Stillverweigerung/Saugverwirrung oder "einfach" nur eine Phase?
Verfasst: 05.02.2017, 09:32
Liebe Alle,
ich bin momentan ganz schön verzweifelt und weiß nicht so recht weiter..
mein Sohn ist mit 37+0 in einer schönen Wassergeburt im Geburtshaus geboren. Es war aber wohl nur für mich schön, denn ab dann hörte ich das Wort Anpassungsstörung und dass er noch nicht so weit war einfach zu oft. Er hatte zuerst Probleme mit der Sauerstoffsättigung, deswegen mussten wir ins KH. Dort dann das volle Programm..Intensivstation, Antibiotika.. Am 3. Tag war der Spuk aber vorbei und wir konnten nach Hause, da sich die vermutete Infektion nicht bestätigt hat. Wir haben dann gefühlsmäßig unser Wochenbett ab Tag 3 begonnen. Dort blieben wir 3 Wochen und auch danach haben wir uns alle Zeit der Welt gelassen..beim ankommen. Ich stillte zuerst mit Stillhütchen damit es überhaupt klappte. Die gewöhnte ich aber ab Woche 3 ab, da hatte er dann sein Geburtsgewicht. Dann nahm er sehr sehr viel zu, ich stillte nach Bedarf, was sehr oft war. Ich hatte sehr viel Milch und er sehr starke Bauchschmerzen. Waren auch beim Osteopathen. Bergaufstillen, Blockstillen, Kalt/warm/, Salbeitee alles probiert...Letzendlich haben wir uns schweren Herzens für einen Schnuller entschieden...es hat einfach nicht geklappt sein Saugbedürfnis zu stillen....was ich so gerne gemacht hätte.. aber es kam immer Milch..was er nicht wollte. Den Schnuller geben wir nur abends zum einschlafen, auch nicht immer und wenn wirklich gar nix mehr geht..manchmal wacht er im TT draußen auf und will sofort raus.. wenn das nicht geht, gib ich ihm auch den Schnuller.
Es hat gedauert, aber dann waren wir eingespielt. Dies hielt aber nur solange an, bis wir mal wieder einen Tag oder eine Nacht hatten, wo er mehr trinken wollte. Meine Brüste reagieren sofort und es geht wieder los. Massig viel Milch und ein sehr starker MSR. Der ist seit 2 Wochen auch wieder so stark, dass mein Sohn sich so stark verschluckt und furchtbar zu weinen beginnt. Die letzten Tage war er eigentlich besser, ich hab ihn andocken lassen und dann ausgestrichen. Da kam zwar Protest, aber danach war ruhiges Trinken möglich. Jetzt ist es aber plötzlich so, dass er wenn ich ihn anlegen will er die Brust anschreit. Ich wusste zuerst überhaupt nicht was los ist. Ich hatte das gefühl, dass er wirklich Schmerzen hat. Mir tut es so leid, ich dachte immer stillen ist da um ihm Geborgenheit zu geben und eben seine Bedürfnisse zu stillen, stattdessen tue ich ihm weh.
Er ist gerade 13 1/2 Wochen alt und sehr quengelig und unglücklich. Ich weiß dass er noch klein ist und wahrscheinlich Zeit braucht..aber wir hatten in dieser Zeit erst 2 Wochen wo ein bisschen Routine eingekehrt war und er zufrieden wirkte und gut drauf. Eine Sache ist vielleicht noch wichtig. Er durfte von Anfang an auf unserem Bauch schlafen, um ihm das Ankommen zu erleichtern. Das hat sich bis jetzt nicht verändert. Ich konnte ihn eine Zeit lang auf die Seite rollen, momentan ist das auch wieder schwierig..er protestiert und wird wach. Er schläft entweder im Tragetuch oder auf uns drauf. Was bedeutet er ist fast die ganze Zeit in Körperkontakt. Es wird aber auch für ihn unbequem, was vielleicht auch ein Grund für seinen nächtlichen Protest ist. Das Tragen mag er aber auch oft nicht. Wir "trainieren" das auf dem Rücken liegen, aber lange klappt es nicht. Auf dem Bauch würde er alleine schlafen, dass traue ich mir aber nur wenn ich wach bin und daneben sitze.
Es fällt mir gerade schwer, mich einigermaßen kurz zu fassen:
Momentan ist es so, dass er immer wieder mit seinem Gesicht hin und herwurschtelt und sich dabei beschwert. Er zeigt mir nicht mehr an, wann er gestillt werden möchte. Wenn ich es probieren will, fängt er an stark zu weinen. Irgendwann klappt es, aber manchmal macht er den Mund dann nicht mehr so weit auf und dockt oft ab. Gefühlt schnullert er nachts an der Brust. Meine Brustwarzen tun dabei auch wieder weh.
Allgemein ist er schwer "zufrieden zu stellen", alleine liegen ist nicht gut, im Tragetuch nicht gut, auf dem arm ganz ok..
