Geringe Gewichtszunahme - Handlungsbedarf?
Verfasst: 15.07.2016, 00:47
Hallo zusammen,
ich habe eine 10 Wochen alte Tochter, die in den letzten 4 Wochen schlecht zugenommen hat. Sie macht sonst einen sehr fitten Eindruck, bewegt sich viel, ist ausgesprochen aufmerksam und weit entwickelt, dreht sich schon vom Bauch auf den Rücken und vom Rücken in Seitenlage und beginnt zu greifen. Sie ist gleichzeitig ein sehr forderndes Baby, das tagsüber kaum Schlaf findet und vor jedem Einschlafen heftig schreit.
Gestern war ich mit ihr zum Impftermin beim Kinderarzt und dort wurde sie auch gewogen. Ich war sehr erstaunt dass sie in den letzten 4 Wochen nur 350 g zugenommen hat. Der KiA hat das Gewicht wohl nicht zur Kenntnis genommen, da er nur auf die Impfung fixiert war, und ich habe es erst zu Hause "realisiert". Meine Frage ist deshalb, ob sich die Gewichtszunahme noch im tolerierbaren Rahmen bewegt. Ich suche Rat, was ich nun zu einer besseren Gewichtszunahme beitragen kann. Ich würde gern weiter voll stillen und möchte wenn es irgendwie geht, eine Zufütterung vermeiden. Als "Erstmassnahme" haben ich heute versucht, so viel es geht zu stillen.
Vielleicht noch wichtig, auch mein großes Kind und der Papa waren Leichtgewichte als Baby.
Hier alle Gewichtsdaten:
03.05. 3210g Geburt im KH
06.05. 3020g U2 KiA
10.05. 3100g Hebamme
12.05. 3140g Hebamme
16.05. 3300g Hebamme
01.06. 3625g U3 KiA
14.06. 3910g Messung in Apotheke
13.07. 4265g 1. Impftermin KiA
14.07. 4260g Hebamme
Hier noch die Antworten auf die restlichen Fragen:
Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
- Sie bekam im Krankenhaus am 2. Tag einmalig wenige ml Flüssigkeit, deren Namen ich vergessen habe, es war keine Premilch. Keine weitere Zufütterung.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
- Üblicherweise stillen wir mindestens 10x am Tag, wobei es von 19 bis ca. 22 Uhr häufig in Clustern übergeht. Tagsüber zwischen 8-17 Uhr habe ich nach Anraten durch den Kinderarzt versucht, in dreistündigem Abstand zu stillen, häufig aber auch noch ergänzend zwischendrin, wenn sie geschrien hat.
Sie bekommt jedes Mal beide Seiten, wobei sie an der ersten Seite meist nach 10 min abdockt (oder hektisch zu schreien beginnt) und an der 2. Seite weniger als 10 min trinkt. Gelegentlich machen wir Wechselstillen, welches sich dann gern über eine Dreiviertelstunde hinzieht. Ich höre sie pro Seite in den ersten 2-3 min deutlich regelmäßig schlucken, danach sind oft nur noch vereinzelt Schluckgeräusche zu hören, obwohl sie kräftig weiter saugt. Manchmal beginnt sie dann nochmal kräftiger zu schlucken, oft auch nicht. Einen MSR spüre ich selbst nicht.
Nachts schläft sie von ca. 22:00 bis 2:00/3:00 Uhr, dann in der 2. Nachthälfte häufigeres Stillen (mndst 3x). Tagsüber kann ich oft nicht genau sagen, ob sie aus Hunger oder Müdigkeit weint, denn sie tut sich sehr schwer mit dem (Ein)Schlafen am Tage, schreit vehement vor jedem Einschlafen (und lässt sich dann auch nicht durch Stillen beruhigen und schläft auch nur sehr selten beim Stillen ein). Sie ist oft bis zu 6 Stunden am Stück wach (von kurzen 5-Minuten Schläfchen auf meinem Arm abgesehen) und nimmt wahnsinnig viele Reize auf. Wenn sie mal schläft, dann meist nur 20-30 min. Nach diesen kurzen Schläfchen tagsüber wacht sie oft weinend / jammernd auf, ich denke weil sie noch müde ist. Länger schläft sie eigentlich nur im Tragetuch, da dann gerne auch 3 Stunden, oder auch mal im Kinderwagen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Ca. 4 Pipiwindeln, wobei der Urin für mich häufiger gelblich und nicht "wasserklar" aussieht. Oft denke ich, dass die Windeln gerade morgens voller sein müssten. Stuhlgang kommt sehr selten, etwa alle 10-13 Tage. Auch in den ersten Wochen hatte sie nur wenig Stuhlgang (alle paar Tage, abgesehen vom Mekonium).
