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Töchterchen (8 Monate) zwickt beim Stillen und Einschlafen

Verfasst: 05.07.2016, 07:06
von Aliena
So heute haben wir unseren Tiefpunkt erreicht (in der Hoffnung, dass es nicht mehr schlimmer wird!):

Ausgangssituation:
Töchterchen, 8 Monate, schläft im eigenen Bett im eigenen Zimmer. Problemlos. Sie wird zum Bettgehen, 1-2 Mal nachts und morgens gestillt. In den Morgenstunden gegen 5 Uhr wird sie meist wach, ich hole sie in mein Bett, sie stillt im Liegen neben mir und dämmert wieder weg. Wir kuscheln und schlafen, bis wir gegen 6 Uhr aufstehen. Dieses morgendliche Kuscheln braucht sie, fordert sie, bekommt sie und wir genießen es sehr.

Problem:
Seit etwa 2 Wochen hat sie einen Tick entwickelt. In Situationen, in welchen sie sich beruhigt (also leider Stillen, Einschlafen, Kuscheln) zwickt sie mich. Sie tastet mit Daumen und Zeigefinger nach besonders weichen Hautstellen (natürlich Brust, Hals, Unterseite des Oberarms) und kneift die Haut zusammen. Immer wieder. Ja, es tut weh! :evil:
Versuche, das zu unterbinden, scheitern in den meisten Fällen:
- Haut bedecken: Sie tastet gezielt nach Haut. Spätestens beim Hals, neben der gerade gestillten Brustwarze und an den Armen wird sie fündig. Stoff interessiert sie nicht.
- Ablenken: Stillkette war genau 2 Stilldurchgänge interessant. Jetzt nicht mehr.
- Festhalten: Sie wehrt sich und wird wacher davon.
- Ausnahme: Wenn sie beim Stillen schon sehr müde ist, akzeptiert sie als Ablenkung meine Finger.

Auswirkungen:
Ich bin beim Stillen zunehmend gestresst und merke, dass sie den MSR erstspät auslösen kann. Aber vor allem zerstört es das morgendliche kuscheln! Ganz ehrlich, ich bin hart im Nehmen, aber ich werde immer unruhiger und wütender, wenn ich dabei ständig gezwickt werde! Sie folglich auch!
Nun bekommt sie zurzeit auch Zähne, was bestimmt zu ihrem Tick beiträgt. Sie ist generell unruhiger, auch nachts. Heute musste ich sie schon um halb 4 zu uns ins Bett holen, weil sie nicht mehr bei sich bleiben wollte. Leider bedeutet das für mich, mich ab halb 4 nachts zwicken zu lassen… Unruhe, Wut, ein „hilfreicher“ Kommentar meines Mannes, der sich danach einfach auf die andere Seite drehen konnte…

Was ich mir wünsche:
Vielleicht hilft schon Zuspruch. Ich hätte gerne auch die Aussicht, dass es irgendwann wieder leichter wird und sich nicht manifestiert? Prima wären natürlich Tipps. Vorschlag meines Mannes: Ihr Fäustlinge ohne Daumen anzuziehen. Ach, und in der Nacht, nach einer halben Stunde unruhigem Einschlafzwicken: „Gib ihr doch endlich was zu Trinken“. :roll: :evil: Hab sie trotzdem angelegt, sie hat mich weiter gepiesakt und nur unruhig genuckelt. Sie war ja satt. Und hatte zudem meine weiche Brust als Spielfeld. Toll.

Re: Töchterchen (8 Monate) zwickt beim Stillen und Einschlaf

Verfasst: 05.07.2016, 20:23
von EhMibima
Oh, das kenn ich von meiner Kleinen! Autsch!
Wichtig: Fingernägel kurz halten(!), alle Hautpartien und auch die andere Brust gut und "fest" abdecken. Immer sofort(!) Hand wegschieben und nein sagen und dann sofort wieder weggucken und sich "anderem" widmen. Nicht daß ein lustiges Spiel draus wird. Und dann hoffen daß es sich verwächst....
...meine Kleine gnibbelt immer noch. Aber anders, eher knetend und ich finde es ok da es nicht mehr kneift.
Und vielleicht hier: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=146858 mal lesen.

Re: Töchterchen (8 Monate) zwickt beim Stillen und Einschlaf

Verfasst: 05.07.2016, 22:21
von MiasMom
Mausi ist jetzt 11 Monate und bei so 8 Monaten herum hatten wir das auch ähnlich. Sie hat die Brust, an welcher sie auch getrunken hat, als Anti-Stress-Ball benutzt und so richtig fest meine Haut zusammengekniffen. Allerdings konnte ich ihre Hand danach immer wieder lösen.
Das hörte aber irgendwann wieder auf. Das mit den Fäustlingen ist doch gar nicht so verkehrt. Wir mussten das eine zeitlang machen, als Mausi Ausschlag hatte und ständig Juckreiz. Half super!

Re: Töchterchen (8 Monate) zwickt beim Stillen und Einschlaf

Verfasst: 06.07.2016, 12:56
von HerbstMama
Ich habe hier auch so eine Kneiferin (8,5 M). Sie kneift häufig, wenn sie müde ist. Wenn ich ihre Hand wegnehmen oder meinen Arm wegziehe, dann regt sie sich auf. An Einschlafen ist dann nicht zu denken. Ein Kuscheltier, Finger oder Tuch zum festhalten reichen ihr nicht. Es muss meine weiche Haut sein (Arm, Brust, Bauch). Ich hoffe es hört bald auf. Manchmal werde ich dann auch laut, weil es einfach weh tut.

Re: Töchterchen (8 Monate) zwickt beim Stillen und Einschlaf

Verfasst: 06.07.2016, 14:01
von rrt
Ich bin ähnlich wie Bienesmama vorgegangen.
Ich habe dem Baby zusätzlich dann immer meine Finger gegeben, das wurde dann mit der Zeit akzeptiert.

Re: Töchterchen (8 Monate) zwickt beim Stillen und Einschlaf

Verfasst: 06.07.2016, 21:41
von Aliena
Danke für die Rückmeldungen! In dem Link habe ich reingelesen, danke für den Hinweis, bienesmama.

Ich bin jetzt viel konsequenter mit dem Unterbinden der Kneiferei. Ich halte ihre Hand beim Stillen, spiele mit ihren Fingern und lasse sie mit meinen spielen. Irgendwie geht es schon, auch wenn sie immer wieder ansetzen möchte. Ich nehme mir vor, es nicht noch schlimmer werden zu lassen.
Letzte Nacht musste ich sie schon um 0 Uhr zu uns ins Bett holen. Nach dem Stillen wollte sie wieder loslegen und ich hab mich einfach von ihr weggedreht und mit dem Rücken zu ihr eingeschlafen. Sie hat ruhig neben mir geschlafen bis zum Weckerläuten. Geht doch!