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werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 00:16
von Skoxi
Hallo,
ich lese hier schon seit der Schwangerschaft gerne mit, und melde mich nun mit einem Thema das mich schon einige Zeit interessiert.
Mein Sohn ist nun 17 Wochen und wir stillen meistens zum schlafen. In der Trage schläft er auch gerne ein, mittlerweile jedoch immer schwerer (die Welt wird spannender) Im Kinderwagen klappt es nur wenn er wirklich sehr sehr müde ist, und er muss vorher auch motzen was mir dann immer leid tut.
Er nimmt keinen Schnuller, d.h. er muss sein komplettes Saugbedürfnis bei mir befriedigen.
Jetzt habe ich von diversen Seiten, u.a. auch Stillkinder.de, Kinderärztin etc. gehört, dass es nicht so gut ist wenn die Kleinen komplett das Einschlafen mit der Brust assoziieren, weil das später Probleme beim weiterschlafen verursachen kann und sie halbstündlich an die Brust wollen.
Ich kann ihn kurz vorm Einschlafen abdocken, dann ist er kurz irritiert, sucht noch etwas und schläft dann meist ein.
Auf Stillkinder.de wird dieses Vorgehen ja empfohlen, um die Verknüpfung Einschlafen=Stillen aufzuheben.
Ich bin momentan mit unserer Schlafsituation sehr zufrieden, es ist für mich völlig ok dass er an der Brust einschläft. Ich genieße es meist sogar. Er kommt in der Nacht 2-4 mal, trinkt im Halbschlaf und schläft sofort weiter.
Also eigentlich kein Bedarf momentan etwas zu ändern.
Ich mache mir nur Gedanken ob ich dadurch nicht für die nächsten Monate Probleme im Schlaf verursachen werde, wenn er dauernd aufwachen sollte und nur an der Brust wieder einschläft.
Es ist für mich ok, dass ich erstmal Abends nicht so gut weg kann. Ich kann mir auch vorstellen länger zu stillen.
Habt ihr es bereut das Einschlafen so eng mit dem Stillen zu verknüpfen?
Da er keinen Schnuller nimmt, tut es mir immer so leid ihn abzudocken wenn er friedlich nuckelnd einschläft. Will es aber später nicht bereuen, die Assoziation bei ihm aufrecht gehalten zu haben.
Was meint ihr?
Liebe Grüße
Skoxi
Re: werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 00:29
von Jadzia
Ich habe es nicht bereut.
Ich fand es sehr praktisch. Und wenn ich mal nicht da war, wurde bei Papa geschlafen.
Das ging gut.
Es gab immer mal Tage und Nächte, da hat es mich gestört oder genervt.
Wenn ich echt krank war oder so.
Aber dann war Stillen auch nicht das wirkliche Problem, sondern einfach keine Ruhe für längere Zeit zu bekommen.
Aber da ist auch jede Frau anders. Ich mach mir selten Mühe Dinge zu verändern, die sich ohnehin von selbst verändern.
Mein Kind hat sich mit 4 Jahren fröhlichs elbst abgestillt udn schwärmt noch heute vom Brust trinken. Das finde ich sehr schön.
Re: werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 07:04
von Schokoflocke
Ich würde dann versuchen es zu ändern, wenn es dich stört. Bei meinem Großen mussten wir mit 17 Monaten eine neue Einschlafroutine finden, weil ich schwanger war und keine Milch mehr hatte. Da hat es nicht mehr funktioniert. Das war dann eine schwierige Zeit, aber es war möglich, das zu ändern. Warum sich den Stress geben ohne Not? Mein Kleiner schläft noch an der Brust ein, ich finde es simpel, praktisch und kuschelig und wenn es mal nötig ist das zu ändern, bin ich sicher, wir kriegen das hin. Und übrigens kenne ich auch mega-schlechte Schläfer, die nicht an der Brust eingeschlafen sind. Also, abwarten und ändern, was dich wirklich stört, würde ich mal sagen.
