Der Großteil der Milch bildet sich beim Stillen. Wirklich?
Verfasst: 29.12.2016, 18:10
Hallo Ihr Lieben,
ich lese schon seit einiger Zeit passiv hier mit und bin total begeistert, wie gut und gerne hier geholfen und wie nett sich ausgetauscht wird.
Ich habe direkt eine Frage, die mir seit ich unsere Tochter stille, auf dem Herzen liegt.
Unsere Tochter wurde Anfang Oktober dieses Jahres per Sectio geboren. Der Stillstart war holprig, ich war im KH völlig neben der Spur
(körperlich tiptop, aber mein Gehirn hatte ich wohl im KS gelassen...) und hatte zuerst keine Hilfe (wollte ich aber auch nicht, dachte, das wird schon klappen, war total positiv gestimmt und zuversichtlich). Die Kleine hatte einen Ikterus und musste unter die Lampe, was mich sehr verunsichert hat, weil mir von verschiedenen Leuten immer wieder gesagt wurde, dass sie trinken muss. Sonst wär ich die ganze Sache wohl ruhiger angegangen und die im KH aus. Na ja. Irgendwie haben wir es einigermaßen hingekriegt und sind dann mit Stillhütchen entlassen worden und wurschteln uns seitdem stilltechnisch so durch's Leben
.
Mein Problem und meine Frage ist, dass ich das Gefühl habe, schon seit Beginn, dass sich meine Milch nur zwischen den Mahlzeiten "auffüllt", aber wenn das aufgebraucht ist beim weiteren Stillen selber nicht wesentlich noch was kommt. Da ich wochenlang ständig die Stillgewichte ermittelt habe (...), kann ich sogar sagen, nach wie vielen Stunden ungefähr wieviel Milch da ist... Idealerweise wären es bei uns so 4,5-5 Stunden bis so viel Milch da ist, dass die Schnecke satt und zufrieden ist nach dem Stillen, aber noch zurechtkommt ohne sich ständig zu verschlucken. Tja, sie hat jedoch Phasen, in denen sie häufiger trinken möchte, aber total sauer wird, weil einfach nicht genug da ist. Im Moment stillt sie so alle 4-5 Stunden, ist dazwischen total zufrieden. Wenn sie wach ist, ist sie aktiv und munter, sie schläft aber auch viel (v.a. unterwegs). So reicht ihr die jeweils gestillte Milchmenge gut. Aber sobald sie häufiger stillen will (oder ich denke, dass sie stillen will), reicht es nicht, die Brüste fühlen sich total weich und leer an und sind es wohl auch. Ich hatte mal spaßeshalber das Stillgewicht bis ich merke, dass sie nicht mehr schluckt, bestimmt und dann nochmal nach weiteren 10 Minuten Saugen (na ja, mehr oder weniger Saugen). Tja, Stillgewicht waren 120 gr, beim anschließenden Saugen kamen nur noch 10 gr.
Ich lese nun immer wieder hier, dass die Hauptmenge der Milch BEIM Stillen gebildet wird, das Gefühl hab ich bei mir leider überhaupt nicht.... Andererseits habe ich hier auch schon irgendwo gelesen, dass (nagelt mich nicht fest), in der ersten Stunde nach dem Stillen 50% gebildet, wird und in der zweiten Stunde noch 25%. Habe ich das falsch verstanden? Ich frage mich auch zum Beispiel, wie ein Milchstau zustande kommt, wenn die Milch "on demand" gebildet wird.
Kann mir jemand vielleicht was dazu sagen? Ich habe das Gefühl, ich krebse immer gerade so am Limit rum, die Schnecke nimmt zwar zu und ist auch sehr pflegeleicht und lieb (schreit fast nie, nur bei Hunger und Windel voll, ist aber trotzdem ganz aktiv und spielt und brabbelt schön). Manchmal bin ich echt am Ende, wenn ich denke, sie möchte mehr trinken, aber es ist nix mehr da... Sie saugt auch nicht mehr weiter, wenn nix mehr kommt. Das würde ja vielleicht die Milchbildung noch weiter ankurbeln, aber bei ihr muss eine MZ schnell gehen, sonst gar nicht (wir stillen meistens nur 10 Minuten, dann signalisiert sie, dass sie fertig ist bzw. ich merke, dass nix mehr kommt und sie abdockt und nicht mehr ran will). Klar ist die kurze Dauer angenehm, aber ich möchte natürlich auch nicht immer denken, dass es vielleicht abends wieder nicht reicht, auch wenn morgens noch viel Milch da war.
