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Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 16.03.2016, 10:31
von Livi
Hallo zusammen,
ich bin durch das Naturwindeln-Forum bei euch gelandet und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Ich versuche mal, unsere Geschichte zu rekonstruieren:
Ich habe vor genau zwei Wochen mein zweites Kind entbunden. Sie wog nur etwas mehr als 2800g, war aber kräftig und unternahm direkt nach der Geburt den Versuch, an meiner Brust zu saugen.
Ich habe mich gefreut und mir in den nächsten Tagen erst einmal nichts dabei gedacht, dass das Anlegen und Stillen eine ziemlich schmerzhafte Angelegenheit war. Ich habe eine sehr große Brust und tendenziell eher Schlupfwarzen und war deswegen froh, dass die Kleine es fertig brachte, überhaupt an meiner Brust zu saugen (beim ersten Kind ging das nur mit Stillhütchen).
Bei der U2 zu Anfang der letzten Woche wies mich unsere Kinderärztin darauf hin, dass die Kleine ein zu kurzes Zungenbändchen hat. Ich hatte zu dem Zeitpunkt bereits völlig wunde Brustwarzen, war mir aber nicht dessen bewusst, dass dies alles andere als normal war. Bei meinem ersten Kind war es zu Beginn auch schmerzhaft, die Zeit haben wir damals mit den Stillhütchen aber gut überbrückt. Ich sagte es meiner Hebamme, die das Ganze im Nachhinein betrachtet aber nicht so ganz ernst nahm und mir sagte, das sei vorübergehend und ich solle nur durchhalten. Um es mal vorweg zu nehmen: Mit meiner Nachsorge-Hebamme bin ich alles andere als glücklich.
In der Nacht von letztem Donnerstag auf Freitag saß ich dann heulend vor Schmerz mit dem Kind an der Brust da und wusste nicht mehr weiter. Das Kind nuckelte inzwischen nur mehr an der Brust, schlief immer sofort ein und schrie dann vor Hunger, sobald ich sie wieder abgelegt hatte. Meine Erklärung im Nachhinein: offenbar war es ihr bereits die ganzen Tage zuvor schon nicht möglich, wirklich effektiv mit der richtigen Technik an der Brust zu trinken, was durch meinen heftigen Milcheinschuss aber kompensiert wurde (da sie sich nicht wirklich anstrengen musste). Durch die wunden BW und den damit verbundenen Stress floss die Milch dann aber plötzlich nicht mehr und sie bekam nicht mehr genug.
Ich recherchierte nachts im Internet, wie ich mir helfen könnte und landete bei Stillk*nder.de, wo ich mir den Videokurs kaufte. Was die richtige Anlegetechnik angeht, bin ich also (theoretisch) sehr gut aufgeklärt und gebe mir alle Mühe, das umzusetzen.
Am Samstag bekam ich dann auf einer Seite einen Milchstau. Glücklicherweise hatte ich noch eine Handmilchpumpe hier, mit der ich aus der nicht betroffenen Brust einmal noch ca. 90ml abpumpen konnte. Beim nächsten Versuch wurden es dann aber nicht mehr als 50ml aus beiden Brüsten zusammen. Es war wie verhext, als sei die Milch mit einem Mal verschwunden. Von 50ml wurde das Kind natürlich nicht satt (sie hatte inzwischen auch wieder 100g abgenommen), was mich immer mehr unter Druck setzte, weshalb wiederum das Abpumpen nicht funktionierte usw. Ein Teufelskreis, so dass ich (nach Absprache mit der Hebamme) meinen Mann losschickte, um Fertignahrung zu besorgen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie ich geheult hab, als ich der Maus das erste Mal Pulvernahrung geben musste.
Um es etwas abzukürzen: Inzwischen habe ich eine elektrische Milchpumpe, der Milchstau ist überstanden und die Milch fließt wieder. Ich kann also so gut wie alle Mahlzeiten abpumpen. Leider sind meine BW immer noch nicht verheilt, so dass ich die Kleine nur selten anlegen kann (ein- bis zweimal am Tag). Das ist natürlich nicht gerade förderlich, um die Saugverwirrung zu bekämpfen, die uns das Ganze jetzt eingebracht hat. Gestern wurde zudem das Zungenbändchen gekappt, bis jetzt merke ich aber leider keine Veränderung. Sie geht schon noch an die Brust, nur nimmt sie die BW nicht richtig in den Mund bzw. streckt ihre Zunge beim Saugen nicht weit genug nach vorn, so dass sie immer mit ihrer unteren Kauleiste auf der BW herumknietscht. Wenn ich die BW aus ihrem Mund hole, sieht man das richtig - im Querschnitt sieht sie so aus wie ein Viertel Tortenstück - oben normal geformt, unten ganz flach gedrückt. Aua...
Ich weiß nicht so recht, wie ich uns aus dieser Zwickmühle befreien kann bzw. habe Angst, sie völlig an die Flasche zu verlieren - wegen der wunden BW läuft mir gefühlt die Zeit davon, weil ich sie nicht oft genug anlegen kann. Wenn sie dann doch an der Brust ist, verschlimmert es das wiederum nur, weil sie offenbar nicht richtig saugt.
Bitte entschuldigt den Roman. Bin inzwischen ziemlich verzweifelt und greife nach jedem Strohhalm :-(
Beim ersten Kind klappte das Stillen übrigens bis auf ein paar Startschwierigkeiten (Trinkschwäche) nach kurzer Zeit problemlos.
Traurige Grüße :cry:
Livi

