Relaktation an einer Brust?
Verfasst: 13.05.2016, 17:10
Hallo zusammen,
Ich stille meine Tochter einseitig und überlege nun, sie wieder beidseitig anzulegen. Dabei würde ich mich sehr über eure Tipps und euer Fachwissen freuen!
Zum Hintergrund: Schnuppsi ist jetzt 10 Monate alt und hat anfangs aus beiden Brüsten getrunken. Ich hatte die ersten Wochen starke Schmerzen und habe mit Hütchen gestillt und war nach dem Mutterschutz für etwa 8 Wochen halbtags arbeiten, da habe ich gepumpt und sie hat zu Hause vom Papa Fläschchen mit Muttermilch bekommen.
In diesem Zeitraum sind zwei Dinge "passiert": zum Einen hatte sie eine starke Vorzugshaltung nach links. Wir sind bei der Physiotherapie gewesen und es hat sich sehr schnell gebessert.
Zum Anderen ist mir beim Abpumpen aufgefallen, dass ich rechts immer viel mehr Milch rausbekam als links. Zwar war mir klar, dass die Milchmenge beim Pumpen nicht der beim Stillen entspricht; trotzdem hatte ich ab da im Hinterkopf, dass rechts meine "bessere" Seite ist (passend zur Vorzugshaltung der Kleinen).
Erschwerend kommt noch dazu, dass Schnuppsi in der Regel auf der linken Bettseite lag, sodass ich nachts auch nur mit der rechten Brust gestillt habe. Positionswechsel nachts sind und waren mir zu anstrengend, ich stille im (Halb-)Schlaf. Zwar habe ich eine Zeit lang jede Nacht die Seite gewechselt (eine Nacht lang lag sie auf der Außenseite, eine Nacht in der Mitte), aber das haben wir irgendwann aufgegeben.
Ich muss außerdem gestehen, dass ich Wechselstillen immer eher nervig fand. Am Liebsten habe ich sie immer nur an einer Seite gestillt. So kam es dann, dass ich nach und nach fast nur noch rechts angelegt habe, und so ging die Milchmenge links immer weiter zurück. Irgendwann, als sie 6 oder 7 Monate alt war, habe ich sie gar nicht mehr links angelegt. Schon vorher war rechts die Brust zum Trinken, links zum Nuckeln da - auch ganz praktisch.
Als ich sie links gar nicht mehr angelegt habe, hätte ich am ersten Tag ein leichtes Spannen in der Brust, nach zwei Tagen war das dann auch durch.
Im Grunde stört mich die Situation nicht groß. Die Kleine wird satt und ich muss mich nicht ums Wechselstillen oder die Schlafseite kümmern. Es wäre also kein Drama für mich, wenn es nicht klappt, die linke Seite zu "reaktivieren".
Warum will ich es doch versuchen? Mir ist aufgefallen, dass meine Tochter von sich aus beide Brüste nehmen würde, wenn ich sie ließe. Das habe ich zufällig bemerkt, als ich sie nach dem Baden nackt gestillt habe - da hat sie gewechselt. Außerdem beißt sie öfters mal (gerade wenn sie zahnt), und dann wäre es manchmal schön, wenn ich eine Seite auch mal schonen und ihr die andere geben könnte. Schlussendlich sieht es auch bescheuert aus, was mich jetzt, wo es Sommer wird, doch ein bisschen stört.
Na gut, jetzt ist es doch ziemlich lang geworden. Was erhoffe ich mir von euch? Ich frage mich besonders,
- ob es Vor- oder Nachteile geben könnte, wenn ich weiter nur einseitig stille,
- ob das mit der Relaktation so geht/gehen kann, oder ob etwas dagegen spricht,
- wie ich es am besten anstelle: einfach öfter mal links anlegen? Irgendeine Systematik?
- wie ich es dann nachts am besten mache, wenn es klappt: könnte ich dann nachts trotzdem bei rechts ausschließlich bleiben (kein Milchstau vorausgesetzt)?
- wie ich das mit dem Wechselstillen am besten umsetze: immer links und rechts oder "reicht" auch, wenn ich pro Mahlzeit abwechsele? (Das ist vielleicht ne blöde Frage, aber ich habe ja bis auf ganz am Anfang kaum Wechselstillen betrieben.)
