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Blockstillen aufgeben?

Verfasst: 25.11.2015, 10:21
von ptw
Ausgang waren diese Posts im "Kurze-Frage..." Thread:
ptw hat geschrieben:Sind "Nuckeltage" bzw. "Dauerstilltage" bei einem 9-monatigem Baby immer noch ein Mittel zur Milchsteigerung (also kommt das Baby ständig, weil es Hunger hat/mehr Milch braucht), oder hat so was in dem Alter typischer Weise andere Gründe?
ptw hat geschrieben:Ach ja, und noch dazu: Wir stillen seit fast zu beginn immer 4h eine Brust - kann das dazu führen, dass sie "zu wenig" bekommt und öfter trinken will? Sollte man das irgendwann lassen, oder ist das egal? (ich finde es so sehr angenehm)
Da ich aber das Gefühl habe, es wird doch was längeres, gibt es doch einen eigenen Thread.
ptw hat geschrieben:Vielen Dank für die Antwort, Teazer!
Teazer hat geschrieben:
ptw hat geschrieben: Blockstillen kann auf Dauer der Milchfluss so stark verlangsamen, dass es dem Baby zu langsam fließt. Wenn man nach Bedarf stillt, kommt zwar nicht zu wenig Milch, aber zu wenig auf einmal und viele Babys sind dann unzufrieden. Häufigeres Wechseln der Brust lässt die Milch wieder schneller fließen.
Dazu muss ich dann doch noch etwas nachfragen (sollte es zu umfangreich für hier sein, kann ich dafür auch einen eigenen Thread machen?!)
Wäre sie dann an der Brust unzufrieden? oder eher "generell"? Und wie stellt man das am besten um? Klingt vielleicht blöd, die Frage, aber sie trinkt halt sehr unregelmäßig, mal kurz, mal lang. Wenn ich da jedes mal die andere Brust gebe, hätte ich das Gefühl, dass ich vielleicht ungeichmäßig stille... Vielleicht kürzere "Wechselabstände"?
Danke schon mal :-)
blueberry hat geschrieben:Das lässt sich ohne Kenntnis der Umstände nicht allgemein beantworten. Aus welchem Grund hast Du denn mit dem Blockstillen begonnen?

Nach der Uhr die Seiten zu wechseln wird ja nicht generell empfohlen (im Gegenteil, das Baby sollte normalerweise entscheiden dürfen, wann es an die andere Brust möchte, auch während der Mahlzeit), sondern Blockstillen wird gezielt eingesetzt, um bestimmte Stillprobleme in den Griff zu bekommen.

LG, blueberry
Ich habe zu Beginn der Stillzeit ganz "normal" immer beide Seiten gestilt, manchmal auch noch eine dritte. Damals waren es noch so richtige Stillmahlzeiten, also: Stillen mit ordentlich trinken - Pause - nächste Stillmahlzeit. Ich hatte insgesamt eher eine sprudelnde Brust ;-) Dann hat es irgendwann angefangen (nach ein paar Wochen?) dass sie auch zwischendrin mal ran wollte. Kein Problem, darf ja so oft sie mag. Also angelegt (obwohl die letzte Stillmahlzeit erst 1h her war). Und sie hat getrunken und direkt danach im Strahl gespuckt. Das kam öfter vor, sodass ich mich auf Problemlösungssuche begeben habe.
Zusätzlich dazu war es auch noch so, dass sie beim Trinken sehr geschmatzt hat (Anlegen wurde von mehreren Leuten kontrolliert) und sich auch oft so "gewunden" hat.
Nach einiger Recherche habe ich dann, da ich noch weitere Anzeichen dafür sah, dass sie evtl. zu viel Vordermilch bekommen könnte, und auch, weil sich meine Brüste irgendwie nicht richtig einregulieren wollten (Ich habe regelmäßig Milchauffangschalen zum überlaufen gebracht und an unterwegs stillen war für mich nicht zu denken), habe ich dann Blockstillen ausprobiert.
Das brachte in Bezug auf das Spucken und auf meine Brüste deutliche Besserung. Das Geschmatze wurde erst mit der Zeit weniger. Da ich nie das Gefühl hatte, dass nicht noch Milch aus der gestillten Seite kommen würde, bin ich bis heute beim Blockstillen geblieben. Als ich es ein mal getestet habe, nach einem Stillen die andere Brust zu geben, hat sie direkt wieder gespuckt. War für mich ein Indiz, dass es so passt.