Re: Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 16.03.2016, 14:08
von koalina
Herzlich willkommen! Und vor allem: Herzlichen Glückwunsch zum Baby!
Es ist für die Moderatoren einfacher wenn du dich anmeldest. Sonst muss jeder Beitrag händisch freigegeben werden.
Was mir zu den wunden Bw noch einfiel: immer feucht halten (zB mit Lanolin), nicht an der Luft trocknen lassen.
Alles Gute euch!
koalina

Re: Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 16.03.2016, 14:22
von Eskimofrau
Hallo Livi, herzlich willkommen hier im SuT und herzlichen Glückwunsch zum Baby! :)

Lies dir mal den Thread "Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT?" durch und beantworte hier die dort gestellten Fragen. Dann noch alle Gewichtsdaten zusammentragen die du hast und mit Datum versehen hier posten.

Dein Baby ist noch so jung, da bin ich sicher dass du&dein Baby mit einer der supertollen Stillberaterinnen "die Kurve kriegt".
Wurde mit dem Zungenbändchen was gemacht worden?

Hast du die Linksammlung Stillwissen schon entdeckt? Da hat es mind. einen Link zu nem Thread mit ganz vielen Tipps bei wunden Brustwarzen.

Lg, Eski

Re: Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 16.03.2016, 22:32
von ella512
Herzlich willkommen und herzlichen Glückwunsch zu Deinem Baby!
Ich wollte nur ein paar liebe Grüße dalassen.
Mit den tollen Stillberaterinnen hier werdet ihr das alles bald in den Griff bekommen! :)
LG! Vanessa

Re: Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 17.03.2016, 09:03
von Mondenkind
Hallo, herzlichen Glückwunsch zum Baby! bitte beantworte uns diese Fragen: Wie funktioniert Stillberatung im SuT?, dann können wir dich besser beraten. Vor allem Gewichte und Zufüttermengen sind wichtig.
Livi hat geschrieben:Bei der U2 zu Anfang der letzten Woche wies mich unsere Kinderärztin darauf hin, dass die Kleine ein zu kurzes Zungenbändchen hat.
Hat sie was dazu gesagt, was damit geschehen soll? Das wäre sicher eine zentrale Frage.
Livi hat geschrieben: Inzwischen habe ich eine elektrische Milchpumpe, der Milchstau ist überstanden und die Milch fließt wieder.
Prima.

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Re: Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 17.03.2016, 09:29
von Doro31
Mondenkind, über das Zungenbändchen hat Livi noch etwas geschrieben:
Livi hat geschrieben:Gestern wurde zudem das Zungenbändchen gekappt, bis jetzt merke ich aber leider keine Veränderung.

