Stillfiasko - zu wenig Milch, Gewichtsabnahme, zufüttern...
Verfasst: 19.04.2016, 17:28
Hallo zusammen!
Meine Stillberaterin hat mir empfohlen hier im Forum zu posten. Ich habe auch schon recht viel gelesen, trotzdem wäre ich sehr sehr dankbar, wenn ihr euch meiner annehmt. Es kommt einiges zusammen: Stillprobleme, zufüttern zu rasch abgesetzt, Gewichtsabnahme, leichte Gelbsucht. Was nun?
Adrian wurde am 4.4.16 geboren, heute ist sein 16. Lebenstag. Wir hatten einen ziemlich schwierigen Start: nach 30 Stunden Wehen wurde es letztendlich ein Kaiserschnitt, für mich die absolute Hölle. Die ersten 2 Tage im KH waren wirklich hart für mich, da ich ans Bett gefesselt war und gar nicht aufstehen konnte, Schmerztabletten schluckte und kaum zum Schlafen kam. Adrian war sehr tapfer und arbeitete mit, so gut es ging. Wir legten am ersten Tag fast durchgehend an, in der ersten Nacht im 15-Minuten Rhythmus. Stillen, 15min schlafen, Stillen, etc. Tag 2 war ähnlich, ich konnte nur etwas Schlaf nachholen weil mein Freund dazu kam. In der 2. Nacht war ich dann am Ende und Adrian auch. Er schrie wie am Spieß, sobald ich ihn von der Brust nahm (aus der ja nichts raus kam), lief rot an und hatte Schweißausbrüche und einen ganz trockenen Mund. Auf Anraten der Schwester fütterte ich 20ml Pre mit der Flasche zu. Die Rettung! Endlich ein sattes Baby, endlich etwas Schlaf. Die Schwester verordnete uns einen 3-Stunden Rhythmus. Alle 3 Stunden wickeln, Stillen, Pre zufüttern, pumpen. Beim Pumpen kamen immer nur wenige ml Vormilch. Manchmal nur 1ml, meine höchste Ausbeute waren vielleicht mal 5. Es war unsagbar deprimierend.
An Tag 4 durften wir nachhause, wo alles relaxter wurde. Zuhause verfolgten wir weiter unseren 3 Stunden Rhythmus. Pumpen war weiterhin deprimierend. Manchmal fütterte ich mit der Flasche zu (vor allem Abends und in der Früh), tagsüber mit der Spritze während dem Stillen.
In der Nacht von 10. auf 11.4. begann Adrian, die Brust abzulehnen. Ich war schon dabei mich damit abzufinden, dass ich nicht genug Milch hatte und Adrian wohl ein Flaschenkind werden würde. Ich rief eine befreundete Stillberaterin an, die gleich am nächsten Tag kam. Sie machte mir unheimlich Mut und meinte, ich hätte alle Voraussetzungen, um voll stillen zu können, was ja mein Ziel war bzw. ist. Sie riet uns, alle 2 Stunden zu Stillen und jegliche Fläschchen wegzulassen, nur noch mit der Spritze oder dem Becher zuzufüttern. Das tat ich dann 2 Tage und siehe da, die Milch fing an zu fließen. Was das Reduzieren der Ersatzmilch angeht riet sie mir hier nachzufragen. Ich habe trotzdem auf eigene Faust ziemlich drastisch reduziert, da das mit dem Stillen auf einmal so gut funktionierte und ich das Gefühl hatte, dass Adrian wirklich satt wird. Wahrscheinlich war das keine gute Idee und ich habe zu rasch reduziert. Das Pumpen habe ich vorerst gelassen, da es mich immer in furchtbare Depressionen stürzte. In den letzten Tagen wurde es schwer, das Anlegen zu zählen, da er Abends fast durchgehend an meiner Brust hing. Ich habe versucht ihn gut zu beobachten und mich nach ihm zu richten. Er schien satt zu werden, auch ohne Pre. Er ist oft munter und sieht sich um, brüllt gern mal beim wickeln und trinkt gut und gerne lang an der Brust. Nachts schläft er sehr gut, wir stehen 1-2x auf um zu wickeln und zu trinken. Nasse Windeln hat er ausreichend (min. 4). Wechselstillen funktioniert nicht so gut, da er meist erst mal einschläft, wenn ich ihn von der Brust nehme. Nach einigen Minuten Pause kann ich ihn dann erst wieder anlegen. Die Milch scheint zu fließen, wenn ich drücke kommt immer etwas raus, sowohl vor als auch nach dem Stillen, manchmal spritzt es sogar und oftmals hat Adrian ein Milchbärtchen, wenn ich ihn von der Brust nehme. Für mich gute Zeichen, oder?