Ich werde die Woche meine Hebamme nochmal anrufen, würde mich aber freuen, wenn ich eure Erfahrungen hören könnte. Ich habe schon viel hier gelesen im Forum, es macht mich aber auch traurig, deswegen hab ich jetzt mal unsere Situation hier aufgeschrieben. liebe Grüße Caro
ich bin momentan ganz schön verzweifelt und weiß nicht so recht weiter..
mein Sohn ist mit 37+0 in einer schönen Wassergeburt im Geburtshaus geboren. Es war aber wohl nur für mich schön, denn ab dann hörte ich das Wort Anpassungsstörung und dass er noch nicht so weit war einfach zu oft. Er hatte zuerst Probleme mit der Sauerstoffsättigung, deswegen mussten wir ins KH. Dort dann das volle Programm..Intensivstation, Antibiotika.. Am 3. Tag war der Spuk aber vorbei und wir konnten nach Hause, da sich die vermutete Infektion nicht bestätigt hat. Wir haben dann gefühlsmäßig unser Wochenbett ab Tag 3 begonnen. Dort blieben wir 3 Wochen und auch danach haben wir uns alle Zeit der Welt gelassen..beim ankommen. Ich stillte zuerst mit Stillhütchen damit es überhaupt klappte. Die gewöhnte ich aber ab Woche 3 ab, da hatte er dann sein Geburtsgewicht. Dann nahm er sehr sehr viel zu, ich stillte nach Bedarf, was sehr oft war. Ich hatte sehr viel Milch und er sehr starke Bauchschmerzen. Waren auch beim Osteopathen. Bergaufstillen, Blockstillen, Kalt/warm/, Salbeitee alles probiert...Letzendlich haben wir uns schweren Herzens für einen Schnuller entschieden...es hat einfach nicht geklappt sein Saugbedürfnis zu stillen....was ich so gerne gemacht hätte.. aber es kam immer Milch..was er nicht wollte. Den Schnuller geben wir nur abends zum einschlafen, auch nicht immer und wenn wirklich gar nix mehr geht..manchmal wacht er im TT draußen auf und will sofort raus.. wenn das nicht geht, gib ich ihm auch den Schnuller.
Es hat gedauert, aber dann waren wir eingespielt. Dies hielt aber nur solange an, bis wir mal wieder einen Tag oder eine Nacht hatten, wo er mehr trinken wollte. Meine Brüste reagieren sofort und es geht wieder los. Massig viel Milch und ein sehr starker MSR. Der ist seit 2 Wochen auch wieder so stark, dass mein Sohn sich so stark verschluckt und furchtbar zu weinen beginnt. Die letzten Tage war er eigentlich besser, ich hab ihn andocken lassen und dann ausgestrichen. Da kam zwar Protest, aber danach war ruhiges Trinken möglich. Jetzt ist es aber plötzlich so, dass er wenn ich ihn anlegen will er die Brust anschreit. Ich wusste zuerst überhaupt nicht was los ist. Ich hatte das gefühl, dass er wirklich Schmerzen hat. Mir tut es so leid, ich dachte immer stillen ist da um ihm Geborgenheit zu geben und eben seine Bedürfnisse zu stillen, stattdessen tue ich ihm weh.
Er ist gerade 13 1/2 Wochen alt und sehr quengelig und unglücklich. Ich weiß dass er noch klein ist und wahrscheinlich Zeit braucht..aber wir hatten in dieser Zeit erst 2 Wochen wo ein bisschen Routine eingekehrt war und er zufrieden wirkte und gut drauf. Eine Sache ist vielleicht noch wichtig. Er durfte von Anfang an auf unserem Bauch schlafen, um ihm das Ankommen zu erleichtern. Das hat sich bis jetzt nicht verändert. Ich konnte ihn eine Zeit lang auf die Seite rollen, momentan ist das auch wieder schwierig..er protestiert und wird wach. Er schläft entweder im Tragetuch oder auf uns drauf. Was bedeutet er ist fast die ganze Zeit in Körperkontakt. Es wird aber auch für ihn unbequem, was vielleicht auch ein Grund für seinen nächtlichen Protest ist. Das Tragen mag er aber auch oft nicht. Wir "trainieren" das auf dem Rücken liegen, aber lange klappt es nicht. Auf dem Bauch würde er alleine schlafen, dass traue ich mir aber nur wenn ich wach bin und daneben sitze.
Es fällt mir gerade schwer, mich einigermaßen kurz zu fassen:
Momentan ist es so, dass er immer wieder mit seinem Gesicht hin und herwurschtelt und sich dabei beschwert. Er zeigt mir nicht mehr an, wann er gestillt werden möchte. Wenn ich es probieren will, fängt er an stark zu weinen. Irgendwann klappt es, aber manchmal macht er den Mund dann nicht mehr so weit auf und dockt oft ab. Gefühlt schnullert er nachts an der Brust. Meine Brustwarzen tun dabei auch wieder weh.
Allgemein ist er schwer "zufrieden zu stellen", alleine liegen ist nicht gut, im Tragetuch nicht gut, auf dem arm ganz ok..
Ich werde die Woche meine Hebamme nochmal anrufen, würde mich aber freuen, wenn ich eure Erfahrungen hören könnte. Ich habe schon viel hier gelesen im Forum, es macht mich aber auch traurig, deswegen hab ich jetzt mal unsere Situation hier aufgeschrieben. liebe Grüße Caro