Re: Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 17.03.2016, 12:52
von Livi
Guten Morgen,
vielen Dank für die nette Begrüßung! Ich hab mich wie geraten jetzt mal brav angemeldet. Damit ich keine der Fragen vergesse zu beantworten, kopiere ich sie einfach mal hier rein und schreibe etwas zu jeder. Bezüglich der Gewichts- und Zufütterdaten hab ich leider kein Protokoll geführt, weil die Maus sich sehr gut machte. Ich behelfe mir mal, indem ich aufschreibe, was ich noch erinnere.

Okay, dann will ich mich mal:

* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Zur Zeit pumpe ich (fast) alle Mahlzeiten ab. Gelegentlich kommt es vor (1 Mahlzeit in den letzten 2 Tagen), dass ich auf Flaschennahrung ausweichen muss, weil sie nach dem Füttern noch Hunger hat und ich aber keine abgepumpte Milch mehr da habe und mit weinendem Baby neben mir nicht entspannt abpumpen kann. Sie zeigt in diesen Momenten dann kurze Zeit nach dem Füttern wieder Hungerzeichen, meist nach dem anschließenden Wickeln. Sie trinkt recht regelmäßig in etwa alle drei bis vier Stunden ca. 80 bis 120 ml, im Durchschnitt also 7 Mahlzeiten in 24 h á 100 ml, macht 700 ml pro Tag. Wenn ich auf Fertignahrung zurückgreifen muss, gibt es 1er Nahrung von Aptam*l (auf Anraten der Hebamme).

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Wir haben leider zur Zeit gar keinen Stillalltag :-( Sie bekommt seit heute 6 Tagen die Flasche. Damit sie die Brust nicht ganz vergisst, lege ich sie ein- bis maximal 2 x am Tag an, meist ganz früh morgens nach dem Schlafen (momentan gegen 5 bis 5.30 Uhr). Dann fließt die Milch durch die Schlafpause bei mir wie von selbst und die Brustwarzen haben sich etwas beruhigt. Wenn ich es mir und meinen BW zutraue, lege ich sie dann mittags ein weiteres Mal an. Jeweils für maximal 10 Min, weil ich es nicht länger aushalte. Inzwischen habe ich das Gefühl, dass der Schmerz sich verändert hat - er betrifft nicht nur die BW, sondern es fühlt sich an wie ein Brennen und Ziehen in der Mitte der Brust, manchmal auch Stechen, dass auch nach dem Stillen anhält und auch zwischen dem Abpumpen auftreten kann. Gestern habe ich deswegen eine Ibuprofen genommen, weil es mir so wehtat.
Mausis Schlafpausen sind in etwa 3 h lang, nachts schläft sie 4 bis manchmal sogar 5 h (entspricht dann meinem Schlafpensum).

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Die Windel ist bei jedem Windelwechseln (alle 3 h) pitschenass. Stuhlgang ist im Schnitt in etwa in jeder 2. Windel. Zusetzlich halte ich sie ab, nachdem ich ihr die Windel ausgezogen habe. Dabei macht sie fast immer Pipi, jedes 3. mal in etwa gibts auch ne große Ladung. In der Horizontalen klappt das alles einfach viel besser :-)