Vorgestern (17.4.) habe ich zum ersten mal die Pre ganz weggelassen, weil er so gut zu gedeihen schien und schon fast wieder auf seinem Geburtsgewicht war. Am nächsten Tag hatte er dann 50g weniger. Heute, nach 2 Tagen ohne Pre, ist er auf 3465g abgerutscht, was deutlich zeigt, dass er zu wenig von mir alleine kriegt. Aus Panik habe ich nach dem Wiegen gleich ein Fläschchen angerührt, von dem er bisher 45ml getrunken hat. Mehr kommt noch.
Nun bin ich natürlich wieder schwer traurig, dass ich mein Baby nicht selbst satt kriege und bitte um eure Hilfe. Wieviel soll ich nun täglich wieder zufüttern? 5-6 ganze Fläschchen nach Angabe? Habe ich eurer Meinung nach überhaupt noch eine Chance, das mit dem Stillen noch zu schaffen?
Eins muss ich auch noch erwähnen: Am 12.4. wechselten wir von Beba Pre zu Abtamil (auf Grund von Ökotestbewertung), diese vertrug Adrian überhaupt nicht und bekam Durchfall. Nach 2 Tagen wechselten wir zurück.
Hier die Daten, die ich bisher sammeln konnte:
4.4. 3600g, Geburt KH
5.4. 3460g, KH
6.4. Morgens 3350g, Abends 3320g (KH)
7.4. 3360g KH
8.4. 3440g Entlassung KH
10.4. 3445g Hebamme
13.4. 3515g Hebamme
15.4. 3550g, eigene Waage
18.4. 3500g, eigene Waage
19.4. 3465g, eigene Waage
12.4. 13x Stillen, 320ml Pre, 3x Stuhl, 6x Pipi
13.4. 16x Stillen, 220ml Pre, 5x Stuhl, 6x Pipi
14.4. 9x Stillen, 100ml Pre, 20 ml Traubenzuckerwasser, Durchfall, 6x Pipi
15.4. 10x Stillen , 70ml Pre, 2x Stuhl, 4x Pipi
16.4. 8x Stillen, 70ml Pre, 4x Stuhl, 5x Pipi
17.4. leider keine genauen Daten, erster Tag ohne zufüttern, jedenfalls ausreichend Pipi und Stuhl
18.4. ebenso.
19.4. 7x Stillen, 45ml Pre, 2x Stuhl (sehr flüssig und grün), 5x Pipi (Daten bis 17:00).
In sehnlichster Erwartung eures Rates und mit lieben Grüßen,
Anna
Meine Stillberaterin hat mir empfohlen hier im Forum zu posten. Ich habe auch schon recht viel gelesen, trotzdem wäre ich sehr sehr dankbar, wenn ihr euch meiner annehmt. Es kommt einiges zusammen: Stillprobleme, zufüttern zu rasch abgesetzt, Gewichtsabnahme, leichte Gelbsucht. Was nun?
Adrian wurde am 4.4.16 geboren, heute ist sein 16. Lebenstag. Wir hatten einen ziemlich schwierigen Start: nach 30 Stunden Wehen wurde es letztendlich ein Kaiserschnitt, für mich die absolute Hölle. Die ersten 2 Tage im KH waren wirklich hart für mich, da ich ans Bett gefesselt war und gar nicht aufstehen konnte, Schmerztabletten schluckte und kaum zum Schlafen kam. Adrian war sehr tapfer und arbeitete mit, so gut es ging. Wir legten am ersten Tag fast durchgehend an, in der ersten Nacht im 15-Minuten Rhythmus. Stillen, 15min schlafen, Stillen, etc. Tag 2 war ähnlich, ich konnte nur etwas Schlaf nachholen weil mein Freund dazu kam. In der 2. Nacht war ich dann am Ende und Adrian auch. Er schrie wie am Spieß, sobald ich ihn von der Brust nahm (aus der ja nichts raus kam), lief rot an und hatte Schweißausbrüche und einen ganz trockenen Mund. Auf Anraten der Schwester fütterte ich 20ml Pre mit der Flasche zu. Die Rettung! Endlich ein sattes Baby, endlich etwas Schlaf. Die Schwester verordnete uns einen 3-Stunden Rhythmus. Alle 3 Stunden wickeln, Stillen, Pre zufüttern, pumpen. Beim Pumpen kamen immer nur wenige ml Vormilch. Manchmal nur 1ml, meine höchste Ausbeute waren vielleicht mal 5. Es war unsagbar deprimierend.
An Tag 4 durften wir nachhause, wo alles relaxter wurde. Zuhause verfolgten wir weiter unseren 3 Stunden Rhythmus. Pumpen war weiterhin deprimierend. Manchmal fütterte ich mit der Flasche zu (vor allem Abends und in der Früh), tagsüber mit der Spritze während dem Stillen.