Auch ganz allgemeine Kommentare und Anregungen würden mich freuen! Vielen Dank schon mal!
Ich stille meine Tochter einseitig und überlege nun, sie wieder beidseitig anzulegen. Dabei würde ich mich sehr über eure Tipps und euer Fachwissen freuen!
Zum Hintergrund: Schnuppsi ist jetzt 10 Monate alt und hat anfangs aus beiden Brüsten getrunken. Ich hatte die ersten Wochen starke Schmerzen und habe mit Hütchen gestillt und war nach dem Mutterschutz für etwa 8 Wochen halbtags arbeiten, da habe ich gepumpt und sie hat zu Hause vom Papa Fläschchen mit Muttermilch bekommen.
In diesem Zeitraum sind zwei Dinge "passiert": zum Einen hatte sie eine starke Vorzugshaltung nach links. Wir sind bei der Physiotherapie gewesen und es hat sich sehr schnell gebessert.
Zum Anderen ist mir beim Abpumpen aufgefallen, dass ich rechts immer viel mehr Milch rausbekam als links. Zwar war mir klar, dass die Milchmenge beim Pumpen nicht der beim Stillen entspricht; trotzdem hatte ich ab da im Hinterkopf, dass rechts meine "bessere" Seite ist (passend zur Vorzugshaltung der Kleinen).
Erschwerend kommt noch dazu, dass Schnuppsi in der Regel auf der linken Bettseite lag, sodass ich nachts auch nur mit der rechten Brust gestillt habe. Positionswechsel nachts sind und waren mir zu anstrengend, ich stille im (Halb-)Schlaf. Zwar habe ich eine Zeit lang jede Nacht die Seite gewechselt (eine Nacht lang lag sie auf der Außenseite, eine Nacht in der Mitte), aber das haben wir irgendwann aufgegeben.
Ich muss außerdem gestehen, dass ich Wechselstillen immer eher nervig fand. Am Liebsten habe ich sie immer nur an einer Seite gestillt. So kam es dann, dass ich nach und nach fast nur noch rechts angelegt habe, und so ging die Milchmenge links immer weiter zurück. Irgendwann, als sie 6 oder 7 Monate alt war, habe ich sie gar nicht mehr links angelegt. Schon vorher war rechts die Brust zum Trinken, links zum Nuckeln da - auch ganz praktisch.
Im Grunde stört mich die Situation nicht groß. Die Kleine wird satt und ich muss mich nicht ums Wechselstillen oder die Schlafseite kümmern. Es wäre also kein Drama für mich, wenn es nicht klappt, die linke Seite zu "reaktivieren".
Warum will ich es doch versuchen? Mir ist aufgefallen, dass meine Tochter von sich aus beide Brüste nehmen würde, wenn ich sie ließe. Das habe ich zufällig bemerkt, als ich sie nach dem Baden nackt gestillt habe - da hat sie gewechselt. Außerdem beißt sie öfters mal (gerade wenn sie zahnt), und dann wäre es manchmal schön, wenn ich eine Seite auch mal schonen und ihr die andere geben könnte. Schlussendlich sieht es auch bescheuert aus, was mich jetzt, wo es Sommer wird, doch ein bisschen stört.
Na gut, jetzt ist es doch ziemlich lang geworden. Was erhoffe ich mir von euch? Ich frage mich besonders,
- ob es Vor- oder Nachteile geben könnte, wenn ich weiter nur einseitig stille,
- ob das mit der Relaktation so geht/gehen kann, oder ob etwas dagegen spricht,
- wie ich es am besten anstelle: einfach öfter mal links anlegen? Irgendeine Systematik?
- wie ich es dann nachts am besten mache, wenn es klappt: könnte ich dann nachts trotzdem bei rechts ausschließlich bleiben (kein Milchstau vorausgesetzt)?
- wie ich das mit dem Wechselstillen am besten umsetze: immer links und rechts oder "reicht" auch, wenn ich pro Mahlzeit abwechsele? (Das ist vielleicht ne blöde Frage, aber ich habe ja bis auf ganz am Anfang kaum Wechselstillen betrieben.)
Auch ganz allgemeine Kommentare und Anregungen würden mich freuen! Vielen Dank schon mal!