Liebe Teazer,
ich versuche mich mal mit dem Zitieren für meine Antworten. Ist nicht so einfach...
Die Kleine schläft gerade in der Tragehilfe, sodass ich jetzt etwas Zeit habe.
wir haben nun auch noch ein weiteres Problem - die Kleine hat Mund-Soor. Sie hat vorhin schon ihre erste Dosis Micotar-Mundgel bekommen, meine Brustwarzen auch. Wir kochen gerade alle Brusthütchen/-Aufbewahrungsdosen, Flaschen und Becher aus.
So ein Mist, dass nun noch ein weiteres Problem dazugekommen ist!
Ich hoffe nur, dass ich mich nicht auch noch angesteckt habe, denn das muss jetzt nicht auch noch dazukommen. Habe allerdings seit gestern Abend immer wieder Stiche in den Brüsten - da vermutete ich gestern Abend noch, dass es evtl. vom Nifedipin kommt...
ich bin eigentlich bei einer Stillberaterin, aber da ich sie nur selten sehen kann, bleiben immer Tausende Fragen offen.
An der Anlegetechnik haben wir schon gearbeitet, was aber bisher "nur" zu einer Verbesserung, nicht aber zu einer Schmerzfreiheit und intakter Haut geführt hat.
Sicherlich ist das immer noch verbesserungswürdig, nur habe ich aus meiner Sicht alle Tipps befolgt und weiß keinen Punkt, an dem ich ohne Anleitung noch arbeiten könnte.
Der Kontakt ist nicht optimal... leider!
Für einen Wechsel fehlt mir eigentlich eine Empfehlung, da ich offensichtlich doch eine intensivere Betreuung benötige, als es momentan stattfindet...
Ich habe die ersten 3,5 Wochen unter Schmerzmitteln (Buscopan 3x400) gestillt, damit ich es überhaupt aushalten kann. Anfang der Woche habe ich dann damit aufgehört, damit ich meine Leber nicht überlaste. Den Effekt vom Buscopan hätte ich natürlich gerne weiter. ;-(
Nicki13 hat geschrieben:Vitamin-B-Komplex 1x/Tag
Wie hoch ist das B6 dosiert? Enthält der Komplex auch Niacin?
Ich nehme wegen meiner Stoffwechselstörung KPU schon recht viel B6, aber vielleicht für meinen dadurch erhöhten Bedarf noch nicht genug:
Aktuell sind es 45 mg, auf morgens und abends verteilt, ca. 90% sind aktiviertes B6 (P-5-P).
Niacin nehme ich 190mg als Niacinamid und 10mg als flushfreies Niacin.
Vitamin B12 1500mg/Tag als subcutane Spritze
Warum spritzt Du Dir B12?
B12-Mangel habe ich schon seit langem immer wieder und hatte nur am Anfang der Schwangerschaft gespritzt, danach nicht mehr.
Da meine Haut so derartig überempfindlich ist und bei Berührung fast schmerzt und weil ich eine fast taube Stelle am linken Oberschenkel habe, hatte ich mich entschieden, wieder B12 zu spritzen. Das habe ich jetzt 4 Tage gemacht.
Der Milchspendereflex könnte hier mit ein Problem sein... er scheint sehr schwach zu sein oder vielleicht auch gar nicht zu kommen. Wie ich den fördern kann, weiß ich auch nicht recht.
Was man machen kann, hängt von der Ursache ab. Mütterlicherseits hilft Entspannung, Hautkontakt mit dem Baby, Wärme. Liegt es an zu geringer Stimulation durch das Baby ist eine Verbesserung der Technik notwendig. Auch die Nutzung der Stillhütchen schränkt die Stimulation ein.
Da ich die Stillhütchen ja erst seit Kurzem nutze, kann ich doch eher davon ausgehen, dass die geringe Milchbildung nicht mit zu geringer Stimulation wegen des Stillhütchens zusammenhängt, oder?
