Von der Flasche zur Brust
Verfasst: 01.02.2016, 18:51
Hallo zusammen,
Ihr seid meine letzte Hoffnung! Ich notiere Euch mal unsere Geschichte und würde Euch um eine Einschätzung der Situation bitten. Kann ich überhaupt noch Hoffnung haben, dass meine Kleine wieder an der Brust trinkt? Oder ist es inzwischen zu spät? Sollte es noch gehen, würdet Ihr mir einen Weg aufzeigen (etwas hab ich mich hier schon umgesehen) und mich auf dem Weg begleiten und unterstützen?
Zu unserer Geschichte:
Direkt im Kreisssaal sollte ich meine Tochter anlegen. Die Hebamme ist verschwunden, kam ein paar Minuten später wieder und meinte, dass man mit den Brustwarzen (Flachwarzen) ohne Hütchen nicht stillen könne und hat mir ein solches in die Hand gedrückt ohne zu erklären, wie es funktioniert.
Sie hat die ersten zwei Tage immer so ein bisschen mit Hütchen getrunken oder genuckelt. Dann bekam sie eine Infektion, war schwach, kam an den Tropf und war zu müde zum Saugen. Sie bekam die Flasche, ich habe abgepumpt (hatte einen extrem schmerzhaften Milcheinschuss), teilweise Pre. Die Nachtschwester hat ihr irgendwann einmal einen Schnuller reingesteckt.
Die nächsten Tage hat sie nur mit Hütchen gestillt, bis die Hebamme zu Hause festgestellt hat, dass sie nicht zunimmt und zu wenig kriegt. Ich sollte also abpumpen und ihr die Flasche geben, damit sie zunimmt. Dann haben wir 5 Wochen gebraucht, bis sie es wieder geschafft hat, mit Hütchen an der Brust zu trinken. Bis zur 10 Woche sah unser Stillen so aus: Die ersten 3 min mit Hütchen (weil sie sich immer an der Milch verschluckt hat, die nur so strömte), danach habe ich das Hütchen weggetan. Das Problem dabei war aber, dass sie nie ausreichend zugenommen hat. Wobei die Hebamme auch sehr komisch gewogen hat und ihre Waage meiner Meinung nach sehr ungenau war). Meine Hebamme sagte mir, ich solle sie nur alle 3 bis 4 Stunden anlegen, auf keinen Fall öfter!!!! Damals wusste ich leider noch nichts von Stillen nach Bedarf. Leider wurde ich da falsch beraten….Als ich sie eine Woche lang öfter angelegt habe und sie gut zugenommen hat, sagte meine Hebamme, ich solle unbedingt wieder seltener anlegen!!!
In der 11. Woche fing sie dann an, an der Brust zunehmen zappelig zu werden und auf die Brustwarzen zu beissen und daran rumzuzerren, sie wurde trotze häufigen Anlegens immer unzufriedener und lehnte auch das Hütchen ab!!!
Als die Hebamme dann festgestellt hat, dass sie in den letzten 2 Wochen nicht zugenommen hat, sollten wir mit der Flasche zufüttern. Auch diese nahm sie nicht mehr. Unser Baby wurde ruhiger und unzufriedener und hat sehr lange nichts getrunken. Wir landeten in der Notaufnahme und im KH, wo eine leichte Dehydrierung festgestellt wurde. Der KH-Aufenthalt war der reinste Horror. Meine Milch war schon weniger geworden. Die Schwestern sagten, ich solle sie halt immer wieder anlegen. Auf meine Bemerkung hin, dass sie da offensichtlich zu wenig bekommen und rumbeisse, wurde ich nur belächtelt. Die Ärzte meinten, ich solle froh sein, dass ich 3 Monate gestillt habe, und abpumpen und Pre geben. Meine Bitte, sich mal anzuschauen, wie sie an der Brust trinkt, haben mehrere Schwestern abgelehnt! Mein Wunsch nach einer Stillberaterin wurde nur belächelt! Es blieb uns also nichts anderes, also die Flasche mit Mumi zu geben und versuchen, die Milchmenge durch pumpen wieder zu steigern. (Der Knaller ist übrigens, dass in den Entlasspapieren steht: Anleitung zum Stillen gegeben!!!!)