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Zu Beginn hatte ich das Gefühl, der Stillstart könne gar nicht besser laufen. Kind sucht nicht mal 5 min nach der Geburt bilderbuchmäßig nach der Brustwarze. Sie hatte allerdings Schwierigkeiten beim Andocken - ich vermute, aufgrund meiner sehr großen Brust und der Form der BW - ich habe Flachwarzen. Ich kann im Nachhinein gar nicht mehr genau sagen, ob sie es direkt nach der Geburt geschafft hat, aber als wir dann im Zimmer waren, klappte es zumindest auf der rechten Seite sehr gut (dort ragt meine BW etwas mehr heraus). Sie saugte sehr stark. Es tat zu dem Zeitpunkt schon weh, aber ich habe - wie ich schon schrieb - gedacht, das sei der normale Gewöhnungsschmerz zu Anfang. Gezeigt hat mir im KH niemand, wie ich sie richtig anlege (ist ja auch schon ein paar Jahre her bei mir) bzw. ob sie richtig angedockt ist. Nur einmal half mir eine Schwester, sie auch an der linken Seite anzulegen, wo die BW flacher ist. Auf meine Frage, wie ich das auch selber hinbekommen kann, bekam ich allen Ernstes die Antwort: "Tja, da fehlt dann wohl die dritte Hand". Ich bekam noch versuchsweise ein Stillhütchen wegen der BW-Form, damit sie leichter andocken kann, das fand sie aber ganz blöd (und ich auch). Also habe ich es weiter gehandhabt wie vorher. Sie dockte jedes Mal an, im Nachhinein aber mit den im Eingangspost von mir beschriebenen Problemen (falsche Saugtechnik und vermutlich nicht richtig angelegt), so dass meine BW nach ca. 1 Woche wund waren und es bis jetzt noch sind (sie ist jetzt 2 Wochen und einen Tag alt).

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Sie trinkt zur Zeit jede Mahlzeit aus der Flasche :cry: Ich habe die Av*nt-Klassik Flaschen (noch vom Großen). Auf der Suche nach einer Flasche, die sie beim Trinken etwas mehr fordert, habe ich mir gestern die Med*la C*lma bestellt. Der erste Test war ganz okay - Maus meckert zwar ein wenig, trinkt aber daraus. Zwischenzeitlich habe ich beobachtet, dass sie den Sauger mit ihrer Zunge mehrmals nach vorn geschoben hat. Das ist bei den Av*nt nicht so. Ich glaube, genau das macht sie auch, wenn sie an der Brust ist.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?


Ich beantworte diese beiden Fragen mal zusammen. Sowohl die Hebamme als auch unsere Kinderärztin bei der U2 am vorletzten Montag stellten fest, dass sie ein sehr kurzes Zungenbändchen hat. Meine Hebamme meinte, es könne helfen, wenn es durchtrennt würde, nur sei es hier in der Gegend wohl schwer, jemanden zu finden, der es macht. Unsere KiÄ nimmt den Eingriff nicht vor und gab mir die Kontaktdaten eines Kinderchirurgen. Dort hätte ich aber erst gestern - also eine Woche später - erst einen Termin bekommen. Das erschien mir sooo endlos lang. Zu dem Zeitpunkt habe ich sie noch gestillt, mit zusammengebissenen Zähnen. Am letzten Freitag ging es dann nicht mehr. Ich saß heulend vor Schmerz mit dem Kind an der Brust da und habe danach zum ersten Mal abgepumpt und ihr die Flasche gegeben, weil es nicht mehr ging. Ich fing an, im Internet zu recherchieren und kaufte mir einen Videokurs. Am nächsten Tag versuchte ich es bei mehreren LLL-Beraterinnen, konnte diese aber nicht erreichen. Am Montag fand ich heraus, dass das KH, in dem ich entbunden habe, Stillberatung für dort entbundene Mamis anbietet und hatte eine kurze Telefonberatung. Die Beraterin bot mir an, ich könne am nächsten Tag vorbei kommen und die KiÄ vor Ort würden das Zungenbändchen kappen - einen Tag früher als ich den Termin beim Kinderchirurgen hatte. Das Bändchen wurde also am Dienstag (vor 2 Tagen) gekappt, nur merke ich leider keine Veränderung.
Was mir grad noch einfällt - unsere KiÄ hat uns empfohlen, die Kleine einem Orthopäden bzw. Osteopathen vorzustellen wegen Verdacht auf KISS. Sie meinte, die Kleine erschiene ihr etwas steif im Nacken. Ich hatte eine sehr schnelle Geburt (Akutphase mit heftigen Wehen max. 1 h, dann 3 Presswehen und Mausi war da). Wir sollten so ca. 2-3 Wochen abwarten und sie dann einmal vorstellen. Möglicherweise liegt auch hierin der Schlüssel, damit es mit dem Stillen klappt?

