Guter Stillbeginn trotz Abpumpens möglich? - Tipps gesucht!!
Verfasst: 17.06.2016, 11:25
Hallo Ihr Lieben,
ich bin mit dem 2. Kind in der 37. SSW und wünsche mir sehr, dieses stillen zu können. Bei meiner älteren Tochter hat es damals leider nicht geklappt und ich möchte möglichst nicht die gleichen Fehler wiederholen. Bei uns besteht aufgrund einer AB0-Blutgruppenunverträglichkeit ein erhöhtes Risiko für eine stark ausgeprägte Neugeborenengelbsucht. Meine heute 2jährige Tochter musste damals über 7 Tage immer wieder für 12 h unters Fotolicht und wurde in dieser Zeit bereits stark zugefüttert (weil bei mir nichts kam), da über den Stoffwechsel das Bilirubin ausgeschieden werden sollte. Falls es wieder so kommt, möchte ich vorbereitet sein und würde mich freuen, wenn Ihr mir Tipps geben könntet, wie das Stillen trotzdem klappen kann. Hier der Reihe nach die Probleme von damals:
1. Die Kleine wurde mir direkt nach der (spontanen) Geburt angelegt, allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass irgendetwas (Kolostrum) aus der Brust gekommen ist.
2. Ab dem Tag nach der Geburt war die Kleine abwechselnd 12 h unter der Fotolichttherapie und 12 h bei mir. Sie war die ganze Zeit über extrem schläfrig.
3. Ich habe sie zwar ca. alle 2 - 3 h angelegt, wenn sie bei mir war, aber sie hat aufgrund der Schläfrigkeit nicht gut gesaugt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass schon Milch aus der Brust kommt.
4. Wenn sie weg war, habe ich gepumpt, aber wahrscheinlich nicht so oft, wie es nötig gewesen wäre (ca. alle 3-4 h). Außerdem hat man mir damals geraten, immer nur einseitig wechselseitig zu pumpen für jeweils 2 - 5 und 7 Minuten. Erst viel später habe ich gelesen, dass doppelseitiges Pumpen viel effektiver ist.
5. Grundsätzlich habe ich auch nachts gepumpt, das war aber schwierig, weil ich völlig übermüdet war nach 2 Nächten ohne Schlaf (1. Nacht = Blasensprung, 2. Nacht = Geburt). Bin dabei immer wieder eingeschlafen.
6. Auf der Station gab es nur ca. 3 Pumpen, aber ungefähr doppelt so viele Frauen, die gepumpt haben, sodass man sich vor dem Pumpen immer erst eine Pumpe organisieren musste, was Zeit gekostet hat, vor allem nachts.
7. Generell war ich seelisch sehr mitgenommen, weil ich mir Sorgen wegen der Neugeborenengelbsucht gemacht habe und darunter gelitten habe, dass die Kleine nicht bei mir sein konnte.
8. Sie wurde ab dem Tag nach der Geburt zugefüttert. Ich fand das nicht besonders toll, aber angeblich war es notwendig, damit das extrem hohe Bilirubin schnell vom Körper abgebaut wird und Milch kam ja bei mir nicht...
9. Am 2. Tag nach der Geburt hatte ich offenbar den Milcheinschuss, denn ich hatte einen riesigen "Atombusen", der sogar mit Weißkohlblättern behandelt wurde. Trotzdem kam beim Pumpen nichts raus (habe mit einer Medela Symphony und Brusthauben Gr. M gepumpt).
10. Ca. 4 Tage nach der Geburt kam in der Klinik dann eine Stillberaterin vorbei und hat das richtige Anlegen etc. mit mir geübt, hat aber trotzdem nichts gebracht.
11. Ich habe übrigens sehr flache Brustwarzen (bei gleichzeitig großer Brust). Ich fand das richtige Anlegen damals sehr schwierig, kann das heute aber besser.
12. Zu Hause habe ich dann tags und nachts gepumpt und das Kind angelegt und außerdem Bockshornkleekapseln genommen. Hat aber alles nichts genutzt, aus der Brust kam fast nichts raus. Ich habe trotzdem noch fast 5 Monate so weitergemacht und die 20 ml oder so, die ich pro Tag gepumpt habe, verfüttert.
Was ich dieses Mal anders machen will, wenn das Kind wieder unters Fotolicht muss:
- In kürzeren Abständen (alle 2 h) pumpen
- doppelseitig pumpen (auf der Stufe kurz bevor es wehtut). Wie lange denn ungefähr? 10 min.?
- Ich überlege, mir eine Medela Freestyle zu kaufen und in die Klinik mitzunehmen. Ist zwar teuer, aber ich kann sie später ggf. wieder gebraucht verkaufen und bin dann unabhängig von den Pumpen in der Klinik.
- Möglichst gleich am Tag der Geburt darum bitten, dass eine Stillberaterin vorbeikommt. Für die Zeit danach habe ich in der Nähe unserer Wohnung bereits eine Stillberaterin bzw. einen Stilltreff ausfindig gemacht.
Was kann ich sonst noch tun?
Und wenn das Kind ausnahmsweise gesund ist, wie läuft es dann? Ca. alle 2 h anlegen? Bei jeder Stillmahlzeit beide Brüste oder einmal die eine und bei der nächsten Mahlzeit die andere? Wie lange sollte das Kind ungefähr angelegt werden?
Sorry für das lange Posting, hoffe sehr, Ihr könnt mir helfen! Es wäre wunderbar, dieses mal stillen zu können.