Zu geringe Stimulatin durchs Baby könnte sein - aber das wäre ja dann bei beiden Kindern das Gleiche... kann sich das bei zwei sooo verschiedenen Individuen wirklich so gleich wiederholen?
Beide Kinder sind allerdings sehr, sehr oft sofort an der Brust eingeschlafen bzw. ließen sich gar nicht erst wecken. Wir lassen Montag Blut abnehmen, um zu prüfen, ob es vielleicht an Eisenmangel liegen könnte, da sie lt. Hebamme sehr blass ist. Bei der Großen wurde der Eisenmangel mit 2 Jahren festgestellt - vielleicht hatte sie ihn auch schon von Geburt an, da sie immer schon viel geschlafen hat.
Entspannung... das ist ein Thema... bin kein entspannter Mensch.. aber ich achte sehr darauf, dass ich beim Stillen die Schultern fallen lasse und mich nicht verkrampfe (geht manchmal wegen der Schmerzen allerdings nicht wirklich).
- wunde Brustwarzen, insbesondere rechts, da rechts die Warze sehr flach ist
Wunde Brustwarzen kommen nicht von der Form an sich, sondern von einer falschen Technik. Es kann zwar schwieriger sein bei Flachwarzen anzulegen, aber es ist durchaus möglich. Kannst Du sie manuell zum Aufrichten bringen?
Ja, das habe ich auch immer gelesen und das sagt die Stillberaterin auch. Sie richtet sich bei manueller Stimulation auf, aber das Anlegen und auch dann das Saugen ist, obwohl sie viel vom Brustwarzenvorhof im Mund hat, einfach immer schmerzhaft. Das war auch bei meiner Großen so.
Ich spüre auch immer das Reiben (der Zunge?) und bin dann entsprechend schnell wundgerieben.
- ein "beißendes" Kind, das Beißen haben wir mittlerweile durch mehrere osteopathische Behandlungen einigermaßen im Griff, sie hatte mir die Warzenvorhöfe komplett innerlich kaputt gebissen
Was hat der Osteopath denn als Ursache benannt? Wurden das Zungenbändchen und die Gaumenform kontrolliert?
Die Osteopathin vermutet, dass durch die schnelle Geburt, die bei beiden Kindern erfolgte, zu starke Kompression am Kopf und am Hals erfolgte, da beide Kinder den Mund freiwillig nicht weit aufmach(t)en und beide die Ober- und Unterlippe nicht ausstülpen wollen/können. Die Kleine wurde behandelt und es ist besser, aber es ist nicht gut.
Das Ausstülpen der Oberlippe klappt ab und an, die Unterlippe ist weiterhin nie ausgestülpt und ich weiß auch nicht, wie ich das erreichen kann. Das Ziehen am Kinn (Finger zwischen Brust und Kinn, dann Bewegung mit dem Finger mit leichtem Druck auf das Kinn nach unten) hilft leider gar nicht.
Den Mund macht sie manchmal gut weit auf, ganz oft aber auch nicht und ich kann sie dann auch nicht dazu animieren, es zu tun. Es scheint manchmal für sie nicht bequem zu sein, sodass sie es dann einfach nicht macht, sondern immer nur mit halb geöffnetem Mund suchend nach vorne schießt und alles ansaugt, was nicht aus dem Weg ist

Ich lass das dann auch nicht zu, aber sie eben dazu zu bringen, den Mund weit zu öffnen, ist oft ein Problem, wobei es in meinen Augen nicht das Grund-Problem ist - eher die nicht ausgestülpte Unterlippe und die nicht ausreichend ausgestülpte Oberlippe.
Lt. Stillberaterin ist das Zungenbändchen nicht zu kurz, der Gaumen wurde von der Osteopathin angesehen und dort ist wohl auch alles i.O.
Die Frage ist nur, ob ein nicht zu kurzes Zungenbändchen trotzdem zu Problemen führen kann... weil es vielleicht doch nicht optimal lang ist?
Ich habe bei ihr noch nie gesehen, dass die Zunge wirklich deutlich über die untere Kieferreihe hinaus ragt.
