch nicht aus der Gruppe gehen, dann wird bitterlich geweint.
Auch den Nachmittag über will sie öfters stillen, da muss ich gar nicht von mir aus die Initiative ergreifen.

Aber abends trinkt sie nur bis zum ersten MSR, dann dockt sie ab und zeigt auf die Flasche.
Sie braucht dann wohl einfach das unkomplizierte, wohlige "Volllaufenlassen";-)