Im KH habe ich direkt Kontakt zu einer Stillberaterin gesucht und diese wenige Tage später getroffen. Beim „vorstillen“ trank meine Tochter vorbildlich (sie könnte den Mund etwas weiter aufmachen). Rat der Stillberaterin: Immer Brust anbieten, danach Flasche, um sicherzugehen, dass sie genug bekommt. Das hat auch 4 Tage geklappt, danach hat sie die Flasche verweigert, aber leider abgenommen.
Da mein Partner und ich wieder verzweifelt waren, wegen des Gewichts- seit der Geburt ist jedes Gramm ein Kampf – nur bei der aussliesslichen Flaschenfütterung hat sie zugenommen, sind wir wieder auf die Flasche umgestiegen, damit es nicht wieder in die Abwärtsspirale geht. Ich war dann auch noch die letzte Woche sehr stark erkältet und völlig ko und zudem fertig mit den Nerven, dass die Stillberaterin riet, ich solle mit der Flasche füttern, solange ich krank bin und danach wieder die Brust anbieten und mit BES füttern. Leider ist es jetzt so, dass sie jedes Mal, wenn ich ihr die Brust anbiete, bzw nur in die Nähe bringe, schreit wie am Spiess! Sie hat in den letzten 3 Tagen, 2 Mal wenige Sekunden an der Brust genuckelt, danach angefangen zu schreien. An den Tagen, an denen ich die Brust anbot (auch in der letzten Woche) war sie danach für den Rest des Tages immer schlecht drauf, hat viel gemeckert, SEHR schlecht an der Flasche getrunken und auch die Wiegehaltung beim Flaschegeben hat schon Gebrüll ausgelöst. Das Verhalten hat dazu geführt, dass sie in den letzten Tagen wieder viel weniger getrunken hat als davor. Heute habe ich keine Brust angeboten und sie trinkt wieder toll aus der Flasche (immerhin)!
Milch habe ich genug, da ich regelmässig abpumpe. Wir können sie fast ausschliesslich mit MUMI füttern!
Meine Tochter bekam am Anfang sehr kurz und sehr selten mal einen Schnuller. Sie lutscht seit der 6. Woche leidenschaftlich Daumen.
Haben wir noch eine Chance, dass meine Tochter (16 Wochen) wieder an der Brust trinkt?
Ich werde jeden Tag unglücklicher, weil ich meine Tochter nicht mehr stillen kann und weine inzwischen täglich.
Liebe Grüsse, ParyMoppins
Ihr seid meine letzte Hoffnung! Ich notiere Euch mal unsere Geschichte und würde Euch um eine Einschätzung der Situation bitten. Kann ich überhaupt noch Hoffnung haben, dass meine Kleine wieder an der Brust trinkt? Oder ist es inzwischen zu spät? Sollte es noch gehen, würdet Ihr mir einen Weg aufzeigen (etwas hab ich mich hier schon umgesehen) und mich auf dem Weg begleiten und unterstützen?
Zu unserer Geschichte:
Direkt im Kreisssaal sollte ich meine Tochter anlegen. Die Hebamme ist verschwunden, kam ein paar Minuten später wieder und meinte, dass man mit den Brustwarzen (Flachwarzen) ohne Hütchen nicht stillen könne und hat mir ein solches in die Hand gedrückt ohne zu erklären, wie es funktioniert.
Sie hat die ersten zwei Tage immer so ein bisschen mit Hütchen getrunken oder genuckelt. Dann bekam sie eine Infektion, war schwach, kam an den Tropf und war zu müde zum Saugen. Sie bekam die Flasche, ich habe abgepumpt (hatte einen extrem schmerzhaften Milcheinschuss), teilweise Pre. Die Nachtschwester hat ihr irgendwann einmal einen Schnuller reingesteckt.
Die nächsten Tage hat sie nur mit Hütchen gestillt, bis die Hebamme zu Hause festgestellt hat, dass sie nicht zunimmt und zu wenig kriegt. Ich sollte also abpumpen und ihr die Flasche geben, damit sie zunimmt. Dann haben wir 5 Wochen gebraucht, bis sie es wieder geschafft hat, mit Hütchen an der Brust zu trinken. Bis zur 10 Woche sah unser Stillen so aus: Die ersten 3 min mit Hütchen (weil sie sich immer an der Milch verschluckt hat, die nur so strömte), danach habe ich das Hütchen weggetan. Das Problem dabei war aber, dass sie nie ausreichend zugenommen hat. Wobei die Hebamme auch sehr komisch gewogen hat und ihre Waage meiner Meinung nach sehr ungenau war). Meine Hebamme sagte mir, ich solle sie nur alle 3 bis 4 Stunden anlegen, auf keinen Fall öfter!!!! Damals wusste ich leider noch nichts von Stillen nach Bedarf. Leider wurde ich da falsch beraten….Als ich sie eine Woche lang öfter angelegt habe und sie gut zugenommen hat, sagte meine Hebamme, ich solle unbedingt wieder seltener anlegen!!!