Hat jemand eine Idee dazu?
Liebe Grüße!
ich lese schon seit einiger Zeit passiv hier mit und bin total begeistert, wie gut und gerne hier geholfen und wie nett sich ausgetauscht wird.
Ich habe direkt eine Frage, die mir seit ich unsere Tochter stille, auf dem Herzen liegt.
Unsere Tochter wurde Anfang Oktober dieses Jahres per Sectio geboren. Der Stillstart war holprig, ich war im KH völlig neben der Spur
Mein Problem und meine Frage ist, dass ich das Gefühl habe, schon seit Beginn, dass sich meine Milch nur zwischen den Mahlzeiten "auffüllt", aber wenn das aufgebraucht ist beim weiteren Stillen selber nicht wesentlich noch was kommt. Da ich wochenlang ständig die Stillgewichte ermittelt habe (...), kann ich sogar sagen, nach wie vielen Stunden ungefähr wieviel Milch da ist... Idealerweise wären es bei uns so 4,5-5 Stunden bis so viel Milch da ist, dass die Schnecke satt und zufrieden ist nach dem Stillen, aber noch zurechtkommt ohne sich ständig zu verschlucken. Tja, sie hat jedoch Phasen, in denen sie häufiger trinken möchte, aber total sauer wird, weil einfach nicht genug da ist. Im Moment stillt sie so alle 4-5 Stunden, ist dazwischen total zufrieden. Wenn sie wach ist, ist sie aktiv und munter, sie schläft aber auch viel (v.a. unterwegs). So reicht ihr die jeweils gestillte Milchmenge gut. Aber sobald sie häufiger stillen will (oder ich denke, dass sie stillen will), reicht es nicht, die Brüste fühlen sich total weich und leer an und sind es wohl auch. Ich hatte mal spaßeshalber das Stillgewicht bis ich merke, dass sie nicht mehr schluckt, bestimmt und dann nochmal nach weiteren 10 Minuten Saugen (na ja, mehr oder weniger Saugen). Tja, Stillgewicht waren 120 gr, beim anschließenden Saugen kamen nur noch 10 gr.
Ich lese nun immer wieder hier, dass die Hauptmenge der Milch BEIM Stillen gebildet wird, das Gefühl hab ich bei mir leider überhaupt nicht.... Andererseits habe ich hier auch schon irgendwo gelesen, dass (nagelt mich nicht fest), in der ersten Stunde nach dem Stillen 50% gebildet, wird und in der zweiten Stunde noch 25%. Habe ich das falsch verstanden? Ich frage mich auch zum Beispiel, wie ein Milchstau zustande kommt, wenn die Milch "on demand" gebildet wird.
Kann mir jemand vielleicht was dazu sagen? Ich habe das Gefühl, ich krebse immer gerade so am Limit rum, die Schnecke nimmt zwar zu und ist auch sehr pflegeleicht und lieb (schreit fast nie, nur bei Hunger und Windel voll, ist aber trotzdem ganz aktiv und spielt und brabbelt schön). Manchmal bin ich echt am Ende, wenn ich denke, sie möchte mehr trinken, aber es ist nix mehr da... Sie saugt auch nicht mehr weiter, wenn nix mehr kommt. Das würde ja vielleicht die Milchbildung noch weiter ankurbeln, aber bei ihr muss eine MZ schnell gehen, sonst gar nicht (wir stillen meistens nur 10 Minuten, dann signalisiert sie, dass sie fertig ist bzw. ich merke, dass nix mehr kommt und sie abdockt und nicht mehr ran will). Klar ist die kurze Dauer angenehm, aber ich möchte natürlich auch nicht immer denken, dass es vielleicht abends wieder nicht reicht, auch wenn morgens noch viel Milch da war.
Hat jemand eine Idee dazu?
Liebe Grüße!