Das mit der Unzufriedenheit ist so eine Sache. Sie war anfangs ein Baby, das gefühlt entweder geschlafen oder geweint hat :-( Ich habe ihr da auch oft die Brust angeboten, wenn sie geweint hat, aber da hat sie sich sehr oft einfach nur gewunden und weiter geschrien. Auch Einschlafstillen hat bei uns auch erst nach Monaten geklappt.

Die Frage nun: Haltet ihr es für sehr wichtig, dass ich das Blockstillen aufgebe? Mir hilft das schon sehr, weil sie ganz oft einfach nur kurz nuckelt und dann wieder weg krabbelt. Mich da jedes Mal zu fragen, ob ich nächstes Mal nun die andere Seite geben soll, finde ich sehr anstrengend. Klingt vielleicht doof, aber mir erleichtert es die Sache einfach sehr.

Re: Blockstillen aufgeben?

Verfasst: 25.11.2015, 11:16
von Hermine12
Hallo ptw,

mein Zwerg trinkt auch unterschiedlich oft und lang. Die ersten 3 Monate habe ich auch blockgestillt. Mittlerweile schaue ich immer welche Brust schwerer ist und die biete ich ihm an. Das ist dann manchmal 2 mal hintereinander dieselbe, wenn er nur kurz trinkt. Trinkt er lang an einer Seite, gibt's bei der nächste Mahlzeit die andere.

Vielleicht wäre das auch was für euch.

Re: Blockstillen aufgeben?

Verfasst: 30.11.2015, 12:21
von ptw
Liebe hermine
Danke fuer den tipp. Ich habe es jetzt die letzten tage so gemacht. So ganz gluecklich bin ich leider noch nicht damit. Zum einen ist sie gerade furchtbar oft unzufrieden. Das ist wahrscheinlich auch einfach nur zufall,aber eben auch keine verbesserung. Auch die naechte sind,nachdem sie gerade kurz besser waren jetzt wieder mies....
Was ich aber wirklich stoerend finde ist,dass ich jetzt noch weniger das gefuehl habe,sie wuerde richtige mahlzeiten trinken. Vorher hatte ich das oft beim brustwechsel. Ich bin irgendwie aus meinem rhythmus...

Re: Blockstillen aufgeben?

Verfasst: 30.11.2015, 19:39
von Teazer
Liebe ptw,

Ihr braucht keinen Rhythmus. Ich denke, diesen Gedanken los zu lassen, könnte die ganze Sache lösen. Vertrau auf Dich, auf Dein Baby und Deinen Körper. Dann wird es sich einpendeln. :)

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Re: Blockstillen aufgeben?

Verfasst: 30.11.2015, 21:01
von ptw
Danke Teazer! Ich denke du triffst da ziemlich gut den Nagel auf den Kopf... Ich glaube tatsächlich nicht, dass meine Kleine den Rhythmus braucht - das bin ich (oder bilde mir das zumindest ein)... Nicht unbedingt einen vorgegebenen, aber zumindest einen, der sich herauskristallisiert. Ich brauche irgendwie das Gefühl: Ok, jetzt hat sie gerade getrunken, dann kann ich auch mal zeit x unterwegs sein ohne sie, und ohne dass ich Angst haben muss, dass sie vor Hunger weint (nur als ein Beispiel). Aber wie in deinem Post durchklingt: Das ist meine Baustelle...
Zwei Fragen dazu aber noch:
Ist es denn utopisch zu glauben, dass sich bei Babys so etwas wie ein Stillrythmus - der natürlich nicht exakt ist und auch Stimmungsabhängig usw. aber zumindest grob vorhanden ist - herauskristallisiert? oder ist das ein Mythos? (Bisher konnte ich so was nämlich nicht feststellen. Naja, mal abgesehen vom nächtlichen stündlichen Aufwachen :-( )
Und sollte ich auch nachts nach jedem Stillen die Seite wechseln, oder ist es ok, wenn ich das ein mal pro Nacht tue? Sie wacht wie gesagt sehr oft auf, schläft dann mit Nuckeln meistens bald wieder ein. mal trinkt sie richtig, mal nicht. Da ich sie beim Stillen einschlafen lasse (bzw. möchte, dass sie das tut), will ich sie danach nciht mehr umbetten. Sie leigt also in der Mitte und ich lege mcih auch die Seite, die "dran" ist. In der Mitte der Nacht wechsel ich dann. Ausnahme ist, wenn sie nicht schnell wieder einschläft, dann versuche ich auch die zweite Brust.
Danke und viele Grüße

