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stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 08.02.2016, 09:46
von clabla
Hallo, ich möchte eure Erfahrungen und eigentlich hoffe ich das jemand sagt die Phase geht ganz schnell vorbei.
Mein Sohn 25 Monate alt stillt im Moment so viel und so intensiv. Nachts wie am Tag. Das war schon anders. Aber im Moment ist es wirklich anstrengend seit Angang des Jahres. Ich stille ihn eigentlich überall, im Moment ist mir das unangenehme, weil er permanent will und dann unruhig auf mir herumklettert und dabei trinkt. Er hat noch nie ruhig dagelegen beim stillen. Aber jetzt nervt es mich. Er ist auch fast nichts. Wirklich sehr wenig. 100-200 Gramm Lebensmittel am Tag.
Offenbar kommt er jetzt auch in die Autonomiezeit rein. Das ist für mich natürlich auch noch eine Herausforderung. Mit ihm kann man viel Spass haben und er ist ausgeglichen aber im Moment ist er nur sauer Auf sich, Dinge die nicht klappen und die Welt.
Dann habe ich noch Rückenschmerzen. Jammer*
Also das ist irgendwie nichts für mich.
Was habt ihr für Tipps? Hat auch jemand solche Erfahrung... Wie soll ich denn damit umgehen?

Re: stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 08.02.2016, 11:23
von lupiwo
Meiner ist erst 24 Monate. Stillt aber momentan auch wieder häufiger. Zumal er das, wie deiner, auch nicht "in Ruhe tut".

Allerdings stille ich ihn nicht mehr überall. Wenn er zu "penetrant" wird dann übergebe ich ihn schon mal meinem Mann wenn der dabei ist.

Ich denke mir, dass es sicher nur eine Phase ist und sich sicher noch mal ändert. ;)

Sorry, das ich dir nicht helfen konnte. Aber du bist nicht allein.

Lg lupiwo mit Krümel (02/2014)

Re: stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 08.02.2016, 11:35
von clabla
Hihi danke! Das ist schonmal gut zu wissen.
Aber ich fühl mich echt manchmal allein. In meiner Umgebung stillt nur eine einzige Mama so lange. Alle andern haben aus Verschiedenen Gründen recht früh abgestillt. Uns können einfach viele nicht verstehen. Danke dir!

Re: stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 08.02.2016, 12:27
von Missy
Ich habe auch mit dem 20. Monat etwa aufgehört unterwegs zu stillen, weil mich das Rumgehampel genervt hat. Unterwegs hatte ich dann immer kleine Snacks und trinken dabei. Es hat glaub ich 4 Wochen gedauert, bis er unterwegs nicht mehr "gefragt" hat, danach war es aber auch völlig ok.
Zu Hause hab ich dann nur noch im Bett und auf dem Sofa gestillt und auch nur dann, wenn es für mich in dem Moment ok war.

Re: stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 08.02.2016, 13:38
von Violet
In dem Alter kann man doch gut Absprachen treffen bzw "Regeln" einführen. Also das man sagt nicht mehr Unterwegs, oder nur auf dem Sofa, und wenn es zu hampelig wird würde ich auch sagen das du das so nicht möchtest. Wenn man Gewohnheiten ändert kann es schon erstmal zu Wut kommen, grade in der Autonomie Phase, aber meiner Erfahrung nach legt sich das auch wieder wenn man Konsequent ist. Ich finde es wichtig das man seine persönlichen Grenzen schützt. Stillen soll ja für beide Seiten angenehm sein.

Re: stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 08.02.2016, 13:58
von FrauPferd
Wir haben ebenfalls Ende letzten Jahres das Stillen stark reduziert. Wenn er rumhampelt wird einmal gewarnt und dann eingepackt. Ohne Diskussion. Beim fummeln ebenfalls. Ich hasse das und werde dann echt ungehalten. Wir haben das Stillen an einen Ort (Bett) gekoppelt und so nur noch zum (Ein-)Schlafen gestillt und so kam dann plötzlich auch das Durchschlafen.

Aber: Auch er fragt gerade wieder häufiger danach. Ich erkläre ihm dann immer, dass die Brust eine Pause braucht um neue Milch zu produzieren und dass er bis heute Abend warten muss. Das klappt inzwischen wirklich gut.

Re: stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 08.02.2016, 19:35
von clabla
Ich glaube jedes Alter hat seine, wie soll ich es nennen, Änderungen.