Re: werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 07:11
von Nusserl
Ich habe es auch nie bereut.
Es gab immer wieder Phasen wo sie total viel nachts gestillt haben.
Nr. 1 habe ich mit 6 Monaten nachts abgestillt, Nr. 2 mit 18 Monaten und Nr. 3 kurz vor dem 2. Geburtstag.
Aktuell stille ich die Kleine noch zum Einschlafen. Wenn ich nicht da bin (arbeite 3 Tage die Woche) schläft sie problemlos ohne Stillen ein.
Meine drei Mädels 07/08, 11/11 und 04/14
Re: werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 07:59
von MamaMonster
Ich schliesse mich an, ich habe es nie bereut. Ich fand und finde es schön und kuschelig und praktisch. Mein Baby ist auch beim Tragen eingeschlafen, ich wusste also, dass er auch anders schlafen kann. Beim Papa schlief er auch beim Tragen ein. Jetzt habe ich vor kurzem tagsüber abgestillt, wir mussten also eine neue Einschlafmöglichkeit für den Mittagsschlaf finden und auch das hat geklappt, sogar erstaunlich problemlos.
Das mit der Gewöhnung halte ich für grossen Quatsch. Wir gewöhnen unsere Babys an so vieles, wo das niemanden stört: du hast deinem Baby vermutlich Windeln angewöhnt, vielleicht gewöhnst du es bei Beikosteinführung ans gefüttert werden, es gewöhnt sich an viele Tagschläfchen ans Getragen werden und an eure Routinen. Trotzdem wird es, wenn die Zeit gekommen ist Neues lernen, keine Windeln mehr tragen, selber essen, laufen und kann damit umgehen, dass sich der Tag verändert. Wieso das ausgerechnet beim (Ein)schlafen nicht gehen sollte, erschliesst sich mir nicht. Ich würde eine Gewohnheit genau dann ändern, wenn sie euch stört. Dann klappt das auch.
MamaMonster mit Monsterjungen 7/14
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Re: werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 08:30
von luna24
Hier auch: immer einschlafgestillt bis er sich abgestillt hat - nie bereut
Re: werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 08:32
von FuFu
Ich schließe mich den anderen an. Ich habe eher nach dem Abstillen bereut, dass ich nicht mehr einschlafstillen konnte. [emoji6] Es gibt nichts praktischeres!
Zudem kann ich diese Gewöhnungsgeschichte nicht so ganz nachvollziehen. Meine Tochter hat nie die Änderungen von Orten, Schlafpositionen etc gestört. Solange sie sich sicher fühlte - nämlich in unserer Nähe - war alles okay. Das mit der Nähe (und das wird mit dem stillen gegeben) betrachte ich als Grundbedürfnis eines Kindes und eines jeden Menschen. Dass Kinder dann genau ein Bettchen, ein Kuscheltier, eine Melodie zum einschlafen brauchen, sehe ich persönlich als Ersatz für die Nähe an und als Gewohnheit. Nicht umgekehrt.
Und noch eine kleine Anekdote am Rande: Eine Freundin sagte mal zu mir, sie hätte bei ihrem ersten Kind so ein Theater mit dem nicht beim stillen einschlafen gemacht. Wie oft wäre ihr Sohn dann wieder aufgewacht, wie sehr sie das behindert hat, weil es nachts anstrengend ist, auf sowas zu achten.
Bei ihrem zweiten Kind hat sie das gelassen. Es war viel entspannter für sie und das Abstillen und alleine schlafen war letztlich sogar weniger schwierig als beim ersten, obwohl der ja theoretisch keine Verbindung zwischen Saugen und schlafen kannte...