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Problemlose natürliche Entbindung, erstes Anlegen im Kreissaal nach 30 min, in den ersten zwei Wochen häufig Dauerstillen mit etwas wunden Brustwarzen bei mir, dann jedoch problemloses schmerzloses Stillen. Seit sie ca. 6 Wochen alt ist, dockt sie am Ende des Stillens häufig an und ab, wird immer hektischer und windet sich weg, schreit bis ich sie hochnehme und sie Luft aufstößt, schreit dann aber weiter bis sie die 2. Brust bekommt. Sie hat nach dem Stillen oft trotzdem noch ein starkes Saugbedürfnis und ist ingesamt ein sehr forderndes, unruhiges Baby, lässt sich kaum ablegen usw.
Der Kinderarzt hat mir aufgrund dieser Unruhe bei der U3 zu mehr Rhythmus und möglichst längeren Stillabständen von etwa 3 Stunden geraten, und um dies zu erreichen, zwischendrin den Schnuller einzusetzen, was ich auch immer wieder probiert habe (dh den Schnuller nimmt sie zwar gern, saugt eine Weile, lässt sich dann aber trotzdem nicht dauerhaft beruhigen und 3 Stunden Stillabstand kommen auch nicht regelmäßig vor).
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
S.o., sie nimmt einen Schnuller, seit sie etwa 2 Wochen alt ist, häufig und hauptsächlich zum Einschlafen tagsüber, da es ihr beim Beruhigen hilft. Gelegentlich auch beim Autofahren, wenn sie unruhig wird. Bis auf das eine Mal im Krankenhaus kennt sie keine Flaschen oder Hütchen. Sie kennt den kleinen Fütterbecher, da ich ihr hiermit die Vit. D Prophylaxe verabreiche, aufgelöst in ein paar Tropfen sehr mühsam ausgedrückter Muttermilch.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich habe nun meine Hebamme kontaktiert, die mir zu Bockshornkleekapseln (hilft das wirklich?), mehr Entspannung und viel Stillen geraten hat und in einer Woche das Gewicht wieder kontrollieren will.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Kurze Gelbsucht nach der Geburt, bei mir Übergewicht und Schilddrüsenunterfunktion, momentan noch nicht wieder richtig eingestellt (Dosis der Tabletten ist nach Schwangerschaftsende zu hoch und wird jetzt neu angepasst).
Vielen Dank schonmal bis hierher an das tolle Forum
ich habe eine 10 Wochen alte Tochter, die in den letzten 4 Wochen schlecht zugenommen hat. Sie macht sonst einen sehr fitten Eindruck, bewegt sich viel, ist ausgesprochen aufmerksam und weit entwickelt, dreht sich schon vom Bauch auf den Rücken und vom Rücken in Seitenlage und beginnt zu greifen. Sie ist gleichzeitig ein sehr forderndes Baby, das tagsüber kaum Schlaf findet und vor jedem Einschlafen heftig schreit.
Gestern war ich mit ihr zum Impftermin beim Kinderarzt und dort wurde sie auch gewogen. Ich war sehr erstaunt dass sie in den letzten 4 Wochen nur 350 g zugenommen hat. Der KiA hat das Gewicht wohl nicht zur Kenntnis genommen, da er nur auf die Impfung fixiert war, und ich habe es erst zu Hause "realisiert". Meine Frage ist deshalb, ob sich die Gewichtszunahme noch im tolerierbaren Rahmen bewegt. Ich suche Rat, was ich nun zu einer besseren Gewichtszunahme beitragen kann. Ich würde gern weiter voll stillen und möchte wenn es irgendwie geht, eine Zufütterung vermeiden. Als "Erstmassnahme" haben ich heute versucht, so viel es geht zu stillen.
Vielleicht noch wichtig, auch mein großes Kind und der Papa waren Leichtgewichte als Baby.
Hier alle Gewichtsdaten:
03.05. 3210g Geburt im KH
06.05. 3020g U2 KiA
10.05. 3100g Hebamme
12.05. 3140g Hebamme
16.05. 3300g Hebamme
01.06. 3625g U3 KiA
14.06. 3910g Messung in Apotheke
13.07. 4265g 1. Impftermin KiA
14.07. 4260g Hebamme
Hier noch die Antworten auf die restlichen Fragen:
Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
- Sie bekam im Krankenhaus am 2. Tag einmalig wenige ml Flüssigkeit, deren Namen ich vergessen habe, es war keine Premilch. Keine weitere Zufütterung.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
- Üblicherweise stillen wir mindestens 10x am Tag, wobei es von 19 bis ca. 22 Uhr häufig in Clustern übergeht. Tagsüber zwischen 8-17 Uhr habe ich nach Anraten durch den Kinderarzt versucht, in dreistündigem Abstand zu stillen, häufig aber auch noch ergänzend zwischendrin, wenn sie geschrien hat.
