Kann man denn nun alleine (Weiter-)schlafen "lernen"?
Verfasst: 30.04.2016, 20:01
Heute brauche ich als bisher hier gierig Mitlesende mal eure Erfahrungen und eventuell einen Rat.
Für meine Frage muss ich ein wenig ausholen:
Unsere Tochter ist fast 16 Monate. Vor etwa vier Wochen habe ich sie nachts abgestillt, da sie zuletzt mindestens alle 1-2 Stunden stillen wollte, oft auch schon 3 Stunden nach dem Einschlafen aufgewacht ist. So weit, so normal (wie ich hier schon häufig gelesen habe), jedoch immer kräftezehrender und dann irgendwann nicht mehr akzeptabler für mich - Stichwort baldiger Berufswiedereinstieg. Das Abstillen - damit meine ich keine Brust von 20 bis etwa 3.30/4 Uhr - hat relativ gut geklappt, das bedeutet, sie hat schon nach zwei Nächten viel, viel länger geschlafen. Meistens 6-7 Stunden. Ist sie vor meinem geplanten Zeitfenster aufgewacht, ließ sie sich meistens ganz schnell mit Streicheln wieder beruhigen.
Nun, sie hat vor einer Woche zu laufen begonnen, ist es wieder viel schwieriger geworden. Sie wacht bereits gegen 23.30 Uhr das erste Mal auf, lässt sich dann oft, aber nicht immer, mit Streicheln wieder zum Einschlafen begleiten. Jedoch klappt das beim nächsten Mal schon nicht mehr. Sie scheint es wieder viel blöder zu finden, dass es keine Brust gibt, weint ein bisschen (1, 2 Minuten) und dann...
ist sie wach. Einfach wach. Stunden! Versucht es immer wieder mit dem Einschlafen, auf mir, in ihrem Bettchen neben mir, rollt sich umher, wälzt sich hoch und runter, weint, schläft wieder ein paar Minütchen,... so geht das ewig. Sie ist nicht allein, ich bin da, aber das scheint ihr nicht wirklich zu helfen. Kuscheln, streicheln, Wasser trinken, all das bringt sie einfach nicht mehr runter, in den Tiefschlaf. Es tut mir sehr leid, aber ich weiß nicht, wie sinnvoll es ist, ihr doch nun wieder eher die Brust zu geben, denn ich befürchte, sie gewöhnt sich wieder um und wacht wieder so häufig auf wie vor vier Wochen.
Mein Mann und viele andere meint/meinen, sie muss das lernen mit dem alleine wieder einschlafen. Und mein Gefühl sagt, das kann man nicht lernen in dem Sinne?! Ist eine ganz ernstgemeinte und inzwischen schon verzweifelte Frage... Sie probiert es ja mit dem Schlafen, sie kämpft richtig, sie ist müde und will schlafen. Aber es klappt nicht. Nur das Stillen lässt sie runterfahren.
Was sind eure Erfahrungen, lernt man Weiterschlafen? Das hieße aber eben, wir müssen sie üben lassen, nicht stillen, nur weiterhin da sein, wenn sie aufwacht und ertragen, dass sie weint, weil sie die Brust nicht bekommt.
Oder gehe ich wieder zum Mehrstillen über und taste mich dann wieder langsam zurück, wenn sie den momentanen Schub halbwegs überstanden hat? Aber ist Abstillen nicht Abstillen? Ich weiß es nicht.
Nachdenkliche Grüße von
Mama Marie
Für meine Frage muss ich ein wenig ausholen:
Unsere Tochter ist fast 16 Monate. Vor etwa vier Wochen habe ich sie nachts abgestillt, da sie zuletzt mindestens alle 1-2 Stunden stillen wollte, oft auch schon 3 Stunden nach dem Einschlafen aufgewacht ist. So weit, so normal (wie ich hier schon häufig gelesen habe), jedoch immer kräftezehrender und dann irgendwann nicht mehr akzeptabler für mich - Stichwort baldiger Berufswiedereinstieg. Das Abstillen - damit meine ich keine Brust von 20 bis etwa 3.30/4 Uhr - hat relativ gut geklappt, das bedeutet, sie hat schon nach zwei Nächten viel, viel länger geschlafen. Meistens 6-7 Stunden. Ist sie vor meinem geplanten Zeitfenster aufgewacht, ließ sie sich meistens ganz schnell mit Streicheln wieder beruhigen.
Nun, sie hat vor einer Woche zu laufen begonnen, ist es wieder viel schwieriger geworden. Sie wacht bereits gegen 23.30 Uhr das erste Mal auf, lässt sich dann oft, aber nicht immer, mit Streicheln wieder zum Einschlafen begleiten. Jedoch klappt das beim nächsten Mal schon nicht mehr. Sie scheint es wieder viel blöder zu finden, dass es keine Brust gibt, weint ein bisschen (1, 2 Minuten) und dann...
ist sie wach. Einfach wach. Stunden! Versucht es immer wieder mit dem Einschlafen, auf mir, in ihrem Bettchen neben mir, rollt sich umher, wälzt sich hoch und runter, weint, schläft wieder ein paar Minütchen,... so geht das ewig. Sie ist nicht allein, ich bin da, aber das scheint ihr nicht wirklich zu helfen. Kuscheln, streicheln, Wasser trinken, all das bringt sie einfach nicht mehr runter, in den Tiefschlaf. Es tut mir sehr leid, aber ich weiß nicht, wie sinnvoll es ist, ihr doch nun wieder eher die Brust zu geben, denn ich befürchte, sie gewöhnt sich wieder um und wacht wieder so häufig auf wie vor vier Wochen.
Mein Mann und viele andere meint/meinen, sie muss das lernen mit dem alleine wieder einschlafen. Und mein Gefühl sagt, das kann man nicht lernen in dem Sinne?! Ist eine ganz ernstgemeinte und inzwischen schon verzweifelte Frage... Sie probiert es ja mit dem Schlafen, sie kämpft richtig, sie ist müde und will schlafen. Aber es klappt nicht. Nur das Stillen lässt sie runterfahren.
Was sind eure Erfahrungen, lernt man Weiterschlafen? Das hieße aber eben, wir müssen sie üben lassen, nicht stillen, nur weiterhin da sein, wenn sie aufwacht und ertragen, dass sie weint, weil sie die Brust nicht bekommt.
Oder gehe ich wieder zum Mehrstillen über und taste mich dann wieder langsam zurück, wenn sie den momentanen Schub halbwegs überstanden hat? Aber ist Abstillen nicht Abstillen? Ich weiß es nicht.
Nachdenkliche Grüße von
Mama Marie