In der 11. Woche fing sie dann an, an der Brust zunehmen zappelig zu werden und auf die Brustwarzen zu beissen und daran rumzuzerren, sie wurde trotze häufigen Anlegens immer unzufriedener und lehnte auch das Hütchen ab!!!
Als die Hebamme dann festgestellt hat, dass sie in den letzten 2 Wochen nicht zugenommen hat, sollten wir mit der Flasche zufüttern. Auch diese nahm sie nicht mehr. Unser Baby wurde ruhiger und unzufriedener und hat sehr lange nichts getrunken. Wir landeten in der Notaufnahme und im KH, wo eine leichte Dehydrierung festgestellt wurde. Der KH-Aufenthalt war der reinste Horror. Meine Milch war schon weniger geworden. Die Schwestern sagten, ich solle sie halt immer wieder anlegen. Auf meine Bemerkung hin, dass sie da offensichtlich zu wenig bekommen und rumbeisse, wurde ich nur belächtelt. Die Ärzte meinten, ich solle froh sein, dass ich 3 Monate gestillt habe, und abpumpen und Pre geben. Meine Bitte, sich mal anzuschauen, wie sie an der Brust trinkt, haben mehrere Schwestern abgelehnt! Mein Wunsch nach einer Stillberaterin wurde nur belächelt! Es blieb uns also nichts anderes, also die Flasche mit Mumi zu geben und versuchen, die Milchmenge durch pumpen wieder zu steigern. (Der Knaller ist übrigens, dass in den Entlasspapieren steht: Anleitung zum Stillen gegeben!!!!)
Im KH habe ich direkt Kontakt zu einer Stillberaterin gesucht und diese wenige Tage später getroffen. Beim „vorstillen“ trank meine Tochter vorbildlich (sie könnte den Mund etwas weiter aufmachen). Rat der Stillberaterin: Immer Brust anbieten, danach Flasche, um sicherzugehen, dass sie genug bekommt. Das hat auch 4 Tage geklappt, danach hat sie die Flasche verweigert, aber leider abgenommen.
Da mein Partner und ich wieder verzweifelt waren, wegen des Gewichts- seit der Geburt ist jedes Gramm ein Kampf – nur bei der aussliesslichen Flaschenfütterung hat sie zugenommen, sind wir wieder auf die Flasche umgestiegen, damit es nicht wieder in die Abwärtsspirale geht. Ich war dann auch noch die letzte Woche sehr stark erkältet und völlig ko und zudem fertig mit den Nerven, dass die Stillberaterin riet, ich solle mit der Flasche füttern, solange ich krank bin und danach wieder die Brust anbieten und mit BES füttern. Leider ist es jetzt so, dass sie jedes Mal, wenn ich ihr die Brust anbiete, bzw nur in die Nähe bringe, schreit wie am Spiess! Sie hat in den letzten 3 Tagen, 2 Mal wenige Sekunden an der Brust genuckelt, danach angefangen zu schreien. An den Tagen, an denen ich die Brust anbot (auch in der letzten Woche) war sie danach für den Rest des Tages immer schlecht drauf, hat viel gemeckert, SEHR schlecht an der Flasche getrunken und auch die Wiegehaltung beim Flaschegeben hat schon Gebrüll ausgelöst. Das Verhalten hat dazu geführt, dass sie in den letzten Tagen wieder viel weniger getrunken hat als davor. Heute habe ich keine Brust angeboten und sie trinkt wieder toll aus der Flasche (immerhin)!
Milch habe ich genug, da ich regelmässig abpumpe. Wir können sie fast ausschliesslich mit MUMI füttern!
Meine Tochter bekam am Anfang sehr kurz und sehr selten mal einen Schnuller. Sie lutscht seit der 6. Woche leidenschaftlich Daumen.
Haben wir noch eine Chance, dass meine Tochter (16 Wochen) wieder an der Brust trinkt?
Ich werde jeden Tag unglücklicher, weil ich meine Tochter nicht mehr stillen kann und weine inzwischen täglich.
Liebe Grüsse, ParyMoppins