Sie bekommt jedes Mal beide Seiten, wobei sie an der ersten Seite meist nach 10 min abdockt (oder hektisch zu schreien beginnt) und an der 2. Seite weniger als 10 min trinkt. Gelegentlich machen wir Wechselstillen, welches sich dann gern über eine Dreiviertelstunde hinzieht. Ich höre sie pro Seite in den ersten 2-3 min deutlich regelmäßig schlucken, danach sind oft nur noch vereinzelt Schluckgeräusche zu hören, obwohl sie kräftig weiter saugt. Manchmal beginnt sie dann nochmal kräftiger zu schlucken, oft auch nicht. Einen MSR spüre ich selbst nicht.
Nachts schläft sie von ca. 22:00 bis 2:00/3:00 Uhr, dann in der 2. Nachthälfte häufigeres Stillen (mndst 3x). Tagsüber kann ich oft nicht genau sagen, ob sie aus Hunger oder Müdigkeit weint, denn sie tut sich sehr schwer mit dem (Ein)Schlafen am Tage, schreit vehement vor jedem Einschlafen (und lässt sich dann auch nicht durch Stillen beruhigen und schläft auch nur sehr selten beim Stillen ein). Sie ist oft bis zu 6 Stunden am Stück wach (von kurzen 5-Minuten Schläfchen auf meinem Arm abgesehen) und nimmt wahnsinnig viele Reize auf. Wenn sie mal schläft, dann meist nur 20-30 min. Nach diesen kurzen Schläfchen tagsüber wacht sie oft weinend / jammernd auf, ich denke weil sie noch müde ist. Länger schläft sie eigentlich nur im Tragetuch, da dann gerne auch 3 Stunden, oder auch mal im Kinderwagen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Ca. 4 Pipiwindeln, wobei der Urin für mich häufiger gelblich und nicht "wasserklar" aussieht. Oft denke ich, dass die Windeln gerade morgens voller sein müssten. Stuhlgang kommt sehr selten, etwa alle 10-13 Tage. Auch in den ersten Wochen hatte sie nur wenig Stuhlgang (alle paar Tage, abgesehen vom Mekonium).
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Problemlose natürliche Entbindung, erstes Anlegen im Kreissaal nach 30 min, in den ersten zwei Wochen häufig Dauerstillen mit etwas wunden Brustwarzen bei mir, dann jedoch problemloses schmerzloses Stillen. Seit sie ca. 6 Wochen alt ist, dockt sie am Ende des Stillens häufig an und ab, wird immer hektischer und windet sich weg, schreit bis ich sie hochnehme und sie Luft aufstößt, schreit dann aber weiter bis sie die 2. Brust bekommt. Sie hat nach dem Stillen oft trotzdem noch ein starkes Saugbedürfnis und ist ingesamt ein sehr forderndes, unruhiges Baby, lässt sich kaum ablegen usw.
Der Kinderarzt hat mir aufgrund dieser Unruhe bei der U3 zu mehr Rhythmus und möglichst längeren Stillabständen von etwa 3 Stunden geraten, und um dies zu erreichen, zwischendrin den Schnuller einzusetzen, was ich auch immer wieder probiert habe (dh den Schnuller nimmt sie zwar gern, saugt eine Weile, lässt sich dann aber trotzdem nicht dauerhaft beruhigen und 3 Stunden Stillabstand kommen auch nicht regelmäßig vor).
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
S.o., sie nimmt einen Schnuller, seit sie etwa 2 Wochen alt ist, häufig und hauptsächlich zum Einschlafen tagsüber, da es ihr beim Beruhigen hilft. Gelegentlich auch beim Autofahren, wenn sie unruhig wird. Bis auf das eine Mal im Krankenhaus kennt sie keine Flaschen oder Hütchen. Sie kennt den kleinen Fütterbecher, da ich ihr hiermit die Vit. D Prophylaxe verabreiche, aufgelöst in ein paar Tropfen sehr mühsam ausgedrückter Muttermilch.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Ich habe nun meine Hebamme kontaktiert, die mir zu Bockshornkleekapseln (hilft das wirklich?), mehr Entspannung und viel Stillen geraten hat und in einer Woche das Gewicht wieder kontrollieren will.
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Kurze Gelbsucht nach der Geburt, bei mir Übergewicht und Schilddrüsenunterfunktion, momentan noch nicht wieder richtig eingestellt (Dosis der Tabletten ist nach Schwangerschaftsende zu hoch und wird jetzt neu angepasst).
Vielen Dank schonmal bis hierher an das tolle Forum