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Katastrophale Nächte...seit 27 Monaten....

Verfasst: 01.03.2016, 12:28
von Scaramouche86
Ihr Lieben,

ich brauche mal wieder ein wenig Input, ich komm irgendwie überhaupt nicht mehr klar.

Meine Kleine, im Dezember 2 geworden, war von Anfang an eine sehr nähebedürftige und unruhige Schläferin. Wir haben bisher immer nach ihren Bedürfnissen gehandelt. D.h. Einschlafstillen seit 27 Monaten, sie schläft bei uns im Bett (von Beginn an, haben mittlerweile auf 3 Meter vergrößert), eigenes Bett hat sie im eigenen Zimmer, wird aber nur bespielt. Sie kennt keinen Kinderwagen, sie war Vollzeittragling von Beginn an. Die ersten 14 Monate ihres Lebens hat sie auch nur tragend oder mit Körperkontakt geschlafen. Danach gab es immer mal wieder Tage an denen ich sie zum Mittagsschlaf ins große Bett bringen konnte und wieder runter gehen, abends das Selbe. Ich fand Familienbett sooo toll, denn ich hörte mir nächtliche Horrorgeschichten von anderen Eltern an, die 10 oder mehr Male nachts ins Zimmer tappten, Flaschen bereiteten usw.
Also fand ich unseren Weg auch noch total bequem. Ich bekam nämlich kaum mit wie oft die Maus stillte, ich schlief einfach weiter.
Mit zunehmendem Alter der Kleinen aber, machte mir auch das Dauergenuckel mehr aus. Mit 10 Monaten dachte ich zum ersten Mal verzweifelt an Abstillen, weil das ewige Geschnuller mich teilweise verrückt machte. Gut, es kam nie dazu, wir stillen ja immer noch. Tagsüber übrigens auch noch oft (nur unterwegs nicht mehr) und ich liebe es immer noch. Sie braucht es und für mich ist es okay.
Aber die Nächte werden schlimmer und schlimmer....für mich. Wurde mitllerweile bei jedem Stillen wach (und die Maus hat noch nie länger als 2 Std am Stück geschlafen und selbst diese Spanne ist schon seeeehr selten) und im Dezember habe ich den Schritt gewagt sie nachts abzustillen...für ruhigere Nächte.
Zuerst dachte ich "Wow, wie unspektakulär das geklappt hat", denn es stimmte. Mein kleiner Brustjunkie hat sich abends erklären lassen, dass es noch zum Einschlafen die Brust gibt und dann erst wieder wenn der Wecker klingelt (das ist um 6 Uhr). Fortan kuschelte ich sie nachts wieder in den Schlaf und die Nächte wurden traumhaft. Sie wurde etwa 1-2 mal wach und lies sich problemlos (nur manchmal nur etwas weinen begleitet) in den Schlaf kuscheln.

Seit etwa 4 Wochen ist wieder alles anders... Sie wird wach und brüllt direkt wie am Spieß und wie hysterisch und das eine EWIGKEIT! Sie brüllt dann wirklich so laut, dass niemand mehr schlafen kann, also auch mein Mann hellwach ist. Außerdem lässt sie sich nicht beruhigen, egal durch was, kann uns vor lauter Schreien auch nicht sagen was los ist, ob sie Schmerzen hat oder so?!
Sie brüllt, tritt, schlägt um sich, ist wriklich wie von Sinnen. Wenn du selbst gerade erst vor 20 Minuten eingeschlafen bist und dein Kind reißt dich so wieder raus ist das äußerst unschön und ich habe das Gefühl, dass ich schon eine Schlafstörung entwickelt habe, weil ich Angst vorm Einschlafen habe, weil ich weiß, dass es gleich wieder los geht.
Es dauert unterschiedlich lang bis sie sich beruhigt hat, eine Stunde ist dabei aber keine Seltenheit.
Danach ist sie hellwach und das stundenlang. Wenn sie wieder einschläft dauert die Ruhe nie lange an, und das Spiel beginnt von vorne. Die Krönung war vor 2 Tagen, da hat sie 2-3 Std in der Nacht geschlafen und die nicht mal zusammenhängend.