Viele Erfahrungen von Euch, waren auch meine. Letztes Jahr konnte ich mit meinem Sohn auch Abmachungen treffen ( nicht super erfolgreich aber ok)
Ich glaube zwischen dem 1 LJ und den 1 3/4 haben wir ausschliesslich zu Hause gestillt. ( das war zeitlich unterschiedlich). Dann war er krank. Ich habe da auch draussen gestillt, das hat sich so beibehalten. Und ich bekomm es nicht mehr weg. Heute Abend beim kochen hat er lange gequängelt, geheult, geschimpft weil ich gerade wirklich nicht konnte ( wollte) habe es ihm erklärt und ihn gespiegelt. Ich denke nach allen Regeln der Kunst und total geduldig.
War jedenfalls heute nicht erfolgreich.
Bei anderen Dingen kann er eher warten oder akzeptiert das warten besser. Aber warten auf stillen ist nicht möglich im Moment.
Deswegen interessiert mich ganz sehr Meinungen von Gleichaltrigen oder die das Alter schon überschritten haben.
Bei uns hat sich auch nichts geändert (familiär, sozial- was die starke Anhänglichkeit erklären würde). Ich kann es nur als Phase abtun. Verstehe es einfach nicht.

Danke für eure Beiträge!!!!

Hatte übrigens vor dem kochen 2mal gestillt, dabei einmal und danach ewig lange. Wie ein Säugling.

Re: stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 08.02.2016, 19:42
von clabla
Violet, Frau Pferd. Wie reagieren eure Kinder auf die neue Regel.
Einfach konsequent bleiben ist der Schlüssel? Gibt es noch was zu tun.
Es fühlt sich für mich so Übergriffig an, wenn ich ihm einfach das versage, weil es mir gerade mal nicht passt. (<-ist ja meine momentane Situation, "passt mir gerade mal nicht" war eben vorher anders.) es ist die Häufigkeit die mich stört, dann stört mich der Rest auch.
Seit ihr der Meinung, das es durch Grenzen setzen gut für alle Beteiligten geworden ist?( oje ich hoffe ihr versteht was ich meine)

Re: stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 08.02.2016, 21:23
von FrauPferd
Ich bin ganz ehrlich total unpädagogisch vorgegangen, weil ich das Weinen n ihr ertragen konnte. Ich habe anfangs schon hin und wieder gegen Gummibärchen getauscht [emoji85]. Die ersten 2 Wochen etwa. Dann wurde es immer weniger und inzwischen frage ich ihn ganz klar, was er möchte. Meist ist es nämlich eigentlich ein Wunsch nach Aufmerksamkeit oder selten wirklich Hunger / Durst.

Aber ja, bei uns war konsequent durchsetzen sehr wichtig. Warum? Weil er es sonst gar nicht verstanden hat.

Re: stillen mit 25. Monaten

Verfasst: 09.02.2016, 20:32
von kleinePrinzessin
Mein Sohn (27 Monate) stillt auch unglaublich viel - ich glaube, ich habe heute bestimmt schon 7-8 mal gestillt (dabei war ich 7 Stunden gar nicht da!). Und wir sind auch in meiner Umgebung die einzigen, die noch stillen, und dann noch so oft.
Allerdings liegt er relativ ruhig da, wir hatten aber auch schon Phasen, wo er andere Sachen gemacht hat, die mich total genervt haben (mit den Füßen zappeln/trampeln, an der anderen Brust zwirbeln), und da war ich dann auch ab einem gewissen Alter ziemlich konsequent und habe ihn abgedockt und freundlich, aber sehr bestimmt erklärt, dass mich das nervt und er nur trinken kann, wenn er das nicht mehr macht.
Wenn er zappelig beim Essen ist, sage ich ihm auch manchmal, dass das nicht geht und biete ihm an, sich nochmal "auszuzappeln", lasse ihn dreimal den Flur entlang rennen o.ä.
Das klappt meist ganz gut.

Was bei uns am besten funktioniert, wenn mich das dauernde Stillen nervt, klingt vielleicht erstmal ein wenig unlogisch: Ich biete es ihm häufiger von mir aus an, dann, wenn es mir passt.
Also: "Gleich koche ich/gehen wir raus/... - möchtest Du vorher noch gemütlich etwas Milch trinken?"
Das hilft mir total, weil ich mich dann nicht mehr so fremdbestimmt fühle, und das Stillen wird dann nicht zu so einem Kampfplatz, wo er das Gefühl hat, ich will ihm etwas vorenthalten und ist dann auch deutlich kooperativer, weil er merkt, ich komme ihm auch entgegen. Keine Ahnung, ob das bei Euch auch funktioniert, denn bei meinem Sohn ist es tatsächlich zu 90% Kuschelbedürfnis/Aufmerksamkeitswunsch, weil er ziemlich viel isst.

Ach ja, und das mit dem Spiegeln funktioniert bei uns übrigens auch nicht immer.



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