LG Teresa
ich bin mit dem 2. Kind in der 37. SSW und wünsche mir sehr, dieses stillen zu können. Bei meiner älteren Tochter hat es damals leider nicht geklappt und ich möchte möglichst nicht die gleichen Fehler wiederholen. Bei uns besteht aufgrund einer AB0-Blutgruppenunverträglichkeit ein erhöhtes Risiko für eine stark ausgeprägte Neugeborenengelbsucht. Meine heute 2jährige Tochter musste damals über 7 Tage immer wieder für 12 h unters Fotolicht und wurde in dieser Zeit bereits stark zugefüttert (weil bei mir nichts kam), da über den Stoffwechsel das Bilirubin ausgeschieden werden sollte. Falls es wieder so kommt, möchte ich vorbereitet sein und würde mich freuen, wenn Ihr mir Tipps geben könntet, wie das Stillen trotzdem klappen kann. Hier der Reihe nach die Probleme von damals:
1. Die Kleine wurde mir direkt nach der (spontanen) Geburt angelegt, allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass irgendetwas (Kolostrum) aus der Brust gekommen ist.
2. Ab dem Tag nach der Geburt war die Kleine abwechselnd 12 h unter der Fotolichttherapie und 12 h bei mir. Sie war die ganze Zeit über extrem schläfrig.
3. Ich habe sie zwar ca. alle 2 - 3 h angelegt, wenn sie bei mir war, aber sie hat aufgrund der Schläfrigkeit nicht gut gesaugt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass schon Milch aus der Brust kommt.
4. Wenn sie weg war, habe ich gepumpt, aber wahrscheinlich nicht so oft, wie es nötig gewesen wäre (ca. alle 3-4 h). Außerdem hat man mir damals geraten, immer nur einseitig wechselseitig zu pumpen für jeweils 2 - 5 und 7 Minuten. Erst viel später habe ich gelesen, dass doppelseitiges Pumpen viel effektiver ist.
5. Grundsätzlich habe ich auch nachts gepumpt, das war aber schwierig, weil ich völlig übermüdet war nach 2 Nächten ohne Schlaf (1. Nacht = Blasensprung, 2. Nacht = Geburt). Bin dabei immer wieder eingeschlafen.
6. Auf der Station gab es nur ca. 3 Pumpen, aber ungefähr doppelt so viele Frauen, die gepumpt haben, sodass man sich vor dem Pumpen immer erst eine Pumpe organisieren musste, was Zeit gekostet hat, vor allem nachts.
7. Generell war ich seelisch sehr mitgenommen, weil ich mir Sorgen wegen der Neugeborenengelbsucht gemacht habe und darunter gelitten habe, dass die Kleine nicht bei mir sein konnte.
8. Sie wurde ab dem Tag nach der Geburt zugefüttert. Ich fand das nicht besonders toll, aber angeblich war es notwendig, damit das extrem hohe Bilirubin schnell vom Körper abgebaut wird und Milch kam ja bei mir nicht...
9. Am 2. Tag nach der Geburt hatte ich offenbar den Milcheinschuss, denn ich hatte einen riesigen "Atombusen", der sogar mit Weißkohlblättern behandelt wurde. Trotzdem kam beim Pumpen nichts raus (habe mit einer Medela Symphony und Brusthauben Gr. M gepumpt).
10. Ca. 4 Tage nach der Geburt kam in der Klinik dann eine Stillberaterin vorbei und hat das richtige Anlegen etc. mit mir geübt, hat aber trotzdem nichts gebracht.
11. Ich habe übrigens sehr flache Brustwarzen (bei gleichzeitig großer Brust). Ich fand das richtige Anlegen damals sehr schwierig, kann das heute aber besser.
12. Zu Hause habe ich dann tags und nachts gepumpt und das Kind angelegt und außerdem Bockshornkleekapseln genommen. Hat aber alles nichts genutzt, aus der Brust kam fast nichts raus. Ich habe trotzdem noch fast 5 Monate so weitergemacht und die 20 ml oder so, die ich pro Tag gepumpt habe, verfüttert.
Was ich dieses Mal anders machen will, wenn das Kind wieder unters Fotolicht muss:
- In kürzeren Abständen (alle 2 h) pumpen
- doppelseitig pumpen (auf der Stufe kurz bevor es wehtut). Wie lange denn ungefähr? 10 min.?
- Ich überlege, mir eine Medela Freestyle zu kaufen und in die Klinik mitzunehmen. Ist zwar teuer, aber ich kann sie später ggf. wieder gebraucht verkaufen und bin dann unabhängig von den Pumpen in der Klinik.
- Möglichst gleich am Tag der Geburt darum bitten, dass eine Stillberaterin vorbeikommt. Für die Zeit danach habe ich in der Nähe unserer Wohnung bereits eine Stillberaterin bzw. einen Stilltreff ausfindig gemacht.
Was kann ich sonst noch tun?
Und wenn das Kind ausnahmsweise gesund ist, wie läuft es dann? Ca. alle 2 h anlegen? Bei jeder Stillmahlzeit beide Brüste oder einmal die eine und bei der nächsten Mahlzeit die andere? Wie lange sollte das Kind ungefähr angelegt werden?
Sorry für das lange Posting, hoffe sehr, Ihr könnt mir helfen! Es wäre wunderbar, dieses mal stillen zu können.
LG Teresa