Das Zunge-Herausstrecken üben wir täglich, das versucht sie nachzumachen.
- die Vasospasmen, die immer schlimmer werden
Die Vasospasmen werden durch Reizung immer schlimmer und verzögern gleichzeitig die Heilung. Daher ist es wichtig, parallel am Anlegen zu arbeiten und den Vasospasmus zu behandeln.
OK, so fühlt sich das für mich auch an.
Die Vasospasmen hatte ich in leichter Form auch schon bei meiner Großen.
Ich habe immerhin mehr Milch als bei meiner Großen, aber es ist einfach viel zu wenig (ca. 30-40ml lt. unregelmäßiger Wiegeproben).
Unsystematisch erhobene Stillproben haben keinerlei Aussagekraft. Babys trinken nicht immer gleichviel. Außerdem ist das Wiegen sehr fehleranfällig. Bitte lass die Stillproben sein. Sie setzen Dich nur unnötig unter Druck.
OK, das war auch nur reine Neugier, wenn ich mal das Gefühl hatte, dass es sich lohnen könnte.
Aber du hast schon Recht, es frustriert nur.
Jetzt bei der Kleinen geht es wegen der Schmerzen durch Raynaud definitiv nicht mit dem Brusternährungsset.
Wie fütterst Du aktuell zu?
Das Zufüttern erfolgt über einen Medela-Becher, damit es nicht zu einer Saugverwirrung kommt.
Die 50ml scheinen ab und an nicht ausreichend zu sein - wahrscheinlich dann, wenn sie nicht ausreichend saugen wollte und fast nur an der Brust schläft... das haben wir oft.
Um die Brustwarzen zu schonen, stille ich jetzt seit 1,5 Wochen mit Stillhütchen, was sowohl die Schmerzen durch das Wundsein als auch das Rest-Beißen für mich erträglich macht.
Das kann ich gut verstehen. Leider haben Stillhütchen den Nachteil, dass sie den Milchspendereflex und die Milchbildung hemmen. Außerdem hat die Brustwarze Luftkontakt während des Stillens. Das Alles verschlimmert Eure Ausgangslage noch. Von daher empfehle ich Dir am korrekten Anlegen ohne Stillhütchen zu arbeiten, so dass die Reibung nachlässt und die Vasospasmen so wenig wie möglich getriggert werden.
Mache ich gerne, da ich aktuell täglich mehrfach übers Abstillen nachdenke und mich bisher nur nicht dazu entschließen konnte, es umzusetzen...
Wichtig ist, dass ...
... Ihr Bauch an Bauch liegt.
... die Babynase auf Brustwarzenhöhe ist.
... Dein Baby den Mund weit öffnet.
... viel Brust im Mund ist.
... die Lippen nach außen gestülpt sind.
... die Zunge über der Kauleiste liegt.
Die Punkte 3 und 5 klappen nicht, ob Nr. 6 klappt, kann ich nicht genau sagen. Wie prüft man das?
Ich spüre jedenfalls ihre Kiefer oft sehr stark am Warzenvorhof.
Nur an der Brustwarze darf sie nie saugen, das halte ich überhaupt nicht aus. Das ist schon ab und an bei ihren schnappenden Bewegungen passiert... geht gar nicht!!!
So, bitte entschuldige... jetzt ist es riesig lang geworden, aber ich wollte, dass die Übersicht noch so einigermaßen erhalten bleibt.
Bitte sag mir gerne, wie ich das besser machen kann... Tue mich damit doch schwer, hier ordentlich zu schreiben.

Es sind doch viele Baustellen - ich denke, ich muss vermutlich wirklich das Anlegen erstmal noch viel besser hinbekommen, damit Raynaud mich nicht mehr so quält, und dann kann ich evtl. noch die Steigerung der Milchbildung mit dazu nehmen... alles parallel wird wohl nicht gehen.
Hast du einen Tipp für eine richtig gute Stillberaterin, am besten noch mit guten Nerven

, in Berlin?
Liebe Grüße und Tausend Dank
Nicki