Die Situation macht mich mürbe. Das normale Leben läuft ja trotzdem weiter. Mein Mann und ich gehen jeden Abend mit dem Kind ins Bett (das Zubettbringen ist überhaupt kein Problem, gegen halb 8 ist sie müde und schläft flott). Ich gehe 2mal die Woche arbeiten seit sie 12 Monate alt ist, d.h. seitdem gibt es auch einen Rhythmus im Tagesablauf. Auch Mittagsschlaf macht sie immer etwa um die selbe Zeit. Und zwar so gegen 12, eine halbe Stunde bis Stunde. Den Mittagsschlaf streichen zugunsten des Nachtschlafs habe ich schon versucht, aber das funktioniert noch nicht. Sie ist um die Zeit echt so müde, dass sie dann nur noch jammert und braucht es noch zu sehr.
Tagsüber hängen wir echt nur noch müde rum, wenn wir beide zu Hause sind wechseln wir uns mit dem Schlafen ab. Mittags mit ihr hinlegen klappt auch nicht, da sie meistens nur 30 min schläft. So schnell schlafe ich nicht ein.

Ich hab wirklich keine Lösung mehr und finde, dass die Schlafsituation von Tag zu Tag schlimmer wurde. Während sie kurz nach der Geburt noch 3-4 Std am Stück geschlafen hat wurde es stetig weniger, bis jetzt mit 27 Monaten wo wirklich die Katastrophe los ist.
Und mit Minibaby hat das Umfeld auch irgendwie noch Verständnis für müde Eltern, heute muss ich schauen dass ich mein Leben trotzdem irgendwie auf die Reihe bekomm.
Ich wollte jetzt noch die Stunden auf Arbeit erhöhen, aber ich hab keinen Plan wie ich das schaffen soll. Mein Körper kapituliert richtig. Am Wochenende hab ich mich so krank gefühlt und mein Mann hat auf sie aufgepasst und ich hab den ganzen Samstag und ganzen Sonntag geschlafen :-o

So, jetzt habe ich genug gejammert. Weiß gar nicht was ich hören möchte, vielleicht kennt jmd änhndliche Situationen und es wurde besser... oder jmd noch Tipps...

ich zweifel so langsam wirklich daran ob Familienbett usw die richtige Entscheidung war.
Denn schlechter könnte es im eigenen Bett ja kaum sein ;) Dennoch kann ich es nicht ausprobieren, da es nicht akzeptiert wird.

Müde Grüße, Scara

Re: Katastrophale Nächte...seit 27 Monaten....

Verfasst: 01.03.2016, 13:29
von anni1110
Puh, das hört sich sehr sehr anstrengend an - für euch alle.

Als erstes fiel mir "Nachtschreck" ein. Könnte es das evtl. sein?

Ansonsten erinnern mich deine Worte sehr an unser großes Kind (heute 9). Schon immer miserabler Schläfer und wenig noch dazu - das ist heute noch so.
Im Alter von 21 Monaten (abgestillt mit 13 Monaten) waren wir dann auch so fertig, dass wir mit ihm zu einem KISS-Spezialisten sind. Er konnte zu dem Zeitpunkt auch noch kein, für andere, verständliches Wort sprechen und trug immer diese Dreieckstücher, weil er ständig speichelte.

Dann der Arztbesuch und eine Woche später war der Spuk vorbei :shock: :D - das Kind wachte nicht mehr 10x/Nacht auf, schrie nicht mehr und hatte auch keine langen Wachphasen nachts. Er fing an zu sprechen und Dreieckstücher konnten weggepackt werden.

Das war sehr irre und für uns ein unwahrscheinlich eindrucksvoller Wandel. (er hatte mehrere Blockaden, die halt Schmerzen verursachten).

Habt ihr schonmal in die Richtung überlegt?

Alles Gute!

Und wie ist es denn, würde sie sich evtl. in ihr Bett im Kinderzimmer legen lassen zum Schlafen? Unsere Mittlere (die übrigens sechs Wochen nach dieser Behandlung zur Welt kam :lol: ) "musste" irgendwann ausziehen, weil sie immer von uns geweckt wurde (sobald wir uns drehten oder ins Bett kamen) und ja eigentlich schlafen wollte.