Re: Blockstillen aufgeben?

Verfasst: 30.11.2015, 23:09
von Teazer
Bei den meisten Babys kristallisiert sich mit der Zeit ein grober Rhythmus heraus, der sich jedoch immer wieder verändern kann. Tatsache ist: Mit der Zeit können Babys problemlos längere Zeit ohne Mama verbringen, insbesondere, wenn sie von einer vertrauten, auf ihre Bedürfnisse eingehenden Person liebevoll betreut werden. Isst sie gerne?

Wechsel auch nachts wie es passt. Du kannst ihr auch die obere Brust anbieten. So kannst Du die Seiten wechseln ohne ihre Lage verändern zu müssen.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)

Re: Blockstillen aufgeben?

Verfasst: 02.12.2015, 21:01
von ptw
Danke für die Anregung mit der oberen Brust. ich hatte das mal vor längerer Zeit versucht und damals hat es nicht gut geklappt (habe nicht die größten Brüste und sie war da auch noch viel kleiner und hat nicht so viel "geholfen"). Habe es aber jetzt auf deinen Rat hin noch mal getestet und siehe da, jetzt geht es und wir sind um eine Alternative reicher ;-) Ist zwar nicht super bequem, aber in so Dauerstillnächten wie wir sie seit September regelmäßig haben eine gute Alternative um trotzdem beide Brüste anbieten zu können ohne mich umlegen zu müssen. Danke dafür!

Wenn ich weg bin wird sie vom Papa betreut. Der macht das super und wir sind uns auch einig bezüglich der Art und Weise der betreuung, von daher kein Problem. Ich gehe schon auch mal außer Haus, aber habe immer noch ein latent schlechtes Gefühl, weil ich meine Brust nicht dalassen kann (obwohl die beiden das trotzdem gut hinbekommen. Aber man weiß halt hinterher nie, ob sie aus Hunger geweint hat, wenn sie es tut).
Ich kann es einfach so schlecht einschätzen, weil ich ihr bei Unzufriedenheit eigentlich immer irgendwann die Brust anbiete, die sie auch oft (nicht immer) nimmt. Sie trinkt dann zwar nciht jedes Mal oder auch mal nur kurz, aber stützt sich dennoch meistens erst mal darauf wie eine Wilde.
Sie isst sehr gerne, aber da wir Fingerfood machen keine riesigen Mengen. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob sie Essen überhaupt bereits als alternative Sättgungsmaßnahme wahrnimmt...? Wenn wir etwas anbieten nimmt sie es aber immer gerne. Wasser aus dem Becher trinkt sie auch gern.

Wir haben übrigens gerade eine Nacht mit (ich glaube zumindest... Außer ich habe im SChlaf gestillt ;-) ) einer für uns ungewöhnlich langen Schlafphase hinter uns (4h). Und zwar nachdem ich abends immer schön abwechselnd beide brüste angeboten habe. Ich wage kaum zu hoffen, aber das wäre wunderbar, wenn dadurch sogar ein bisschen mehr Schlaf für mich rausspringt. (Oder es ist Zufall - so oder so hoffe ich auf Wiederholungen :-D )

Re: Blockstillen aufgeben?

Verfasst: 02.12.2015, 21:28
von Teazer
:D

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)