Und im übrigen ist das Wörtchen stillen ja schon ein Indiz dafür, dass das Kind dabei einschläft. [emoji4]
☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆
Re: werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 08:58
von Shauni
Bereuen: nein, manchmal nervt mich das Einschlafstillen, aber in erster Linie dann, wenn sich das Einschlafen hinzieht, weil er doch noch zu aufgedreht oder einfach noch nicht müde genug ist. Dann würde mich aber letztendlich auch nerven, wenn ich weiter Rücken-streicheln müsste oder fünf mal wieder ins Zimmer gerufen werde. Notfalls entziehe ich ihm dann die Brust und wir kuscheln und er schläft dann im Arm ein, was mittlerweile (28 Monate) klappt, vor einem halben Jahr allerdings noch undenkbar war...
Ändern würde ich persönlich erst dann was, wenn mich die Situation belastet. Und zum Thema Gewöhnung: ich hatte hier auch Nächte gefühlt durchgestillt, überwiegend hat M aber immer längere Schlafphasen gehabt und schläft nun meist (natürlich nicht immer) bis mindestens 5 Uhr durch, braucht also zwischen den Schlafphasen nicht die Brust (noch nicht mal mehr mich neben ihm). Das kam ganz von alleine, ohne dass ich eingegriffen habe. Also, mach so weiter, wie es für Euch passt und genieße es, wenn Du nicht nachts mit Kind auf dem Arm durch die Wohnung läufst, um es wieder in den Schlaf zu schaukeln, sondern entspannt im Bett liegst, stillst und wieder einschläfst.
Re: AW: werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 10:19
von Skoxi
Ich danke euch ihr Lieben für dieses klare Stimmungsbild!
Rumtragen abends mache ich nur im absoluten Notfall, wenn er aus irgendwelchen Gründen die Brust nicht nimmt. Das ist super nervig und anstrengend, da stille ich 10 mal lieber.
Ich habe insgeheim gehofft dass eure Antworten so ausfallen. Das abdocken stört den innigen Moment, wenn er einschläft doch sehr.
Es ist so viel schöner ihn zu sehen, wie er irgendwann total zufrieden und satt selbst los lässt...
Die Kinderärztin alleine hätt mich jetzt nicht verunsichert, aber Stillkinder.de habeich zu dem Thema eigentlich schon geglaubt.
Und dass Einschlafbegleitung irgendwann mal nervig sein kann, damit rechne ich auch, ist es hier bisweilen ja auch. Aber nicht weil michs stillen nervt, sondern weil er nicht in den Schlaf findet. Und wenns mit stillen nichts klappt, klappts mit kuscheln, Rumtragen, etc gleich drei mal nicht.
Ich danke euch!
Re: werde ich das Einschlafstillen irgendwann bereuen?
Verfasst: 08.06.2016, 10:42
von miss_undercover
Noch eine kurze Ergänzung: Ich würde an Eurer Einschlafstillsituation auch nichts ändern und den Kleinen ruhig an der Brust einschlafen lassen. Dass Babys so besonders gut zur Ruhe kommen, haben nicht wir ihnen angewöhnt, die Verknüpfung von Schlafen und Stillen ist Teil unseres evolutionären Programms. Das halbstündliche Stillen in der Nacht entsteht nicht aus dem abendlichen Einschlafstillen, sondern wenn Babys sich daran gewöhnen auch in der Nacht nur mit Brustwarze im Mund wieder einschlafen zu können. Gute Idee deshalb: wenn das Baby nachts wach wird und nicht hungrig wirkt, einfach mit streicheln o.ä. wieder in den Schlaf begleiten. Viele Mütter stillen ihre Babys nachts fast schon reflexartig jedes Mal, wenn die wach werden. Also auch zum Beruhigen. Dagegen spricht natürlich gar nichts, wenn es Mutter und Kind damit gut geht, aber so kann sich ein Baby tatsächlich dran gewöhnen x mal pro Nacht an die Brust zu wollen und ohne quasi gar nicht mehr zu schlafen. Da macht es aus meiner Sicht schon Sinn, zu sagen: Ich befriedige nachts gerne den Hunger meines Babys, aber zum Dauernuckelstillen bin ich nachts nicht bereit, da helfe ich meinem Kleinen lieber anders beim Weiterschlafen!