Hier noch die Gewichtsdaten:
2.3 Geburt 2824g
4.3. Entlassung 2600g
6.3. Hebamme 2800g
7.3. KiÄ U2 2780g
Zeitraum 8.3. bis 15.3. ca. 3 x gewogen Hebamme, ich erinnere mich an 3000g und 3100g
17.3. (heute) 3200g
Die Zunahme ist also ok, sie macht rein physisch auch einen super Eindruck, schreit nur, wenn sie hungrig ist und ist ein an und für sich sehr ausgeglichenes Baby.
Vielleicht ist ja noch nicht alles verloren.

Hoffende Grüße
Livi

Re: Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 17.03.2016, 19:57
von koalina
Ich kann dir nicht weiter helfen mag dir aber gern einen lieben Gruß da lassen.
Zum Protokoll führen: evtl hilft es dir einfach einen Zettel + Stift an die Flaschen und Wickelplatz etc. zu legen...
Liebe Grüße :piepmatz:
koalina

Re: Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 18.03.2016, 10:46
von Livi
Hallo zusammen,
ich war gestern bei der Stillberaterin im KH und habe mit ihr mal den Stillprozess analysiert. Wir haben die Ursache vermutlich herausgefunden. Nun kann ich euch gezielter berichten, evtl. könnt ihr mir dazu hilfreiche Tipps geben.
Und zwar ist es so, dass sie den Mund sehr schön aufmacht und auch die BW ganz zu fassen bekommt. Sie schafft es nur nicht, sie dann dort am Gaumen zu halten, wo sie hingehört. Dazu bei trägt natürlich meine schwere Brust und dass sie nicht durchgehend saugt - nach ein paar Mal saugen macht sie Pause und kommt ins Nuckeln. Die BW rutscht wieder zurück und sie fängt an darauf rumzukauen. Ich habe reichlich Milch und an der Pumpe dauert es auch nicht lang, bis der Milchspendereflex einsetzt. An und für sich doch ein Schlaraffenland für ein Baby. Mausi saugt an der Brust nur leider nicht lang genug, um den MSR auszulösen, weshalb ich sie momentan nur morgens anlege, wenn die Milch ganz leicht fließt.
Laut Stillberaterin kann ein Stillhütchen in diesem speziellen Fall evtl. helfen, da die BW dadurch besser am Gaumen bleibt (wenn sie sie denn richtig im Mund hat). Außerdem kann ich versuchen, sie im Vierfüßlerstand zu stillen. An und für sich eine gute Idee, nur habe ich bis jetzt noch nicht rausgefunden, wie ich es auch für mich bequem gestalte. Mir schlafen nach weniger Minuten die Beine bzw. Füße ein. Habt ihr da Anregungen?
Heute morgen war es ein Akt, bis ich sie soweit hatte, mit Hütchen ansatzweise zu saugen und ein wenig zu trinken. Als ich nicht mehr konnte, habe ich sie an der anderen Seite im Rückengriff angelegt. Danach machte sie zumindest ein Bäucherchen und wirkte fürs Erste zufrieden. Als sie wieder anfing zu meckern, gab ich ihr noch einen Nachschlag abgepumpte MuMi aus der Med*la-Flasche.
Schmerzfrei war die Sache nicht, allerdings durch das Stillhütchen deutlich besser. Meine BW brauchen aber wohl einfach noch ein paar Tage...
Was könnte ich denn sonst noch probieren? Wie kann ich sie zum stärkeren Saugen anregen?
Bitte helft mir, noch will ich es nicht aufgeben. Der Termin gestern hat mich zumindest wieder etwas zuversichtlich gestimmt, dass es doch noch was werden könnte.
VG Livi

Re: Stillen klappt nicht - bin verzweifelt

Verfasst: 18.03.2016, 13:24
von Livi
Könnt ihr mir sagen, ob in unserem Fall ein Brusternährungsset sinnvoll ist? Ich habe grad den Drang, alles Erdenkliche auszuprobieren, um das mit dem Stillen hinzukriegen...
Funktioniert ein BES auch mit Stillhütchen?
LG Livi