In der Nacht von 10. auf 11.4. begann Adrian, die Brust abzulehnen. Ich war schon dabei mich damit abzufinden, dass ich nicht genug Milch hatte und Adrian wohl ein Flaschenkind werden würde. Ich rief eine befreundete Stillberaterin an, die gleich am nächsten Tag kam. Sie machte mir unheimlich Mut und meinte, ich hätte alle Voraussetzungen, um voll stillen zu können, was ja mein Ziel war bzw. ist. Sie riet uns, alle 2 Stunden zu Stillen und jegliche Fläschchen wegzulassen, nur noch mit der Spritze oder dem Becher zuzufüttern. Das tat ich dann 2 Tage und siehe da, die Milch fing an zu fließen. Was das Reduzieren der Ersatzmilch angeht riet sie mir hier nachzufragen. Ich habe trotzdem auf eigene Faust ziemlich drastisch reduziert, da das mit dem Stillen auf einmal so gut funktionierte und ich das Gefühl hatte, dass Adrian wirklich satt wird. Wahrscheinlich war das keine gute Idee und ich habe zu rasch reduziert. Das Pumpen habe ich vorerst gelassen, da es mich immer in furchtbare Depressionen stürzte. In den letzten Tagen wurde es schwer, das Anlegen zu zählen, da er Abends fast durchgehend an meiner Brust hing. Ich habe versucht ihn gut zu beobachten und mich nach ihm zu richten. Er schien satt zu werden, auch ohne Pre. Er ist oft munter und sieht sich um, brüllt gern mal beim wickeln und trinkt gut und gerne lang an der Brust. Nachts schläft er sehr gut, wir stehen 1-2x auf um zu wickeln und zu trinken. Nasse Windeln hat er ausreichend (min. 4). Wechselstillen funktioniert nicht so gut, da er meist erst mal einschläft, wenn ich ihn von der Brust nehme. Nach einigen Minuten Pause kann ich ihn dann erst wieder anlegen. Die Milch scheint zu fließen, wenn ich drücke kommt immer etwas raus, sowohl vor als auch nach dem Stillen, manchmal spritzt es sogar und oftmals hat Adrian ein Milchbärtchen, wenn ich ihn von der Brust nehme. Für mich gute Zeichen, oder?
Vorgestern (17.4.) habe ich zum ersten mal die Pre ganz weggelassen, weil er so gut zu gedeihen schien und schon fast wieder auf seinem Geburtsgewicht war. Am nächsten Tag hatte er dann 50g weniger. Heute, nach 2 Tagen ohne Pre, ist er auf 3465g abgerutscht, was deutlich zeigt, dass er zu wenig von mir alleine kriegt. Aus Panik habe ich nach dem Wiegen gleich ein Fläschchen angerührt, von dem er bisher 45ml getrunken hat. Mehr kommt noch.
Nun bin ich natürlich wieder schwer traurig, dass ich mein Baby nicht selbst satt kriege und bitte um eure Hilfe. Wieviel soll ich nun täglich wieder zufüttern? 5-6 ganze Fläschchen nach Angabe? Habe ich eurer Meinung nach überhaupt noch eine Chance, das mit dem Stillen noch zu schaffen?
Eins muss ich auch noch erwähnen: Am 12.4. wechselten wir von Beba Pre zu Abtamil (auf Grund von Ökotestbewertung), diese vertrug Adrian überhaupt nicht und bekam Durchfall. Nach 2 Tagen wechselten wir zurück.
Hier die Daten, die ich bisher sammeln konnte:
4.4. 3600g, Geburt KH
5.4. 3460g, KH
6.4. Morgens 3350g, Abends 3320g (KH)
7.4. 3360g KH
8.4. 3440g Entlassung KH
10.4. 3445g Hebamme
13.4. 3515g Hebamme
15.4. 3550g, eigene Waage
18.4. 3500g, eigene Waage
19.4. 3465g, eigene Waage
12.4. 13x Stillen, 320ml Pre, 3x Stuhl, 6x Pipi
13.4. 16x Stillen, 220ml Pre, 5x Stuhl, 6x Pipi
14.4. 9x Stillen, 100ml Pre, 20 ml Traubenzuckerwasser, Durchfall, 6x Pipi
15.4. 10x Stillen , 70ml Pre, 2x Stuhl, 4x Pipi
16.4. 8x Stillen, 70ml Pre, 4x Stuhl, 5x Pipi
17.4. leider keine genauen Daten, erster Tag ohne zufüttern, jedenfalls ausreichend Pipi und Stuhl
18.4. ebenso.
19.4. 7x Stillen, 45ml Pre, 2x Stuhl (sehr flüssig und grün), 5x Pipi (Daten bis 17:00).
In sehnlichster Erwartung eures Rates und mit lieben Grüßen,
Anna